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Veröffentlicht am 03.05.2020

Schöne Rezepte, aber für den Alltag etwas zu abgehoben.

Koch dich glücklich mit Cornelia Poletto
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Cornelia Poletto erklärt zunächst einmal, was für sie selbst zu einem guten, aber auch gesunden Essen gehört und räumt mit ein paar Vorurteilen und Fehlinformationen auf. Damit hat man schon mal einen ...

Cornelia Poletto erklärt zunächst einmal, was für sie selbst zu einem guten, aber auch gesunden Essen gehört und räumt mit ein paar Vorurteilen und Fehlinformationen auf. Damit hat man schon mal einen ersten Schritt getan, der die Umstellung der Ernährung erleichtert und nach und nach zum Ziel führt. Danach geht es an die Qualität der Lebensmittel und Tipps, worauf man achten muss. Auch das Würzen wird nicht vergessen und die Geschmacksrichtungen erläutert. Dann erst geht es los mit den eigentlichen Rezepten.

Diese sind in drei Bereiche gegliedert. Guter Start in den Tag, Leicht und schnell für jeden Tag und Zeit für den besonderen Genuss. Hier wählt man selbst, ob man mittags oder zum Abend die eigentliche Hauptmahlzeit zu sich nimmt. Mit der Familie zusammen ist das eben am Schönsten.

Nicht alle Rezepte sind wirklich alltagstauglich. Schon das Erdbeer-Carpaccio wird sich kaum jemand an einem normalen Arbeitstag zum Frühstück zaubern. Auch ist „schnell“ eine weitere Hürde, die ich nicht für alle Rezepte des Kapitels nehmen kann. Zudem fehlt mir die Angabe, für wie viele Personen die Rezepte ausgelegt sind, bei den meisten Gerichten. Anders gesagt – es wird nur bei einigen wenigen Rezepten gesagt, für wie viele Personen sie sind.

Der Aufbau der Rezepte ist geradlinig – Angabe der Zubereitungszeit, Zutatenliste, Schritt-für-Schritt-Anleitung. Dazu gern noch ein paar Sätze extra und ein anschauliches Foto, mehr ist da nicht. Auf Nährwertangaben wurde verzichtet. Je nach Jahreszeit und Saison sind die benötigten Lebensmittel recht gut zu bekommen.

Aufgelockert wird das Buch mit den immer wiederkehrenden „Cornelia Polettos Lieblingsprodukten“. Hier erfährt man Wissenswertes zu unterschiedlichen Produkten.

Insgesamt ist das ein sehr schönes Kochbuch, das zeigt, was Frau Poletto alles kann. Für mich für meinen Alltag ist allerdings zu viel Chichi dabei. Durchaus finden sich hier wunderbare Rezepte, die auch glücklich machen, aber mir ist es meist zu viel Aufwand und zu sehr besondere Küche, denn für den täglichen Einsatz. Deshalb gebe ich drei Sterne.

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Veröffentlicht am 02.05.2020

Schnell und dennoch ausgewogen und lecker

Quick Basics
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Manchmal muss es schnell gehen – und soll dennoch schmecken und der Seele gut tun. Aber mal im Ernst – warum sollte das nicht zusammenpassen? Kochen ist auch dann Arbeit, wenn es schnell geht. Wenn man ...

Manchmal muss es schnell gehen – und soll dennoch schmecken und der Seele gut tun. Aber mal im Ernst – warum sollte das nicht zusammenpassen? Kochen ist auch dann Arbeit, wenn es schnell geht. Wenn man bedenkt, wie schnell eine Mahlzeit gegessen ist und wie lange man oft am Herd dafür steht, ist das schon erstaunlich. Zudem bin ich gerade auf dem Trip, von der „Chichi-Küche“ wegzugehen und wieder zu den einfacheren Gerichten zu gehen. In diesem Buch gibt es viele tolle Ideen, Tipps und natürlich auch Rezepte.

Die Grundidee steht und fällt mir der Vorbereitung und den passenden Zutaten. Deshalb startet das Buch auch mit den geeignetsten Zutaten, einigen Einkaufs-Tipps, kleinen Tricks für leckere Extras, wie z.B. Würzöl und aromatisierte Butter. Danach folgen die Rezepte, unterteilt in die Themen Salate & Suppen; Pasta & mehr; Gemüse, Fisch & Fleisch und Schnell im Ofen. Es gibt immer wieder Grundrezepte, Tipps zur Verwertung von Resten, Variationsvorschläge, zusätzliche Tipps.

Die Rezepte sind gut strukturiert, übersichtlich aufgegliedert und klar beschrieben. Zubereitungszeit und Kalorienangabe gibt es auch. Aufgeschlüsselte Nährwertangaben jedoch nicht. Die Fotos dazu gefallen mir – sie übertreiben nicht, stellen klar die Gerichte in den Fokus, ohne große Dekoration. Man sieht hier nicht Kunstwerke, sondern Mahlzeiten. Das finde ich fair und ehrlich. Die benötigten Zutaten sind – saisonal – recht leicht zu bekommen. Einige der Rezepte klappen auch hervorragend mit einem „Standard-Vorrat“. Ausgelegt sind sie immer für vier Personen. Das hängt natürlich auch davon ab, wie hungrig diese Personen dann so sind. Ich koche lieber ein wenig zu viel, als eine Portion zu wenig. Reste lassen sich meist prima einfrieren und sind dann ebenfalls quick gemacht.

Mir gefällt die Abwechslung in diesem Buch. Es finden sich auch Gerichte, die ich nicht machen möchte – aber in welchem Kochbuch ist das anders? Die Rezepte sind quasi gelingsicher und lassen sich auch gut für eine gesellige Runde machen. So hat der Gastgeber mehr Zeit mit seinen Gästen. Für mich ist dieses Buch mehr, als nur eine „schnelle Notlösung“, deshalb gebe ich auch die vollen fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 02.05.2020

Dieses Buch sollten alle Eltern zu Hause haben!

Die Familienschatzkiste
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Dies ist ein Mitmach-Buch, insofern ist ein eBook etwas schwierig. Das eine oder andere geht damit ganz schlecht, z.B. das Ausmalen der Familie gleich am Anfang zur Übung. Aber das Buch ist ein Begleiter ...

Dies ist ein Mitmach-Buch, insofern ist ein eBook etwas schwierig. Das eine oder andere geht damit ganz schlecht, z.B. das Ausmalen der Familie gleich am Anfang zur Übung. Aber das Buch ist ein Begleiter für viele Jahre. Die ganze Familie findet darin Anregungen für kleine, mittlere und ein bisschen größere Projekte, Spiele, Geschichten, Bastelideen, Rezepte, Wissenswertes rund um Jahreszeiten, Tiere, Pflanzen, Feiertage, Feste – es ist einfach proppenvoll mit Spaß!

Man kann immer wieder darin blättern und Neues entdecken. Schön nach Jahreszeiten gegliedert finden sich passende Ideen für jedes Alter. Natürlich kann man auch im Winter Sommerideen umsetzen, so das machbar ist – es gibt keine Regel, außer Spaß und Freude zu haben.

Die Vorschläge sind zumeist schön kurz formuliert und setzen auch öfter darauf, nur ein Anstoß zu sein und die Familie die Idee selbst auszuarbeiten. Für meinen Geschmack hätten mehr Fotos dabei sein dürfen, denn die machen gerade Kids doch immer eher neugierig, als Texte. Und die Auswahl fällt dann auch leichter.

Besonders schön ist, dass viele Ideen mit Aktivsein zu tun haben. Man muss dafür raus in die Natur und das ist wohl heutzutage für manche ein Problem. Umso schöner, dass hier Ideen zu finden sind, die einen „Grund“ geben, raus zu gehen. Man hat ein Ziel vor Augen, und wenn es nur ist, Kastanien oder Blätter oder Blumen zu sammeln, um damit zu Hause zu werkeln. Auch auf die Vögel zu lauschen ist mehr, als nur ein Zeitvertreib – es bringt den Kids (und auch so einigen Eltern) die Natur näher und zwingt zu einer sehr positiven Entschleunigung und Ruhe.

So ist das Buch tatsächlich eine kleine Schatzkiste. Wenn Mama und Papa ein wenig „vorarbeiten“, sind besonders viele Vorschläge recht fix umsetzbar. Jede Wette, dass die Kids öfter mal sagen werden: „Lass uns in die Schatzkiste gucken!“. Mir gefällt es. Bis auf die Meckerei mit den Fotos bin ich begeistert. Insgesamt also vier Sterne.

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Veröffentlicht am 30.04.2020

Gemächlicher Cosy Crime an der Nordseeküste

Muscheln, Mord und Meeresrauschen
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Ein Brand auf einer Baustelle, ein toter Gastarbeiter, Brandstiftung, Wellness-Zentrums-Gegner und der Mord an einem Geflügelbauer und Investor – da ist was los in Neuharlingersiel!

Ein idyllisches Städtchen, ...

Ein Brand auf einer Baustelle, ein toter Gastarbeiter, Brandstiftung, Wellness-Zentrums-Gegner und der Mord an einem Geflügelbauer und Investor – da ist was los in Neuharlingersiel!

Ein idyllisches Städtchen, oder auch eher Dorf, direkt an der Nordsee gelegen und Heilbad dazu, mit vielen urigen Bewohnern macht den Cosy-Crime schon unterhaltsam. Da lässt sich nicht dran rütteln, es macht schon Spaß, den immer wieder überraschenden Einfällen der Figuren zu folgen. Dadurch entstehen Verwicklungen, die den Fall zwischendurch unlösbar erscheinen lassen und einen dichten Knoten bilden. Aber die Ostfriesen machen das schon!

Auch wenn da ganz viel Lokalkolorit drin steckt, kommt auch so richtig der Finger in die Wunde jeder kleinen Stadt, gleich wo angesiedelt. Schrullen und Eigenheiten ähneln sich doch gerne überall. Gerade, dass jemand auch nach Jahrzehnten als „Neue/r“ bezeichnet wird, als zugezogen und nicht einheimisch gilt, ist weit verbreitet. So findet eigentlich jeder immer wieder Situationen, die man kennt!

Für mich war dies der erste Band der Reihe, auch wenn er eigentlich Band fünf ist. Dennoch kam ich prima mit, denn die Zusammenhänge und Beziehungen werden ausreichend erklärt und dargestellt. Der Humor ist „leise“, aber vorhanden, die Spannung passt sich da an. Man platzt nun nicht gerade oder möchte Nägel kauen, aber man bleibt dran und das ist schon mal mehr, als viele andere bieten. Dennoch passt der Stil der beiden Autorinnen nicht so ganz in mein Geschmacksmuster, sodass ich mich entschlossen habe, dem Wohlfühlkrimi drei Sterne zu geben.

Tetje Mierendorf hat seine Sache recht gut gemacht, wenn auch ich das Gefühl hatte, dass er wirklich vorliest und nicht erzählt. Das stört ein klein wenig, seine Stimme ist aber sehr angenehm und für Cosy Crime wie geschaffen.

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Veröffentlicht am 29.04.2020

Leider nur die abgespeckte Version der Print-Ausgabe

Johann Lafer - Das Beste: Meine 30 Lieblingsrezepte
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Die Rezepte von Johann Lafer sind fast immer raffiniert, aber nicht allzu kompliziert nachzukochen, zumindest, wenn man ein bisschen geübt ist und Erfahrung in der Küche hat. Dieses Kochbuch macht es sogar ...

Die Rezepte von Johann Lafer sind fast immer raffiniert, aber nicht allzu kompliziert nachzukochen, zumindest, wenn man ein bisschen geübt ist und Erfahrung in der Küche hat. Dieses Kochbuch macht es sogar richtig einfach, da zu den Arbeitsschritten auch immer Fotos existieren. Das ist nicht für alles wirklich erforderlich, gefällt mir aber sehr gut.

Aufgebaut sind die Rezepte sehr übersichtlich. Nach dem Titel und einer kleinen Erklärung dazu gibt es ein Foto des Ergebnisses, die Zutatenliste, hin und wieder ein hilfreicher Tipp und die nötigen Arbeitsschritte mit Fotos und gerne auch noch Tipps. Abgeschlossen werden die Rezepte häufig mit einem Johann-Lafer-Zitat dazu.

Die ausgewählten Lieblingsrezepte gehen quer durch alle Bereiche. So ist es kein echtes Themenkochbuch, aber ein kleines Schatzkästchen mit vielen tollen Vorschlägen, Tipps und Tricks. Allerdings musste ich feststellen, dass der günstige Preis des eBooks sich daraus erklärt, dass nicht alle Rezepte der Printausgabe zu finden sind und vor allem die Grundrezepte fehlen. Das finde ich äußerst schade und das kostet das Buch auch zwei Sterne. Die Printversion steht jetzt auf meiner Wunschliste und hat sicher das Zeug dazu, die vollen fünf Sterne zu bekommen.

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