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Veröffentlicht am 16.05.2020

Buddhismus-Weisheiten für Nicht-Buddhisten

Im Einklang mit der Welt
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Nie waren die Weisheiten des Dalai Lama so wertvoll, wie in diesen Zeiten. Die Menschen leben immer schneller und rücksichtsloser, sogar eine Pandemie bringt sie nicht mehr von ihrem Weg ab. Dabei gehört ...

Nie waren die Weisheiten des Dalai Lama so wertvoll, wie in diesen Zeiten. Die Menschen leben immer schneller und rücksichtsloser, sogar eine Pandemie bringt sie nicht mehr von ihrem Weg ab. Dabei gehört gar nicht so enorm viel zu einem harmonischen Miteinander. Gemeinsam sind wir stärker, aber kaum ein Mensch ist gewillt, anderen zu helfen. Das ist schade.

Die Lektüre des Büchleins entschleunigt enorm. Die kleinen Texte halten unbeschreiblich klar vor Augen, wo es hakt und wie leicht man etwas daran ändern könnte. Ja, „könnte“, denn die Mehrheit verweigert sich den einfachen Schritten ja leider. Gerade deshalb tut es mir gut, immer wieder im Büchlein zu blättern und mich an die eine oder andere Weisheit (die im Grunde nichts anderes, als selbstverständliche und grundlegende Tatsache ist) zu erinnern. Ich kann die Welt nicht ändern, aber ich kann mich ändern. Und das kann Auswirkungen haben, die am Ende dann doch die Welt verändern. Ein schöner Gedanke!

Die Texte sind quasi eine Zusammenstellung diverser Texte aus vielen Büchern des Dalai Lamas. Ein Querschnitt sozusagen. Ein Teil eines Ganzen, und doch auch ein Ganzes. Eben genau so, wie „Teile und Ganzes“ auf Seite 11 (aus Das Buch der Menschlichkeit, 46).

Die Texte bringen uns Nicht-Buddhisten den Buddhismus näher. Sie passen, meiner Meinung nach, erstaunlich gut in die unterschiedlichsten Lebenslagen, in die man im Laufe eines Lebens kommt. Somit ist das Büchlein ein wunderbarer Begleiter, in dem man immer wieder blättern kann und auch mag, um sich zu erden und neue Kraft zu tanken. Es wird keinen Therapeuten ersetzen, wenn einer nötig ist, aber es baut wirklich auf, tröstet, gibt Kraft und Hilfe bei vielen Dingen, aber auch und besonders dabei, ein „besserer Mensch“ zu werden.

Ich habe die Texte sehr genossen und finde, das Büchlein ist ein wunderschönes Mitbringsel für alle Menschen, die man im Herzen trägt. Ich gebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2020

Ein außergewöhnliches Jugendbuch – optisch und inhaltlich

Frankly in Love
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Franks Eltern sind sehr streng. Die Tochter wurde verstoßen, als sie einen Farbigen geheiratet hat. Auch Frank darf sich nur mit Freunden umgeben, die ebenfalls koreanisch sind, wie seine Familie. Grade ...

Franks Eltern sind sehr streng. Die Tochter wurde verstoßen, als sie einen Farbigen geheiratet hat. Auch Frank darf sich nur mit Freunden umgeben, die ebenfalls koreanisch sind, wie seine Familie. Grade in Amerika, wo Rassenhass und Konservatismus weit verbreitet sind, mutet das schon seltsam an, wenn „Nicht-Amerikaner“ so denken und handeln. Frank bleibt also nichts anderes übrig, als auf einen Trick auszuweichen: Mit seiner Kindheitsfreundin Joy spielt er seinen Eltern eine Beziehung vor, um sich mit anderen treffen zu können. Die Idee ist nicht schlecht, aber natürlich kommt alles ganz anders …

Manchmal ist es schwer, als Erwachsener ein Jugendbuch zu bewerten. Hier ist so ein Fall. Der Sprachstil ist mir ein bisschen zu amerikanisch-authentisch. So strengt das lesen zwischendurch wirklich ein bisschen an und ich brauchte ein bisschen länger, um in die Story hineinzukommen. Mit der Zeit findet sich das aber und ich hab es wirklich gern gelesen.

Im Grunde erlebt der Leser mit Frank dessen letztes Highschool-Jahr. Das ist unterhaltsam und man erlebt die typischen Dinge, die Teenager in dieser Zeit eben durchmachen. Insofern ist das Buch recht still und unaufgeregt, dennoch nicht uninteressant. Vor allem, weil ohne großem moralischem Zeigefinger wichtige Themen aufgezeigt werden, die die Leser nicht nur im Teenageralter betreffen und denen sie immer wieder begegnen. Freundschaft, Familie, Erwachsenwerden, eigene Entscheidungen, Klischeedenken, Vorurteile, Akzeptanz und vieles mehr wird angesprochen und es werden auch Lösungen aufgezeigt: gute und weniger gute.

Der Stil von David Yoon ist gewöhnungsbedürftig, da er die Emotionen nicht „liefert“, sondern dem Leser überlässt, was und wie intensiv er fühlt. Das ist schwierig, denn ein bisschen geleitet werden wäre nicht ganz so falsch. Dennoch finde ich die Idee gar nicht falsch, denn gerade die Zielgruppe möchte nicht so sehr „bevormundet“ werden. So sind es dann vielleicht „leise Gefühle“, denn nicht jeder Teenager ist „laut“. Für mich stimmig und schön.

Insgesamt also ein Buch, das meiner Meinung nach für die Zielgruppe sehr gut gelungen ist. Da ich darüber hinaus bin und sich vieles verändert hat in den Jahren zwischen meiner Jugend und heute, gebe ich vier Sterne, empfehle das Buch aber „nur“ jenen Jugendlichen, die tiefgründigere Bücher bevorzugen.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

Macht Kids vermutlich mehr Angst, als es beruhigt

Corona – Das Virus für Kinder erklärt
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Mir gefällt das Büchlein leider nicht wirklich. Es ist mir zu einfach gehalten. Zwar soll das Virus Kindern erklärt werden, aber hier ist jedes Kind unterfordert, wird fast schon mit falschen Informationen ...

Mir gefällt das Büchlein leider nicht wirklich. Es ist mir zu einfach gehalten. Zwar soll das Virus Kindern erklärt werden, aber hier ist jedes Kind unterfordert, wird fast schon mit falschen Informationen gefüttert, zumindest aber mit zu wenigen. Falsch ist schon mal die Aussage, dass die Krankheit „Corona-Virus“ heißt. Stimmt nicht und sollte deshalb auch nicht in einem Buch stehen.

Sehr verstörend ist auch, dass das Virus sich selbst vorstellt. Was das bei Kindern auslöst, wenn sie erfahren, dass es vernichtet werden muss, damit die Menschen überleben, kann man sich ja bildhaft vorstellen. Dann wieder wird von „uns“ gesprochen, wenn die Menschen gemeint sind – dennoch ist weiterhin das Virus der Erzähler. Das passt nicht!

Wie sich ein Kind dabei fühlt, wenn es vom Virus erzählt bekommt, dass dieses für Kinder recht harmlos ist, auch für Tiere, aber Erwachsene gern sehr krank macht, möchte ich wirklich nicht ausprobieren. Die Lage ist auch so schon schlimm genug, auch für Kids.

Leider sind auch die Zeichnungen nicht so wirklich mein Fall. Gut, da kann der Altersunterschied schon etwas ausmachen. Aber wenn ich mir andere Kinderbücher ansehe, hätte man die wirklich großartige Idee anders und sehr viel besser umsetzen können und müssen.

Von daher kann ich leider nur zwei Sterne geben.

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Veröffentlicht am 14.05.2020

Vom Anderssein und Lösung finden

Das kleine Stinktier Riechtsogut
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Gleich auf dem Cover animiert ein kleiner Vogel, ihn auf jeder Seite im Buch zu suchen. Es lohnt sich aber auch so, die Bilder ganz genau zu betrachten. Die Details sind zahlreich und so liebevoll gestaltet, ...

Gleich auf dem Cover animiert ein kleiner Vogel, ihn auf jeder Seite im Buch zu suchen. Es lohnt sich aber auch so, die Bilder ganz genau zu betrachten. Die Details sind zahlreich und so liebevoll gestaltet, dass man sich kaum sattsehen kann.

Die Geschichte ist lustig und „verkehrte Welt“. Das Kind der Stinktiereltern will nicht stinken, liebt frische Luft und wäscht sich gerne. Das macht den Eltern natürlich Sorgen, denn ein anständiges Stinktier verhält sich anders! Und genau davon handelt dieses Kinderbuch: Vom Anderssein.

Es ist nicht immer einfach, gegen den Strom zu schwimmen. Manchmal ist es auch verkehrt. Aber manchmal ist es auch wichtig, um selbst glücklich zu werden, nicht nur andere glücklich zu machen. Denn Individualität und Zugehörigkeit müssen sich nicht gegenseitig ausschließen, wenn man einen guten Mittelweg findet. Genau das erklärt dieses Büchlein den Kindern auf kindgerechte Art und Weise. Auch Klischees werden behandelt – so sagt der kleine Waschbär, dass Stinktiere immer zum Himmel stinken und so das kleine Stinktier kein Stinktier sein kann, sondern ein Waschbär sein muss. Das kann unser Riechtsogut gar nicht verstehen, aber es ist der Auslöser für die Lösung des Problems!

Ein herrliches Kinderbuch also, das Spaß macht, rundum. Ansehen und zuhören, auf den Bildern Details entdecken und bei allem Freude haben, das bieten Britta Sabbag und Igor Lange mit ihrer tollen Geschichte. Ich finde das großartig: Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 14.05.2020

Jung gegen Alt? Beim Kochen zählt der Geschmack!

Dahoam is Dahoam - Das Kochduell
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Kaum zu glauben, aber wahr – ich kenne die TV-Serie nur vom Namen nach. Aber ich liebe Kochbücher und ich bin totaler Fan von ausgefallenen Ideen, diese zu präsentieren. Ein Kochduell ist natürlich klasse. ...

Kaum zu glauben, aber wahr – ich kenne die TV-Serie nur vom Namen nach. Aber ich liebe Kochbücher und ich bin totaler Fan von ausgefallenen Ideen, diese zu präsentieren. Ein Kochduell ist natürlich klasse. Vermutlich haben Fans der Serie noch mehr Spaß daran, aber mir macht das auch so richtig Spaß. Das Wichtigste aber: Die Rezepte sind vielfältig, lecker und überraschend, auch wenn (oder gerade weil) das Thema Bayern deutlich hervorsticht.

Tante (Moni) und Nichte (Kathi) kochen gegeneinander an. Dabei erkennt man die Rezepte sofort an der Farbe – Monis sind rot, Kathis blau. Die Sprüche der beiden vor den jeweiligen Kapiteln sind kämpferisch, aber auch witzig und ein wenig Landliebe steckt auch drin.

A Topf voi Glück - Eintöpfe, Lansinger Soulfood, Genial lokal, Lansinger Veggieday, Richtig aufkochd und Hauptsach siaß sind die Kategorien, in denen sich die beiden batteln. Da gibt es wunderbare Varianten ähnlicher Gerichte, mal mehr traditionell, mal mehr modern. Und am Ende entscheidet dann der persönliche Geschmack! Wunderbar am Buch: Die beiden Kontrahentinnen gewinnen die Einsicht, dass beide toll kochen und die eine auch das Essen der anderen mag. Der Leser ebenfalls, will ich mal behaupten.

Der Aufbau der Rezepte ist klassisch – Überschrift, ein paar einleitende und erklärende Worte zum Gericht, die Zutatenliste unter Angabe der Anzahl der Personen, für die es gedacht ist, Schritt-für-Schritt-Anleitung, gern mal noch ein paar abschließende Worte der Köchin und es gibt immer ein tolles Foto zum Rezept. So mag ich das! Wenn nötig, ist auch noch erwähnt, welches „besondere“ Utensil verwendet wird, z.B. bei den Dampfnudeln „Bräter oder Topf mit gut schließendem Deckel“. Die Zutaten sind alle gut im normalen Supermarkt (besser aber: Bauernmarkt) zu bekommen. Die meisten Gerichte kann wirklich jeder schaffen mit den Angaben, die in den Rezepten stehen. Je geübter die Köchin, desto besser, ganz klar, aber hier streckt auch der Anfänger nicht die Waffen! Manche Speisen machen ein bisschen mehr Arbeit – aber das darf auch mal sein! Wer gerne kocht und seine Lieben mal überraschen möchte, hat hier reichlich Auswahl.

Keine Angst, die Rezepte sind nicht durchweg zu mächtig. Es gibt auch relativ leichte Speisen. Dennoch sind es zugegebenermaßen keine Diät-Gerichte. Wohlweislich wurde auf die Angabe von Nährwerten verzichtet. Das Geplänkel der beiden Damen lockert das Buch zusätzlich auf. Die Texte zwischen den Kapiteln machen richtig Spaß (auch Nichtkennern der Serie!).

Kurz und gut – Buch, Aufmachung, Rezepte finde ich rundum gelungen und gebe deshalb die vollen fünf Sterne! Guten Appetit und viel Spaß beim Mit- oder Nachkochen!

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