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Veröffentlicht am 16.03.2026

Da waren zu viele Fragen offen...

Die Nacht von Shyness
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Ein besonderes Cover und eine ungewöhnliche Welt: Warum mich dieses Abenteuer trotzdem ratlos und mit vielen Fragen zurücklässt.

Manchmal ist es ein einziges Bild, das unsere Neugier weckt. Bei „Die Nacht ...

Ein besonderes Cover und eine ungewöhnliche Welt: Warum mich dieses Abenteuer trotzdem ratlos und mit vielen Fragen zurücklässt.

Manchmal ist es ein einziges Bild, das unsere Neugier weckt. Bei „Die Nacht von Shyness“ von Leanne Hall war es das Cover, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Es ist außergewöhnlich, ästhetisch und verspricht eine Geschichte, die „anders“ ist. Da ich Bücher liebe, die aus der Reihe tanzen, war meine Vorfreude groß – doch leider folgte auf den optischen Hochgenuss eine literarische Ernüchterung.

Worum geht es?
Das Buch ist für Jugendliche ab etwa 11 Jahren geschrieben und dementsprechend ist der Schreibstil recht einfach und zugänglich gehalten. Die Geschichte lebt von der abwechselnden Erzählweise der beiden Protagonisten: der 17-jährigen Wildgirl und dem 19-jährigen Wolfboy.

Die beiden treffen unter höchst ungewöhnlichen Umständen aufeinander und gemeinsam begeben wir uns mit ihnen auf ein nächtliches Abenteuer in einer Welt, die mit einem feinen Hauch von Fantasy überzogen ist. Auch eine zarte Liebesgeschichte bahnt sich zwischen den beiden an, doch diese kommt nur sehr schwer in Gang und kann das Ruder leider nicht herumreißen.

Ein Abenteuer ohne Kompass und Spannungsbogen
Doch hier liegt das Problem: Während wir mit den beiden durch die Nacht streifen, stellte sich bei mir immer mehr ein Gefühl der Orientierungslosigkeit ein. Die Handlung wirkt leider sehr zusammenhanglos und zusammengewürfelt. Anstatt einer fließenden Geschichte glich das Lesen eher dem Versuch, wahllos hingeworfene Fragmente zu einem Bild zusammenzufügen.

Besonders kritisch empfand ich den Spannungsbogen, der sich leider nicht über das komplette Buch ziehen kann. Zur Mitte hin flacht die Geschichte merklich ab, und auch der Stil wirkt zum Ende hin immer dünner. Was mich jedoch am meisten enttäuscht hat, ist das Finale: Ich blieb mit so vielen offenen Fragen im Kopf zurück, dass das gesamte Leseerlebnis im Nachhinein noch schlechter wegkommt. Ich hatte mich für dieses Buch entschieden, weil es so anders wirkte – am Ende fühlte es sich leider weniger nach Magie und mehr nach einem anstrengenden „Wortwirrwarr“ an.

Mein Fazit
Ein optisches Schmuckstück mit einem spannenden Erzählansatz, dem es aber massiv an Struktur, einem roten Faden und vor allem an Antworten fehlt. Wer eine durchdachte Fantasy-Welt sucht, wird hier leider mit zu vielen Fragezeichen allein gelassen.

Meine Bewertung:

Schöne Hülle, verwirrender Kern und ein Ende, das zu viele Fragen offen lässt.

2 von 5 Rosen 🌹🌹

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Der Sog fehlte...

Love Letters to a Serial Killer
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Ein Thriller über die dunkle Seite der Fan-Kultur: Tolle Optik, aber eine Protagonistin, die auf Distanz bleibt.

Als großer True Crime Fan war für mich sofort klar: Dieses Buch muss ich lesen! Das Cover ...

Ein Thriller über die dunkle Seite der Fan-Kultur: Tolle Optik, aber eine Protagonistin, die auf Distanz bleibt.

Als großer True Crime Fan war für mich sofort klar: Dieses Buch muss ich lesen! Das Cover der deutschen Ausgabe von Tasha Coryell ist ein absoluter Hingucker. Das Messer und das Blut wirken extrem vielversprechend und haben mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht. Doch leider hat sich hier wieder einmal bewahrheitet: Ein spannendes Äußeres garantiert noch keinen packenden Inhalt.

Worum geht es?
Hannah ist eine Frau, die man wohl als „gegen den Strom schwimmend“ bezeichnen würde. Sie lebt in einem kleinen Appartement, ist weder verheiratet noch verlobt und datet bevorzugt Männer, die man eher als seltsam beschreiben könnte. Als eine Reihe von Morden die Schlagzeilen beherrscht, findet sie Gleichgesinnte in einem Online-Forum. Wie eine kleine Clique von Hobbydetektiven tauschen sich die Frauen dort über die Fälle aus.

Doch während die anderen Frauen im Forum die Distanz wahren, geht Hannah einen gefährlichen Schritt weiter und bricht die goldene Regel der Community: Sie nimmt direkt Kontakt zu William auf – einem Anwalt, dem mehrere grausame Frauenmorde zur Last gelegt werden. An dieser Stelle wird deutlich, dass Hannah mehr als nur Neugier antreibt; sie leidet an „Hybristophilie“. Bekannt als das Bonnie-und-Clyde-Syndrom, beschreibt Wikipedia diese Paraphilie als eine Form der sexuellen Anziehung zu Kriminellen und Gewalttätern. Für Hannah wird die Jagd auf den Täter damit zur ganz persönlichen Obsession.

Warum der Sog fehlte
Obwohl die Grundidee und das Forum-Setting wirklich gut durchdacht sind, hatte die Geschichte für mich eindeutig Potenzial nach oben. Das größte Problem war für mich die Protagonistin Hannah. Sie blieb als Charakter für mich absolut nicht greifbar. Es ist schwer, an einer Story dranzubleiben, wenn man mit den Figuren einfach nicht warm wird.

Während der Schreibstil insgesamt okay ist – wenn auch manchmal etwas sehr unter der Gürtellinie –, fehlte mir die emotionale Bindung. Normalerweise liebe ich es, wenn mich ein Thriller in seinen Bann zieht, aber hier passierte das Gegenteil: Je weiter ich las, desto mehr nahm der Sog ab. Das passiert mir wirklich selten, aber am Ende war es leider eher das, was man als „nett“ bezeichnen würde, aber mehr auch nicht.

Mein Fazit
„Love Letters to a Serial Killer“ ist ein Thriller, der mit einer packenden Grundidee und einem wirklich fantastischen Cover punktet, mich in der Umsetzung aber leider verloren hat. Obwohl die Dynamik der Hobbydetektiv-Clique unglaublich vielversprechend war, konnte sie die Distanz zur Protagonistin nicht überbrücken. Für mich lebt ein Thriller von der Verbindung zu seinen Charakteren – doch hier blieb Hannah bis zum Schluss so schemenhaft und unnahbar, dass der anfängliche Sog leider verflogen ist. Eine interessante Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche, die für mich aber eher an der Oberfläche blieb.

Meine Bewertung:

Starkes Konzept, schwache Bindung – ein Buch mit Potenzial, das mich emotional nicht ganz erreichen konnte.

3 von 5 Rosen 🌹🌹🌹

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Typischer Kruse...

Wenn schon tot, dann unter Palmen
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Tatjana Kruse zeigt in der Viertelstunden-Bibliothek, dass Verbrechen selten so viel Spaß gemacht haben.

Hach, Entführungen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Besonders dann nicht, wenn man ...

Tatjana Kruse zeigt in der Viertelstunden-Bibliothek, dass Verbrechen selten so viel Spaß gemacht haben.

Hach, Entführungen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Besonders dann nicht, wenn man es mit den Figuren von Tatjana Kruse zu tun hat. In ihrem Kurzroman „Wenn schon tot, dann unter Palmen“ beweist die Autorin einmal mehr, warum sie die unangefochtene Queen des skurrilen Krimis ist. Ich sage es direkt vorab: Dieses Buch war für mich ein absolutes Highlight!

Worum geht es?
Kidnapping auf dem Golfplatz! Der Plan der Ganoven klingt eigentlich solide: Eine Ehefrau entführen und vom Göttergatten eine halbe Million Euro Lösegeld kassieren. Doch die Kriminellen haben die Rechnung ohne den Ehemann gemacht. Der denkt nämlich gar nicht daran, seine Frau so schnell wieder in die Arme zu schließen. Warum auch? Er hat nämlich schon längst eine passende Nachfolgerin in petto und genießt die neu gewonnene Freiheit in vollen Zügen.

Mein Eindruck: Skurril, glaubwürdig und einfach brillant
Was Tatjana Kruse hier abliefert, ist schwarzer Humor in Perfektion. Was ich an ihren Geschichten so liebe: Sie schafft es immer wieder, herrlich skurrile Protagonisten zu entwerfen, die trotz ihrer schrägen Art absolut glaubwürdig bleiben. Man kauft ihnen jede noch so absurde Handlung ab, weil sie so konsequent und lebendig gezeichnet sind.

Ein weiterer Pluspunkt sind die vielen schönen Illustrationen, die das Buch begleiten. Sie machen das Lesen zu einem wahren Kinderspiel und lockern die Handlung so charmant auf, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Es ist die perfekte Mischung aus bissigem Text und visueller Unterstützung – ein echtes Gesamtkunstwerk für zwischendurch.

Mein Fazit
Ein typischer „Kruse“ in Bestform: böse, rasant und mit Charakteren, die man einfach gern haben muss (auch wenn sie kriminell oder treulos sind). Für mich das bisherige Highlight der Reihe!

Meine Bewertung:

Ein Volltreffer auf dem Golfplatz – volle Punktzahl für dieses Lesevergnügen!

5 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹🌹

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Kleine Krimiauszeit...

Gipfelkreuz und Brezeltod
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Isabella Archan serviert in der Viertelstunden-Bibliothek ein mörderisches Frühstücksbuffet der Extraklasse.

Wer Lust auf eine Geschichte hat, die so spritzig ist wie ein Glas Sekt am Pool, der sollte ...

Isabella Archan serviert in der Viertelstunden-Bibliothek ein mörderisches Frühstücksbuffet der Extraklasse.

Wer Lust auf eine Geschichte hat, die so spritzig ist wie ein Glas Sekt am Pool, der sollte sich „Gipfelkreuz und Brezeltod“ nicht entgehen lassen. Dass die Autorin Isabella Archan nicht nur mit dem Stift, sondern auch auf der Bühne zu Hause ist, merkt man jeder Zeile an. Die gebürtige Österreicherin und heutige Wahlkölnerin ist nämlich auch leidenschaftliche Schauspielerin – und genau dieses Gespür für Timing und Dramatik bringt sie in diesen Kurzroman ein.

Worum geht es?
Ferienzeit ist Wanderzeit? Von wegen! In diesem Kurztrip entspannt sich zwischen Sonnenliegen und Hotelpool ein teuflischer Kleinkrieg. Wenn die Ellenbogenmentalität am Frühstücksbuffet auf rabiate Mittel trifft, bleibt kein Auge trocken. Isabella Archan stellt mit viel Humor die Frage: Wer hat am Ende den längeren Atem, wenn der Urlaub zum Survival-Trip der Eitelkeiten wird? Ein „Frühstücksbuffet à la Mord“, das man so schnell nicht vergisst.

Mein Eindruck: Mit leichter Feder und charmanten Details
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die leichte Feder, mit der Isabella Archan durch die Handlung führt. Es wirkt nie schwerfällig, sondern sprüht vor Energie und Witz.

Ein echtes Highlight sind die kleinen Illustrationen, die den Text begleiten. Sie lockern das Ganze wunderbar auf und machen das Buch auch für Menschen attraktiv, die vielleicht seltener zum Buch greifen oder einfach eine visuelle Unterstützung lieben. Das macht die Geschichte herrlich „lesbar“ und kurzweilig. Man spürt den österreichischen Charme der Autorin in jeder brenzligen Situation am Buffet – es ist skurril, ein bisschen böse und dabei absolut liebenswert.

Mein Fazit
Ein Alpen-Häppchen mit Biss! Dank der Illustrationen und des schauspielerischen Talents der Autorin, das durch die Seiten schimmert, ist es die perfekte Lektüre für zwischendurch.

Meine Bewertung:

Bissiger Humor trifft auf charmante Optik – eine klare Empfehlung!

4 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Kurztrip für die Sinne...

Yachttrip ins Glück
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Vitus Marx lädt in der Viertelstunden-Bibliothek zu einem exklusiven Flirt im High-Society-Gewand ein.

Kennt ihr das? Manchmal braucht man keine 500 Seiten, um das Herz ein bisschen schneller schlagen ...

Vitus Marx lädt in der Viertelstunden-Bibliothek zu einem exklusiven Flirt im High-Society-Gewand ein.

Kennt ihr das? Manchmal braucht man keine 500 Seiten, um das Herz ein bisschen schneller schlagen zu lassen. Manchmal reicht eine Viertelstunde, eine luxuriöse Yacht und ein Mann, der eigentlich absolut verboten sein sollte. In der Viertelstunden-Bibliothek des Paperento Verlages habe ich mit "Yachttrip ins Glück" von Vitus Marx genau dieses prickelnde Lesevergnügen gefunden.

Worum geht es?
Wir begleiten die Reisejournalistin Bettina auf die Sonneninsel Sardinien. Zwischen Champagnergläsern und dem strahlenden Blau des Mittelmeers trifft sie auf Tommaso – attraktiv, charmant und der Inbegriff eines Mannes, bei dem man sofort schwach werden möchte. Er passt perfekt in die glitzernde Welt der High Society.

Doch dann der Dämpfer: Tommaso ist kein Single. Er hat Frau und zwei Kinder. Und trotzdem... warum lässt er seinen Blick so intensiv auf Bettina ruhen? Warum flirtet er so ungeniert und lässt die Luft zwischen ihnen förmlich vibrieren?

Mein Eindruck: Flirty Alltagsflucht mit Stil
Dieser Kurzroman ist die perfekte Alltagsflucht. Vitus Marx schreibt mit so viel Augenzwinkern und Charme, dass man die moralischen Bedenken fast für einen Moment vergisst, nur um sich ganz dem italienischen Flair hinzugeben. Es ist eine Geschichte über den Zufall der Liebe, die mit der Frage spielt: Darf man das?

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Story trotz ihrer Kürze eine richtige Dynamik entwickelt. Man spürt das Prickeln auf der Haut – und das liegt nicht nur an der heißen Sonne Sardiniens. Es ist ein moderner, flirty Text, der zeigt, dass Romantik und ein Hauch von Luxus auch auf wenigen Seiten wunderbar funktionieren können.

Mein Fazit
Ein spritziger Kurzroman für alle, die Lust auf ein bisschen Herzklopfen und italienisches Lebensgefühl haben. Wer kurz in die Welt des Glamours abtauchen möchte, wird hier bestens unterhalten.

Meine Bewertung:

Ein stilvoller, flirty Kurztrip, der Lust auf Meer (und mehr) macht.

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