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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2024

Süße Idee mit monotoner Umsetzung

Could it be Love?
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Die Idee, eine schnell verliebte Jugendliche mittels Musik in Parallelwelten springen zu lassen, klingt zuerst spannend. Der Umsetzung hat es jedoch an Konflikt und ausgeprägten Beziehungen gefehlt. Spätestens ...

Die Idee, eine schnell verliebte Jugendliche mittels Musik in Parallelwelten springen zu lassen, klingt zuerst spannend. Der Umsetzung hat es jedoch an Konflikt und ausgeprägten Beziehungen gefehlt. Spätestens nach dem zweiten Weltensprung kann es einem schwerfallen, sich auf die oberflächliche und temporäre Liebesbeziehung einzulassen.

Bonnie als Hauptcharakter wirkte anfangs noch interessant und originell, entpuppte sich aber im Vergleich zu den Nebencharakteren eher als uninteressant.

Der Schreibstil angenehm und dahinplätschern, auch wenn zwischendurch ein wenig überfüllt mit Popkultur-Referenzen und Musiktiteln und Bands zu dem Punkt an dem man sich wie auf Tumblr fühlt.

Dieses Buch findet vermutlich mehr gefallen bei Lesern, die sich leichte queere Unterhaltung wünschen in denen der Puls stetig ruhig bleibt und derweil gute Musik hören möchte.

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Veröffentlicht am 11.05.2024

Tolle Geschichte mit unausgeschöpftem Potenzial

A Tempest of Tea
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Interessanten Charaktere, die aufregende Welt und der flüssige Schreibstil sind in einen spannenden Raubüberfall eingebettet, der mehr Geheimnisse als Antworten hervorbringt.

Grundsätzlich sollte dieses ...

Interessanten Charaktere, die aufregende Welt und der flüssige Schreibstil sind in einen spannenden Raubüberfall eingebettet, der mehr Geheimnisse als Antworten hervorbringt.

Grundsätzlich sollte dieses Buch ein makelloses 5-Sterne-Werk sein. Der Anfang ist packend, die Charaktere werden schnell greifbar und der Leser wird rasch in die Haupthandlung eingeführt. Das letzte Drittel führt zu einem aufwühlenden Ende mit clever versteckten Hinweisen für aufmerksame Leser.

Jedoch hat mich der Mittelteil überraschend enttäuscht. Anstatt Fahrt aufzunehmen, zieht sich die Geschichte. Erst ab etwa 60 % beginnt offiziell der zweite Akt, was es schwierig machte, mein gewohnt zügiges Lesetempo beizubehalten. Ich würde jedem empfehlen, diesen Teil schnell in einem Rutsch zu lesen, um die spannenden letzten zwei Akte nicht zu verpassen.

Dennoch erschafft Hafsah Faizal mit „A Tempest of Tea“ eine Welt mit bunten Charakteren und interessanter politischer Dynamik. Es werden vielversprechende Liebesbeziehungen aufgebaut und die Charakterentwicklungen sind das Hauptaugenmerk. Das Ende lässt einen direkt den nächsten Band herbeiwünschen.

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Veröffentlicht am 25.04.2024

vorhersehbar und dennoch schockierend

Was das Meer verspricht
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Das Buch fiel mir zunächst durch sein wunderschönes Cover auf. Das Bild einer schwimmenden Frau, scheinbar mit Pinselstrichen gemalt, verbergt geschickt die Dunkelheit und Kälte des Meeres.

Die Geschichte ...

Das Buch fiel mir zunächst durch sein wunderschönes Cover auf. Das Bild einer schwimmenden Frau, scheinbar mit Pinselstrichen gemalt, verbergt geschickt die Dunkelheit und Kälte des Meeres.

Die Geschichte wird ohne Kapitel, sondern in Teilen erzählt, als würde eine Freundin von ihrem vergangenen Jahr erzählen. Die Details sind vorhanden, aber nicht ausschweifend - sie stehen nicht im Vordergrund. Ein linearer Erzählstrang fehlt, und zum Ende hin, überwältigt von Emotionen, kann es herausfordernd werden, dem Geschehen zu folgen.

Wir verfolgen die Geschichte von Vida, die sich zunächst ihrem geordneten Leben ergibt, nur um sich nach und nach dagegen zu wehren. Als sie eine unkonventionelle Freundschaft zu Marie aufbaut, ahnt der Leser vielleicht, wohin die Handlung führt. Die schmerzhaft realistisch dargestellte Familie und die Gefühle, die zunächst langsam und dann erdrückend werden, wirken anfangs noch harmlos, zerreißen einen aber förmlich am Ende.

Der Konflikt entfaltet sich relativ spät. Erst auf den letzten 100 Seiten von insgesamt 300 steigt die Spannung, und dann lässt sie einen nicht mehr los. Die letzten 40 Seiten fühlen sich an, als würde nicht nur Vida vor Schmerz zerrissen werden, sondern auch der Leser. Die letzten 20 lassen sowohl Vida als auch den Leser überwältigt und zitternd zurück.

Ein besser verteilter Spannungsbogen wäre wünschenswert gewesen. Anfangs plätscherte die Handlung angenehm dahin, dann kurzzeitig zäh und langsam, nur um dann wie ein Tsunami über einen einzubrechen. Dennoch kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der kunstvolle Schreibstile, alternative Erzählstränge und innere Konflikte zu schätzen weiß.

Für mich verdient es 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.04.2024

Unkonventionell, eigenwillig und mittelmäßig

The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding
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„The April Story" von Hank Green ist eine unkonventionelle Erzählung über April May, die durch eine plötzliche Statue in New York City unerwartet berühmt wird. Das Buch thematisiert, wie die Menschheit ...

„The April Story" von Hank Green ist eine unkonventionelle Erzählung über April May, die durch eine plötzliche Statue in New York City unerwartet berühmt wird. Das Buch thematisiert, wie die Menschheit auf unerklärliche Ereignisse reagiert, und beleuchtet, wie eine junge Frau mit plötzlichem Ruhm umgeht.

Der Schreibstil, der eine direkte Interaktion zwischen April und dem Leser herstellt, schafft eine gewisse Intimität, die gut zu Aprils naivem Charakter passt. Obwohl dieser Ansatz anfangs die Ernsthaftigkeit des Buches beeinträchtigen könnte, fügt er sich im Verlauf der Geschichte besser ein. Besonders gelungen ist die authentische Darstellung von Aprils Persönlichkeit.

Jedoch verliert die Handlung nach einem vielversprechenden Start an Schwung. Ab der Mitte des Buches zieht es sich und einige Entscheidungen von April sind schwer nachvollziehbar. Die eigentliche Handlung um die außerirdischen Statuen gerät oft in den Hintergrund.

Das offene Ende und die vielen unbeantworteten Fragen hinterlassen einen unbefriedigten Eindruck. Obwohl das Buch mit seinem eigenwilligen Stil und den gut gezeichneten Charakteren einige Leser ansprechen könnte, bietet es insgesamt nur eine durchschnittliche Leseerfahrung. Die Erzählung hätte straffer sein können, um mehr Fokus und Klarheit zu schaffen.

Insgesamt ist "The April Story" von Hank Green eine interessante, aber nicht vollständig überzeugende Lektüre. Fans eigenwilliger Geschichten und offener Enden könnten dennoch Gefallen daran finden.

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Veröffentlicht am 07.04.2024

Mittelmäßige Geschichte mit viel Potenzial und tollem Ende

Vienna 1: Blinding Lights
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Gossip Girl trifft auf enemies-to-lovers. Wird zumindest so vermarktet, kommt aber nicht wirklich dran.
Abgesehen von den vielen, vielen Partys, Drogen und teuren Klamotten fehlt der „klassische“ Gossip ...

Gossip Girl trifft auf enemies-to-lovers. Wird zumindest so vermarktet, kommt aber nicht wirklich dran.
Abgesehen von den vielen, vielen Partys, Drogen und teuren Klamotten fehlt der „klassische“ Gossip Girl Biss. Keine wortgewandten Mädchen, denen man nicht auf die Füße treten möchte. Sondern sehr viel Selbstmitleid und peinliche Aktionen eines einsamen, Ich-Bezogenen Mädchens.

Der „Enemies“-Teil ist eher einseitig, wird durch „Anziehungsspielchen“ ausgeschmückt und ab der Hälfte auch endlich komplett fallen gelassen. Der „Lover“-Teil findet dafür keinen richtigen Aufbau und besteht nur aus sexueller Anziehung ab Tag 1.

Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und ausgeschmückt mit viel Liebe zum Detail, aber Livias innere Monologe sind stellenweise überladenen von Selbstmitleid und übertriebenen Metaphern.
Irgendwann kann man nicht anders, als die Augen zu verdrehen, wenn das stinkreiche Mädchen zum hundertsten Mal von ihren dunkeln Schattenmonstern spricht, die durch den allwissenden Blick des mysteriösen Stiefbruders durchschaut werden.

Zwischendurch plätschert die Handlung vor sich hin mit dem Hauptfokus auf die Beziehung der Beiden, die leider hauptsächlich aus Anziehung besteht und wenig dahinter. Dabei werden bedauerlicherweise die tatsächlich interessanten Storylines wie das Geheimnis um das Verschwinden der Mutter, die Familienspannungen und die Freundschaften hinten angestellt.
Gerade wenn man glaubt, dass die relativ mittelmäßige Geschichte auch ein mittelmäßiges Ende haben wird, wird plötzlich ein Geheimnis und Plottwist nach dem anderen offenbart und man selbst kommt kaum hinterher.

Alles in allem ist Vienna zwar durchgehend unterhaltsam und eine nette Geschichte für nebenbei, aber ich bin sehr froh die Geschichte als Hörbuch gehört, statt als Buch gelesen zu haben. Ob ich jedoch den zweiten Teil nun trotzdem hören möchte oder nicht, bin ich mir noch unschlüssig.

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