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Veröffentlicht am 27.11.2020

Ganz großes Kino

Dragon Princess 1: Ozean aus Asche und Rubinen
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Inhalt:

Ruby will in den Palast von Yevel einbrechen, aber dafür braucht sie Hilfe. Diese sucht sie ausgerechnet bei Piratenkapitän Fynn. Doch wer sonst sollte so verrückt sein?! Allerdings läuft Rubys ...

Inhalt:

Ruby will in den Palast von Yevel einbrechen, aber dafür braucht sie Hilfe. Diese sucht sie ausgerechnet bei Piratenkapitän Fynn. Doch wer sonst sollte so verrückt sein?! Allerdings läuft Rubys Plan aus dem Ruder und die beiden müssen gemeinsam auf Fynns Schiff fliehen.

Auf engstem Raum kann Ruby bald nicht mehr verbergen, dass sie etwas Besonderes ist, aber erst als Fynn erfährt, wer die junge Frau wirklich ist, begreift er, wo er da hineingezogen wird. Doch selbst dann liegen noch nicht alle Geheimnisse offen und das Ende der Geschichte ist noch lange nicht geschrieben … .

Meine Meinung:

Allein der Titel hat bei dieser Geschichte schon dazu geführt, dass ich sie gerne lesen wollte: Drachen und Prinzessinnen? Ja, das ist genau meins.

Gleich zu Beginn konnte die Autorin schon ordentlich bei mir punkten, denn alle Teile der Geschichte beginnen mit einem Auszug aus einem historischen Dokument passend zur Story. Ich liebe es, wenn man sich so viele Gedanken macht und seine Geschichten mit solchen Besonderheiten ausstattet.

Die Kapitel werden dann jeweils aus Sicht von Ruby oder Fynn erzählt, was mir auch sehr gut gefallen hat, da ich beide gleichermaßen mochte und gerne mehr über sie erfahren wollte. Ruby ist anfangs sehr geheimnisvoll, mein weiß kaum etwas über sie und Teresa Sporrer macht auch immer nur so kleine Andeutungen, die den Leser sehr neugierig, aber auch ratlos zurücklassen. Natürlich kann man sich einiges auch zusammenreimen, aber den ganzen Zusammenhang erfährt man erst zum Ende des Buches und damit auch das ganze Ausmaß der Geschichte. Denn bevor man tiefer in Rubys Schicksal eintaucht, landet man erst einmal mit einem überaus selbstverliebten Piratenkapitän auf seinem Schiff und lernt dort die einzigartige Crew kennen. Und die hat es wirklich in sich. Selten habe ich ein Buch in den Händen gehabt, in dem es so viele wundervolle Nebencharaktere gibt. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit und nimmt im Buch mal mehr, mal weniger Raum ein. Ich hatte so viel Spaß daran, die einzelnen Piraten und Piratinnen kennenzulernen und zu erfahren, was sie auf das Schiff verschlagen hat. Denn auch ihre Schicksale werden dem Leser nicht sofort auf dem Silbertablett präsentiert. Nein, die Autorin gibt uns erst Zeit, uns selber ein Bild von den einzelnen Figuren zu machen und gibt uns erst dann Hintergrundwissen zu den einzelnen Personen. Ich fand es wirklich schön, nach und nach alle in Ruhe kennenlernen zu können, denn jeder für sich ist einfach herrlich kreativ gestaltet, einzigartig und besonders und fügt sich doch perfekt in die Gesamtgeschichte ein.

Aber diese außergewöhnliche Crew hat natürlich auch einen außergewöhnlichen Kapitän: Fynn. Und der ist wirklich schwer zu beschreiben. Manchmal musste ich die Augen verdrehen, weil er so selbstverliebt und von sich überzeugt ist, ein anderes Mal musste ich dann wieder einfach über seine Sprüche lachen und freute mich darüber, dass er damit Ruby aus ihrem Schneckenhaus locken konnte. Sehr gut gefiel mir, wie selbstverständlich er mit seiner sexuellen Orientierung umging. Sie passte perfekt zu ihm und seiner Geschichte und Teresa Sporrer hat das ohne viel Aufsehen einfach eingebaut. Trotz allem zeigt sie auf, dass es nicht für jeden so normal ist und dass es verschiedene Reaktionen darauf gibt. So, wie es in unserer Gesellschaft eben auch ist.

Obwohl das Hauptaugenmerk hier in diesem Band erst einmal klar auf den Charakteren und ihren Gefühlen liegt, hat mich auch die Handlung selbst richtig mitgerissen. Ich wollte immer wissen, was hinter Rubys Geschichte steckt und welche Geheimnisse Fynn selber verbirgt, was es mit den Drachen und Edelsteinen, mit den Hexen und anderen mystischen Wesen auf sich hat, wie die Piraten in alles hineinpassen und wer am Schluss wohl als Sieger aus der ganzen Geschichte herausgehen wird. Dabei wissen wir lange nicht, wer eigentlich der Gegenspieler ist bzw. ahnt man es, aber er bekommt nicht wirklich Raum in diesem ersten Teil. Durch den fiesen (sehr fiesen!) Cliffhanger am Ende vermute ich aber, dass die Fortsetzung dann allgemein einen ganz anderen Charakter bekommen wird und freue mich schon darauf, wenn sich die einzelnen Figuren ins Abenteuer stürzen werden.



Fazit:

Drachen, Prinzessinnen, Piraten, Hexen …. Jede Menge Abenteuer, Intrigen, Geheimnisse, Lügen, Märchen, Rachegelüste, Schmerz und Leid … ja, dieses Buch war genau meins. Ich liebe die Charaktere, denen Teresa Sporrer mit viel Leidenschaft Leben eingehaucht hat, ich liebe die Hintergrundstory, die immer mehr Gewicht bekommt und wie sich die Geschichte immer mehr verdichtet. Ich liebe den Humor und die Spannung, die Gefühle und hach, einfach alles an diesem Buch. Ganz großes Kino für mich.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.11.2020

Unglaublich, was die Autorin hier geschaffen hat ... ein echtes Highlight für mich

Rauer Glanz
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Inhalt:

Als Valeera Varlow Konsulin von Matrienna wird, schließt sie mit dem Nachbarland Ronland erst einmal Frieden. Trotzdem gilt es als Verrat, sich als Ronländer mit Matrienna zu verbrüdern.

Deshalb ...

Inhalt:

Als Valeera Varlow Konsulin von Matrienna wird, schließt sie mit dem Nachbarland Ronland erst einmal Frieden. Trotzdem gilt es als Verrat, sich als Ronländer mit Matrienna zu verbrüdern.

Deshalb gerät Gerard ser Beetz in einen großen Konflikt, als er das Erbe seines Vaters antritt und erfährt, dass dieser sich Geld in Matrienna geliehen hat, um Maulion vor dem Ruin zu bewahren. Diese Schulden gilt es jetzt zurückzuzahlen. Doch der Landesherr besitzt nicht das nötige Geld, um diese zu begleichen, weswegen er erneut einen Handel mit Matrienna eingeht.

Gerard ahnt jedoch nicht, dass der König von Ronland ihn bereits beschatten lässt und sein Verrat droht aufgedeckt zu werden. Ein Verrat, der den brüchigen Frieden zwischen Matrienna und Ronland zerbrechen und die Länder erneut in einen Krieg stürzen könnte … .

Meine Meinung:

Dieses Buch wurde als historische Fantasy angepriesen und da ich beide Genre gerne lese, wollte ich dieses Buch unbedingt haben. Allerdings darf man sich hier kein Fantasy mit Magie und mystischen Wesen erwarten. Das „Fantasy“ bedeutet hier viel mehr, dass die Orte und Personen frei erfunden sind. Ansonsten finden wir uns tatsächlich in einem historischen Setting wieder, was mir sehr gut gefallen hat.

Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht schwer, allerdings gilt es erst einmal die verschiedenen Personen kennenzulernen, denn diese Geschichte ist aus der Sicht von 6 verschiedenen Charakteren erzählt. Das scheint ein wenig viel, aber Vinachia Burke hat all ihren Figuren persönliche Eigenschaften zugeschrieben, die in den jeweiligen Perspektiven und auch im Schreibstil deutlich herauskommen, so dass man sie gut auseinanderhalten kann und sich schnell einfindet. Zusätzlich gibt uns die Autorin auch genug Zeit, um die einzelnen Personen richtig kennenzulernen. Für manch einen Leser könnte das vielleicht langweilig sein, da es vor allem zu Beginn eigentlich kaum bis gar keine Action gibt, aber mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mich mit den Charakteren auseinanderzusetzen. Sie sind so komplex, tiefgründig und authentisch und jeder bringt seine eigene Geschichte mit. Vieles davon ist in der Vergangenheit verwurzelt, so dass man oftmals nur noch die Auswirkungen mitbekommt, aber so ist das eben: Die Vergangenheit und unsere Familiengeschichte prägen uns. Was genau dahintersteckt wird oft nur angedeutet, aber genau das machte für mich auch einen Teil der Spannung in diesem Buch aus: Man erlebt erst einmal nur eine kurze Sequenz der Charaktere mit und muss versuchen, sich selbst ein Bild zu machen. Ständig habe ich mich gefragt, was wohl hinter der Handlung des einen oder anderen stecken könnte oder woher die Gedanken kommen. Mich hat es wirklich fasziniert, wie viel Arbeit und Liebe Vinachia Burke in die Erschaffung ihrer Charaktere gesteckt hat. Ich liebe es jedenfalls, wenn Figuren gut ausgearbeitet sind und man sie trotzdem nicht sofort einschätzen kann. Die Autorin lässt uns jedenfalls genug Raum, uns auch eigene Gedanken zu den einzelnen Protagonisten zu machen, was mir sehr gut gefiel.

Auch ein paar interessante Nebencharaktere baut sie schon einmal in diesen ersten Band ein. Ein paar werden sicher in den Folgebänden noch mehr Platz bekommen, andere werden uns vielleicht auch verlassen und dafür neue hinzukommen. Diese Geschichte lebt auf jeden Fall durch die Charaktere und ihre Vielfältigkeit.

Nichts destotrotz gefiel mir auch die Handlung richtig gut. Nach und nach verweben sich nämlich die Geschichten der Protagonisten miteinander und bald schon ist klar, dass jeder für die Handlung eine tragende Rolle spielen wird. Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie die einzelnen Personen aufeinandertreffen und was sich dann für sie verändert. Dabei gab es so einige Wendungen, die ich mir gewünscht habe, andere aber auch, die ich so gar nicht vorhergesehen habe. Zum Ende hin nimmt die Handlung dann auch noch an Fahrt auf und wir bekommen noch ein bisschen Action, wobei ich es gar nicht schlimm fand, dass diese anfangs nicht vorhanden war, denn auch ruhige Geschichten können mich begeistern, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und das ist hier der Fall.

Leider gab es aber auch gleich mehrere echt fiese Cliffhanger und jetzt sitze ich hier und möchte weinen, weil ich erst einmal auf die Fortsetzung warten muss, dabei möchte ich doch unbedingt erfahren, wie es mit den einzelnen Figuren weitergeht. Ich liebe diese Reihe jedenfalls jetzt schon.



Fazit:

Obwohl ich bei diesem Buch anfangs etwas anderes erwartet habe, bin ich trotzdem absolut begeistert. Hier gibt es Fantasy ohne Magie und mystische Wesen, dafür mit vielen sehr gut ausgearbeiteten und komplexen Charakteren, die die Geschichte jeweils auf ihre eigene Weise erzählen. Selten habe ich ein Buch gelesen, das ohne Action auskommt und trotzdem durchweg spannend ist. Hier wird die Story nämlich von den Figuren getragen und die haben es wirklich in sich, vor allem, dann, als sich die einzelnen Schicksale auch noch miteinander verknüpft haben. Ich kann nur sagen: Ich bin vollständig überzeugt von den einzelnen Figuren und liebe diese Reihe jetzt schon. Unglaublich, was Vinachia Burke hier geschaffen hat, ein echtes Highlight für mich.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Was für ein Auftakt

ELEMENTS
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Inhalt:

Graalstadt, das Königreich der Zwerge ist gefallen. Ein Feuergreif hat alles in Schutt und Asche gelegt und die Überlebenden mussten fliehen.

Auch Lucien, der Kronprinz musste seine Heimat verlassen ...

Inhalt:

Graalstadt, das Königreich der Zwerge ist gefallen. Ein Feuergreif hat alles in Schutt und Asche gelegt und die Überlebenden mussten fliehen.

Auch Lucien, der Kronprinz musste seine Heimat verlassen und hat sich in Equirania ein neues Leben als Schmied aufgebaut.

Dort trifft er auch Rayna, Prinzessin der Unsterblichen, die vor einer Hochzeit geflohen ist.

Doch die Macht der Feuerlande reicht auch bis nach Equirania und bald schon können Rayna und Lucien nicht mehr vor ihrem Schicksal fliehen … .

Meine Meinung:

Im Prolog erfährt Rayna, dass Graalstadt gefallen ist und sie Dar heiraten soll. Danach springt man in der Zeit zurück und erlebt gemeinsam mit Lucien mit, wie seine Heimat in Schutt und Asche gelegt wird. Ich fand es mal richtig gut, dass ein Zwerg der Protagonist und Loveinterest ist. Eigentlich spielen diese immer eine Nebenrolle, aber Lucien ist auch etwas ganz Besonderes. Er lässt nichts anbrennen und nutzt seine Rolle als Thronerbe bei den Frauen richtig aus. Doch als sein Großvater stirbt und er sein Zuhause verliert, verändert er sich. Mir gefiel er von Anfang an sehr gut. Seine Familie ist für ihn das Wichtigste, aber er ist auch seinem Volk gegenüber loyal. Obwohl er eigentlich ein Prinz ist, scheut er die Arbeit als Schmied nicht und bleibt sich selber treu. Ja, dieser Zwerg hat definitiv Bookboyfriendpotenzial.

Mit Rayna bin ich dagegen nicht so schnell warm geworden, was aber meiner Lesefreude keinen Abbruch getan hat. Ich habe anfangs nicht ganz verstanden, weswegen sie floh. Erst als ich die ganze Geschichte von ihr kannte, die Melanie Gurenko erst nach und nach offenbart, wurden mir ihre Beweggründe klarer und ich konnte mich besser in sie hineinversetzen. Obwohl sie unglaubliche Kräfte zu haben scheint, ist ihr Leben alles andere als leicht. Manchmal wirkte sie auf mich etwas beherrscht, fast schon kühl, aber Lucien und der kleine Prinz kitzeln ihre gefühlvolle Seite schon aus ihr heraus.

Etwas überrascht war ich darüber, dass sich Lucien und Rayna so schnell näher gekommen sind. Aber es war schön mitzuerleben, wie die beiden sich ineinander verlieben, wie sie erst gegen diese Gefühle ankämpfen, aber sich schließlich ergeben und ein Paar werden. Allerdings stoßen sie damit nicht auf sehr viel Verständnis. Immerhin sind beide Thronerben und haben damit eine gewisse Verantwortung, die sie tragen sollten. Das ist schon ein ziemlicher Konflikt, der sich da von außen ergibt und sorgte einige Male für ordentlich Drama in der Beziehung. Überhaupt nimmt die Liebesgeschichte einen großen Stellenwert in diesem ersten Band ein. Dadurch haben wir Leser aber auch die Gelegenheit, Lucien und Rayna und ihre Lebensumstände besser kennenzulernen und ihre Handlungen werden dadurch authentischer. Und ich muss gestehen, das hat Melanie Gurenko auch sehr geschickt eingefädelt, denn während die ganze Welt und auch die Leser auf das Liebespaar schauen, ziehen sich im Hintergrund die Fäden zusammen und man bekommt gar nicht wirklich mit, wie sich die Schlinge immer enger zieht, bis schließlich die große Bombe platzt.

Mich hat die Autorin mit diesem Plotttwist völlig unvorbereitet getroffen und positiv überrascht. Was für eine geniale Idee. Dadurch wird wieder ein ganz anderes Licht auf die Ereignisse geworfen und der Grundstein für eine spannende Fortsetzung ist dadurch auf jeden Fall gelegt. Das ergänzt Melanie Gurenko noch mit einem wirklich fiesen Cliffhanger und schon will man sich gar nicht mehr von Equirania, Rayna und Lucien trennen, sondern sofort weiterlesen.

Fazit:

Was für ein Auftakt. Melanie Gurenko hat mit „Elements“ eine wirklich spannende Highfantasygeschichte zum Leben erweckt. In diesem ersten Band haben wir Leser Zeit, die beiden Protagonisten kennenzulernen und verstricken uns gemeinsam mit ihnen in einem Netz aus Lügen und Intrigen und merken nicht einmal, wie sich die Schlinge langsam zuzieht. Als die Bombe schließlich platzt, war ich wirklich überrascht und wollte nach dem fiesen Cliffhanger dann einfach weiterlesen. Ja, diese Reihe hat auf jeden Fall das Potenzial, nicht nur seitenstark, sondern auch ganz groß zu werden.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Dieser zweite Band steht dem ersten in nichts nach

Adular (Band 2): Rauch und Feuer
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Inhalt:

Die Rebellion der Dunkelelfen wächst täglich. Doch nicht alle Anhänger sind mit den Plänen des Anführers Canis Lupus zufrieden. Und auch unter der Bevölkerung Adulars werden die Rufe gegen die ...

Inhalt:

Die Rebellion der Dunkelelfen wächst täglich. Doch nicht alle Anhänger sind mit den Plänen des Anführers Canis Lupus zufrieden. Und auch unter der Bevölkerung Adulars werden die Rufe gegen die Dunkelelfen immer lauter.

Das bekommt auch Elanor zu spüren, als sich das Gerücht, dass ihre Kinder von einem Dunkelelfen sind, weiter verbreitet. Auch bei Umbra kommt diese Information schließlich an und die Assassinengilde erhebt Anspruch auf die ungeborenen Zwillinge.

Das zwingt die Waldelfin dazu sich zu überlegen, welche Rolle sie bei der Rebellion spielen möchte. Kann sie zum Wohle ihrer Familie ihre eigenen Überzeugungen über Board werfen oder wird die Rebellion am Ende auch ihr Leben zerstören?

Meine Meinung:

Auf diese Fortsetzung habe ich ganz ungeduldig hingefiebert. Teil 1 hat mir wahnsinnig gut gefallen und ich war sehr gespannt, wie es weitergehen würde.

Das Buch schließt nahtlos an den ersten Band an. Gemeinsam mit Elanor erleben wir mit, wie sie um Dûhirion trauert und wie sie unter den wachsenden Anfeindungen gegen die Dunkelelfen leidet. Als Leser bekommt man hautnah mit, wie sich die Situation weiter zuspitzt. Man sieht quasi das drohende Unheil und kann trotzdem nichts dagegen tun. Das verstärkt sich noch dadurch, dass wir auch einen Einblick in das Leben der Rebellen bekommen. Dieses Mal bekommen wir nämlich nicht nur Elanors und Dûhirions Sicht, sondern auch die von Valion, was ich großartig fand, denn dort bei den Rebellen spielt sich ein großer Teil dieser Geschichte ab. Für mich war es sehr spannend zu erleben, wie sich die Dynamik innerhalb der Rebellen veränderte. Während anfangs noch alle am selben Strang zogen, kristallisierte sich schnell heraus, dass die Rebellen rund um den Anführer ganz andere Ziele verfolgen, als die anderen. Jamie L. Farley ist es in meinen Augen sehr gut gelungen, die Dynamik darzustellen und die verschiedenen Denkweisen aufzuzeigen.

Gerade das Thema des „Rassenhass“ gefiel mir im ersten Band schon sehr gut. Ich finde es schön, wenn auch Fantasy-Geschichten ernste Themen aufgreifen und gerade dieses ist aktuell, wie nie. Ich konnte viele der Situationen wiedererkennen, sowohl in unserer Vergangenheit, als auch in der Gegenwart. Es ist erschreckend, wie sich Menschen gegenüber anderen verhalten können und das zeigt dieses Buch sehr schonungslos auf. Wir blicken als Leser tatsächlich tief in die Abgründe der Menschheit, deshalb ist dieses Buch wirklich nichts für schwache Nerven. Es gab sogar eine Szene, die mir wirklich Albträume beschert hat. Trotz allem finde ich es gut, dass der Autor hier keine Schönmalerei betreibt. Menschen können unglaublich grausam sein und ein Krieg hat nunmal nichts Schönes und Romantisches an sich.

Und trotzdem kommen auch die Gefühle in diesem Buch nicht zu kurz. Natürlich gibt es die Liebe zwischen Elanor und Dûhirion, aber auch Freundschaft und Familie spielen eine große Rolle. Ich finde es sehr schön, dass sich hier nicht alles um die Liebesgeschichte konzentriert. Zwar hat diese eine gewisse Gewichtung, aber sie steht nicht im Mittelpunkt. Wichtiger sind die Fragen, was richtig ist und was falsch, wo man die moralische Grenze in einem Krieg zieht, welche Opfer man bereit ist einzugehen und ob das Ziel jede Handlung rechtfertigt. Das sind Fragen, mit denen sich nicht nur die Protagonisten beschäftigen, sondern die auch bald im Leser anfangen zu arbeiten. Ich habe mich jedenfalls dabei ertappt, dass ich darüber gegrübelt habe, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten würde und es ist wirklich nicht immer leicht, eine Entscheidung zu treffen. Diesem inneren Zwiespalt gibt Jamie L. Farley viel Raum in seiner Geschichte, was ich sehr gut fand, da sich die Leser so ihre eigenen Gedanken machen können.

Natürlich endet auch dieses Buch wieder mit einem fiesen Cliffhanger. Zwar hatte ich schon geahnt, was sich am Ende dann bestätigt hat, aber trotzdem hat mich die Art überrascht und ich bin sehr gespannt, was sich der Autor für den nächsten Band einfallen lassen wird, denn das Schicksal der Dunkelelfen ist noch lange nicht entschieden. Es bleibt also weiter spannend.

Fazit:

Band 1 von „Adular“ hat mich total geflasht, aber dieser Folgeband stand dem Auftakt in nichts nach. Auch dieses Mal hat mich das Schicksal der Dunkelelfen tief berührt und die Handlungen der Protagonisten und Nebencharaktere haben mich zum Nachdenken gebracht. Doch dieses Buch ist sicher nichts für schwache Nerven, denn Jamie L. Farley lässt uns tief in die Abgründe der Menschen (und Elfen) blicken. Dabei lassen sich erschreckende Parallelen ziehen, die mich sehr aufgewühlt haben.


„Adular“ geht definitiv unter die Haut, aber gerade deshalb sollte es in keinem Fantasy-Regal fehlen, denn nie hatte ich ein Buch in diesem Genre in der Hand, das mich so bewegt hat.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 04.10.2020

Fantasy ganz ohne Klischees, wie schön

Die Gefangene von Golvahar
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Inhalt:

Eigentlich sollte Soraya ein schönes Leben führen als Schwester des Schahs, doch stattdessen wird sie vor der Außenwelt verborgen und darf das Schloss nie verlassen. Nur ihr Rosengarten spendet ...

Inhalt:

Eigentlich sollte Soraya ein schönes Leben führen als Schwester des Schahs, doch stattdessen wird sie vor der Außenwelt verborgen und darf das Schloss nie verlassen. Nur ihr Rosengarten spendet ihr ein wenig Trost. Dort kann sie sich unbeschwert bewegen, ohne jemanden zu verletzten, denn in ihren Adern fließt Gift und jede ihrer Berührungen ist tödlich.

Bisher konnte sie damit gut leben, doch dann taucht Azad im Schluss auf und je mehr Zeit sie mit dem jungen Soldaten verbringt, desto größer wird ihr Wunsch, ihn zu berühren. Doch um den Fluch brechen zu können, muss Soraya eine unverzeihliche Tat begehen … .

Meine Meinung:

Der Prolog ist aufgebaut wie ein Märchen und erzählt die Geschichte von Sorayas Fluch. Da ich Märchen liebe, hat mich die Autorin damit sofort abgeholt. Im Anschluss lernt man dann auch die Protagonistin kennen und erfährt, wie ihr Leben mit dem Fluch aussieht. Sie hatte sofort mein volles Mitleid. Wie schlimm muss es sein, wenn man niemanden berühren, nie in den Arm genommen oder geküsst werden kann?! Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das sein muss und fühlte die Einsamkeit von Soraya direkt selbst, was mir fast das Herz brach.

Doch schnell taucht auch Azad in der Geschichte auf und man merkt, wie sich die Protagonistin immer mehr öffnet. Anfangs ist sie noch sehr ängstlich im Umgang mit ihm, aber trotzdem lechzt sie nach Kontakt. Ich verstand sehr gut, wie perfekt Azad in Sorayas Leben passt und sie Stück für Stück aus ihrer Einsamkeit herausholt. Aber eine Zukunft scheint für die beiden unmöglich zu sein und dann wird die Protagonistin vor eine schwerwiegende Entscheidung gestellt und die Autorin lässt eine richtig große Bombe platzen, die ich wirklich kein bisschen geahnt habe.

Dadurch nimmt die Geschichte auch noch einmal eine ganz andere Richtung und Sorayas persönliches Dilemma rückt erst einmal in den Hintergrund. Jetzt geht es nämlich um etwas Größeres, was ich sehr gut fand, da so Sorayas Schicksal einen schönen Rahmen bekommt, in dem sich die Protagonistin auch weiterentwickeln kann. Mir gefiel es, wie sie an ihrer Aufgabe wächst und sich dadurch auch selber besser kennenlernt. Und eine Botschaft, die dabei deutlich herauskam, fand ich besonders wichtig: Du bist gut, so wie Du bist. Um sich wohlzufühlen muss man sich erst selbst akzeptieren und lieben lernen und manchmal kann der Weg zur Selbstliebe sehr lang und schwierig sein, aber es lohnt sich. Ich finde es sehr schön, dass ein Jugendbuch eine so wertvolle Botschaft enthält und das ohne großartig zu belehren, sondern indem es einfach am Beispiel der Protagonistin gezeigt wird. Außerdem öffnet sie uns die Augen dafür, welch unterschiedliche Reaktionen es in der Gesellschaft auf Andersartigkeit gibt und wie sich die Betroffenen dabei fühlen. Einfühlsam setzt sie dieses Thema in ihrer Geschichte um und sensibilisiert die Leser dafür.

Doch nicht nur Sorayas Schicksal hält einige Überraschungen bereit, während dem Fortgang der Geschichte gibt es immer wieder kleinere und größere Wendungen, die mich wirklich in Atem gehalten haben. Ich war so gespannt, wie es für Golvahar und für Soraya und ihre Familie enden würde, dass ich mich kaum von dem Buch lösen konnte. Melissa Bashardoust gelang es wirklich sehr gut, ihre Leser in ein Netz aus Geheimnissen, Lügen und Intrigen einzuweben und sie so gefangen zu nehmen. Ich war jedenfalls richtig in der Geschichte drinnen und hab die Welt um mich herum regelrecht vergessen. Sehr gut gefiel mir dabei auch die Liebesgeschichte, die ganz schleichend eine andere Richtung bekommt mit der ich nicht gerechnet hätte, die aber wirklich sehr schön in die Geschichte passt und mich wirklich berührt hat.

Auch am Ende zeigt Melissa Bashardoust, dass sie keine Lust auf die üblichen Klischees hat, so dass sie die verschiedenen Handlungsstränge anders zu Ende führt, als man zu Beginn erwarten würde. Aber es passt so perfekt zu ihrer Geschichte, dass man das Buch einfach nur glücklich und mit einem seligen Lächeln zuschlägt.

Fazit:

Melissa Bashardoust beweist mit „Die Gefangene von Golvahar“, dass Fantasy auch ganz ohne die üblichen Klischees auskommen kann und hat sich so mit diesem Buch in mein Herz geschrieben. Nicht nur die Heldin ist anders, als man es erwartet, auch die Liebesgeschichte, der Verlauf der Handlung und das Ende halten so manche Überraschung bereit und vermitteln wichtige Botschaften an den Leser. Ein unglaublich tolles Buch, das in das Regal eines jeden Fantasy-Fans gehört.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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