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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2020

Interessant und informativ, gefällt mir sehr

Das Kochbuch der ersten 1000 Tage
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Wer ein Kind hat oder eines bekommt, wird sich unweigerlich mit der Ernährung auseinandersetzen. Gerade in unserer heutigen Gesellschaft mit vielen Vorerkrankungen wie Diabetes, Übergewicht und weiteren, ...

Wer ein Kind hat oder eines bekommt, wird sich unweigerlich mit der Ernährung auseinandersetzen. Gerade in unserer heutigen Gesellschaft mit vielen Vorerkrankungen wie Diabetes, Übergewicht und weiteren, versucht man ja selbst auch gesund zu essen und natürlich dem Kind die richtigen Weichen schon in der Kindheit zu legen. Daher habe ich mich schon mal mit dem Thema auseinandergesetzt und wollte es jetzt noch einmal vertiefen.
Dieses Buch ist anfangs sehr informativ und führt in Ernährungsgrundlagen ein. Und da geht es bereits mit der Schwangerschaft los. Denn diese zählt bereits zu diesen 1000 Tagen dazu. Interessant fand ich, ab wann ein Fötus „schmecken“ kann. Das es sinnvoll ist, viel zu probieren und abwechslungsreich in der Schwangerschaft zu essen, ist mir bewusst und das sollte man auch einhalten. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das eigene Kind später auch mehr isst. Für mich neu war z.B. die Information, dass ein Kind einen neuen Geschmack bis zu 15 x probiert haben soll, denn grundsätzlich wird alles Neue abgelehnt und man sollte dem Kind natürlich auch ein gutes Vorbild sein und selbst davon essen. Nach vielen Empfehlungen, auch der WHO, zum Thema Stillen etc., kommen Rezepte ab dem fünften Monat.
Die Rezepte sind alle mit Ergebnisbild, manchmal auch mit Bildern zur Herstellung, und wirklich ausführlichen, gut verständlichen Anleitungen. Die Rezepte sind teilweise mit ungewöhnlichen Zutaten, die mir zum Großteil jedoch bekannt waren. Dabei ist auch viel gluten- und/oder laktosefrei oder vegetarisch. Dabei sind auch immer Tipps zu Variationen oder ähnlichem am Ende des Rezeptes, was mir persönlich gut gefällt, da ich nicht immer alles zur Hand habe oder am liebsten nur regional einkaufe.
Schade fand ich die Brot- und Brötchenrezepte, da werde ich bei meinen altbekannten Rezepten mit sehr wenig Hefe bleiben. Und stellenweise habe ich mich fast ein wenig verteufelt gefühlt, wenn ich meinem Kind mal einen Riegel oder irgendetwas anderes gebe. So als ob das der Weltuntergang wäre.
Ansonsten ist die alphabetische Übersicht der Rezepte am Ende des Buches noch perfekt, da kann man dann auch mal nur ein bestimmtes Rezept suchen.

Ein wirklich interessantes, informatives Buch für die Ernährung der ersten 1000 Tage im Leben eines Kindes. Kann es empfehlen, auch wenn es stellenweise schon speziell ist.

Veröffentlicht am 11.05.2020

Für Kinder gut, aber für Erwachsene nicht so geeignet.

Das verwunschene Schloss
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Linda zieht mit ihren Eltern auf ein Schloss. Wäre ja toll, wenn es nicht mitten im Nirgendwo sehen würde. Und dann sind da noch die komischen Anrufe um Mitternacht. Und im neuen Domizil passieren auch ...

Linda zieht mit ihren Eltern auf ein Schloss. Wäre ja toll, wenn es nicht mitten im Nirgendwo sehen würde. Und dann sind da noch die komischen Anrufe um Mitternacht. Und im neuen Domizil passieren auch die merkwürdigsten Dinge.

Dieses Buch klang schön und das Cover gefällt mir und da dachte ich mir, egal das es ein Kinderbuch ist, das wird gelesen. Man liest alles aus der Ich-Perspektive von Linda, ein 13-jähriges Mädchen und irgendwie da war schon der erste Knackpunkt. Ich konnte Linda so schlecht einschätzen, wie alt sie ist. Einerseits schwärmt sie ja für Jungs, andererseits ist sie anstrengend. Sie denkt nicht richtig nach und ich hatte Schwierigkeiten mich in sie hineinzuversetzen. Anfangs lernt man Linda, ihre Eltern und das neue Familienmitglied, die Katze, kennen und es startet auch direkt mit dem Umzug. Das hat mir recht gut gefallen, so kommt die Geschichte gleich zur Sache. Interessant fand ich auch die Sage, die dahintersteckt, aber das drumherum hat mir als Erwachsene nicht so gefallen. Es war mir zu blumig und schwammig und mir hat das gewisse Etwas gefehlt. Ich denke für Kinder ist das Buch perfekt. Es gibt den ein oder anderen gruseligen Moment, man kann miträtseln, wie alles zusammenhängt und mitfiebern, ob Linda das Rätsel lösen kann. Am Ende geht es dann doch sehr rasant, es klärt sich alles auf und Ende gut, alles gut.
Linda ist zwar sehr aufgeschlossen, hatte aber anscheinend in ihrer alten Heimat keine beste Freundin, was ich ein bisschen komisch fand, da sie ja hier schnell Anschluss findet.

Für Kinder passt es, für mich als Erwachsene war es zu einfach geschrieben und nicht spannend genug.

Veröffentlicht am 11.05.2020

Fokus liegt mehr auf der Familiengeschichte - unaufregende, aber herzliche Geschichte

Kirschkuchen am Meer
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Ein neues Buch von Anne Barns und zurück auf die Inseln!

Marie hatte wenig Kontakt zu ihrem Vater, denn mit ihrer Stiefmutter hat sie sich gar nicht gut verstanden. Als dann auch noch eine geheimnisvolle ...

Ein neues Buch von Anne Barns und zurück auf die Inseln!

Marie hatte wenig Kontakt zu ihrem Vater, denn mit ihrer Stiefmutter hat sie sich gar nicht gut verstanden. Als dann auch noch eine geheimnisvolle Fremde bei der Seebestattung auftaucht und um ihren Vater trauert, macht sie sich auf die Suche nach dieser Frau und lernt viel über ihren Vater und über die wundervollen Inseln.

Dies ist nicht mein erstes Buch der Autorin, also wusste ich schon was mich erwartet. Eine eher gemütliche Geschichte bei der man auch auf altbekannte Gesichter trifft, das ganze ohne große Überraschungen. Es liest sich gewohnt schnell und wird aus der Sicht von Marie erzählt. Direkt am Anfang stirbt ihr Vater und man merkt schnell, wie sehr es ihr nahe geht, obwohl sie keinerlei Kontakt hatten. Nach und nach lernt man Marie und alle weiteren relevanten Personen kennen. Hier trifft man auf drei Generationen Powerfrauen, was mir sehr gefällt. Man spürt den Zusammenhalt der Familie und was mir hier besonders gefallen hat, dass es keine herbeigezwungene Liebesgeschichte gab. Was man ja bei Liebesromanen das ein oder andere Mal hat. Das ist hier nicht, man hat eine wunderschöne Familiengeschichte, die meiner Ansicht nach sogar noch ein wenig vertieft hätte werden können. Alles ist ruhig und es hätte doch noch die ein oder andere Überraschung geben können. Am besten hat mir noch der Besuch auf Juist gefallen, bei dem man natürlich bekannte Gesichter wie Merle trifft. Wie immer sind auch Rezepte passend zur Geschichte im Buch, leicht verständlich und gut umsetzbar. Da trifft immer eines den Geschmack.

Eine angenehme Geschichte ohne große Aufregung, um auf die Inseln abzutauchen und deren Ruhe zu genießen.

Veröffentlicht am 11.05.2020

Klare Empfehlung dieser Reihe!

Der Blackthorn-Code – Teil 2: Die schwarze Gefahr
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Band 2 der Reihe rund um Christopher im früheren London

Die Pest wütet in London und Christopher und sein Freund Tom versuchen sich durchzuschlagen, denn Christopher kann ohne Apothekermeister nichts ...

Band 2 der Reihe rund um Christopher im früheren London

Die Pest wütet in London und Christopher und sein Freund Tom versuchen sich durchzuschlagen, denn Christopher kann ohne Apothekermeister nichts lernen und darf nichts verkaufen. Da taucht ein Prophet auf, der vorhersagen kann, wo die Pest als nächstes zuschlägt. Und kurz darauf taucht ein Mann auf, der ein Heilmittel für die Pest gefunden hat.

Trotz der langen Zeit zwischen Band eins und Band zwei bin ich wieder gut in die Geschichte gekommen. Ich mag die Welt die Kevin Sands hier erschaffen hat. Wie schon im ersten Teil ist Christopher der Mittelpunkt. Gemeinsam mit seinem besten Freund Tom hält er nach dem Tod seines Apothekermeisters die Apotheke am Laufen, auch wenn sie nichts verkaufen dürfen. Interessant fand ich auch, dass die Pest aktiv in der Geschichte vorkam, man einiges darüber erfahren kann und wie sich so etwas ausbreitet. Die Buchreihe ist eher ernst, manchmal grausam, doch die Kinder sind mir so sehr ans Herz gewachsen. Gerade die Freundschaft zwischen Christopher und Tom ist greifbar und der Zusammenhalt einmalig. Und auch die Spannung kommt nicht zu kurz, gerade zum Finale hin überschlagen sich die Ereignisse und man rutscht von einer Überraschung zur nächsten. Ein paar Dinge hatte ich mir schon fast gedacht, andere haben mich total überrascht. Der Sprecher macht seinen Job auch richtig gut und es macht Spaß ihm zu lauschen.

Wer eine abenteuerliche Geschichte gepaart mit wirklichen Vorkommnissen (Pest) sucht, wird hier definitiv fündig. Ich freue mich sehr auf den dritten Band und versuche nicht so lange zu warten, bis ich ihn in die Finger bekomme.

Veröffentlicht am 08.05.2020

Mir hat die Atmosphäre gefallen

Dear Logan
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Maddie lebt alleine mit ihrem Dad in einer Hütte mitten in Alaska, ohne Internet, ohne Freunde und ihr Freund aus Kindertagen hat jeglichen Kontakt zu ihr abgebrochen. Bis er nach sechs Jahren Funkstille ...

Maddie lebt alleine mit ihrem Dad in einer Hütte mitten in Alaska, ohne Internet, ohne Freunde und ihr Freund aus Kindertagen hat jeglichen Kontakt zu ihr abgebrochen. Bis er nach sechs Jahren Funkstille plötzlich vor der Tür steht. Doch dann wird Logan entführt und Maddie ist seine einzige Hoffnung.

Der Einstieg ist mir richtig leichtgefallen und die Geschichte wird im Wechsel von Maddie zu Logan erzählt, was dem Ganzen noch mehr Leben einhaucht. So erfährt man bei beiden, was alles passiert ist und was sie denken. Das Ganze ist in der dritten Person erzählt und der lebendige und mitreißende Schreibstil tut sein Übriges. Ich habe es richtig genossen in die Welt einzutauchen und die spritzigen Dialoge machen es „echter“. Besonders gefallen haben mir auch die Briefe der kleinen Maddie an ihren besten Freund Logan. Darin spiegeln sich all ihre Gefühle wider und ich hätte sie gerne mehr als einmal in den Arm genommen. Einerseits konnte ich mir manchmal nicht vorstellen, wie sehr sie sich verändert hat, aber das ist eben alles der Situation geschuldet und stark war sie schon immer, muss man ja werden, wenn man seine Mutter früh verliert und der Vater auch einen Risikojob hat. Ich hatte erwartet, dass sich Logan und Maddie mehr annähern bis es zur Entführung kommt und bin ehrlich gesagt froh, dass ich den Klappentext nur sporadisch im Kopf hatte. So war ich von der Entführung überrascht und auch der weitere Fortgang der Geschichte hält das ein oder andere unvorhergesehen Erlebnis parat. Vieles ist jedoch auch vorhersehbar und an manchen Stellen läuft es schon sehr einfach und glatt. Dennoch habe ich mich wohlgefühlt, denn die Autorin schafft eine spannende Wohlfühlatmosphäre mit grandiosen und wunderschönen Landschaftsbeschreibungen, an denen man merkt, dass sie gut dazu recherchiert hat. Das Abenteuer ist zwar meines Erachtens ein wenig übertrieben, aber dafür ist die wilde Landschaft Alaskas umso schöner und die „Kälte“ und alles andere richtig spürbar.

Ein Buch, das mir persönlich sehr gefallen hat. Ob es jedermann Geschmack ist, ich denke nicht. Mich hat die Stimmung und Atmosphäre des Buches einfach begeistert!