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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2018

Toller Sprecher, authentische Charaktere - Kann ich nur empfehlen

Glaube Liebe Tod
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Polizeiseelsorger Martin Bauer springt von der Duisburger Rheinbrücke um einen Polizisten zu retten. Klingt verdreht, aber funktioniert. Doch ein paar Stunden später ist der Polizist trotzdem tot. Der ...

Polizeiseelsorger Martin Bauer springt von der Duisburger Rheinbrücke um einen Polizisten zu retten. Klingt verdreht, aber funktioniert. Doch ein paar Stunden später ist der Polizist trotzdem tot. Der Polizist war kein unbeschriebenes Blatt, doch warum der Selbstmord? Martin Bauer glaubt nicht daran und will die Wahrheit herausfinden.

Krimis und Thriller höre ich am liebsten, daher auch diese Geschichte als Hörbuch. Oliver Siebeck liest sehr angenehm und ich konnte ihm durchgehend gut folgen. Martin Bauer war für mich sehr authentisch und greifbar, es hat mir regelrecht Spaß gemacht ihm zu folgen. Egal ob es um seine Arbeit bei der Polizei oder auch in seinem Privatleben. Er hat es nicht leicht, weder in seinem Beruf (dort halten nicht viele Polizisten etwas von ihm) noch privat mit seiner pubertierenden Tochter und seiner Frau, die Probleme mit seiner Arbeit hat. Trotz der vielen parallellaufenden Stränge (Mariana, der tote Polizist, Privatleben usw.) war ich durchweg gefesselt von der Geschichte. Ich musste unbedingt weiterhören, denn ich wollte wissen was als nächsten passiert. Und die einzelnen Personen haben alle irgendeine Verbindung, die sich teils erst nach und nach herauskristallisiert, was es gerade so spannend macht. Das offene Ende im Hinblick aus Martin Bauer’s Privatleben lässt auf eine baldige Fortsetzung hoffen.

Ich kann dieses Hörbuch nur empfehlen. Ein toller Sprecher, authentische Charaktere und eine ausgeklügelte Geschichte. Da will man gleich wissen wie es weitergeht.

Veröffentlicht am 08.10.2018

Regt zum Nachdenken an

Vox
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Zurück in alte Zeiten. Das Amerika der Zukunft ähnelt mehr dem der Vergangenheit. Denn Frauen sind ihren Rechten beraubt und sollen nur noch ihren Pflichten als Hausmütterchen nachkommen. Ihre Freiheiten ...

Zurück in alte Zeiten. Das Amerika der Zukunft ähnelt mehr dem der Vergangenheit. Denn Frauen sind ihren Rechten beraubt und sollen nur noch ihren Pflichten als Hausmütterchen nachkommen. Ihre Freiheiten und auch ihre Stimmen wurden ihnen weggenommen. Mehr als 100 Wörter am Tag sind nicht erlaubt. Dr. Jean McClellan hat vier Kinder, drei Jungs und ein Mädchen, Sonia. Und Sonia lernt in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben, sondern nur noch Hausarbeiten. Denn zu mehr ist eine Frau ja nicht zu gebrauchen.

Der Klappentext dieses Buches hat mich sofort fasziniert. Denn im Grunde genommen gibt es noch genug Länder, die ihre Frauen unterdrücken und wer sagt denn, dass so etwas auch in der heutigen Zeit nicht möglich ist? Die Autorin hat hier ein interessantes Szenario geschaffen, doch leider bleibt die Geschichte eher oberflächlich. Jean selbst war mir nicht immer sympathisch und das geschaffene Liebesdreieck war für mich überflüssig und eher störend. Einige Momente haben mich erwartungsvoll auf den großen Knall warten lassen. Doch dieser kam nicht und die Geschichte plätscherte eher vor sich hin. Die Reinen, die Frauen und das ganze im Hintergrund war natürlich interessant, aber meines Erachtens nicht komplett ausgereift. Vielleicht hätte doch etwas mehr Arbeit als zwei Monate in das Buch gesteckt werden müssen. Mir war unklar wie es so schnell zu einer totalen Kontrolle kam und Jackie wurde anfangs in den Raum geworfen und erst gegen Ende taucht sie wieder auf. Mir wäre ein bisschen die Vorgeschichte wichtig gewesen. Auch der Kampf an sich war etwas unglaubwürdig und das Ende war doch etwas zu vorhersehbar.

Hier wurde Potential verschenkt. Doch die Geschichte regt definitiv zum Nachdenken an.

Veröffentlicht am 08.10.2018

Kann ich empfehlen, schönes Jugendbuch

Zwischen dir und mir die Sterne
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Wil hat 22 Tage um den Richtigen zu finden, denn die Sterne stehen gerade äußerst günstig. Seth scheint der Richtige zu sein, doch Grant bringt eine Seite an ihr zum Vorschein, die sie noch gar nicht kennt. ...

Wil hat 22 Tage um den Richtigen zu finden, denn die Sterne stehen gerade äußerst günstig. Seth scheint der Richtige zu sein, doch Grant bringt eine Seite an ihr zum Vorschein, die sie noch gar nicht kennt. So steht Will vor einem großen Problem: Wer ist denn nun der Richtige?

Mir war von Anfang an klar, dass ich hier ein Jugendbuch vor mir habe und keine ausgeklügelte, hochtrabende Geschichte. Und so bin ich auch in keiner Weise enttäuscht worden. Will oder auch Mena war mir gleich sympathisch. Ihre doch etwas andere, lockere Art hat mir sofort gefallen, wenn auch ihre Entscheidungen nicht immer verständlich waren. Doch warum sie sich so entscheidet, das konnte ich sehr gut verstehen. Sie liebt ihre Gram, aber eben auch ihre Mom, die sehr früh bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Und diese Situation hat sie doch sehr geprägt. Die restlichen Charaktere wie Gram, Irina oder auch Seth und Grant oder Manny haben die Geschichte perfekt ergänzt und abgerundet. Der Schreibstil lässt sich sehr angenehm und schnell lesen und wenn auch viele Szenen wenig überraschend waren, gab es doch so manches Mal Augenblicke mit denen ich nicht gerechnet habe.

Alles in allem ein großartiges Jugendbuch, das ich empfehlen kann. Sehr seicht und nicht zu anspruchsvoll, aber sehr gefühlvoll.

Veröffentlicht am 08.10.2018

Hat mir gut gefallen

The Ivy Years – Was wir verbergen
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Als Scarlet Crowley an ihre neue Universität kommt, hat sie bereits ihre alte Identität abgestreift. Denn nachdem ihr Vater verhaftet und sie im Mittelpunkt der Medien standen, möchte sie nichts mehr mit ...

Als Scarlet Crowley an ihre neue Universität kommt, hat sie bereits ihre alte Identität abgestreift. Denn nachdem ihr Vater verhaftet und sie im Mittelpunkt der Medien standen, möchte sie nichts mehr mit ihrem alten Leben zu tun haben. Dann lernt sie Bridger kennen. Doch auch er hat ein Geheimnis, das um keinen Preis an die Öffentlichkeit gelangen darf.

Mir hat schon die Leseprobe gut gefallen und so habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Anfangs habe ich etwas gebraucht bis ich mit Scarlet richtig warm geworden bin, aber die Wechsel zu Bridger haben das ganze schnell gelockert und ich konnte es fast nicht mehr aus der Hand legen. An sich passiert gar nicht so viel, doch die kleinen Begegnungen machen es so besonders. Toll ist auch das Auftauchen von Charakteren aus Teil eins, so etwas mag ich immer gern. Scarlet selbst ist nach der Verhaftung sehr in sich gekehrt und hat das letzte Jahr sehr einsam verbracht. Sie ist unsicher, ob sie ihrem Vater oder den Medien glauben soll und dann taucht noch ein junger Mann auf, der ihr schnell den Kopf verdreht. Mir haben die Konstellationen gut gefallen und ich bin so manches Mal überrascht worden. Einige Szenen haben mich sehr gerührt, andere zum Lachen gebracht. Zudem finde ich es toll, dass zwar Sex vorkommt, aber eben nicht nur und es auch um Gefühle geht. Mir hat die Geschichte gut gefallen.

Ein tolles Buch, das ich empfehlen kann.

Veröffentlicht am 08.10.2018

Unter meinen Erwartungen

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit, Band 1
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June will unbedingt in Oxford studieren. Dazu verbringt sie schon einmal das Jahr in Cornwall bei ihrem Onkel und dessen beiden Söhnen. Dort trifft sie auf eben jene und ist sofort fasziniert von den ...

June will unbedingt in Oxford studieren. Dazu verbringt sie schon einmal das Jahr in Cornwall bei ihrem Onkel und dessen beiden Söhnen. Dort trifft sie auf eben jene und ist sofort fasziniert von den sehr ungleichen Zwillingen Blake und Preston. Und schnell merkt sie, dass mit den beiden etwas nicht stimmt.

Der Klappentext und auch schon der Titel „Lügenwahrheit“ haben mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Ich mag Bücher, die in Cornwall spielen. Eine fantastische Kulisse für märchenhafte Geschichte mit einem mystischen Touch. Die Idee an sich hat mir auch sehr gut gefallen, wenn es auch nichts Neues ist. Man merkt sofort, dass Preston und Blake besonders sind, eben anders als die Normalsterblichen. Für mich fast schon zu auffällig. Und das einer Böse, einer Gut ist…naja das war ja irgendwie absehbar. Doch dieses dauernde Gerede über die ach so blauen Augen und die Muskeln und die intensiven Blicke füllen leider den Großteil des Buches. Was man schon mal lesen kann, aber nicht andauernd. Und dann ist Blake noch der größte A* und wird dennoch von allen angehimmelt. Auch Preston ist da nicht besser. Und June wirkt eigentlich nicht so naiv, doch sie benimmt sie wie ein verliebter Teenie, der an nichts anderes denken kann. Das beschreibt eigentlich die ganze Story. Erst zum Ende hin wird das mit den Gaben näher erläutert. Es wirkt fast wie die Vorgeschichte zu einem Buch. Die beiden Charaktere Lily und Grayson waren mir aber sehr sympathisch, auch wenn mir Lily und ihr Geheimnis sofort klar waren. Viel war zu offensichtlich und ich tue mir doch wirklich schwer dieses Buch gerecht zu bewerten. Denn der Schreibstill ist angenehm und flüssig zu lesen.

Alles in allem konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen.