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Veröffentlicht am 25.07.2017

Märchenhaft schön

Schattenthron
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„Schattenthron – Das Mädchen mit den goldenen Augen“ von Angelika Diem handelt von Rahel, die mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf lebt unter der Schreckensherrschaft des grausamen Königs Gisir. Als ...

„Schattenthron – Das Mädchen mit den goldenen Augen“ von Angelika Diem handelt von Rahel, die mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf lebt unter der Schreckensherrschaft des grausamen Königs Gisir. Als ihr Geheimnis gelüftet wird, flieht sie an den Königshof um sich als Küchenhilfe zu verdingen. Nur hat das ungeahnte Folgen..


Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive aus Rahel’s Sicht geschrieben und startet direkt ohne Einführung. Sie ist in vier sehr lange Kapitel mit sehr kurzen Abschnitten unterteilt und wechselt dabei zwischen Rahel und Einblicken in die Vergangenheit am Königshof, der Eroberung des Throns und der Entwicklung nach der Übernahme.
Rahel ist ein sehr sympathischer Charakter, einzigartig, mitfühlend und lässt sich nicht unterkriegen. Auch die anderen Charaktere, wie der böse König Gisir, Meister Ivald, Rieke, der Prinz ergänzen die Geschichte durch ihre detaillierten Beschreibungen und machen sie erst richtig lebendig. Durch den eingängigen Schreibstil macht die Autorin die Geschichte greifbar und bringt Licht und Dunkelheit (Freude, Schmerz und viele weitere Emotionen) an den Leser und lässt es wie einen Film vor den Augen ablaufen. Ich habe mit gefiebert, gefröstelt bei den Grausamkeiten, mich gefreut, das ganze Spektrum an Gefühlen miterlebt. Dabei merkt man aber doch ein wenig das festgesetzte Alter (14 Jahre) als Empfehlung. Es gab einige Szenen, die für mich nicht überraschend waren, andere jedoch waren doch unerwartet. Durch die traumhaft schönen Schauplätze konnte man nur noch tiefer eintauchen und sich alles vorstellen. Und auch das Ende ist gut gemacht, nicht zu abrupt, aber dabei nicht abgeschlossen. So bleiben doch noch Fragen offen, die hoffentlich in der Fortsetzung geklärt werden.


Ein gutes Jugendbuch. Bestens geeignet für Jugendliche und Erwachsene, die es nicht zu anspruchsvoll wollen.

Veröffentlicht am 25.07.2017

Gelungener 2. Teil

Mederia 2
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„Mederia – Kampf um Tetra“ von Sabine Schulter ist die Fortsetzung zu „Aufziehende Dunkelheit“ und handelt von Lana, Gray und den anderen Völkern, die in Mederia leben und den Versuchen Tetra der Dunkelheit ...

„Mederia – Kampf um Tetra“ von Sabine Schulter ist die Fortsetzung zu „Aufziehende Dunkelheit“ und handelt von Lana, Gray und den anderen Völkern, die in Mederia leben und den Versuchen Tetra der Dunkelheit die Menschenstadt Tetra zu stürzen, um den Norden zu erobern.


Nachdem ich den ersten Teil verschlungen hatte, habe ich regelrecht auf die Fortsetzung hin gefiebert. Die Autorin setzt direkt an den Vorgänger an und man wird wieder in die sagenhafte Fantasywelt von Mederia katapultiert. Dabei schafft sie es gekonnt in den ersten beiden Kapiteln kurze Erinnerungen aus dem Vorgänger zu wecken, wiederholt dabei aber nicht alles. Da der Vorgänger recht spektakulär endet, hatte ich hier mit einem rasanten Start gerechnet, doch anfangs bleibt es erst einmal informativ, was aber durchaus zur Geschichte passt. So kann man Lana und Gray, deren Sicht auf die Ereignisse wechselt, noch besser kennen lernen. Und es tauchen noch viele weitere Charaktere auf, wie Famir, etc. die das Ganze vervollständigen und richtig greifbar sind. Durch den lebendigen Schreibstil liest es sich locker-leicht und mit den anschaulichen Beschreibungen hatte ich die Bilder vor meinem Auge, als würde ich einen Film verfolgen. Geschrieben ist es in der 3. Person, was ich normal ungern lese, hier aber einfach perfekt passt.

Unterbrochen wird die Sicht der Guten auch durch Einschübe von Cyanea oder anderen Gegner, aber immer nur kurz angeschnitten, so bleibt genug Platz für Spekulationen. Dabei bleibt die Geschichte dynamisch mit einem Mix aus den verschiedensten Emotionen, auch wenn eher viele Kleinigkeiten passieren und die Hauptgeschichte nur langsam vorwärts geht. Durch viele unvorhergesehene Ereignisse bleibt es spannend und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht.


Mal ein starker Mittelteil einer Trilogie, der auf ein grandioses Finale hoffen lässt!

Veröffentlicht am 03.07.2017

Wunderschön

Morgen kommt ein neuer Himmel
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„Morgen kommt ein neuer Himmel“ von Lori Nelson Spielmann handelt von Brett, die nach dem Tod ihrer Mutter ihren Anker verloren hat. Und dann erhält sie auch noch eine Liste als Bedingung um ihr Erbe antreten ...

„Morgen kommt ein neuer Himmel“ von Lori Nelson Spielmann handelt von Brett, die nach dem Tod ihrer Mutter ihren Anker verloren hat. Und dann erhält sie auch noch eine Liste als Bedingung um ihr Erbe antreten zu können. Wie soll sie das nur schaffen?


Die Idee eine Liste abzuarbeiten, um einen Tod, eine Trennung etc. zu verkraften oder einfach so, ist nicht neu. Doch die Autorin hat es meiner Meinung nach toll umgesetzt. Sie schafft es mit ihrem lebendigen Schreibstil sofort zu fesseln und man möchte Brett mehr als einmal in den Arm nehmen. Man kommt in ein Wechselbad der Gefühle, ein Mix aus Ernst, Witz und viel Liebe. Vor allem die Liebe, die ihre Mutter ihr entgegen gebracht hat und mit der sie nun endlich ihren eigenen Weg im Leben gehen soll. Es hat mir wunderbar gefallen Brett auf ihrem Weg zu begleiten, zu sehen wie sie an den Herausforderungen wächst und wie sie aufblüht. Dabei wirkt es für mich nicht gestellt und es klappt eben nicht alles sofort. Dabei kann man tief in die Geschichte eintauchen und natürlich kommt das Ende wie erwartet.

Eine Wohlfühlgeschichte, die einem zeigen soll, dass man sein Leben einfach mal in die Hand nehmen muss, um es wirklich zu erleben und genießen zu können.

Veröffentlicht am 03.07.2017

Nach einem holprigen Start doch noch ganz schön

Das Leuchten meiner Welt
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„Das Leuchten meiner Welt“ von Sophia Khan handelt von Irenie, die bereits mit 10 Jahren ihre Mutter verliert. Ihr Vater meint nur, dass Yasmeen nicht mehr da ist und erst als sie 5 Jahre später eine Kiste ...

„Das Leuchten meiner Welt“ von Sophia Khan handelt von Irenie, die bereits mit 10 Jahren ihre Mutter verliert. Ihr Vater meint nur, dass Yasmeen nicht mehr da ist und erst als sie 5 Jahre später eine Kiste mit Briefen findet, kommt sie dem Geheimnis ihrer Mutter näher.


Dieses Buch lag länger auf dem SuB, da ich mal reingespitzt habe, mir der Schreibstil aber nicht sofort zugesagt hat. Das blieb auch leider ein bisschen so, da ich doch Probleme mit dem teils langen Schachtelsätzen über mehrere Zeilen hatte. Doch nach und nach habe ich mich daran gewöhnt und konnte es flüssig lesen. Die Geschichte startet direkt ohne wirkliche Einführung, was ungewohnt aber doch gut war. Erzählt wird alles in der Ich-Perspektive, die zwischen James, dem Vater, und Irenie, der Tochter wechselt. Eingeleitet werden die Kapitel immer mit kurzen Auszügen aus den Briefen zwischen Yasmeen und Ahmed, was es zu etwas ganz Besonderem macht. Jedoch hatte ich lange Probleme mit Irenie warm zu werden und auch James war mir mit seinen Entscheidungen nicht immer sympathisch. Irenie vergöttert ihre Mutter, ohne das ich nachvollziehen kann, warum sie das tut. Sie ist auch anders als andere Kinder und wirkt doch manches Mal ein wenig „komisch“.


Alles in allem ist das Buch und die Geschichte anders als erwartet, jedoch hat es mich nach einem schwierigen Anfang doch noch packen können.

Veröffentlicht am 03.07.2017

Ganz ok

The Rose and the Dagger
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„Rache und Rosenblüte“ von Renée Ahdieh ist die Fortsetzung von „Zorn und Morgenröte“ und zeitgleich der Abschluss der Geschichte. Shahrzad und Chalid haben sich gefunden, doch es ist alles nicht so einfach. ...

„Rache und Rosenblüte“ von Renée Ahdieh ist die Fortsetzung von „Zorn und Morgenröte“ und zeitgleich der Abschluss der Geschichte. Shahrzad und Chalid haben sich gefunden, doch es ist alles nicht so einfach. Sie versucht den Fluch zu brechen, der auf ihm liegt und verlässt Chalid um das zu schaffen. Doch auch im Hintergrund brodelt es kräftig…


Die Geschichte setzt zeitnah an dem Vorgänger an und startet mit Sicht von Shazi, wechselt jedoch immer mit Chalid’s Erlebnissen. Die beiden haben mir ganz gut gefallen und man lernt auch einige Nebencharaktere besser kann, was mir gut gefallen hat. Der Schreibstil der Autorin lässt sich genau wie beim Vorgänger wirklich super lesen. Dabei wird es zwar nie langweilig, aber eigentlich passiert gar nicht so viel was die Story direkt betrifft, sondern wirklich viel außen herum, so dass zwar viel passiert, aber das alles nicht so intensiv und nur angeschnitten. Mir hat dieser Teil fast besser als der erste Teil gefallen, da eben nicht mehr dieser Hauptaugenmerk auf Chalid und seinen Taten lag, wobei einige Szenen auch unnötig waren.


Ein interessanter Abschluss, anders als erwartet. Der Schreibstil der Autorin ist aber top.