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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2017

Kann ich nur empfehlen

Das Brombeerzimmer
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„Das Brombeerzimmer“ von Anne Töpfer (ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo) handelt von JuNo, jedoch ohne Julian. Denn Julian ist gestorben und Nora bleibt alleine zurück. Sie hat ihm am liebsten Marmelade ...

„Das Brombeerzimmer“ von Anne Töpfer (ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo) handelt von JuNo, jedoch ohne Julian. Denn Julian ist gestorben und Nora bleibt alleine zurück. Sie hat ihm am liebsten Marmelade gekocht und das behält sie auch nach seinem Tod bei, es ist ihr Halt. Dann findet sie einen Brief von Julians Großtante Klara, die auch gerne Marmeladen kocht und ihm ein Rezept geschickt hat. So macht sich Nora auf die Suche nach der alten Frau, um Julian noch einmal richtig nah zu sein.

Dieses Buch ist mein erstes Buch der Autorin und mich hat das Cover direkt angesprochen. Nach ein paar Seiten war ich sehr berührt, denn man merkt wie Nora trauert, kann ihre Gefühle richtig spüren und nachvollziehen. Schade, dass man Julian nicht noch ein bisschen besser kennen lernt, aber so greift der Klappentext wenigstens nicht zu weit voraus. Toll finde ich auch die Nebencharaktere, ihre beste Freundin und auch Großtante Klara und die anderen Bewohner vor Ort. Sie machen das ganze Buch lebendiger und runden die Geschichte gekonnt ab. Die Autorin hat einen locker-leichten Schreibstil, der mich von Anfang an gefesselt hat. Es hat Spaß gemacht immer tiefer in die Geschichte einzutauchen und auch die Rezepte, die immer wieder auftauchen, habe die Erzählung perfekt ergänzt. Ich habe richtig Lust aufs Marmeladekochen bekommen. Interessant sind auch die Zusammenhänge und Familiengeheimnisse, die zum Schluss ans Licht kommen, auch wenn das Ende zu überstürzt kam und ich gerne noch ein wenig mehr erfahren hätte.

Mit diesem Buch hat man eine tolle, emotionale Geschichte in den Händen, die perfekt durch Rezepte ergänzt wird. Ich kann es nur empfehlen.

Veröffentlicht am 09.05.2017

Für zwischendurch ganz gut

Seifenblasen im Orkan
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„Seifenblasen im Orkan“ von Regina Meißner handelt von den besten Freundinnen Emily und Amy. Emily lernt online Ian kennen und will ihn unbedingt persönlich treffen. So fliegt sie mit ihrer besten Freundin ...

„Seifenblasen im Orkan“ von Regina Meißner handelt von den besten Freundinnen Emily und Amy. Emily lernt online Ian kennen und will ihn unbedingt persönlich treffen. So fliegt sie mit ihrer besten Freundin nach Dover. Doch dann wird sie krank, bevor sie Ian treffen kann und so soll Amy Ian Bescheid geben, dass sie nicht kommen kann.

Ich war gespannt, wie die Autorin mit dem Thema Internetbekanntschaften usw. umgeht. Mir hat diese Geschichte schon gefallen, aber es hat einfach die Tiefe gefehlt und zwar von Anfang an. Schon gleich zu Beginn lernt man die beiden Freundinnen kennen, aber hauptsächlich nur Amy, Emily bleibt flach und ein wenig nichtssagend. Ich konnte mir sie gar nicht richtig vorstellen und deswegen fand ich auch einige ihrer Reaktionen ein wenig übertrieben und konnte sie nicht nachvollziehen. So liest sich das Buch sehr schnell, wenn auch der Schreibstil nicht 100 % meins war, an manchen Stellen zu ausführlich, doch die Beschreibungen der Orte sind wunderschön. Amy ist ein liebenswerter Charakter, dem ein bisschen das Selbstbewusstsein fehlt. Und dazu Ian, der sich anfangs anders gegeben hat, als er doch eigentlich ist. Letztendlich muss ich aber leider sagen, dass mir das gewisse „Etwas „ gefehlt hat, die Tiefe der Charaktere und der Geschichte. Und das Ende kam mir auch zu abrupt, denn ich hätte gerne noch mehr über die Charaktere und ihre Geschichten erfahren.

Für zwischendurch ist diese Buch ganz gut, aber leider nicht zu anspruchsvoll.

Veröffentlicht am 09.05.2017

Sommerlektüre, die Lust auf Italien macht

Brausepulverherz
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„Brausepulverherz“ von Leonie Lastella handelt von Jiara, einer jungen Frau, die jeden Sommer an der italienischen Riviera verbringt und dort bei einem guten Freund in der Trattoria jobbt. Den Rest verbringt ...

„Brausepulverherz“ von Leonie Lastella handelt von Jiara, einer jungen Frau, die jeden Sommer an der italienischen Riviera verbringt und dort bei einem guten Freund in der Trattoria jobbt. Den Rest verbringt ihrer Zeit verbringt sie in Hamburg mit ihrem Freund Jonas. Und dort in Italien trifft sie auf Milo, der so anders ist und ungeahnte Gefühle in ihr weckt. Doch das darf alles gar nicht sein, oder?

Dies ist mein 1. Buch der Autorin und ich habe mir eine leichte Sommerlektüre erhofft, die mich direkt zu Sommer, Sonne, Meer und Strand bringt. Komplett hat sie das nicht geschafft (da gar nicht so viel am Meer/Strand spielt), aber ich war dennoch voll und ganz in Italien. Das schafft die Autorin mit ihrer bildhaften Sprache und vielen Vergleichen, die dieses Buch zu dem machen was es ist. Eine leichte Sommerlektüre, bei der man sich nach Italien träumen kann, in die Sonne und an die Küste. Die Charaktere waren meiner Meinung nach auch nicht flach, sondern jeder hat so seine eigenen Eigenschaften und Vorstellungen vom Leben. Gut hat mir auch gefallen, dass wir auch Teile aus Milos Sicht lesen durften, denn so haben wir doch noch einiges von ihm, seiner Vergangenheit und seinen Gedanken erfahren. Was mir aber besonders gut gefallen hat, ist der Charakter Dario. Der beste Freund von Milo und Jiara und gleichzeitig Halt und Stütze in allen Lebenslagen. Seine sanftmütige, einfühlsame Art hat mich von Anfang an verzaubert. Er bringt auch immer wieder Leben ins Buch, wenn es mal nicht mehr ganz so gelaufen ist. Teils muss ich sagen, war es mir zu vorhersehbar und ich wusste das Ende schon zu Anfang, da sich vieles schnell herauskristallisiert.

Dennoch ist es ein schönes Buch, das den Sommer zum Leser bringt, vor allem mit den tollen Beschreibungen der Autorin. Von mir gibt es 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.

Veröffentlicht am 09.05.2017

Abschluss der Arkadien-Reihe

Arkadien-Reihe 3: Arkadien fällt
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„Arkadien fällt“ von Kai Meyer ist der Abschluss der Reihe rund um die Mafia, Gestaltwandler und Rosa und Alessandro. Zum letzten Mal eintauchen in die Welt Siziliens mit spannendenden Jagden und überraschenden ...

„Arkadien fällt“ von Kai Meyer ist der Abschluss der Reihe rund um die Mafia, Gestaltwandler und Rosa und Alessandro. Zum letzten Mal eintauchen in die Welt Siziliens mit spannendenden Jagden und überraschenden Wendungen.

Dieser Abschlussband hat mir gut gefallen, wenn auch die ganze Reihe meiner Ansicht nach zu sehr überschattet ist von Morden, Jagden und dem Hass untereinander. Doch so passt es doch zur restlichen Reihe rund um die Arkadier. Hier werden nun auch endlich die Geheimnisse gelüftet, die noch offen sind und man erfährt die Zusammenhänge, wie und warum das alles so passiert. Doch mir persönlich war es zu viel Krieg Zerstörung und Verfolgungsjagden, auch wenn ich die Charaktere Rosa und Alessandro doch lieb gewonnen habe. Die Ereignisse überstürzen sich und mir passiert zu viel, zu plötzlich. Ich habe irgendwann den Überblick verloren.

Ein Abschluss, der zur restlichen Reihe passt, die mich aber nicht umhauen konnte. Es wiederholt sich leider immer wieder die Grundstory.

Veröffentlicht am 26.04.2017

Leider etwas enttäuschend

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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„Ragdoll - Dein letzter Tag“ von Daniel Cole wird von Wolfram Koch in der Hörbuchfassung gelesen. Der Ermittler Wolf, eigentlich William Oliver Layton-Fawkes, ist einer der besten Mordermittler weit ...



„Ragdoll - Dein letzter Tag“ von Daniel Cole wird von Wolfram Koch in der Hörbuchfassung gelesen. Der Ermittler Wolf, eigentlich William Oliver Layton-Fawkes, ist einer der besten Mordermittler weit und breit und nach seiner Suspendierung auch wieder voll dabei. Bei dem grausigen Fund einer Leiche bleibt jedoch selbst ihm der Mund offen stehen. Sechs menschliche Körperteile von sechs verschiedenen Menschen zu einem Mensch zusammengefügt. Die Medien nennen sie „Ragdoll“. Parallel erhält Wolfs Exfrau eine Liste mit sechs weiteren Personen, die vermeintlichen nächsten Opfer des Täters. Und der letzte Name auf dieser Liste ist William Oliver Layton-Fawkes..



Ich durfte dieses Hörbuch dank Vorablesen hören und muss jedoch leider sagen, dass es meinen Geschmack nicht so ganz getroffen hat. Erst dachte ich noch, ich werde mit dem Sprecher warm, aber leider hat er für mich nicht 100% zu dem Buch bzw. der Geschichte gepasst. Mir war es oft zu emotionslos und er hat für mich keine richtige Stimmung erzeugen können, was aber bei einem Thriller doch von Nöten ist. Die Geschichte an sich ist interessant, aber doch auch ein wenig vorhersehbar und ab einem gewissen Zeitpunkt weiß man wie alles zusammen hängt. Das ist leider ein wenig schade, denn so fehlt der Geschichte an Spannung. Anfangs waren es zu viele offene Fragen, am Ende sind es meiner Meinung nach zu schnell weniger. Wolf ist an sich ein interessanter Charakter, was auch die Ausflüge in die Vergangenheit zeigen. Und auch der Rest des Teams bringt Leben in die Story, gerade weil eben nicht alles nach Plan läuft. Doch mir fehlt das unvorhergesehene und so war das Hörbuch nicht richtig fesselnd für mich.



Für mich war dieses Hörbuch leider nichts, aber ich denke, wenn man die Stimme des Sprechers mag, ist es ein gutes Hörbuch. Mir hat einfach ein bisschen das Unvorhergesehen gefehlt.