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Veröffentlicht am 27.09.2016

Leider nicht mein Fall

Loney
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„Loney von Andrew Michael Hurley ist im September 2016 im Ullstein Verlag erschienen.



Eine kleine Glaubensgemeinschaft pilgert in der Karwoche nach The Loney, um dort für Hanny zu beten, damit er ...



„Loney von Andrew Michael Hurley ist im September 2016 im Ullstein Verlag erschienen.



Eine kleine Glaubensgemeinschaft pilgert in der Karwoche nach The Loney, um dort für Hanny zu beten, damit er endlich von seiner Kindheit erlöst wird. Doch dort ist nicht alles so wie es scheint. Denn dreißig Jahre später wird die Leiche eines Babys frei gelegt und Tonto wird von der Vergangenheit und seinen Erinnerungen eingeholt.



Ich muss leider sagen, dass ich von dem Buch doch etwas anderes erwartet hätte. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Tonto, der sich immer um Hanny kümmern muss, da dieser dazu nicht in der Lage ist. Und bei ihren Streifzügen durch The Loney erleben sie einiges. Die Geschichte dreht sich auch um den Ort, die Schreckensgeschichten, die man sich dort erzählt und um die jährliche Wallfahrt der Gemeinde, die nach dem plötzlichen Tod des Priesters für einige Jahre ausgesetzt wurde. Grundsätzlich ist auch alles sehr christlich und ich konnte teilweise das Verhalten der Mutter nicht nachvollziehen und war richtig irritiert, warum sie niemand aufhält und keiner etwas dagegen unternimmt.

Gut gefallen haben mir die Beschreibungen von The Loney und der Umgebung, da konnte man sich die Orte bildlich vorstellen.

Doch für mich ist alles nicht ganz klar geworden und ich habe mich nicht so wohl gefühlt beim Lesen, ich konnte einfach nicht richtig abtauchen und es genießen, da es teils verwirrend und langatmig war.



Für mich war das Buch nichts, aber vielleicht kann ja jemand anders mehr damit anfangen!

Veröffentlicht am 27.09.2016

Ein schönes Buch

Bevor die Welt erwacht
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„Bevor die Welt erwacht“ von Monica Wood ist im August 2016 im Ullstein Verlag erschienen.



Als Quinn nach dem Tod seines 11-jährigen Sohnes dessen Pfadfindertätigkeit bei der 104-jährigen Ona aufnimmt, ...



„Bevor die Welt erwacht“ von Monica Wood ist im August 2016 im Ullstein Verlag erschienen.



Als Quinn nach dem Tod seines 11-jährigen Sohnes dessen Pfadfindertätigkeit bei der 104-jährigen Ona aufnimmt, fragt er sich wirklich, was sein Sohn an ihr mochte. Ona ist direkt, eigensinnig, hat Humor und lässt sich nicht so leicht beeinflussen. Eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft.


Ich hatte bei diesem Buch eigentlich etwas anderes erwartet, bin aber dennoch positiv überrascht. Durch den direkten Einstieg ist man direkt im Buch und ich fand die regelmäßigen Einschübe der Interviews, in denen Ona ihre Lebensgeschichte erzählt, sehr gelungen und da musste ich oft schmunzeln.

Das Buch war für mich ein bisschen wie ein Ratgeber, denn es hat verschiedene Blickwinkel aufgezeigt, wie man auch mit Trauer umgehen kann. Leider bin ich mit dem Jungen nicht richtig warm geworden bzw. ich habe mich manchmal wie ein Betrachter von außen gefühlt. Ich konnte nicht richtig eintauchen, aber trotzdem hat es mir Spaß gemacht, es zu lesen. Denn Ona und auch Quinn entwickeln sich weiter und nähern sich einander an.



Ein schönes Buch, das auch emotionale Stellen hat und mich doch manchmal zum Nachdenken animiert hat.

Veröffentlicht am 26.09.2016

Sehr empfehlenswert, hat mich tief berührt

Zurück ins Leben geliebt
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„Zurück ins Leben geliebt“ von Colleen Hoover ist im Juli 2016 im dtv Verlag erschienen.



Tate zieht nach San Francicso, zu ihrem großen Bruder Corbin. Sie studiert dort und arbeitet nebenbei noch im ...

„Zurück ins Leben geliebt“ von Colleen Hoover ist im Juli 2016 im dtv Verlag erschienen.



Tate zieht nach San Francicso, zu ihrem großen Bruder Corbin. Sie studiert dort und arbeitet nebenbei noch im Krankenhaus. Direkt an ihrem ersten Abend lernt sie Miles Archer kennen. Miles ist ein guter Freund ihres Bruders und sieht wirklich gut aus, ist aber gleichzeitig unnahbar und will sich auf keine feste Beziehung einlassen. Doch Tate wird von ihm magisch angezogen und lässt sich trotz ihres unguten Gefühls auf Miles ein. Miles, der seit sechs Jahren Single ist und sich auf keine Frau eingelassen hat…



Dies war mein erstes Buch von Colleen Hoover und ich habe es an einem Abend verschlungen.

Man ist durch einen direkten Einstieg mitten im Geschehen und lernt die Charaktere grob kennen. Nach und nach deckt die Autorin aber alle Facetten auf und man lernt sie viel intensiver kennen. Ich konnte mich gut in die Szenen und Personen hineinversetzen. Mir hat es richtig Spaß gemacht diese Geschichte zu lesen und die Personen (Tate, Miles, Corbin, Ian, etc.) waren mir sympathisch und ich konnte auch ihre Handlungen nach und nach verstehen.

Die Autorin schafft es durch gekonnte Einblicken in Miles Vergangenheit einen Hinweis zu geben, warum er sich so verhält und deckt so seine Art auf. Dies geschieht so emotional und bewegend, das ich teilweise eine Gänsehaut beim Lesen hatte und auch zu Tränen gerührt war.

Die ganze Story ist emotional aufgeladen und intensiv, ich habe mitgehofft und an manchen Stellen tat mir das Herz weh.

Hauptsächlich ist es aus der Sicht von Tate geschildert, doch durch die Einblicke von Miles und auch am Ende noch kurze Einblicke von anderen Charakteren, ist die Geschichte rund und es bleiben keine Fragen offen.


Von mir gibt es eine klare Empfehlung und ich freue mich auf das nächste Buch der Autorin!

Veröffentlicht am 22.09.2016

Hatte mehr erwartet

Der Sommer, der uns trennte
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„Der Sommer, der uns trennte“ von Cat Jordan ist im August 2016 im HarperCollins Verlag erschienen.



Middie und Nate, das perfekte Traumpaar. Doch dann bricht Nate auf, um für ein Jahr ins Ausland ...



„Der Sommer, der uns trennte“ von Cat Jordan ist im August 2016 im HarperCollins Verlag erschienen.



Middie und Nate, das perfekte Traumpaar. Doch dann bricht Nate auf, um für ein Jahr ins Ausland zu gehen und in Honduras zu helfen. Und kurz darauf wird Nate vermisst! Alle denken er ist tot, doch Middie will es nicht wahr haben. Denn ihre ganze Zukunft war geplant und zwar gemeinsam mit Nate. Niemand versteht sie, bis Lee auftaucht, Nate’s bester Freundin. Und er munter sie auf und unterstützt sie. Doch dann wird aus der aufkeimenden Freundschaft mehr und Middie ist im Gefühlschaos..



Grundsätzlich ist diese Geschichte nichts Neues und das war für mich einfach ein negativer Punkt. Wir haben Meredith (Middie), ein etwas unsicheres Mädchen, das lieber im Hintergrund bleibt und ihren perfekten Freund Nate, der die Zügel in der Hand hat. Sie macht alles was er will, ohne wirklich eine eigene Meinung zu haben. Und dann ist da noch Lee, der Bad Boy, der nichts im Leben auf die Reihe bekommt, spontan und lebendig in den Tag hinein lebt. Und diese Mischung war mir zu langweilig. Das Buch konnte mich nicht wirklich überraschen. Es hat mich zwar teilweise berührt, aber ich konnte oft Middie’s Entscheidung nicht verstehen und ihre Wandlung war für mich zu plötzlich. Auch war mir alles ein bisschen zu oberflächlich. Das offene Ende fand ich aber gut, so kann man selbst weiter denken, doch ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, da ich sonst zu viel verrate.



Eine kurzweilige Sommergeschichte, die mir schon gefallen hat, aber mich nicht überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 22.09.2016

Man sollte vorher den 1. Teil lesen

Die maskierte Stadt
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„Die maskierte Stadt“ von Genevieve Cogman ist der zweite Teil einer Reihe und im Bastei Lübbe Verlag im August 2016 erschienen.



Irene Winters arbeitet für die unsichtbare Bibliothek, ein Ort, der ...

„Die maskierte Stadt“ von Genevieve Cogman ist der zweite Teil einer Reihe und im Bastei Lübbe Verlag im August 2016 erschienen.



Irene Winters arbeitet für die unsichtbare Bibliothek, ein Ort, der zwischen den anderen Welten existiert und als Tor zwischen Raum und Zeit gilt. Sie hat den Job Bücher zu beschaffen. Und zwar seltene, einzigartige Bücher. Nach der letzten Auktion eines Bram-Stoker-Textes werden Irene und ihr Assistent Kai überfallen Die Vermutung liegt nahe, dass es um das Buch geht. Doch als Kai kurz darauf entführt wird, ist schnell klar: Es geht um Kai und Irene macht sich auf die gefährliche Suche durch die Welten.



Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich den ersten Teil nicht gelesen habe und zuerst gar nicht wusste, dass es sich um eine Reihe handelt. Dennoch bin ich gut in die Geschichte gekommen, wobei ich anfangs ein wenig überfordert war. Doch durch die gekonnten Beschreibungen der verschiedenen Völker bin ich doch noch in die magische, mystische Welt eingetaucht und habe mich dort wirklich wohl gefühlt. Die Autorin verknüpft hier gekonnt die Welten und erschafft hier etwas Neues, in dem sie das Chaos und die Ordnung als verschiedene Völker hervor bringt. Es waren wirklich viele Informationen und viel Neues, doch genau das hat die Geschichte so spannend gemacht und mich gefesselt. Irene und Kai waren mir auch sofort sympathisch und auch diverse Nebencharaktere waren authentisch beschrieben, dass ich sie direkt vor meinem inneren Auge hatte.

Was mir persönlich gefehlt hat, wäre eine Übersicht der Personen, keine genauen Beschreibungen, um nicht vorzugreifen, aber eine grobe Darstellung wäre gut.

Letztendlich war es sehr angenehm zu lesen und auch wenn die Charaktere manchmal ein bisschen zu viel Glück hatten, hat es mir gefallen.



Ich kann dieses Buch empfehlen, würde aber mit dem ersten Teil beginnen, denn ich denke, dann würde man leichter in die Geschichte finden.