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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2023

Sehr anstrengend

Tasmanien
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Also mit diesem Buch habe ich mir unendlich schwer getan.
Die Kurzfassung: Es ist einfach unglaublich langweilig und langwierig. Alleine schon diese ganzen Nacherzählungen von Fakten (Atombomber, Oppenheimer, ...

Also mit diesem Buch habe ich mir unendlich schwer getan.
Die Kurzfassung: Es ist einfach unglaublich langweilig und langwierig. Alleine schon diese ganzen Nacherzählungen von Fakten (Atombomber, Oppenheimer, Gas lightning, Paris-Attentate…). Ich meine, wer halbwegs gebildet ist, kennt diese Fakten alle. Wenn es wenigstens spannend geschrieben wäre, aber nein. Der Ich- Erzähler ist Journalist, aber dieser Bericht oder was auch immer es sein soll, ist trocken, teilweise gestelzt und in keiner einzigen Sekunde unterhaltsam.
Selbst die Interaktionen der Protagonisten untereinander werden so blutleer erzählt, dass nicht ein Hauch von Spannung aufkommt. Ein guter Roman schafft es, Ideen und Erklärungen in einem natürlichen Rhythmus unterzubringen. Hier wird einfach erklärt, trockner als ein Wikipedia-Artikel. Dazu kam bei mir auch keine Sympathie für den Erzähler oder die anderen Figuren auf. Vor allem der Erzähler hat schrecklich viele Vorurteile. Immer wieder werden schräge Vergleiche gezogen, die den Lesefluss stören und weder bereichernd für irgendwen sind, noch irgendetwas mit der Handlung zu tun haben.
Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Alles in allem, definitiv nicht mein Buch.

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Veröffentlicht am 19.08.2023

Wahnsinnig gut

Der Vorweiner
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Die Idee eines Vorweiners ist schon sehr skurril und besonders. Der Roman ebenso. Das ist definitv kein Roman für jemanden, der viel Wert auf stringente, logische Abläufe hat und Literatur, die man einfach ...

Die Idee eines Vorweiners ist schon sehr skurril und besonders. Der Roman ebenso. Das ist definitv kein Roman für jemanden, der viel Wert auf stringente, logische Abläufe hat und Literatur, die man einfach runter lesen kann ohne groß nachzudenken.
"Der Vorweiner" stößt einen schon mit der Kapitelreihenfolge, die das zweite vor das erste Kapitel stellt, zum nachdenken an. Im Buch tummeln sich jede Menge verrückter Ideen und Innovationen. Wer es schafft, sich darauf einzulassen, kann einen grandiosen Roman lesen. Ich habe an ganz vielen Stellen lachen müssen, an anderen war ich verblüfft, aber auch manchmal ratlos, weil ich noch nicht verstehen konnte, wie sich die Handlung gerade entwickelt.
Mir haben schon der Klappentext und die Leseprobe gefallen, trotzdem hat das Buch es geschafft, mich mit dieser Fülle an Ideen zu überraschen. Eines der besten Bücher in diesem Jahr auf meiner Leseliste. Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 01.08.2023

Eine riesige Enttäuschung

Babel
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Wenn das Buch direkt schon mit Harry Potter verglichen wird, hat man hohe Erwartungen. Leider wurden sie nicht erfüllt.
Die Geschichte von dem Übersetzungsinstitut in Oxford im 19. Jahrhundert funktioniert ...

Wenn das Buch direkt schon mit Harry Potter verglichen wird, hat man hohe Erwartungen. Leider wurden sie nicht erfüllt.
Die Geschichte von dem Übersetzungsinstitut in Oxford im 19. Jahrhundert funktioniert für mich nicht richtig. Zu wenig Magie, zu viele (dröge) Fußnoten, die den Lesefluss stören und nicht weiterhelfen. Ich bin mit den Charakteren auch nicht warm geworden. Es gibt kaum Szenen, in denen man merkt, dass da echte Menschen agieren sollen, sie wirken mehr wie Abziehbilder, wie Stereotypen. Sehr schade, gerade bei einem Roman, in dem es um Rassismus geht.
Nach den ersten 100 Seiten zieht sich das Buch wie Kaugummi und ich war froh, als ich damit fertig war. Es wäre vielleicht einen ganz kleinen Ticken weniger langweilig gewesen, wenn nicht schon der englische Originaltitel alles verraten würde.

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Veröffentlicht am 28.07.2023

Eine unnachgiebige Protagonistin

Sekunden der Gnade
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Ein heißer Sommer in den 1970er Jahren im Osten der USA. Kinder, die mit Bussen an andere Schulen gebracht werden sollen, damit die Schulen nicht mehr strikt in solche mit weißer und solche mit schwarzer ...

Ein heißer Sommer in den 1970er Jahren im Osten der USA. Kinder, die mit Bussen an andere Schulen gebracht werden sollen, damit die Schulen nicht mehr strikt in solche mit weißer und solche mit schwarzer Schülerschaft unterschieden werden.
Erstens, habe ich nicht gewusst, dass das tatsächlich so passiert ist. Zweitens, hätte ich auch nicht gedacht, dass man daraus einen Roman machen kann, in dem die politischen Verwicklungen dahinter nicht im Vordergrund stehen.
Lehanes Romanhandlung fügt sich nahtlos in diesen heißen Sommer ein und erzählt eine Geschichte über Rassismus, ja, aber auch über eine ganz außergewöhnliche Frau: Mary Pat.
Mary Pat ist Anfang 40, Mutter, und nicht gerade zimperlich, wenn ihr etwas gegen den Strich geht. Und gerade deshalb mochte ich sie als Charakter sehr gerne, auch wenn ich ihre Handlungen nicht gut finde.
Der Roman hat mir insgesamt sehr gut gefallen: Er hatte genau das richtige Tempo, nicht zu langsam, nicht zu schnell. In das Setting kann man sich schnell hineinversetzen und das Buch ist ein absoluter Pageturner. Sobald ich angefangen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören.
Wie alle Bücher von Lehane, die ich bis jetzt gelesen habe, absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 08.07.2023

Langwierig und voller Klischees

Vom Ende der Nacht
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Puh, das war verschenkte Lesezeit. Zugegeben, ich bin nicht der große Liebesromanfan, aber das ist für mich schon okay, wenn die Handlung gut geschrieben ist. „Zwei an einem Tag“ mochte ich zum Beispiel ...

Puh, das war verschenkte Lesezeit. Zugegeben, ich bin nicht der große Liebesromanfan, aber das ist für mich schon okay, wenn die Handlung gut geschrieben ist. „Zwei an einem Tag“ mochte ich zum Beispiel sehr. „Vom Ende der Nacht“ hat mich auch angesprochen. Der Anfang liest sich sehr gut und lässt darauf hoffen, dass hier eine richtig tolle Geschichte erzählt wird und das in einem interessanten Schreibstil.
Aber je weiter ich im Buch gekommen bin, desto mehr hat es mich gelangweilt und auch leider genervt. Die beiden Hauptcharaktere wurden mir in ihrem Verhalten immer unverständlicher, die Handlung immer abstruser und ermüdender und emotional hat es mich einfach nicht mehr einholen können. Am Ende war es mir egal, was mit den Figuren passiert, ich war nur froh, dass ich das Buch zu Ende gelesen habe.
Sehr, sehr schade, weil es schon Potenzial gegeben hätte. Das wurde leider in der zweiten Buchhälfte völlig verschenkt. Die vielen Klischees und unverständlichen Handlungen haben da ihr Übriges getan. Dazu kommt noch, dass die Hälfte der Seiten auch gereicht hätte; es muss ja nicht jedes Buch immer über 400 Seiten haben. Man muss die Geschichte ja nicht unnötig aufblähen. Leider keine Empfehlung für das Buch. Ein weiteres Buch der Autorin werde ich wahrscheinlich auch nicht mehr lesen.

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