Cover-Bild Babel
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Eichborn
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Ersterscheinung: 28.04.2023
  • ISBN: 9783751748384
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Rebecca F. Kuang

Babel

Roman - Der weltweite Bestseller über die Magie der Sprache und die Macht von Worten. Deutsche Ausgabe
Heide Franck (Übersetzer), Alexandra Jordan (Übersetzer)

»Das Aufregendste im Fantasygenre seit Harry Potter« Denis Scheck

1828. Robin Swift, den ein Cholera-Ausbruch im chinesischen Kanton als Waisenjungen zurücklässt, wird von dem geheimnisvollen Professor Lovell nach London gebracht. Dort lernt er jahrelang Latein, Altgriechisch und Chinesisch, um sich auf den Tag vorzubereiten, an dem er in das Königliche Institut für Übersetzung der Universität Oxford - auch bekannt als Babel - aufgenommen werden soll.

Oxford ist das Zentrum allen Wissens und Fortschritts in der Welt. Für Robin erfüllt sich ein Traum, an dem Ort zu studieren, der die ganze Macht des britischen Empire verkörpert.

Denn in Babel wird nicht nur Übersetzung gelehrt, sondern auch Magie. Das Silberwerk - die Kunst, die in der Übersetzung verloren gegangene Bedeutung mithilfe von verzauberten Silberbarren zu manifestieren - hat die Briten zu unvergleichlichem Einfluss gebracht. Dank dieser besonderen Magie hat das Empire große Teile der Welt kolonisiert.

Für Robin ist Oxford eine Utopie, die dem Streben nach Wissen gewidmet ist. Doch Wissen gehorcht Macht, und als chinesischer Junge, der in Großbritannien aufgewachsen ist, erkennt Robin, dass es Verrat an seinem Mutterland bedeutet, Babel zu dienen. Im Laufe seines Studiums gerät Robin zwischen Babel und den zwielichtigen Hermes-Bund, eine Organisation, die die imperiale Expansion stoppen will. Als Großbritannien einen ungerechten Krieg mit China um Silber und Opium führt, muss Robin sich für eine Seite entscheiden ...

Aber kann ein Student gegen ein Imperium bestehen?

Der spektakuläre Roman der preisgekrönten Autorin Rebecca F. Kuang über die Magie der Sprache, die Gewalt des Kolonialismus und die Opfer des Widerstands.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2023

"Babel" ist ein Buch, das mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

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"Babel" ist zweifellos ein Buch, das mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen hat. Die Ausarbeitung der Charaktere und das faszinierende Setting haben mich tief beeindruckt und meine Erwartungen ...

"Babel" ist zweifellos ein Buch, das mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen hat. Die Ausarbeitung der Charaktere und das faszinierende Setting haben mich tief beeindruckt und meine Erwartungen weit übertroffen, die durch den ganzen Hype um dieses Buch sowieso schon sehr hoch waren.

Die Charaktere in sind wunderbar vielschichtig und voller Tiefe. Jeder von ihnen hat seine eigenen Stärken, Schwächen und persönlichen Herausforderungen. Die Autorin hat es geschafft, sie so lebendig und authentisch zu gestalten, dass ich das Gefühl hatte, sie persönlich zu kennen. Besonders Robin, der Protagonist, hat es mir angetan und ist mir, noch ein wenig mehr als andere Charaktere, ans Herz gewachsen. Seine Charakterentwicklung wurde so gelungen dargestellt. Wichtige Themen, wie beispielsweise Klassenunterschiede, Chancengleichheit und Rassismus wurden thematisiert, was mehr als wichtig war.

Das Setting von ist ebenso beeindruckend. Jeder Schauplatz hatte seine eigene Atmosphäre und trug dazu bei, die Stimmung der Geschichte zu unterstreichen. Von den verwinkelten Gassen der Altstadt bis hin zu den majestätischen Palästen der Oberstadt - jede Umgebung war sorgfältig durchdacht und trug zur Immersion in die Handlung bei. Man hatte die ganze Zeit ein “Dark Academia Feeling“, was ich absolut geliebt habe.

Besonders beeindruckend fand ich auch die Art und Weise, wie das Setting mit den Charakteren verwoben war. Die Umgebung wirkte nicht nur als Kulisse, sondern hatte direkten Einfluss auf die Handlungen und Entscheidungen der Figuren. Dadurch entstand eine faszinierende Dynamik, die mich noch tiefer in die Geschichte hineinzog.

"Babel" ist ein Buch, das mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Die Ausarbeitung der Charaktere ist brillant, und das Setting ist atemberaubend. Es ist ein Meisterwerk der Charakterdarstellung und ein absolutes Muss für alle Liebhaber von historischen Fantasy-Romanen.
5+ 🌟

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Veröffentlicht am 04.05.2023

Spannende Fantasy mit ernsten Themen

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Darum gehts:
Nach dem Tod von Robins Familie in einer ärmlichen Hütte im chinesischen Kanton im 19. Jahrhundert, kommt der Oxford Professor Lovell zu ihm und bietet ihm einen neues Leben in London. Jahrelang ...

Darum gehts:
Nach dem Tod von Robins Familie in einer ärmlichen Hütte im chinesischen Kanton im 19. Jahrhundert, kommt der Oxford Professor Lovell zu ihm und bietet ihm einen neues Leben in London. Jahrelang bekommt Robin Privatunterricht in Latein, Chinesisch und Altgriechisch, um dann am Oxford Institut Babel für Übersetzung aufgenommen zu werden. Dort wird die Magie gewirkt, die England an die Spichte der Macht gebracht hat. Magie durch Sprache und die bei Übersetzung verlorene Bedeutung in Silber gebannt. Robin fühlt sich in eine unglaubliche, utopische Welt versetzt. Doch nach und nach lernt er auch die Schattenseiten kennen. Und als ein ungerechter Krieg heraufzieht, stellt sich die Frage, auf welcher Seite Robin steht.

Meine Meinung:
Kommen wir zu schweren Teil. Dieses Buch hat unfassbar viel Tiefe und behandelt sehr schwere Themen wie Alltagsrassismus, Identiät, Machtmissbrauch usw. Die Abschnitte über Sprachwissenschaft und Theorien über Übersetzung fand ich wahnsinnig spannend. Robin ist in Oxford natürlich nicht allein. Die Freundschaft und Beziehung zu seinen drei Mitstudierenden im Jahrgang ist elementarer Bestandteil der Geschichte und komplex und packend aufgearbeitet. Da ist für eine Lovestory meiner Meinung nach auch gar kein Platz mehr. An jeder Ecke gibt es Geheimnisse zu entdecken. Das Buch überzeugt mimt einer unfassbaren Komplexität und Lebendigkeit. Die Charaktere haben jederzeit überzeugend für mich gewirkt und gehandelt. Das heißt nicht, dass ich jede Entscheidung gut finde, aber sie haben jederzeit zum Charakter gepasst. Das Buch erklärt außerdem viel über Fußnoten Hintergrundinformationen und wichtige Infos über Charaktere efährt man hier. Man sollte sie meiner Meinung nach also auf keinen Fall ignorieren. Sie haben für mich aber auch zu keiner Zeit den Lesefluss gestört. Lediglich im letzten Drittel hat sich die Handlung für meinen Geschmack etwas gezogen. Alles in allem wirklich ein unfassbar komplexes, authentisches und faszinierendes Buch. Wer nach actionreicher Fantasy sucht, sollte das nicht in "Babel" suchen. Die Spannung kommt hier durch ganz andere Themen. Insgesamt gebe ich dem Buch 4,5 Sterne und es gibt eine ganz große Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 29.05.2023

Ein sprachlicher Exkurs für Fantasy Liebhaber

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Ein Buch, bei dem ich nicht so recht wusste, was mich wirklich erwartet. Ich habe es als Hörbuch gehört und parallel gelesen, was es mir definitiv leichter gemacht hat, denn nur als Hörbuch wäre es mir ...

Ein Buch, bei dem ich nicht so recht wusste, was mich wirklich erwartet. Ich habe es als Hörbuch gehört und parallel gelesen, was es mir definitiv leichter gemacht hat, denn nur als Hörbuch wäre es mir zu komplex gewesen
Wir begleiten Robin, der von Prof. Lovell aus Kanton gerettet wird und mit ihm nach England reist. Dort soll er sprachen lernen und sich für ein Studium in Babel vorbereiten. Als es dann endlich soweit ist, nach Oxford zu reisen und Babel kennenzulernen, ist Robin voller Vorfreude.
Doch diese Freude wird ihm nach und nach genommen, denn als Ausländer hat er in Babel keine guten Karten. Zusammen mit Ramy aus Indien, Victoire aus Haiti und Letty aus England (Frauen haben dort sogar einen noch schwereren stand als Männer, die keine Weißen sind…) stürzt Robin sich in sein Studium. Doch jeden Tag muss er für sich einstehen und die Mädels an seiner Seite. Bis er Griffin trifft und sich eine neue Welt für ihn eröffnet

Ich muss sagen, im großen und ganzen hat mir das Buch gefallen. Es spricht wichtige Themen an, wie Rassismus, Frauenfiguren die unterdrückt werden und geht sehr tief auf Sprachen und ihre Herkunft ein. Und dieser letzte Punkt war für mich persönlich sehr trocken, da ich zwar die Hintergründe mit großen Interesse verfolgt habe, es mir aber teilweise auch zu theoretisch rübergebracht wurde, und wenn man mit dieser Thematik nicht viel am Hut hat und auch sich von vorne herein nicht so sehr dafür interessiert, ist das schon ein schwerwiegendes Thema. Es gibt aber genügend andere Handlung, gerade was über Babel und deren Einfluss auf die Welt angeht und aber auch über den Rassismus und die Ungerechtigkeit der Gleichstellung, die das Ganze wiederum spannend macht.
Für jemanden, der sich für Sprachen interessiert, ist das sicher ein großartiges Werk, für alle anderen kann ich es trotzdem empfehlen

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Veröffentlicht am 12.05.2023

Die Macht der Sprache - und der Herkunft

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Babel ist ein Epos, eine gigantische Geschichte über Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Rassismus. Ein Buch, dass in die Translationstheorien einführt und unglaublich viel Wissen vermittelt und das nicht ...

Babel ist ein Epos, eine gigantische Geschichte über Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Rassismus. Ein Buch, dass in die Translationstheorien einführt und unglaublich viel Wissen vermittelt und das nicht nur über Sprachen, sondern auch über Kulturen und dem Wesen des Menschen selbst. Ein gesellschaftskritischer Roman mit einem Hauch Fantasy - aber eben kein Fantasyroman und auch keiner, der mit Harry Potter verglichen werden muss, einfach, weil Babel das auch gar nicht nötig hat.

In Babel geht Robin Swift - ein Junge zwischen den Kulturen der Englänger und der Chinesen, der eigentlich aus Kanton stammt, seine Heimat aber bereits in jungen Jahren verlässt und auch die Verbindungen zu dieser kappt - auf die Suche nach sich selbst. Dabei gerät er immer wieder zwischen die Fronten seiner Herkunft, zwischen die Kolonialmacht England und dem als rückständig verschriebenen China. Die Reise, auf die man Robin begleitet, ist brutal ehrlich und immer wieder werden die gigantischen Unterschiede aufgezeigt, die zwischen Engländern und Ausländern bestehen. Denn Robin darf in England leben, England dienen, doch gleichzeitig wird er nicht als vollwertiger Bürger akzeptiert. Ähnlich geht es seinen drei Freunden, die mit ihm in Babel beginnen, zu studieren: Ramy, Letty und Victoire.

Das Leben der vier Freunde im Übersetzungsinstitut Babel nimmt viel Raum ein. Ich mochte diese ruhigen Lesestunden, in denen man vor allem viel über die Sprachen selber erfährt. Die Autorin glänzt mit gigantischen Hintergrundwissen und erläutert in eingestreuten Fußnoten historische oder sprachwissenschaftliche Details. Hier wird deutlich, dass es ihr scheinbar wichtig war, die Geschichte trotz des Fantasyaspektes so historisch korrekt wie möglich zu erzählen. Mich hat dieses Wissen wirklich beeindruckt und es macht den Charme des Buches aus, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es nicht jeden anspricht.

Das Silberwerken, dass den fantastische Aspekt in dem Werk ausmacht, ist eine tolle neue Idee, um Magie zu wirken. Durch die äußerst realitätsnahe Erzählweise wirkt es beinahe so, als hätte es das Silberwerken wirklich gegeben. Möglicherweise war dies so beabsichtigt, um LeserInnen aufzuzeigen, dass diese Geschichte genauso gut in der realen Welt hätte spielen können, für mich ging dabei leider über Weite Teile des Buches die Magie verloren. Mitunter fiel es mir schwer, weiterzulesen, weil des Roman immer düsterer wird und man sich auf unschöne Wahrheiten einstellen muss, die definitiv keine leichte Lektüre darstellen.

Inhaltlich ist es schwer, das Buch zusammenzufassen. Auf einen großen, ruhigen, sprachwissenschaftlich gefüllten Teil folgt im letzten Viertel ein brutaler Leseabschnitt, der liebgewonnene ProtagonistInnen in ihre persönliche Hölle führt. Denn liebgewonnen sind mir viele der Protagonisten, trotz des mitunter eher sachliche Schreibstils: Da wäre zuallererst Robin Swift, den man beim Heranwachsen beobachtet und dessen ruhiges, sanftes Wesen ich sehr geschätzt habe, oder den hitzköpfigen Ramy, der das Herz absolut am rechten Fleck hatte und dem ich stundenlang beim Reden hätte "zuhören" können. Victoire ist sehr besonnen, sehr menschlich und empathisch, aber auch stark und Letty wirkt kalt, kratzbürstig, aber auch ein Blick in ihre Vergangenheit zeigt, was sie für ein Päckchen zu tragen hatte. Es gibt weitere, ambivalente Figuren, wie Professor Lovell, bei dem ich über lange Zeit nicht wusste, wohin seine Reise gehen würde.

Schlussendlich fällt es mir schwer, für diese gigantische Reise die passenden Worte zu finden. Das Buch hat mir fiel mitgegeben und wird mir lange im Kopf bleiben, auch wenn ich definitiv anderes erwartet hatte. Es ist keine leichte Lektüre und nicht immer fiel es mir leicht, zu dem Buch zu greifen, auf der anderen Seite konnte ich es stellenweise nicht weglegen und wollte nie auch nur ein einziges Wort überfliegen, weil es wichtig schien und eine tiefere Bedeutung hatte.

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Veröffentlicht am 20.11.2023

Wortgewaltiger Roman

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„Babel“ mutet von Umfang und Aufmachung her wie ein gewaltiger Epos an, eine Art dystopischer Historienroman (welche köstliches Oxymoron, das perfekt zum Buch passt) mit einem Hauch Fantasy. Und obwohl ...

„Babel“ mutet von Umfang und Aufmachung her wie ein gewaltiger Epos an, eine Art dystopischer Historienroman (welche köstliches Oxymoron, das perfekt zum Buch passt) mit einem Hauch Fantasy. Und obwohl das Thema sicherlich Stoff für noch mindestens einen weiteren Band hergegeben hätte, hat mich die Fülle an Informationen doch ein bisschen erschlagen.

Zum Inhalt: Oxford im 19. Jahrhundert. In der Universität ist das Institut für Sprachen und Übersetzungen nicht nur eine prestigeträchtigste Institution, mit ihrem Turm Babel steuern sie auch maßgeblich die Geschicke des Empires. Für den Waisenjungen Robin aus Kanton tun sich an diesem Ort unglaubliche Möglichkeiten auf. Doch er soll feststellen, dass all der Glanz und all die Macht einen Preis haben.

„Babel“ ist ein wort- und bildgewaltiges Buch über die Macht der Worte und Sprache, sowie deren Verstrickung mit Magie.
Das Setting in die Oxford und die historische Kulisse haben mir gut gefallen, genauso wie das Grundkonstrukt der Geschichte über ein Empire, das seinen Fortschritt auf dem Rücken der weniger privilegierten Nationen austrägt.

Stellenweise war es für meinen Geschmack etwas zäh und die Geschichte insgesamt sehr langwierig, was echt schade ist, weil die Idee unglaublich interessant ist und auch die politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen auf realistische Art beunruhigend sind.

Fußtexte in Büchern sind für mich immer ne schwierige Geschichte, denn ich finde sie bremsen den Lesefluss aus. Auch nicht alle Infos waren in meinen Augen relevant, wodurch ich mir oft denke, wenn es nicht in den Haupttext gepasst hat, hätte man es auch streichen können.

Insgesamt für mich ein Werk, dass ein bisschen an seiner Umsetzung gescheitert ist und mich dadurch nicht so richtig packen konnte

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