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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2018

Hörbuch zu stark gekürzt ? Verwirrend

Schwarzes Requiem
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Ich durfte das Hörbuch in der Hörrunde bei Lesejury mithören und diskutieren. Ich hatte mich beworben, da dort stand, dass man das Buch unabhängig von Band 1 hören könne und ich mal wieder ein anderes ...

Ich durfte das Hörbuch in der Hörrunde bei Lesejury mithören und diskutieren. Ich hatte mich beworben, da dort stand, dass man das Buch unabhängig von Band 1 hören könne und ich mal wieder ein anderes Genre zwischen dem ganzen Fantasy Jugendbuch und New Adult lesen.

Also erste CD eingelegt und der Stimme von Daniel Craig, Dietmar Wunder, gelauscht. Dietmar Wunder macht einen super Job und schafft es mit der Betonung und seiner Stimme die passende Atmosphäre zu zaubern.
Doch auch wenn er ein super Sprecher ist, hätte ich mir doch mehr Sprecher gewünscht, denn es gibt zu Beginn alleine schon 4 Erzählstränge. Und es wird nicht vor jedem Kapitel gesagt, wer gerade erzählt. Daher muss man sich wirklich konzentrieren.

Aber nun zur Story. Die Geschichte des Nagelmannes wurde wohl in Band 1 behandelt, den ich nicht kenne. Da das Hörbuch gekürzt ist und zwar recht stark (bei Audible ungekürzt über 20 Stunden, CDs 12 Stunden ), kann ich nicht sagen ob einige Kritikpunkte meiner Rezension der Hörbuchfassung zu schulden sind oder dem Roman an sich. Ich rezensiere hier aber die gekürzte Hörbuchfassung.
Und da hatte ich nicht nur oft Probleme den Geschehnissen zu folgen, sondern mir fehlten auch oft die Hintergrundinfos zum Nagelmann. Z.B wurde lange nicht gesagt, warum der Nagelmann Nagelmann heißt (auch wenn es im Klappentext schon gesagt wurde).

Den ersten Nagelmann hatte Grégoire Morvan damals verhaftet und alle haben durchgeatmet. Doch im ersten Band gab es einen neuen Nagelmann, der es auf seine Familie abgesehen hatte, doch auch dieser wurde gefasst. Während Grégoire sich auf in den Kongo macht, um für seine Familie und seinen Ruhestand durch zwielichtige Geschäfte vorzusorgen, folgt ihm sein Sohn Erwan, denn dieser möchte den Fall des Nagelmannes nochmal aufrollen, da ihm einiges ungereimt vor kommt.
Doch der Kongo ist kein guter Ort für Ermittlungen und eine Reise. Erwan gerät in wirklich schwierige Situationen und da ist sein Vater nicht immer ganz unschuldig dran. Doch was hat Gégoire zu verstecken.
Währenddessen bekommen auch zu Hause in Frankreich seine Kinder Loic und Gaelle einige Schwierigkeiten.

Die Familie ist wirklich nicht ganz normal. Über Grégoire erfahren wir einiges im Hörbuch. Erwan versucht alles um an die Geheimnisse um den Nagelmann dran zukommen. Loic ist eine Drogensüchtiger auf Entzug, der in die Geschichte reingerät und Gaelle ist eine junge gelangweilte Frau, mit psychischen Problemen, die Ermittlerin spielen will.
Das alleine war mir schon irgendwie zu viel des Guten.

Den Teil im Kongo fand ich noch am spannendsten, obwohl auch da es manchmal schwer war zu folgen. Irritierend war die Szene, wo Erwan in einen Kleinkrieg gerät und er sich wie ein kleiner Actionheld verhält. Auch Gaelle verwandelt sich in einer Szene wirklich etwas unrealistisch.

Wie man merkt, hatte ich so meine Schwierigkeiten mit der Geschichte. Nicht nur, dass mir alles etwas drüber war, sondern auch, dass es häufig sehr viele Nebeninfos gab (gerne Straßennamen etc.) die nicht wirklich wichtig waren und es irgendwie ein wenig zogen.

Stellenweise waren Sprünge in der Geschichte, die höchstwahrscheinlich der Kürzung des Hörbuches zu verdanken ist, und es schwer machten dieser zu folgen.

Dazu kamen die ganzen französischen Namen und Schauplätze, die ich mir nicht gut merken konnte. Hinzu benutzt der Autor auch häufig etwas hochtrabende Begriffe und das eine oder andere Wort wird gerne mal "übernutzt".

Die Story entwickelt sich wirklich gut und es gibt wieder unerwartete Wendungen. Erst Recht agieren eben die Hauptfiguren immer wieder unerwartet. Zum Ende wurde es so verkapselt, dass ich auch der Auflösung nur mit viel Anstrengung folgen konnte und auch diese eher als unrealistisch empfinde.


Fazit:
Für mich war es das erste und letzte (Hör)Buch des Autors. Der Thriller Aspekt in diesem Buch war gegeben und auch wirklich gute Plot Twists. Man muss sich aber eben extrem konzentrieren um die ganzen französischen Namen und Schauplätze zu sortieren und der Geschichte folgen zu können.
Die Figuren haben etwas unrealistisch agiert, auch wenn die Familie nicht ganz normal ist.
Vielleicht für die Fans des Autors was und die, die Band 1 "Purpurne Flüsse" schon kennen, aber für Neueinsteiger kann ich die gekürzte Fassung des Hörbuches nicht empfehlen. Auch wenn Dietmar Wunder einen sehr guten Job als Sprecher macht.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Wichtiges Thema, schlecht umgesetzt

Elite
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Klappentext :
Dafür steht die altehrwürdige Fullbrook Academy. James Baxter stammt aus bescheidenen Verhältnissen und verdankt seinen Platz an der Highschool einem Eishockey-Stipendium. Er ist ein Außenseiter ...

Klappentext :
Dafür steht die altehrwürdige Fullbrook Academy. James Baxter stammt aus bescheidenen Verhältnissen und verdankt seinen Platz an der Highschool einem Eishockey-Stipendium. Er ist ein Außenseiter in dieser Welt der Privilegierten. Ebenso wie Jules Devereux, die an der ganzen Schule als Rebellin bekannt ist und seit Jahren gegen überholte Traditionen, den alltäglichen Sexismus und jede Form von Diskriminierung kämpft. Als eine Party aus dem Ruder läuft, erheben James und Jules ihre Stimmen und stellen sich gegen die Macht der Elite.

Ein hochaktueller Roman über Traditionen von gestern und den Mut, für ein besseres Morgen einzustehen

Rezension:
! Diese Rezension enthält eventuell kleine Spoiler, da ich sonst meine Meinung nicht gut begründen kann !

Der Klappentext und die Leseprobe haben mich neugierig gemacht. Fullbrooke ist eine Highschool, wo man durch Geld groß ist. Hinzu ist es ehemalig eine reine Männer Schule gewesen, jetzt sind aber auch Frauen erlaubt. Doch Jules ist eine Feministin durch und durch und findet, dass die Schule nicht genug für die Mädchen tut und die Jungen sich viel zu viel rausnehmen.

Dem muss ich zustimmen. Die Jungen, mit denen wir es beim Lesen zu tun bekommen sind die klischeehaften Cool Boys, die sich immer nehmen, was sie wollen. Jules will dagegen ankämpfen in ihrem letzten Jahr, ganz besonders nach der Party…

Auch wenn der Autor Jules als starke Frau mit Stimme darstellen möchte, wundern mich einige Aktionen und Reaktionen doch. Entweder ich bin zu abgestumpft oder aber Jules reagiert wirklich bei jeder Kleinigkeit über.

James oder auch Bax genannt, freundet sich mit Jules an und unterstützt sie. Woher die Freundschaft und sein Aktionismus am Anfang kam, konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Für mich bleibt Bax am bis zum 3. Teil sehr blass.

Aber da haben wir schon ein großes Problem für mich bei diesem Buch.

Insgesamt hatte ich ein riesen Problem mit dem Schreibstil (was in der Leseprobe so nicht absehbar war). Gefühlt holpert die Geschichte so vor sich hin. Viele Sprünge innerhalb von Szenen, teilweise nicht ganz zu Ende erzählt oder wirre Gedanken der Charaktere, führten dazu, dass ich so gar kein Bezug zu den Protagonisten und zu der Geschichte bekam. Und das ist mir in diesem Ausmaß noch nie beim Lesen passiert. Wodurch eben auch viele Handlungen für mich nicht ganz nachvollziehbar waren und mich selbst die wichtigen Stellen kalt ließen. In wie weit das vielleicht der Übersetzung zu Schulden kam, kann ich nicht beurteilen.

Auch ein Spannungsbogen war für mich nicht greifbar, da der Autor einfach zu sehr hin und her sprang in seinen Beschreibungen.

Der Autor möchte hier wichtige Themen ansprechen. Sexismus und das „Eliten“ – Gehabe, nur weil die Eltern Geld haben, sind nur zwei Themen. Später kommt auch noch das wichtige Thema „Slut Shaming“ und „Me Too“ auf, doch wirkt es eben sehr gewollt. Es wird erst sehr spät thematisiert und durch meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil tangierte mich auch das sehr wenig, da ich eher oft verwirrt war.

Fazit:
Der Autor wollte ein aktuelles und wichtiges Thema bringen. Doch die Geschichte drumherum wird durch den groben Schreibstil und die wirren Handlungen gestört, wodurch ich null Zugang zu den Protagonisten und der Geschichte bekam. Wäre es keine Leserunde gewesen, hätte ich es abgebrochen.

2 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 22.04.2019

Große Liebe oder große Träume ?

Wenn Liebe Cowboystiefel trägt
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Diese Geschichte zwischen Frau, die gerade dem Tod von der Schippe gesprungen ist und Mann, der sein Leben für den Kick immer wieder aufs Spiel setzt, konnte mich wirklich mitnehmen.

Avery hat verständlicherweise ...

Diese Geschichte zwischen Frau, die gerade dem Tod von der Schippe gesprungen ist und Mann, der sein Leben für den Kick immer wieder aufs Spiel setzt, konnte mich wirklich mitnehmen.

Avery hat verständlicherweise einige Ängste, die durch ihre Krankheit und ihren Ex herrühren. Zudem kommt sie wieder nach Hause zurück, wo sie einen verletzten Stolz und ihre erste Liebe zurück gelassen hat. Doch Mason King ist ein Rodeo Reiter und gefährdet so, für Avery völlig unverstanden, andauernd sein Leben. Doch auch Mason hat ihre gemeinsame Vergangenheit nicht vergessen.

Ich habe Avery gerne begleitet auf ihrem neuen Weg. Die Situationen zwischen Mason und ihr brachten mich häufig zum schmunzeln.
Emily Bold hat es gut geschafft beider Gefühle einzufangen, da sie aus beider Sicht geschrieben hat. Das einzige was mich daran und somit auch am Buch störte, war, dass sie es häufig innerhalb einer Szene gemacht hat. So war ich manchmal verwirrt, wessen Sicht ich gerade lese.

Sonst war ich gut unterhalten und sehr gespannt, wie die beiden ihre Träume und Wünsche vereinbaren können für das Happy End. Mit dem ich so übrigens nicht gerechnet hätte, was auch selten ist. :D

Veröffentlicht am 20.04.2019

Toller Auftakt einer Steampunk Reihe

Mortal Engines - Krieg der Städte
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Inhalt:
Niemand hatte mit einem Attentat gerechnet. Als das Mädchen mit dem Tuch vor dem Gesicht ein Messer zückt, um den Obersten Historiker Londons, Thaddeus Valentine, umzubringen, kann ihm der junge ...

Inhalt:
Niemand hatte mit einem Attentat gerechnet. Als das Mädchen mit dem Tuch vor dem Gesicht ein Messer zückt, um den Obersten Historiker Londons, Thaddeus Valentine, umzubringen, kann ihm der junge Gehilfe Tom in letzter Sekunde das Leben retten. Er verfolgt das Mädchen, das jedoch durch einen Entsorgungsschacht in die Außenlande entkommt. Dass Valentine, statt seinem Retter zu danken, den Jungen gleich mit hinausstößt, konnte ebenfalls beim besten Willen keiner ahnen …
Damit beginnt Toms abenteuerliche Odyssee durch die Großen Jagdgründe zurück nach London. Begleitet wird er von der unbeirrbaren Hester Shaw, die fest entschlossen ist, den Mord an ihren Eltern zu rächen. Sie treffen auf Sklavenhändler und Piraten, werden von einem halbmenschlichen Kopfgeldjäger verfolgt und von einer Aeronautin namens Anna Fang gerettet. Und all das, während Valentine plant, mittels einer Superwaffe aus dem Sechzig-Minuten-Krieg die Feinde der fahrenden Städte zu vernichten ...

Meinung:
Nachdem ich den Film in Kino gesehen hatte, wollte ich das Buch noch lesen, da mir im Film ein wenig die Hintergrundinfos fehlten. Leider konnte das Buch in dieser Hinsicht nicht so ganz die Lücken füllen.

London ist eine der größten Traktionsstädte, denn nach dem die Rohstoffe knapp wurden, wurden die Städte fahrbar gemacht und fahren durch die Jagdgründe um kleinerer Städte und Dörfer zu schlucken. So begleiten wir den Historikergesellen Tom auf London, der die aktuelle Jagd miterlebt.

Auf der geschluckten Stadt befindet sich Hester Shaw und diese kennt nur ein Ziel - Rache an Valentine. Doch Tom vereitelt diese und befindet sich plötzlich mit Hester in den Außenlanden und muss mit der schwierigen Hester um ihre Leben kämpfen und plötzlich hinterfragt er viele seiner Ansichten. Auch Valentins Tochter hinterfragt ihren Vater langsam. Doch mit Valentines Plan hat keiner gerechnet....

Tom ist der typische Junge, der alles so hinnimmt wie er gelernt hat. Auch sieht er immer nur das Gute in den meisten Menschen. Deshalb war ich ein wenig genervt, dass er seeeehr lange brauchte seine Vergötterung für Valentine und die Stadt London abzulegen.

Hester ist ein "kaputtes" Mädchen. Nicht nur ihr Gesicht ist entstellt worden, sondern auch sie ist innerlich durch die Rache zerrissen und getrieben. Ihre Charakterentwicklung im Buch fand ich gut und passend.

Wir erfahren hier viel mehr über die Vergangenheit der Personen, denen wir folgen, doch die Hintergründe zu der aktuellen postapokalyptischen Welt kamen mir zu kurz.

Der Antagonist Valentine wirkt im Buch um einiges böser, als im Film. Hier verkörpert er fast ganz alleine das Böse. Aber das es beim Film immer Unterschiede gibt, wissen wir ja ;
Storytechnisch war ich gut unterhalten. Es war häufig sehr spannend und auch in den ruhigeren Passagen gab es was zum Nachdenken, denn dort hat man die Charaktere meist besser kennen gelernt. Dazu kommen halt auch ein paar Tote auf dem Weg, so dass ich das Buch ab 14 Jahren empfehlen würde.

Auch als Hörbuch gesprochen von Robert Frank, kann ich das Buch empfehlen.

Fazit:
Das Steampunk Setting wird kombiniert mit teilweise sehr interessanten Charakteren und spannenden Geschehnissen. Leider fehlten hier und da etwas Hintergrundinfos, wodurch die Welt etwas blass bleibt. Gerade Tom als Charakter war mir zu naiv für die Welt und die Geschichte. Hester hingegen konnte ich besser verstehen (auch als im Film) da man mehr über die Charaktere erfährt. Im Ganzen aber ein toller Auftaktband und ich bin gespannt, was mich im nächsten Band erwartet.

Veröffentlicht am 20.04.2019

Pageturner mit starken Charakteren

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
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Inhalt:


Hoffnung ist stärker als Hass, Liebe ist stärker als Furcht
Die 18-jährige Ophelia Scale lebt im England einer nicht zu fernen Zukunft, in dem Technologie per Gesetz vom Regenten verboten ist. ...

Inhalt:


Hoffnung ist stärker als Hass, Liebe ist stärker als Furcht
Die 18-jährige Ophelia Scale lebt im England einer nicht zu fernen Zukunft, in dem Technologie per Gesetz vom Regenten verboten ist. Die technikbegeisterte und mutige Kämpferin Ophelia hat sich dem Widerstand angeschlossen und wird auserkoren, sich beim royalen Geheimdienst zu bewerben. Gelingt es ihr, sich in dem harten Wettkampf durchzusetzen, wird sie als eine der Leibwachen in der Position sein, ein Attentat auf den Herrscher zu verüben. Doch im Schloss angekommen, verliebt sie sich unsterblich in den geheimnisvollen Lucien – den Bruder des Regenten. Und nun muss Ophelia sich entscheiden zwischen Loyalität und Verrat, Liebe und Hass ...

Meinung
Zugegeben habe ich nicht so viel vom Buch erwartet. Cover mit Mädchengesichtern drauf, locken mich nicht wirklich an. Auch der Klappentext klang klischeehaft und veriet mir schon zu viel.
Doch wurde ich auf den Social Media Kanälen doch etwas überrannt mit dem Buch und las fast nur positive Stimmen (ja ich bin wohl sehr Werbeanfällig :D). Und dann hatte ich Glück und durfte das Buch in einer Leserunde bei Lovelybooks mit der Autorin zusammen lesen. Und da passte dann der Ausdruck "Don´t jugde a book by its cover" mal wieder.

Den Ophelias Welt ist etwas Science- Fiction mäßig und dann wieder dystopisch angehaucht. Denn vor der Abkehr, gab es sehr viel Technologien in der Welt. Künstliche Intelligenzen, Androiden und Implantate. Doch der König fand, dass sie Menschen zu wenig miteinander redeten und zu aggressiv wurden durch die Technologien und deshalb beschloss er die Abkehr, bei der von heut auf morgen alle Technologien verboten wurden. Alle Technik musste abgegeben werden, auch die, die Ophelia zum Beispiel zum gesunden Leben brauchte, da sie einen Gendefekt hat.

Ophelia ist gegen die Abkehr und in einer Gruppe, die für den Sturz des Königs herbeiführen möchte. Soweit so gut, denn Rebellen in Jugendbüchern ist ja nichts neues. Doch Ophelia war mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie ist taff, humorvoll und hat aber auch ihre traurigen Momente, wenn es um ihren Freund geht. Ihre Motivation ist sehr gut nachzuvollziehen und auch später, wenn sie ins Wanken gerät, habe ich mich nie gewundert.

Lena Kiefer wirft einen direkt ins Geschehen und direkt die erste Szene lässt einen schon mitfiebern. Gefühlt konnte ich mich aber nie entspannen, denn auch in den ruhigeren Momenten bleibt es spannend, denn Ophelia muss eine Rolle spielen.
Ich hatte in dem Buch nie das Gefühl von Längen entwickelt, denn ich war immer gespannt, was auf der nächste Seite schon wieder passiert.

Auch in dem Auswahlverfahren befürchtete ich, dass wir jetzt jede Prüfung einzeln durch kauen, doch die Autorin beschränkte sich immer auf das wichtigste und der Rest wird dann eben nebenbei in eins bis zwei Sätze erwähnt. Man hatte dadurch aber auch nie da Gefühl etwas zu verpassen.
Später im Palast und die Geschichte rund um Ophelia und Lucien wird nur soweit ausgeführt, dass man die entstehenden Gefühle und Ophelias Zwickmühle klar wird. Und ich hätte auch nichts gegen mehr Lucien gehabt. (zwinker)

Der Spannungsbogen wird immer größer und ich konnte das Buch einfach nicht mehr bei Seite legen. Und zum Ende, welcher Reihentypisch natürlich im Cliffhanger endet, muss ich nur sagen .... Eins der fiesesten Enden, die ich seit langem gelesen habe !!!


Fazit:
Dieses Buch hat meine Erwartungen übertroffen. Denn was von außen aussah wie ein typisches Rebellen Jugendroman, entwickelte sich für mich zu einem absoluten Pageturner mit tollen Charakteren. Ophelia war mir sofort sympathisch und ihren Zwiespalt konnte ich super nachvollziehen, genau wie ihre Gefühle zu Lucien. Die Spannung war durchgehend vorhanden, selbst bei den ruhigen Momenten und ich kann, nach dem Ende noch weniger, kaum erwarten zu lesen, wie es weiter geht.
Zum Glück muss ich nur noch bis zum 26. August warten und Band 3 erscheint schon am 11. November 2019. Das werde ich wohl verkraften :D