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Veröffentlicht am 23.07.2024

Der Leuchtturmmord

Leuchtturmmord
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Dies ist der fünfte Band um die sympathische Ermittlerin Romy Beccare von der Rügener Dienststelle. Am Leuchtturm auf der Insel Zudar wird Merle, eine junge Frau und Mutter von zwei Kindern, ermordet aufgefunden. ...

Dies ist der fünfte Band um die sympathische Ermittlerin Romy Beccare von der Rügener Dienststelle. Am Leuchtturm auf der Insel Zudar wird Merle, eine junge Frau und Mutter von zwei Kindern, ermordet aufgefunden. Es gibt wenig verwertbare Spuren. In den Focus der Ermittlungen geraten der Ehemann und der Ex-Freund, doch sie haben ein Alibi. Romy beginnt nach Motiven in der Vergangenheit von Merle zu suchen und stößt auf eine Segelclique, die sich immer am Leuchtturm getroffen hat. Es gibt nur noch Jurek Ohlhoff aus der Clique, alle anderen sind überraschend verstorben.

Auch Jan Riechters, der Freund von Romy, hat auf der Stralsunder Dienststelle viel zu tun. Vor einem Krankenhaus wurden zwei zusammengeschlagene Boxer einfach abgelegt. Anzeichen weisen auf illegale Boxkämpfe. Olivia, neu in seinem Team, kennt sich aus, da sie bereits vor Jahren in der Fighting-Szene ermittelt hat, nur wurde der Fall auf Anordnung des Staatsanwaltes damals eingestellt. Gibt es eine Verbindung zwischen diesen Fällen?

Die Story wirkt gründlich durchdacht sowie gut recherchiert. Sie ist flüssig geschrieben und lässt sich auch ohne Vorkenntnisse der vorherigen Bände lesen. Es hat mir wieder riesigen Spaß gemacht den Ermittlerteams bei der Arbeit über die Schulter zu sehen und mir ist klar geworden, wie viel Detailwissen benötigt wird, um einen Fall zu klären. Neben den beiden Dienststellen wird in diesem Buch noch die interne Ermittlerin Gerit Schlegel hinzu gezogen. Ihre Darstellung fand ich einfach zu köstlich. Die Beschreibungen von Rügen und das Privatleben von Romy halten sich in Grenzen, denn der Hauptfocus liegt auf den Kriminalfällen.

Mich hat das Buch von Katharina Peters wieder überzeugt

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Das Abenteuer

Im Zeichen der Zauberkugel 1: Das Abenteuer beginnt
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Alex und seine beiden Halbschwestern Sally und Liv verbringen gemeinsam ihre Ferien bei Oma Ilse. Auf dem Dachboden gibt es eine verbotene Tür, hinter der Dinge von Alex Großvater lagerten, der auf einer ...

Alex und seine beiden Halbschwestern Sally und Liv verbringen gemeinsam ihre Ferien bei Oma Ilse. Auf dem Dachboden gibt es eine verbotene Tür, hinter der Dinge von Alex Großvater lagerten, der auf einer Reise spurlos verschwand. Wie es bei Kindern üblich ist, hat diese Tür eine besondere Anziehungskraft auf Alex ausgeübt. Als die Oma mit den beiden Mädchen unterwegs ist, schafft es Alex die verbotene Tür zu öffnen. Er fühlt sich in eine andere Welt versetzt. In diesem Raum befinden sich ganz besondere Schätze, die der Großvater von seinen Forschungsreisen mit nach Hause gebracht hat. Fasziniert ist Alex von einem alten Notizbuch, in dem sein Großvater die Geschichte von dem jungen Kamelhirten Sahli, einer Zauberkugel und dem bösen Dschinn Argus aufgeschrieben hat. Das Abenteuer beginnt.

Auf Wunsch meiner beiden Enkelkinder (6 und 8 Jahre) wurde das Buch im Wechsel mit dem Großen und mir vorgelesen. Ab der ersten Seite haben die beiden Jungs mit gefiebert. Sie konnten sich gut mit Alex identifizieren, denn der war kein Überflieger, sondern wirkte sehr real und natürlich. Der böse Dschinn Argus ist zwar hinterlistig und boshaft, aber er hat auch seine Schwachstellen, so dass er auch auf den sechsjährigen nicht beunruhigend bzw. bedrohlich wirkte. Auch mir hat das Vorlesen Spaß gemacht und ich fühlte mich versetzt in die Geschichten von Tausendundeine Nacht.

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Die Suche nach der Freiheit

Das Glück am Ende des Ozeans
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Die Reise beginnt im Jahr 1876. Drei unterschiedliche junge Frauen reisen auf einem Dampfschiff von Bremen nach New York und hoffen auf ein besseres freies Leben. Die selbstbewusste Annett wird in New ...

Die Reise beginnt im Jahr 1876. Drei unterschiedliche junge Frauen reisen auf einem Dampfschiff von Bremen nach New York und hoffen auf ein besseres freies Leben. Die selbstbewusste Annett wird in New York eine Stelle als Schreibkraft annehmen und am Bau der Brooklyn Bridge beteiligt sein. Sie träumt davon eines Tages zu studieren. Die schwangere und innerlich zerbrochene Susanne reist gemeinsam mit ihrem gewalttätigen Ehemann. Sie wollen ihr Glück auf den Goldfeldern versuchen. Die dritte im Bunde ist Gottwitha, sie stammt aus einer Amischgemeinde in Süddeutschland und soll in Pennsylvania einen Mann ihrer Glaubensgemeinschaft heiraten.
In Amerika trennen sich die Wege der drei Frauen, sie wollen aber weiterhin Kontakt halten, denn gemeinsam teilen sie ein Geheimnis.
Die Überfahrt mit dem Dampfschiff macht nur einen kleinen Teil der Geschichte aus, hier hatte ich mir mehr versprochen. Anschließend begleitet man als Leser abwechselnd die drei Frauen. In der Geschichte von Annett erfährt man viel über den Bau der Brooklyn Brigde. Dieses historisch belegte Ereignis war gut mit dem Geschehen verwoben. Es war für mich sehr spannend und interessant darüber zu lesen. Susanne folgt den Goldgräbertrecks nach Westen, um dort für sich und ihrer im Planwagen geborenen Tochter ein neues Leben aufzubauen. Gottwithas Erzählung führt in eine Amischgemeinde und der Leser bekommt Einblicke in diese fremde Welt.
Durch die abwechselnd erzählten Handlungsstränge, die oft mit einem Cliffhanger enden, wird man als Leser neugierig auf das weitere Geschehen. Einige Ereignisse schienen mir unglaubwürdig, andere vorhersehbar.
Trotz allem ist dieses ein unterhaltsamer Frauenroman, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Er ermöglicht ein Eintauchen in eine andere Zeit und hat mir angenehme Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Das Backduell

Der späte Ruhm der Mrs. Quinn
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Jennifer und Bernard sind seit fast sechzig Jahren verheiratet. Sie haben sich in ihrem beschaulichen Leben eingerichtet. Jennifer liebt nicht nur selbst zu backen, sondern sieht auch gern im Fernsehen ...

Jennifer und Bernard sind seit fast sechzig Jahren verheiratet. Sie haben sich in ihrem beschaulichen Leben eingerichtet. Jennifer liebt nicht nur selbst zu backen, sondern sieht auch gern im Fernsehen die Sendung - Das Backduell - backen auf der Insel an. Als eine neue Bewerbungsrunde für die Show angekündigt wird, überlegt sie sich dieser Herausforderung zu stellen. Das Backduell hat sich still und leise zu ihrem Lebensmittelpunkt entwickelt und beherrscht langsam ihre Gedanken. Als Jennifer den Mut findet sich zu bewerben, erzählt sie Bernard nichts davon, denn sie hat Angst vor einer Blamage. Doch dieses war nicht ihr einziges Geheimnis, das sie ihrem Ehemann verschwiegen hat.

Das Cover erinnert an ein Backbuch. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass es sich hier um einen Roman handelt. Man sollte aber auch keine Rezepte erwarten, die oft in Unterhaltungsbüchern zum Nachmachen einladen. Bei den ersten Beschreibungen bekommt man aber Appetit auf leckeren Kuchen, der bis zum Schluss erhalten bleibt. Der Erzählstil ist sehr ruhig gehalten, aber alles ist bildhaft und detailliert beschrieben. Man erfährt, dass die Rezepte von Generation zu Generation weitergewandert sind und zu bestimmten Gelegenheiten gebacken wurden. Für Jennifer war das Backen ihre Verbindung zur Vergangenheit und die Rezepte gehörten zu ihren wertvollsten und liebsten Erinnerungen. Durch kurze Rückblicke erfährt man mehr über ihre Vergangenheit und ihr zweites Geheimnis kommt ans Licht.

Eine wunderbare Geschichte, die zeigt, dass man nie zu alt ist, um noch etwas Neues auszuprobieren.

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Veröffentlicht am 17.07.2024

Ermittlungen im Wendland

Die Sehenden und die Toten
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Vor zwei Jahren ist die ehemalige Mordermittlerin Carla Seidel von Hamburg aus privaten Gründen ins beschauliche Wendland gezogen und hat eine freie Stelle in Dannenberg erhalten. Es ist für sie ein Neuanfang ...

Vor zwei Jahren ist die ehemalige Mordermittlerin Carla Seidel von Hamburg aus privaten Gründen ins beschauliche Wendland gezogen und hat eine freie Stelle in Dannenberg erhalten. Es ist für sie ein Neuanfang mit ihrer hochsensiblen Tochter Lana.

Ein Leichenfund bei Hitzacker versetzt Carla in Aufregung und erinnert sie an ihre Hamburger Zeit. Der vermisst gemeldete 18jährige Justus wird in der Nähe der Elbtalauen tot aufgefunden. Anstelle der Augäpfel befinden sich kleine Spiegel in den Augenhöhlen. Die Ermittlungen lassen vermuten, dass Justus ein Doppelleben geführt hat und keiner ihn wirklich kannte. Am Oberschenkel hat der Junge eine tiefe Narbe und Lana entdeckt bei einer Mitschülerin ein Tattoo, das von der Form der Narbe gleicht. Welche Verbindung gibt es zwischen den beiden Jugendlichen?

Es ist der erste Fall der Ermittlerin Carla Seidel. Ich empfand sie sympathisch, aber es störte mich ein wenig, dass sie einen Hintergrund hat, der nicht hätte sein müssen. Sie ist Opfer häuslicher Gewalt, leidet unter Panikattacken und trinkt zu viel Alkohol. Heimlich versucht ihre Tochter Lana mehr über den Todesfall herauszufinden.

Die Autorin Sia Piontek hat einen flüssigen Schreibstil. Durch die bildhaften Beschreibungen vom Wendland fühlt man sich schnell mitten im Geschehen und die Atmosphäre wird überzeugend eingefangen. Von Beginn an wird durch kurze Kapitel Spannung aufgebaut, die oft mit einem Cliffhanger enden, so dass man unbedingt weiterlesen möchte. Mir hat dieser erste Band gut gefallen und nun bin ich neugierig auf die Fortsetzung dieser Reihe.

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