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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2024

gemischte Gefühle

Tode, die wir sterben
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Svea Karhuu und Jon Nordh sind das neue Ermittlerteam des Autoren-Duos Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson. Mir sind andere Werke schon bekannt und ich war sehr gespannt auf die neuen Ermittler.

In ...

Svea Karhuu und Jon Nordh sind das neue Ermittlerteam des Autoren-Duos Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson. Mir sind andere Werke schon bekannt und ich war sehr gespannt auf die neuen Ermittler.

In Malmö wird ein 13-jähriger Junge erschossen und schnell wird davon ausgegangen, dass es sich um eine weitere Eskalation in den Bandenkriegen handelt. Karhuu und Nordh werden damit beauftragt den Fall zu lösen und müssen sich erst einmal zusammen raufen. Nordh hatte einen schlimmen Schicksalsschlag zu verkraften und steht nach dem Unfall seiner Frau als alleinerziehender Vater vor schwierigen Aufgaben. Karhuu hat bei einem Sondereinsatz einen Kollegen erschossen und hat mit den Folgen und der Inneren zu kämpfen. Die beiden ermitteln unter den Argusaugen der Kollegen und merken nach weiteren Morden, dass sie evtl. auf der falschen Spur sind.

Mir hat das neue Ermittlungsduo mit seinen Ecken und Kanten für den Einstieg sehr gut gefallen, sie sind äußerst lebendig gezeichnet und ich sehe da viel Entwicklungspotenzial für die folgenden Bände. Die Themen sind aktuell, aber auch ein wenig viel für einen einzigen Kriminalfall. Durch die tragischen Privatgeschichten von Jon und Svea nehmen diese doch sehr viel Raum ein und ich hoffe beim Folgeband auf etwas weniger davon.

Der Schreibstil des Autorenduos ist jedoch wie gewohnt sehr spannend und tiefgründig und hat mir einige schöne Lesestunden beschert. Den nächsten Band werde ich auf jeden Fall noch lesen.

Veröffentlicht am 30.09.2024

gelungene Fortsetzung

Glutmoor (Janosch Janssen ermittelt 2)
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Als Janosch Janssen und seine Chefin Diana Quester, die auch gleichzeitig seine Schwiegermutter ist, gerufen werden, kommen sie zu einem grausamen Tatort. Eine ganze Familie wurde durch Schüsse ...

Als Janosch Janssen und seine Chefin Diana Quester, die auch gleichzeitig seine Schwiegermutter ist, gerufen werden, kommen sie zu einem grausamen Tatort. Eine ganze Familie wurde durch Schüsse ausgelöscht, bis auf die Tochter des Hauses, die zur Arbeit war und die Toten vorgefunden hat.
Janoschs Frau ist mit ihr befreundet und darum bieten sie ihr eine Unterkunft bei sich an. Diana ist davon nicht angetan, hat sie doch Angst um ihre schwangere Tochter Helena.
An anderer Stelle zur gleichen Zeit wird eine Gedenkstätte für verstorbene Grenzgänger verunstaltet.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig für Janosch, da viele Fäden aus Vergangenheit und Gegenwart ineinanderlaufen und miteinander verknüpft sind.

Mir hat der zweite Band fast besser als der erste gefallen, da die Protagonisten für mich feiner ausgearbeitet waren. Die Entwicklung von Janosch gerade in Verbindung mit seiner Schwiegermutter nehmen Fahrt auf.
Die Auflösung und der Weg dorthin waren mit Überraschungen gespickt und der Cliffhanger zum Ende lässt auf einen dritten Band hoffen.

Veröffentlicht am 30.09.2024

wieder kurzweilig

Am Ende des Lichts
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"Am Ende des Lichts" ist der mittlerweile 11 Band um Jan Tommen und sein unkonventionelles Team. Der Autor Alexander Hartung schafft es immer wieder einen spannenden Fall zu veröffentlichen,

Ein perfider ...

"Am Ende des Lichts" ist der mittlerweile 11 Band um Jan Tommen und sein unkonventionelles Team. Der Autor Alexander Hartung schafft es immer wieder einen spannenden Fall zu veröffentlichen,

Ein perfider Mörder lädt ein Video im Internet hoch, in dem er damit droht, das gefesselte Opfer durch Stromschläge zu ermorden, sollte seine Forderung nicht erfüllt werden. Diese Forderung ist mehr als perfide, soll doch Paul Wank dafür sterben. Dieser jedoch leugnet, das Opfer zu kennen und hat auch ansonsten keine Idee, wer seinen Tod haben möchte. Ist er doch niemanden zu Nahe gekommen und empfindet sich aufgrund seines Reichtums als Gönner für die Berliner Bürger.
Die Polizei kann das Opfer nicht lokalisieren und der Täter lädt das nächste Video hoch, in dem das Opfer getötet wird. Nun kommen Jan und sein Team ins Spiel und versuchen auf ihre ganz spezielle Weise, da das nächste Opfer schon in den Händen des Täters ist. Wieder ist das Ultimatum auf 24 Stunden begrenzt.

Auch mit seinem elften Band kann mich Alexander Hartung wieder in den Bann des Verbrechens ziehen. Die Spannung wird von Anfang an aufgebaut und bleibt durch die unterschiedlichen Darstellungen von Täter und Opfer durchweg spannend.
Das Team mag es auch noch so anders arbeiten als üblich ist immer noch für Überraschungen gut und hat nichts an Biss verloren.
Der Band lässt sich auch gut als Einzelband lesen.

Von mir eine Leseempfehlung für eine spannende Zeit.

Veröffentlicht am 29.09.2024

voller Wendungen

All das Böse, das wir tun
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"All das Böse, das wir tun" des Autors Sandrone Dazieri überzeugt durch viele überraschende Wendungen.

Der Autor nimmt den Leser mit in die Welt eines Serienmörders, der vermeintlich seit 30 Jahren sein ...

"All das Böse, das wir tun" des Autors Sandrone Dazieri überzeugt durch viele überraschende Wendungen.

Der Autor nimmt den Leser mit in die Welt eines Serienmörders, der vermeintlich seit 30 Jahren sein Unwesen in Italien treibt. Gleichzeitig zeichnet er ein Bild der Mafia ähnlichen Strukturen in Italien.

Die Geschichte beginnt vor 30 Jahren als die Polizistin Itala den "Perser" verhaftet, einen vermeintlichen Serienmörder. Nachdem dieser dann "Selbstmord" begeht, wird Itala klar, dass sie während der Ermittlungen auf der falschen Seite stand und nicht nur ihr Leben nimmt einen dramatischen Verlauf.

Als in der Gegenwart Amala, die Nichte von Francesca Cavalcante entführt wird, bezieht sie die Entführung auf ihr Versagen bei der damaligen Verteidigung des "Persers". War sie doch von seiner Unschuld überzeugt und nun will anscheinend jemand Rache nehmen. Als Gerry, ein ehemaliger israelischer Soldat auftaucht und seine Hilfe anbietet, ist sie erst irritiert, da er viele Einzelheiten der Geschichte des Persers kennt. Letztendlich muss sie sich aber auf eine Zusammenarbeit einlassen, will sie ihre Nichte finden.

Insgesamt ist dies ein sehr wendungsreicher Thriller, mit vielen Personen, die es manchmal schwerfiel exakt zuzuordnen. Die Atmosphäre ist bedrückend, allerdings mit sehr viel psychologischen Tiefgang, der seinesgleichen in Büchern sucht.

Mich hat der Thriller mit seinen Protagonisten sehr gut unterhalten, auch wenn er einiges an Konzentration abverlangt.

Veröffentlicht am 19.09.2024

interessant und mahnend

Lieferdienst
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"Lieferdienst" des Autors Hillenbrand war für mich nicht das erste Buch des Autors und ich finde die Idee, die hinter dem Buch steckt sehr interessant.

Die Szenerie spielt in einer dystopischen Zukunft, ...

"Lieferdienst" des Autors Hillenbrand war für mich nicht das erste Buch des Autors und ich finde die Idee, die hinter dem Buch steckt sehr interessant.

Die Szenerie spielt in einer dystopischen Zukunft, die Welt ist eine andere und auch die Menschen haben sich verändert. Protagonist ist Arkadi,ein sogenannter Bringer. Die neuen Lieferdienste bringen die bestellten Gegenstände innerhalb von 10 Minuten zum Kunden auf Hooverboards, die eine Menge Speed haben. Die Produkte werden in 3 Druck hergestellt und die einzelnen Firmen konkurrieren mit Schnelligkeit gegeneinander, der der erste Bringer gewinnt und die anderen Produkte werden zu Retouren. So weit, so gut, bis Arkadi eine mysteriöse Box zur Lieferung erhält. Wer bzw. was steckt dahinter? Hier nimmt das Buch regelrecht an Fahrt und Spannung auf.

Mich hat das Buch gut unterhalten, jedoch kam mir das Ende zu abrupt und enttäuschte mich dadurch sehr. Mit seinen knapp 190 Seiten war nicht genügend Raum, die einzelnen Personen mit Tiefe auszustatten, und so waren sie recht oberflächlich. Für mich hatte der Plot eigentlich mehr Potential. Witzig war der Bezug zu heute lebenden Personen

Der Wahnsinn der Lieferdienste, der ja heute auch schon gegeben ist, wird sehr eindringlich geschildert. Im Hintergrund hatte ich das immer das Zitat:
"Kaufe nur das, was Du brauchst und brauche das, was Du hast "

Den Preis finde ich für ein so dünnes Exemplar allerdings doch sehr hoch.