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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2019

Weit entfernt vom Thriller

Alexandra
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Alexandra von Natasha Bell wurde als die Sensation und Thriller angekündigt, darum war ich sehr gespannt auf das Buch.

Seit 12 Jahren sind Alexandra und Marc verheiratet, haben zwei Kinder und leben ...

Alexandra von Natasha Bell wurde als die Sensation und Thriller angekündigt, darum war ich sehr gespannt auf das Buch.

Seit 12 Jahren sind Alexandra und Marc verheiratet, haben zwei Kinder und leben ein ziemlich normales Leben. Bis Alexandra eines Tages verschwindet und ihre blutige Kleidung gefunden wird.

Der Anfang des Buches ließ sich gut an und ich kam auch schnell in das Buch herein. Je mehr ich jedoch las, um so verwirrender fand ich die Perspektiven und Zeitenwechsel. Es gab mir zuviel Vergangenheit und viel zu wenig Gegenwart die mich fesseln konnte.
Die Idee des Buches finde ich nach wie vor faszinierend, jedoch war die Umsetzung so gar nicht nach meinen Geschmack. Ich hatte einen richtig spannenden Thriller erwartet und nicht ein Familiendrama, als das ich dieses Buch empfunden habe. Zwischendrin habe ich es auf die Seite legen müssen, da mir vieles zu ausschweifend geschildert wurde und sich bei mir keine Spannung aufbaute.

Ich habe dem Buch wirklich mehrere Chancen gegeben, und hoffte auf ein versöhnliches Ende, welches sich nicht einstellte.

Darum kann ich leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 29.05.2019

Ein wahrlich heimeliges Buch

heimelig
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Heimelig, schon der gewählte Titel hat mich in Verbindung mit dem wunderschönen Cover angesprochen.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Alleine der humorvolle und trotzdem klare ...

Heimelig, schon der gewählte Titel hat mich in Verbindung mit dem wunderschönen Cover angesprochen.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Alleine der humorvolle und trotzdem klare Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen.

Nelly, 77 Jahre alt landet auf Drängen ihrer Tochter im"heimelig" einer Seniorenresdenz. Nelly, die noch völlig fit ist fühlt sich dort völlig fehl am Platz und verloren indieserWelt die so gar nicht ihre ist. Einziger Lichtblick von Nelly ist ihre geliebte Enkelin, die auf der Seite ihrer Oma steht.
Eines Tages ensteht eine Idee, wie sie dem Alltag im Altenheim wenigstens für eine Weile entfliehen kann. Sie möchte Orte nach dem ABC bereisen. Was sie auf diesen Reisen erlebt sollte jeder selber lesen, darum nicht mehr dazu.

Der Autorin ist es auf excellente Weise gelungen, Bedüfrnisse der älteren Generation, Pflegenotstand, Einsamkeit, Sterbehilfe, aber vor allem eine Geschichte über Lebenslust und Lebensfreude zu schreiben. Alleine die Charakterisierung der Bewohner des "heimelig" ist fatastisch.
Auch wenn das Buch zum Nachdenken anregt, war es doch ein pures Lesevergnügen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 26.05.2019

Bildgewaltig, emotional und ein wenig Psychologie

ALLES WAS ICH DIR GEBEN WILL
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Das Buch "Alles was ich Dir geben will" von Dolores Redondo beeinhaltet viele unterschiedliche Genres. Es ist fast schon eine Familiensaga, in dem jedoch auch ein Teil Kriminalroman verpackt ist.

Die ...

Das Buch "Alles was ich Dir geben will" von Dolores Redondo beeinhaltet viele unterschiedliche Genres. Es ist fast schon eine Familiensaga, in dem jedoch auch ein Teil Kriminalroman verpackt ist.

Die Welt des Schriftstellers Manuel Ortigosa bricht auseinander, als er erfährt, dass sein Ehemann Alvaro über drei Jahre ihrer Ehe ein markantes Doppelleben geführt hat. Warum hatte sein Ehemann an einem anderen Ort, als er angab zu sein, einen scheinbar tödlichen Unfall? Diese Frage lässt ihn nicht los und so begibt er sich auf die Suche nach der Wahrheit und bekommt Unterstützung eines Polizisten der Guardia Civil und Alvaros Beichtvater. Es tun sich unerwartete Abgründe auf.

Die Sprache ist sehr bildgewaltig, ich meinte mich selber im Garten des Herrenhauses spazieren gehen zu sehen. Galicien wurde ausgesprochen gut beschrieben, es scheint eine Reise wert zu sein
Die Autorin hat hier facettenreiche und ausgefeilte Charaktere geschaffen, die ich gerne begleitet habe.

Insgesamt fand ich den Genremix sehr spannend und ich hatte angenehme Lesestunden mit dem Buch. Meine literarische Erwartung war nach den Ankündigungen hoch und sie wurde nicht enttäuscht.

Dieses Buch war ein Genuss und bekommt eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Gelungene Zusammenarbeit

Auris
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Sehr gespannt war ich auf die Umsetzung der Zusammenarbeit von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek, die ich beide sehr gerne lese.

Das Cover mit den erhabenen Tonwellen und der roten Schrift finde ich ...

Sehr gespannt war ich auf die Umsetzung der Zusammenarbeit von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek, die ich beide sehr gerne lese.

Das Cover mit den erhabenen Tonwellen und der roten Schrift finde ich sehr ansprechend und haptisch sehr angenehm.

Der anscheinende Serienauftakt um Jula eine True-Crime Podcasterin und Matthias Hegel war spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Matthias Hegel hat die seltene Gabe des absoluten Gehörs und arbeitet als akustischer Profiler bei der Polizei. Als er einen Mord gesteht, der äußerst suspekt vonstatten gegangen sein muss, wittert Jula ihre Chance für den langersehnten Durchbruch. Sie ahnt nicht in welchen Sumpf und perfiden Plan sie hinein gezogen wird. Durch ihren Ehrgeiz bringt sie sogar ihre eigene Familie, die sowieso nur noch rudimentär besteht, in Gefahr.

Vincent Kliesch versteht es hervorragend von Anfang an eine hohe Spannung aufzubauen und diese auch bis zum für mich überraschenden Ende aufrechtzuerhalten und sogar noch zu steigern.

Der Schreibstil ist detailliert genug um dem Leser die einzelnen Szenen vor Augen zu führen.

Zum Ende hin bleiben allerdings einige Fragen offen, die es nahelegen, dass es sich um den Start zu einer neuen Thriler Reihe handelt, was ich sehr begrüßen würde. Da ist noch eine ganze Menge Stoff der verabeitet werden kann.


Veröffentlicht am 16.05.2019

Facettenreich und viele Themen

Weitwinkel
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Simone Somekh hat mit dem Buch Weitwinkel ein eindringliches Werk über die lebenslagen Auswirkungen ultraorthodoxer Erziehung geschrieben.

Ezra wächst in einer ultraorthodoxen Gemeinde auf, seine Eltern ...

Simone Somekh hat mit dem Buch Weitwinkel ein eindringliches Werk über die lebenslagen Auswirkungen ultraorthodoxer Erziehung geschrieben.

Ezra wächst in einer ultraorthodoxen Gemeinde auf, seine Eltern sind bis zur Selbstaufgabe angepasst. Einzig die Fotografie gibt ihm die Möglichkeit aus diesen Zwängen auszubrechen.
Die Thematik ist für Jugendliche sehr sensibel und auhentisch ausgearbeitet.
Nachdem Ezra aufgrund Fehlverhaltens in Bezug auf Fotografie der strengen jüdischen Schule verwiesen wird, steht er in der Gemeinde noch mehr unter Beobachtung.Unterstüzung seiner Eltern bekommt er in dieser Situation nicht.
Garmi ein Pflegekind der Familie wird zu seinem Vertrauten, da auch er wie Ezra auf der Suche nach eine freien Leben ist. Nachdem auch Garmi aus seinem Leben wieder verschwindet, verlässt Ezra sein zu Hause und geht nach New York um seinen Traum vom Leben als Fotograf zu verwirklichen.

Der Schreibstil des Autors ist klar, sensibel und schnörkellos.
Sehr gut kommt die Verzweiflung und die Suche nach einem eigenen Lebensweg ohne Zwänge der Religion , die ihn immer wieder einholt zu Tage.

Für mich war das Buch nicht klar genug strukturiert, es waren viele Sprünge, wie sie allerdings auch im Leben von Jugendlichen gehäuft vorkommen. Darum ist dieses Buch meines Erachtens sehr gut für die Zielgruppe der Jugendlichen geeignet.