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Veröffentlicht am 19.04.2019

Packend von der ersten bis zur letzten Seite

Dornen in meiner Haut
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Der Thriller " Dornen in meiner Haut" von Gunther Polnizky fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.

Das Cover ist passend zum Titel gewählt und der Schreibstil ist detailliert , kurz, knackig und ...

Der Thriller " Dornen in meiner Haut" von Gunther Polnizky fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.

Das Cover ist passend zum Titel gewählt und der Schreibstil ist detailliert , kurz, knackig und dennoch psychologisch sehr ausgefeilt.

Schon der Einstieg in die Geschichte lässt einen das Blut in den Andern gefrieren. Der Autor versteht es gekonnt ab der ersten Seite ein hohes Maß an Spannung aufzubauen.

Max ein erfolgreicher und mit allen Wassern gewaschener Geschäftsmann macht im Keller seiner Villa einen grausigen Fund: er findet den grausam zu Tode gefolterten Körper eines Mannes.

Alleine die Folterszenen lassen jeden Thriller Fan auf seine Kosten kommen.
Max gibt gegenüber der Polizei an den Toten nicht zu kennen.
Doch was weiß Max wirklich? Inwieweit ist er in die Tat verstrickt?
Welche Rolle spielt Ina, eine Nobel Prostituierte bei dem Ganzen?


Ein kniffliger und undurchsichtiger Fall für das Ermittlerteam Paul Steiniger und seine Kollegin Simone Gruber. Steiniger, bei dem privat im Moment nicht alles rund läuft und Simone, die ein bisschen zu viel für ihren Chef empfindet, werden nicht nur durch die Grausamkeit des Mordes an ihre Grenzen gebracht. Als dann noch die Assistentin von Max spurlos verschwindet versuchen sie einen Zusammenhang zwischen den Verbrechen herzustellen und stechen anscheinend in ein Wespennest. Bald wird Max zum Hauptverdächtigen, er kann sich jedoch an nichts erinnern.

Die Spannung wird zum Ende hin noch einmal deutlich gesteigert und überzeugte mich durch Wendungen und ein überraschendes, nicht vorhersehbares Ende.


Dieser Thriller bekommt von mir verdiente klare 5***** und eine Leseempfehlung.



Veröffentlicht am 15.04.2019

Außergwöhnlicher Jugendthriller

Sadie
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Sadie: Stirbt sie, wird niemand die Wahrheit erfahren. Der Jugend-Thriller von Courtney Summers besticht durch ein knallrotes und interessantes Cover.

Sadies, deren Leben sich nur um ihre kleine Schwester ...

Sadie: Stirbt sie, wird niemand die Wahrheit erfahren. Der Jugend-Thriller von Courtney Summers besticht durch ein knallrotes und interessantes Cover.

Sadies, deren Leben sich nur um ihre kleine Schwester Matti dreht, lebt mit dieser und ihrer schwer drogenabhängigen Mutter in einem Trailerpark.
Mutterliebe hat sie nie kennengelernt, einzig ihre Erstzgroßmutter, die Vermieterin der Trailer gibt ihr ein wenig Halt und Zuneigung.

Als Matti ermordet wird, verliert Sadies Leben jeglichen Sinn. Sie kennt nur noch eins: Rache. Rache an dem Mörder ihrer kleinen Schwester. Sie lässt alles hinter sich und macht sich auf die Suche.

Das ungewöhnliche an dem Buch, ist die Aufmachung der Geschichte als Radio Podcast. Die Ersatzgroßmutter wendet sich an den Sender und ich als Leser kann diesen verfolgen, ergänzt durch die Geschichte von Sadie.
Anfangs war diese Art des Lesens für mich ungewohnt, habe aber nach wenigen Seiten gefallen an dem Stil gefunden.

Die Thematik des Buches ist für Jugendliche sehr gut geeignet und trotz der Härte und Schwere nicht zu heftig dargestellt.
Lediglich das Ende war ein wenig unbefriedigend, da für mich noch einiges offen bleibt.





Veröffentlicht am 13.04.2019

Psychologisch ausgefeilt

Am Ende nur ein kalter Hauch
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Am Ende nur ein kalter Hauch von Lena Avanzini ist der 4 Fall der Kommissarin Carla Bukowski.

Das Cover mit der Fledermaus hat einen direkten Bezug zur Handlung was mir sher gut gefällt. Auch das Format ...

Am Ende nur ein kalter Hauch von Lena Avanzini ist der 4 Fall der Kommissarin Carla Bukowski.

Das Cover mit der Fledermaus hat einen direkten Bezug zur Handlung was mir sher gut gefällt. Auch das Format und die abgrundeten Ecken des Buches fallen positiv auf.

Carla Bukowski ist eine eigenwillige, aber dennoch liebenswerte Emittlerin. Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kannte, waren die Rückblenden so gewählt, dass ich nicht den Eindruck hatte etwas nicht zu wissen, was für den Zusammenhang wichtig war.

Als Carlas Großmutter stirbt, reist sie zur Beerdigung und trifft nach vielen Jahren wieder auf ihre Familie, mit der sie keinen Kontakt pflegt. Die Familienkonstellation ist mit Geheimnssen und Verletzungen der Jugend behaftet.
Als ihr Neffe entführt wird, steckt Carla mitten in den Ermittlungen und verucht ihrer Familie insbesondere ihrem Bruder und der Schwägerin beizustehen.

DIe Autorin schreibt so detailiiert und fesselnd, dass ich das Gefühl hatte mitten im Geschehen zu sein und die Protagonisten schon lange zu kennen.
Die Spannung war von Anfang an sehr hoch und wurde zum Ende hin noch gesteigert.
Obwohl ich bevorzugt Krimis/Thriller lese, ist es der Autorin gelungen den wahren Täter und die Zusammenhänge so zu verschleiern, das ich am Ende noch eine fassunglos machende Wendung erlebte.

Am Ende nur ein kalter Hauch bekommt von mir verdiente 5***** und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 11.04.2019

Pia ermittelt wieder

Ostseeangst
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Ostseeangst von Eva Almstädt ist der mittlerweile 14. Fall für Pia Korritki.

Wie von der Autorin gewohnt, punktet dieser Ostseekrimi wieder durch kurze, aber gehaltvolle Kapitel.

Alles beginnt ganz ...

Ostseeangst von Eva Almstädt ist der mittlerweile 14. Fall für Pia Korritki.

Wie von der Autorin gewohnt, punktet dieser Ostseekrimi wieder durch kurze, aber gehaltvolle Kapitel.

Alles beginnt ganz idyllisch, eine Jugendgruppe ist mit ihrer Sozialarbeiterin auf einer Kanutour. Im Verlauf der Kanutour erfährt der Leser von der Problematik dieser Jugendgruppe. Als sie eine Hand im Lagerfeuer entdecken ist es allerdings mit der Idylle vorbei und der Fall für Pia und Broder beginnt.Wo ist der Rest der Leiche?

Mysteriös wird es, als kurz darauf Becca die Sozialarbeiterin der Jugendlichen verschwindet. Hat sie was mit dem Mord zu tun, oder wusste sie etwas und wurde selbst Opfer.

Die Ermittlungen führen Pia und ihr Team auf einen abgelegenen Bauernhof, als dort ein Unterarm gefunden wird. Dieser passt allerdings nicht zur Hand.
Die Bewohner, ein Vater und seine 2 Söhne rücken schnell unter die Verdächtigen. Einer der Söhne ist geistig behindert und der andere ein wahres Ekelpaket.
Doch welche Motive könnten dahinter stecken?

Wer treibt ein mörderisches Spiel und wer sind die Toten?
In welchem Zusammenhang steht der Fund einer Canabisplantage, die Pia quasi durch Zufall findet, mit den Morden?
Das LKA wird eingeschaltet und macht dem Ermittlerteam das Leben schwer. Das typische Kompetenzgerangel beginnt.

Pia, die sich noch nicht vom Schiksalsschlag des Todes ihres Freundes Lars erholt hat, ermittelt am Rande ihrer Kräfte und bekommt kaum Unterstützung ihres Chefs Rist.

Eva Almstädt hat in diesem Krimi wieder viele Handlungsstränge und Verdächtige ins Spiel gebracht, so dass ich als Leserin fast immer auf der falschen Fährte war und nie den wahren Täter im Blick hatte.

Ich freue mich heute schon auf den 15. Fall und kann für diesen Krimi nur eine klare Leseempfehlung aussprechen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Spannung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 11.04.2019

Zwischen Krimi und Soap

Das Verschwinden der Stephanie Mailer
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Das Verschwinden der Stephanie Mailer von Dicker war mein erstes, aber mit Scherheit nicht mein letztes Buch des Autors.

Schauplatz dieses komplexen Romanes ist Orphea eine Kleinstadt an der Ostküste ...

Das Verschwinden der Stephanie Mailer von Dicker war mein erstes, aber mit Scherheit nicht mein letztes Buch des Autors.

Schauplatz dieses komplexen Romanes ist Orphea eine Kleinstadt an der Ostküste der USA.

Von Anfang an nahm mich der Autor mit ins Geschehen und baute eine gute Spannung auf. Er schreibt sehr detailliert und schafft so eine gute Atmospähre.

Als Detective Rosenberg in den Ruhestand verabschiedet wird, taucht unvermittelt eine junge Journalistin auf, die ihm mitteilt, dass er und sein Kollege Derek vor 20 Jahren einen falschen Täter verhaftet haben. Es ging um einen schrecklichen 4-fach Mord in Orpheas, am ersten stattfindenden Theaterfestival.
Dies knackt das Ego des Hundertprozentigen massiv an, hatte er doch zu seiner aktiven Zeit eine hohe Aufklärungsrate.

Nachdem die junge Journalistin, Stephanie Mailer nach dieser Bekanntgabe spurlos verschwindet, nehmen Rosenberg, Derek und die junge ambitionierte Polizistin die Ermittlungen wieder auf. Alles wird nochmal durchleuchtet.

Dicker versteht es die beiden Zeitebenen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten, viele Bewohner vorzustellen, die alle irgendwie ihre Geheimnisse haben. Angenehm war am Anfang das Personenverzeichnis, bis ich die vielen unterschiedlichen Charaktere richtig verinnerlicht hatte.
Immer wieder wechselt für den Leser die Perspektive, was ein gewisses Mass an Konzentration voraussetzt. Dieses Buch it kein Buch, welches mal eben so nebenher gelesen werden sollte.

Mich hat Orphea und seine Bewohner, ebenso wie der Fall gut unterhalten.
Das Buch ist vielschichtig und für mich keinem Genre wirklich zuzuordnen.
Irgendwo zwischen Krimi und Gesellschaftssatire würde ich es beheimaten.
Solide Kost für ein veregnetes Wochenende, an dem sonst nichts anliegt