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Veröffentlicht am 29.10.2022

Hat mich nicht ganz überzeugen können

Das Schlaflabor
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Inhalt:
„Tom Sonnborn hat alles versucht, um seine Schlafstörungen loszuwerden - ohne Erfolg. Als er von einem Schlaflabor in den Schweizer Alpen hört, das auf eine neuartige Therapieform setzt, schöpft ...

Inhalt:
„Tom Sonnborn hat alles versucht, um seine Schlafstörungen loszuwerden - ohne Erfolg. Als er von einem Schlaflabor in den Schweizer Alpen hört, das auf eine neuartige Therapieform setzt, schöpft er neue Hoffnung. Und tatsächlich: Bereits kurz nach seiner Ankunft in der Klinik schläft Tom so gut wie lange nicht mehr. Auch zuhause wird er zum regelrechten Langschläfer. Er ist überglücklich - bis er eines Morgens blutverschmiert aufwacht und die Polizei ihn verdächtigt, einen Mord begangen zu haben. Tom kann sich nicht erinnern und zweifelt plötzlich: Schläft er nachts wirklich? Schlafwandelt er etwa? Noch ahnt er nicht, dass die Wahrheit düsterer ist als jeder Albtraum.“


Schreibstil/Art:
Dass der Autor viel über Schlafstörungen recherchiert hat, merkt man direkt. Er listet gekonnt alle Probleme und einige Hoffnungsschimmer auf, jedoch wird klar, dass auch das alles Tom nicht wirklich weiterhelfen wird. Als das Schlaflabor ins Spiel kommt, kommt auch das ganze Fachlatein hinzu.
Tom selbst äußert sich mehrmals so:

„Ich spürte, wie mir sein intellektuelles Gefasel allmählich auf die Nerven ging, und unterbrach ihn erneut.“

„Nur wusste ich nicht, was mich mehr auf die Palme brachte: das arrogante Fachchinesisch meines Freundes oder die Möglichkeit, dass ich als Versuchskaninchen missbraucht worden war.“

Diese ganze Informationsfülle ging auch mir irgendwann ziemlich auf die Nerven, denn ich hab nur Bahnhof verstanden. Als ich einen kleinen Durchblick hatte, ging’s zwar aber ich hätte mir an manchen Stellen deutlich mehr Einfachheit gewünscht. Zudem fand ich ein paar Szenen ziemlich konstruiert und überladen. Da häuften sich auch die Zufälle.


Fazit:
Prinzipiell hat mir der Plot gefallen, die wissenschaftliche Grundlage ist jedoch Geschmacksache. Alle Leser:innen, die an ähnlichen Schlafproblemen wie Tom leiden, werden sich in diesem Thriller wiederfinden und verstanden fühlen.

Ein recht regionaler Thriller, der mir zwar keine schlaflosen Nächte bereitet hat, aber dennoch dem/r ein oder anderen Leser:in gefallen könnte.

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Veröffentlicht am 27.10.2022

Sachlicher Schreibstil, schockierender Inhalt

Das Prinzip Mord
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Inhalt:

„Allein in Deutschland werden jedes Jahr Hunderte Menschen ermordet. Um die Täter zu überführen, müssen die Ermittler in menschliche Abgründe blicken, die für Außenstehende oft nur schwer zu ertragen ...

Inhalt:

„Allein in Deutschland werden jedes Jahr Hunderte Menschen ermordet. Um die Täter zu überführen, müssen die Ermittler in menschliche Abgründe blicken, die für Außenstehende oft nur schwer zu ertragen sind.

David Sarno und Sascha Lapp arbeiten als Autoren und Produzenten für verschiedene True-Crime-Formate des ZDF und ZDFinfo und konnten über die Jahre ausgezeichnete Kontakte zu den Ermittlungsbehörden aufbauen. Für ihr Buch »Das Prinzip Mord - Wahren Verbrechen auf der Spur« ist es ihnen gelungen, exklusive Einsicht in die Fallakten zu erlangen und ausführliche Gespräche mit Ermittlern zu führen, die mit spektakulären Mordfällen zwischen den Jahren 1971 bis 2015 betraut waren. Die Dokumentation der Verbrechen fördert Erschreckendes zutage und liefert zugleich seltene und realistische Einblicke in die Polizeiarbeit.“





Schreibstil/Art:

Die beiden Autoren haben sich für eine Schriftart entschieden, die einer Schreibmaschine ähnelt. So erhält man den Eindruck als würde man selbst in einer alten Fallakte stöbern und dem Verbrechen auf der Spur gehen. Manche Sätze sind sogar geschwärzt oder durchgestrichen, dies dient aber zur Hervorhebung der Aktenästhetik. Jedes Kapitel bzw. jeder Mordfall beinhaltet Bildmaterial, welches die ermittelnden Behörden und die jeweiligen Staatsanwaltschaften exklusiv für dieses Buch freigegeben haben.

Ich muss gestehen, dass mich diese Art ein Buch zu lesen zwar einerseits begeistert, anderseits aber auch distanziert hat. Der Schreibstil wirkt recht sachlich und nüchtern. Und genau an diesem Punkt fehlte mir manchmal die persönliche Meinung der Autoren. Einfach ihre Sicht der Dinge, ihre Gedanken, vielleicht auch eine Begründung warum sie sich ausgerechnet für dieses oder jenes Verbrechen entschieden haben.

Im Klappentext wird auch erwähnt, dass die beiden ausführliche Gespräche mit den Ermittlern geführt haben aber leider wird nur ein Interview veröffentlicht.



Fazit:

Trotz meiner Kritik ist das Buch voller Vielfalt was die Verbrechen selbst angeht. Ein Mordfall ist schockierender als der andere und ließ mich oftmals Kopfschüttelnd zurück. Bis auf einen Fall war mir der Rest unbekannt. Ein Muss für alle True-Crime-Fans da der Inhalt einen tollen Aufbau hat und in die Ermittlungsarbeiten reinschnuppern lässt. Hier wird auch deutlich wie sehr sich Ermittler:innen reinhängen.

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Veröffentlicht am 27.10.2022

24x Aufschneiden und Miträtseln

Escape Room. Das Hotel der tausend Augen
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Inhalt:

„Ein verlassenes Hotel in den Bergen. Zehn Millionen Euro für den Sieger. Und ein Spiel um Leben und Tod. Die neue Weihnachts-Show „Hotel Extreme“ verspricht echten Nervenkitzel: Sieben Teilnehmer ...

Inhalt:

„Ein verlassenes Hotel in den Bergen. Zehn Millionen Euro für den Sieger. Und ein Spiel um Leben und Tod. Die neue Weihnachts-Show „Hotel Extreme“ verspricht echten Nervenkitzel: Sieben Teilnehmer werden 24 Tage rund um die Uhr von Kameras beobachtet. Sie haben keinen Kontakt zur Außenwelt, und Essen können sie sich nur mit gelösten Rätseln erspielen. Doch bald liegt der erste Kandidat tot unter dem Christbaum und schnell wird klar, wie hoch der Einsatz wirklich ist. Wer gibt auf und verzichtet auf die zehn Millionen und wer ist bereit, sein Leben zu riskieren? Gehört der Mord wirklich zur Show oder hat längst ein Unbekannter das Ruder übernommen, der einen völlig anderen Plan verfolgt?





Fazit:

Eine gelungene Kombination aus Geschichte und Rätseln, die dazu einlädt dranzubleiben und täglich neue Seiten aufzuschneiden. Besonders kreativ fand ich die Rätsel an sich; mal muss man etwas ausrechnen, mal zeichnen, mal ist logisches Denken gefragt. Kommt man jedoch mal nicht weiter, scannt man ganz einfach einen QR-Code ab, wählt das jeweilige Datum aus und er hält insgesamt zwei Tipps.

Ein innovatives Escape-Room-Spiel in Buchform.

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Veröffentlicht am 16.10.2022

Krimi mit koreanischen Touch

Frau mit Messer
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Inhalt:

„Als Auftragsmörderin ist es Hornclaw nur recht, dass sie chronisch übersehen und unterschätzt wird. Mit jeder Stunde scheint sie unsichtbarer zu werden, und niemand ahnt, dass sie ein Messer ...

Inhalt:

„Als Auftragsmörderin ist es Hornclaw nur recht, dass sie chronisch übersehen und unterschätzt wird. Mit jeder Stunde scheint sie unsichtbarer zu werden, und niemand ahnt, dass sie ein Messer hat, mit dem sie umzugehen weiß. Seit 40 Jahren tötet sie eiskalt im Auftrag anderer. Immer ist sie entkommen. Doch das Altern lässt sie ein wenig softer werden. Plötzlich gibt es Menschen, die sie schützenswert findet, und das, nachdem sie genau das ihr Leben lang vermieden hat. Und kaum ist das Visier unten, nehmen ihre Verfolger ihre Spur auf.“





Schreibstil/Art:

Ein total interessanter und präziser Schreibstil, der sich wunderbar lesen lässt und dank der sympathischen Schädlingsbekämpferin mich das ein oder andere mal zum Lächeln brachte. Da Hornclaw eine alleinstehende, ältere Dame ist, liegt der Fokus fast ausschließlich nur in ihrem Alltag. Die Einblicke in eine andere Welt sind nicht zu ausschweifend aber intim genug um sich ein Urteil bilden zu können. 





Fazit:

Das Altern der Protagonistin ist amüsant beschrieben. Sie trotz jeglichem Klischee und überzeugt mit ihrer schlagfertigen Art.
 Ihre Abgrenzung versteht man zunächst nicht ganz, jedoch später umso mehr. Mir hat der ungewöhnliche Krimi, in dem es um Rache, Vergeltung und Tod geht, ein paar spannende Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 16.10.2022

Entwickelt sich zur Perfektion

Die Schatten über uns
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Inhalt:

„»Ich werde sie vom Dachboden retten« – diese Nachricht entdeckt Mia bei Sanierungsarbeiten an ihrem neu erstandenen Haus, eingeritzt in eine Fußleiste. Mit einer bösen Vorahnung steigen sie und ...

Inhalt:
„»Ich werde sie vom Dachboden retten« – diese Nachricht entdeckt Mia bei Sanierungsarbeiten an ihrem neu erstandenen Haus, eingeritzt in eine Fußleiste. Mit einer bösen Vorahnung steigen sie und ihr Mann Finn auf den Dachboden, wo sie in einer verborgenen Ecke auf mehrere alte Lederkoffer stoßen. Der Inhalt ist so schockierend, dass er das Leben der Familie für immer verändert.

Doch selbst als sie von diesem Ort des Grauens zu Finns Eltern fliehen, kann Mia den verstörenden Fund nicht hinter sich lassen. Entgegen Finns Wunsch versucht sie herauszufinden, was in dem Haus damals passiert ist. Zu spät erkennt sie, dass manche Dinge besser verborgen bleiben sollten.“





Schreibstil/Art:
Von Anfang wirkt der ganze Ablauf zwar ein wenig mysteriös aber total spannend. Die Handlungen werden aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt und man spürt förmlich, dass jede:r von ihnen etwas zu verheimlichen hat. Und die aufgedeckten Geheimnisse haben es in sich, was mir unheimlich gut gefallen hat.

Der Showdown ist ausgeklügelt und überrascht mit vielen kleinen Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. 





Fazit:

Ein rundum gelungener Thriller, der sich zur Perfektion entwickelt. Hier stimmte für mich alles; die Protagonisten, die Schauplätze, die Idee und natürlich auch die Umsetzung. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten und ließ mich bis zur letzten Seite fesseln.

John Marrs hat mich erneut durch eine düstere Stimmung und menschliche Abgründe getrieben, einfach perfekt!

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