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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2026

Ein Hof voller Schweigen und Schatten

Home Story
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Auf dem Steingruberhof lebt eine abgeschottete Gemeinschaft nach eigenen Regeln, weit weg von allem, was Außenstehende normal nennen würden. Als dort im Sommer eine Journalistin tot aufgefunden wird, kippt ...

Auf dem Steingruberhof lebt eine abgeschottete Gemeinschaft nach eigenen Regeln, weit weg von allem, was Außenstehende normal nennen würden. Als dort im Sommer eine Journalistin tot aufgefunden wird, kippt die fragile Ordnung. Verdächtig sind schnell die Menschen, die dort leben und doch wirkt nichts eindeutig. Eva, die als Tochter der Gründerin hier aufgewachsen ist, wird als Anwältin zurück in diesen Ort gezogen. Nach Jahren der Distanz steht sie plötzlich wieder mitten in einer Vergangenheit, die sie eigentlich hinter sich lassen wollte. Der Hof fühlt sich nicht mehr vertraut an, eher wie ein Ort, der seine Geschichten gezielt unter Verschluss hält.

Die Atmosphäre lebt stark von dieser Abgeschiedenheit. Alles wirkt gedrängt, kontrolliert, fast erstickend, als würde jeder Blick zu viel verraten können. Besonders die Dynamik innerhalb der Gemeinschaft trägt die Spannung, auch weil ständig etwas mitschwingt, das nicht ausgesprochen wird. Eva funktioniert als Figur gut, gerade weil sie nicht nur Beobachterin ist, sondern selbst Teil dieser Vergangenheit. Ihr innerer Konflikt zwischen Zugehörigkeit und Distanz bringt Bewegung in die Handlung, auch wenn nicht jede Entscheidung gleichermaßen greift. Einzelne Perspektivwechsel geben zusätzliche Einblicke, manchmal bringen sie neue Nuancen rein, manchmal bremsen sie das Tempo eher aus. Der Mittelteil zieht sich dadurch gelegentlich, wodurch man gedanklich schneller an den Punkt kommt, an dem man wissen will, wie sich alles auflöst.

Am Ende bleibt ein düsteres Setting mit vielen unausgesprochenen Spannungen, das vor allem von seiner abgeschotteten Gemeinschaft lebt, auch wenn eine straffere Erzählweise dem Ganzen noch mehr Druck gegeben hätte.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Ein spielerischer Weg durch die Gefühlswelt

Play+ Mein lustiges Spielbuch Wut im Bauch - ab 2 Jahre
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Die Waldtiere möchten eine Party feiern und erleben dabei viele unterschiedliche Gefühle. Mal gibt es Grund zur Freude, dann tauchen Unsicherheit, Traurigkeit oder Wut auf. Kinder dürfen die Tiere begleiten, ...

Die Waldtiere möchten eine Party feiern und erleben dabei viele unterschiedliche Gefühle. Mal gibt es Grund zur Freude, dann tauchen Unsicherheit, Traurigkeit oder Wut auf. Kinder dürfen die Tiere begleiten, die passenden Gefühl-Chips auswählen und diese direkt ins Buch einwerfen. So wird aus dem Lesen ein kleines Spiel, bei dem Gefühle nicht nur gesehen, sondern aktiv entdeckt werden.

Gerade für kleine Kinder wird das Thema Gefühle auf eine einfache und spielerische Weise zugänglich gemacht. Die Mitmach-Elemente sorgen dafür, dass die Kleinen nicht nur zuhören, sondern selbst Teil der Geschichte werden. Die stabilen Chips passen wunderbar zu kleinen Händen und machen das Buch zu etwas Besonderem. Das Einwerfen und Zuordnen schafft einen schönen Wiedererkennungswert und lädt dazu ein, immer wieder gemeinsam darin zu blättern. Nebenbei entstehen ganz natürliche Gespräche darüber, wann man sich fröhlich, traurig, ängstlich oder wütend fühlt. Die Tiergeschichte ist kindgerecht erzählt und bietet viele kleine Situationen, die Kinder aus ihrem Alltag kennen können.

Ein rundum gelungenes Mitmachbuch für die ersten Jahre, das spielerisch wichtige Grundlagen für den Umgang mit Emotionen vermittelt. Es verbindet Vorlesen, Beschäftigung und gemeinsame Nähe auf eine wunderbare Art.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Wie weit würdest du für Erfolg gehen?

Die Klippe – Jede Lüge könnte deine letzte sein
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Ein Schriftsteller, dessen große Erfolge längst zurückliegen, bekommt von einem alten Bekannten eine ungewöhnliche Bitte: Er soll ein Manuskript weitergeben und dabei die wahre Identität des Verfassers ...

Ein Schriftsteller, dessen große Erfolge längst zurückliegen, bekommt von einem alten Bekannten eine ungewöhnliche Bitte: Er soll ein Manuskript weitergeben und dabei die wahre Identität des Verfassers schützen. Was wie eine kleine Gefälligkeit beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Situation, aus der es kaum noch einen einfachen Ausweg gibt. Ein Missverständnis setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die für alle Beteiligten gefährlich werden kann.

Die Geschichte hat mich durch ihre dichte Atmosphäre und die wachsende Anspannung direkt gepackt. Die Handlung bleibt nah an der Hauptfigur und macht spürbar, wie aus einem vermeintlich kleinen Schritt immer größere Verwicklungen entstehen. Man verfolgt gebannt, wie sich die Grenzen zwischen Ausweg, Ausrede und Täuschung langsam verschieben.

Der Reiz liegt für mich vor allem darin, wie glaubwürdig sich die Spirale entwickelt. Nichts wirkt überstürzt, sondern baut sich Schritt für Schritt auf. Der Wunsch nach einem neuen Erfolg, die Hoffnung auf Anerkennung und die Angst vor den eigenen Entscheidungen verbinden sich zu einem immer stärker werdenden Druck. Die Geschichte zeigt auf spannende Weise, wie schnell ein einziger Moment das eigene Leben verändern kann. Mit jeder Seite wächst die Neugier, wie lange das fragile Kartenhaus aus Geheimnissen noch halten wird.

Ein packender Psychothriller mit einer düsteren Grundstimmung, einer spannenden Ausgangsidee und einer Entwicklung, die immer weiter hineinzieht. Eine Geschichte über Ehrgeiz, Schuld und die Frage, wie weit man geht, wenn man nichts verlieren möchte.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Wenn Liebe und Familie kollidieren (Hörbuch)

Du in meinem Leben
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Drei Jahre nach einem schmerzhaften Verrat kehrt Mira zurück nach Brooklyn. Noch immer sitzt die Enttäuschung tief, denn ihre große Liebe hat sie einst für ihre eigene Schwester verlassen. Während sie ...

Drei Jahre nach einem schmerzhaften Verrat kehrt Mira zurück nach Brooklyn. Noch immer sitzt die Enttäuschung tief, denn ihre große Liebe hat sie einst für ihre eigene Schwester verlassen. Während sie versucht, ihr Leben neu zu ordnen, eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten; beruflich wie privat. Doch als ein familiärer Schicksalsschlag alles verändert, wird sie mit der Vergangenheit konfrontiert und muss sich fragen, ob Vergebung möglich ist.

Was mich an dieser Geschichte besonders angesprochen hat, war die Beziehung zwischen den beiden Schwestern. Trotz aller Verletzungen und des tiefen Bruchs war jederzeit spürbar, wie eng sie einmal miteinander verbunden waren. Ich habe mit beiden gelitten, mich über sie geärgert, mit ihnen gehofft und auch immer wieder geschmunzelt. Keine der Figuren wirkte eindimensional, was die emotionalen Konflikte umso glaubwürdiger machte. Auch die Themen haben mir gut gefallen. Es geht nicht nur um Liebe, sondern ebenso um Familie, Loyalität, Schuldgefühle und die Frage, ob man einen Menschen trotz allem wieder in sein Herz lassen kann. Die Geschichte nimmt sich Zeit für diese Entwicklungen, manchmal etwas mehr Zeit, als nötig gewesen wäre. Gerade im Mittelteil gab es Passagen, die sich für mich etwas gezogen haben. Gleichzeitig haben einige ausführlicher erzählte Szenen dazu beigetragen, die Gefühle und Beweggründe der Figuren besser nachzuvollziehen.

Das Hörbuch wurde von einer angenehmen Sprecherin getragen, die die unterschiedlichen Stimmungen überzeugend eingefangen hat. Dadurch fiel es leicht, in die Geschichte einzutauchen und eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Eine emotionale Geschichte mit viel Herz, starken Familienbanden und Figuren, die noch eine Weile im Kopf bleiben.

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Veröffentlicht am 17.06.2026

Ein Thriller mit Licht und Schatten

Killer Trail – Dreh dich nicht um
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Drei Freundinnen brechen zu einer Wanderung auf einem abgelegenen Trail auf, der einst von einem Serienkiller heimgesucht wurde. Als eine von ihnen sich verletzt, sind sie gezwungen, Hilfe bei einem einsam ...

Drei Freundinnen brechen zu einer Wanderung auf einem abgelegenen Trail auf, der einst von einem Serienkiller heimgesucht wurde. Als eine von ihnen sich verletzt, sind sie gezwungen, Hilfe bei einem einsam lebenden Fremden zu suchen. Doch schon bald geraten Misstrauen, Geheimnisse und alte Spannungen in den Vordergrund, und die Frage ist nicht mehr nur, wem sie begegnet sind, sondern auch, wem sie überhaupt noch vertrauen können.

Die Ausgangsidee hat mir eigentlich gut gefallen. Ein abgelegener Wanderweg, eine düstere Vergangenheit und drei Freundinnen, die zunehmend in eine bedrohliche Situation geraten ... das klang nach einem spannenden Thriller für zwischendurch.
Leider hatte ich große Probleme mit den Figuren. Vor allem Zoe ging mir über weite Strecken unglaublich auf die Nerven. Ich konnte nachvollziehen, warum sie so angelegt wurde und grundsätzlich stören mich unsympathische oder schwierige Charaktere nicht. Hier hat es allerdings dazu geführt, dass ich mich gefühlt in jedem zweiten Kapitel über sie geärgert habe. Dadurch fiel es mir schwer, wirklich mitzufiebern. Stef war ebenfalls nicht unbedingt mein Lieblingscharakter, bewegte sich für mich aber noch in einem deutlich erträglicheren Rahmen.

Der Einstieg wirkte auf mich stellenweise fast wie ein etwas überdrehter TV-Thriller, bei dem man nicht so recht weiß, ob man die Ereignisse ernst nehmen soll. Mit fortschreitender Handlung zog die Spannung jedoch spürbar an. Je mehr Unsicherheit und Misstrauen ins Spiel kamen, desto besser funktionierte die Geschichte für mich. Positiv hervorheben möchte ich außerdem die Länge. Das Buch bleibt angenehm kompakt und verzichtet auf unnötige Umwege. Dadurch kommt die Handlung zügig voran und verliert sich nicht in endlosen Nebensträngen. Auch das Ende hat mir gut gefallen und konnte noch einmal Spannung erzeugen.

Für mich ein Thriller mit interessanter Prämisse, ordentlicher Spannung im späteren Verlauf und einem gelungenen Abschluss. Mit den Figuren bin ich allerdings nie richtig warm geworden, weshalb am Ende solide 3 Sterne bleiben.

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