Düsteres Sommercamp mit kleinen Längen
The Box in the Woods. Schau nicht hineinDie Mischung aus altem ungelöstem Mordfall, Sommercamp und True-Crime-Atmosphäre klang für mich erstmal richtig vielversprechend. Gerade das abgelegene Camp mitten im Wald sorgt schnell für eine düstere ...
Die Mischung aus altem ungelöstem Mordfall, Sommercamp und True-Crime-Atmosphäre klang für mich erstmal richtig vielversprechend. Gerade das abgelegene Camp mitten im Wald sorgt schnell für eine düstere Stimmung, die gut zur Geschichte passt und neugierig macht. Man merkt sofort, dass hier Geheimnisse verborgen liegen, und genau das hat mich anfangs auch ziemlich gepackt.
Trotzdem konnte mich die Handlung leider nicht durchgehend fesseln. Gerade im Mittelteil zog sich einiges unnötig in die Länge, und manche Ermittlungen wirkten eher zäh als wirklich spannend. Es gab zwar immer wieder interessante Momente und kleine Wendungen, aber das große Mitfiebern blieb für mich stellenweise aus. Die Atmosphäre war oft stärker als die eigentliche Spannung. Die Figuren waren sympathisch und authentisch geschrieben, besonders die Dynamik innerhalb der Gruppe hat mir gefallen. Allerdings fehlte mir emotional manchmal die Tiefe, um wirklich komplett in die Geschichte einzutauchen. Das Finale bringt zwar nochmal etwas Tempo rein, konnte für mich die längeren, ruhigeren Passagen aber nicht ganz ausgleichen.
Insgesamt ein solider Mystery-Thriller mit cooler Grundidee und passender Sommerlager-Stimmung, der mich aber nicht dauerhaft packen konnte. Wer eher ruhig aufgebaute Jugendkrimis mit True-Crime-Feeling mag, könnte hier trotzdem auf seine Kosten kommen.