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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Leise, emotional und mit einer starken Protagonistin

Where We Belong
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„Where We Belong – Bis wir uns fanden“ erzählt die Geschichte von Zofia, die nach Deutschland kommt und sich dort zwischen Herkunft und neuem Leben zurechtfinden muss. Dabei stehen Themen wie Zugehörigkeit, ...

„Where We Belong – Bis wir uns fanden“ erzählt die Geschichte von Zofia, die nach Deutschland kommt und sich dort zwischen Herkunft und neuem Leben zurechtfinden muss. Dabei stehen Themen wie Zugehörigkeit, Identität und Ausgrenzung im Mittelpunkt, die sensibel und nachvollziehbar umgesetzt wurden.

Besonders hervorheben möchte ich die Protagonistin Zofia bzw. Nessy. Ihre Situation und die Verantwortung, die sie trägt, wirken sehr authentisch und verleihen der Geschichte emotionale Tiefe. Sie ist eine Figur, die trotz vieler Herausforderungen ihren Weg geht, was sie für mich greifbar und stark macht. Auch die Nebenfiguren fügen sich gut in die Handlung ein, bleiben jedoch teilweise etwas weniger vielschichtig.
Der Schreibstil von Wiktoria A. Wieczorek ist angenehm leicht und flüssig, wodurch sich das Buch sehr gut lesen lässt. Gleichzeitig sorgt diese Leichtigkeit aber auch dafür, dass einige Aspekte nicht ganz so tief ausgearbeitet wirken, wie sie es hätten sein können. Die Handlung verläuft insgesamt eher ruhig und bleibt in Teilen vorhersehbar, was etwas Spannung nimmt.
Dennoch finde ich das Buch aufgrund seiner thematischen Schwerpunkte besonders interessant. Es verbindet eine Liebesgeschichte mit gesellschaftlich relevanten Themen, ohne dabei zu schwer zu wirken.

Insgesamt ein gefühlvoller Roman mit wichtigen Themen und einer starken Hauptfigur, der sich gut lesen lässt, auch wenn es an manchen Stellen an Tiefe und Spannung fehlt. Empfehlenswert für alle, die emotionale Geschichten mit ernsteren Untertönen mögen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Spannender YA-Krimi mit kleinen Schwächen, aber starkem Finale

Missing Page - Tödliche Worte
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„Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich beim Lesen ein paar gemischte Gefühle hatte.

Der Einstieg in die Geschichte ist eher ruhig. Man lernt ...

„Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich beim Lesen ein paar gemischte Gefühle hatte.

Der Einstieg in die Geschichte ist eher ruhig. Man lernt zunächst die verschiedenen Figuren und das Setting kennen, was zwar wichtig ist, sich für mich aber stellenweise etwas gezogen hat. Auch im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass sich einige Passagen etwas in die Länge ziehen. Es werden viele Theorien aufgestellt und wieder verworfen, wodurch es mir manchmal schwerfiel, den Überblick zu behalten und einzuschätzen, was wirklich relevant ist.

Was das Buch für mich aber definitiv rausgerissen hat, war der letzte Abschnitt. Hier zieht die Spannung deutlich an und es passiert gefühlt Schlag auf Schlag. Die vielen Wendungen haben mir gut gefallen, vor allem weil ich mit meinen eigenen Vermutungen nicht richtig lag. Besonders gelungen fand ich, wie sich am Ende die verschiedenen Handlungsstränge zusammenfügen und ein Gesamtbild ergeben.

Das Setting des abgelegenen Herrenhauses und die düstere Atmosphäre konnten mich von Anfang an abholen. Auch die Grundidee mit dem Schreibworkshop und dem Wettbewerb um das Erbe fand ich sehr spannend. Die Figuren bleiben lange undurchsichtig, was gut zum Miträtseln einlädt, auch wenn ich zu einigen Charakteren keine ganz tiefe Verbindung aufbauen konnte.

Insgesamt ist „Missing Page“ für mich ein solider YA-Thriller mit einer starken Auflösung, kleinen Längen im Mittelteil und einer durchgehend interessanten Grundidee. Kein absolutes Highlight, aber definitiv lesenswert für alle, die gerne miträtseln.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 21.03.2026

Zwischen zwei Welten

Der Prinz des Nachtreichs 1. Midnight Spy
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„Midnight Spy“ hat mir einfach richtig viel Spaß beim Lesen gemacht. Es ist so ein Buch, in das man schnell reinkommt und das sich dann ganz leicht weglesen lässt.

Besonders gefallen hat mir die Idee, ...

„Midnight Spy“ hat mir einfach richtig viel Spaß beim Lesen gemacht. Es ist so ein Buch, in das man schnell reinkommt und das sich dann ganz leicht weglesen lässt.

Besonders gefallen hat mir die Idee, dass Letty zwischen ihrem normalen Leben in Nottingham und ihrer Rolle als Spionin im Nachtreich pendelt. Diese Mischung aus Alltag und düsterer Fantasywelt hat für mich total gut funktioniert und hat dafür gesorgt, dass ich immer neugierig geblieben bin, was als Nächstes passiert.

Ich mochte Letty wirklich gern. Sie wirkt authentisch, trifft nicht immer perfekte Entscheidungen und genau das macht sie so greifbar. Und Will… den habe ich sowieso direkt ins Herz geschlossen. Man merkt einfach, wie eng die beiden miteinander verbunden sind, immerhin kennen sie sich schon seit ihrer Kindheit. Diese Vertrautheit zwischen ihnen fand ich richtig schön, weil sie sich so natürlich und selbstverständlich anfühlt.

Gerade bei Will hatte ich oft das Gefühl, dass da schon länger mehr ist, während Letty sich dessen nicht ganz bewusst ist. Diese unausgesprochene Spannung zwischen den beiden hat mir richtig gut gefallen. Es ist kein großes Drama, sondern eher dieses leise Mitfiebern im Hintergrund, das sich durch die Geschichte zieht, bis es am Ende dann doch einen Moment gibt, der alles ein bisschen verändert.

Beim Lesen hatte ich oft dieses Gefühl von „nur noch ein Kapitel“, weil es einfach angenehm geschrieben ist. Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass man schnell durch die Seiten kommt und komplett in die Geschichte eintauchen kann. Gerade für zwischendurch ist das einfach perfekt.

Die Welt rund um das Nachtreich fand ich super spannend und atmosphärisch. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Tiefe gewünscht – sowohl bei den Kreaturen als auch bei den Regeln dieser Welt. Auch einige Nebencharaktere bleiben eher im Hintergrund, obwohl da eigentlich noch viel Potenzial gewesen wäre.

Trotzdem hat mich das Buch insgesamt wirklich gut unterhalten. Es ist witzig, spannend, leicht zu lesen und hat genau die richtige Mischung aus Fantasy und Romance für YA, ohne überladen zu wirken.

Für mich ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht und bei dem ich auf jeden Fall weiterlesen möchte.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Emotionale Story mit Luft nach oben

Love is like a Thunderbolt
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Mit Love is like a Thunderbolt erwartet Leser eine Mischung aus College-Romance, Sports-Setting und einem Geheimnis aus der Vergangenheit. Elli startet am Miravalle Memorial College neu und versucht, ein ...

Mit Love is like a Thunderbolt erwartet Leser eine Mischung aus College-Romance, Sports-Setting und einem Geheimnis aus der Vergangenheit. Elli startet am Miravalle Memorial College neu und versucht, ein schwieriges Kapitel ihres Lebens hinter sich zu lassen. Dort trifft sie auf den Quarterback Riven, der zwar selbstbewusst und unnahbar wirkt, aber schnell zeigt, dass auch hinter seiner Fassade mehr steckt.

Besonders gefallen hat mir der starke Fokus auf Freundschaft. Die Dynamik zwischen Elli, Piper und Clover wirkt sehr herzlich und unterstützend und gehört für mich zu den schönsten Aspekten des Buches. Auch der Zusammenhalt im Cheerleading-Team sorgt immer wieder für emotionale Momente und vermittelt ein schönes Gefühl von Gemeinschaft.

Mit der Liebesgeschichte zwischen Elli und Riven hatte ich dagegen etwas meine Schwierigkeiten. Ihre Beziehung ist stark von Höhen und Tiefen geprägt, was teilweise sehr intensiv, stellenweise aber auch etwas anstrengend zu verfolgen war. Manche Entwicklungen wirkten auf mich etwas sprunghaft, wodurch ich die Dynamik der beiden nicht immer vollständig greifen konnte.

Der Schreibstil liest sich insgesamt angenehm und die Kapitel lassen sich schnell weglesen. Gleichzeitig hatte ich gegen Ende das Gefühl, dass viele Ereignisse recht dicht aufeinander folgen, sodass einige Momente kaum Zeit bekommen, richtig zu wirken.

Insgesamt war Love is like a Thunderbolt für mich eine unterhaltsame Geschichte mit schönen Freundschaftsmomenten und einem spannenden Hintergrund, die mich jedoch nicht komplett überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Wenn ein Fluch das Herz zu lenken versucht

Wicked Souls (Bd. 1)
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Wicked Souls – Verhexte Prophezeiungen war für mich insgesamt ein solides Buch, das sich sehr angenehm lesen lässt, mich aber nicht vollständig überzeugen konnte. Der Fokus der Geschichte liegt klar auf ...

Wicked Souls – Verhexte Prophezeiungen war für mich insgesamt ein solides Buch, das sich sehr angenehm lesen lässt, mich aber nicht vollständig überzeugen konnte. Der Fokus der Geschichte liegt klar auf der Liebesgeschichte rund um den Fluch und genau dieser Teil ist auch am stärksten ausgearbeitet. Die romantische Entwicklung wirkt nachvollziehbar und emotional, wodurch sich das Buch insgesamt eher an ein jüngeres Publikum richtet.

Der Spannungsaspekt konnte mich dagegen weniger abholen. Die mysteriösen Ereignisse am Institut waren für mich recht vorhersehbar und boten nur wenig echte Überraschungen. Auch der magische Anteil blieb hinter meinen Erwartungen zurück, da die Geschichte deutlich mehr Gewicht auf zwischenmenschliche Beziehungen als auf Magie oder Weltenbau legt.

Etwas gestört haben mich die häufigen Anspielungen auf eine andere Buchreihen der Autorin. Zwar ist es nicht notwendig, diese zu kennen, um der Handlung folgen zu können, dennoch fühlte sich das für Leser*innen ohne Vorkenntnisse stellenweise wie beiläufige Werbung an und hat meinen Lesefluss gelegentlich unterbrochen.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt. Besonders für Einsteigerinnen und Einsteiger im Romantasy-Bereich eignet sich die Geschichte gut. Ob ich den zweiten Band lesen werde, weiß ich aktuell noch nicht, da mir für echte Begeisterung etwas Spannung und Tiefe gefehlt haben.

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