Schmerzhaft schön und voller Sehnsucht
Ich habe Wild Reverence als Hörbuch gehört und ich habe diese Geschichte nicht einfach nur gehört, ich habe sie gefühlt. Von der ersten Minute an hat mich diese ruhige, poetische Atmosphäre eingefangen. ...
Ich habe Wild Reverence als Hörbuch gehört und ich habe diese Geschichte nicht einfach nur gehört, ich habe sie gefühlt. Von der ersten Minute an hat mich diese ruhige, poetische Atmosphäre eingefangen. Rebecca Ross schreibt so sanft und gleichzeitig so intensiv, dass sich jede Szene wie ein leises Nachhallen im Herzen anfühlt.
Wir begleiten Matilda von ihrer Geburt an. Als jüngste Göttin wächst sie in einer Welt auf, die von Machtkämpfen und Gefahren geprägt ist. Trotz dieser Härte bleibt sie unglaublich nahbar. Ihre Entwicklung war für mich eines der stärksten Elemente der Geschichte. Sie ist mutig, aber nicht unverwundbar. Stark, aber voller Zweifel. Gerade dieses Menschliche in einer göttlichen Figur hat mich tief berührt.
Die Liebesgeschichte zwischen Matilda und Vincent ist ein echter Slow Burn. Leise, sehnsuchtsvoll und voller unausgesprochener Gefühle. Es sind die kleinen Momente, die Blicke, die vorsichtigen Annäherungen und die schmerzhaften Trennungen, die diese Verbindung so besonders machen. Nichts daran ist laut, aber alles fühlt sich bedeutend an.
Auch die Welt der Götter konnte mich vollkommen einnehmen. Die verschiedenen Reiche wirken mystisch, atmosphärisch und von alten Machtstrukturen durchzogen. Regeln, Verantwortung und göttliche Hierarchien prägen das Geschehen und verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe. Dabei nimmt sich das Buch bewusst Zeit. Es ist ruhig und fast biografisch erzählt, was ich als Hörbuch besonders intensiv erlebt habe.
Für mich ist Wild Reverence eine schmerzhaft schöne, atmosphärische Romantasy, die lange nachhallt.