Spannender YA-Krimi mit kleinen Schwächen, aber starkem Finale
Missing Page - Tödliche Worte„Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich beim Lesen ein paar gemischte Gefühle hatte.
Der Einstieg in die Geschichte ist eher ruhig. Man lernt ...
„Missing Page – Tödliche Worte“ von Katie Kento hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich beim Lesen ein paar gemischte Gefühle hatte.
Der Einstieg in die Geschichte ist eher ruhig. Man lernt zunächst die verschiedenen Figuren und das Setting kennen, was zwar wichtig ist, sich für mich aber stellenweise etwas gezogen hat. Auch im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass sich einige Passagen etwas in die Länge ziehen. Es werden viele Theorien aufgestellt und wieder verworfen, wodurch es mir manchmal schwerfiel, den Überblick zu behalten und einzuschätzen, was wirklich relevant ist.
Was das Buch für mich aber definitiv rausgerissen hat, war der letzte Abschnitt. Hier zieht die Spannung deutlich an und es passiert gefühlt Schlag auf Schlag. Die vielen Wendungen haben mir gut gefallen, vor allem weil ich mit meinen eigenen Vermutungen nicht richtig lag. Besonders gelungen fand ich, wie sich am Ende die verschiedenen Handlungsstränge zusammenfügen und ein Gesamtbild ergeben.
Das Setting des abgelegenen Herrenhauses und die düstere Atmosphäre konnten mich von Anfang an abholen. Auch die Grundidee mit dem Schreibworkshop und dem Wettbewerb um das Erbe fand ich sehr spannend. Die Figuren bleiben lange undurchsichtig, was gut zum Miträtseln einlädt, auch wenn ich zu einigen Charakteren keine ganz tiefe Verbindung aufbauen konnte.
Insgesamt ist „Missing Page“ für mich ein solider YA-Thriller mit einer starken Auflösung, kleinen Längen im Mittelteil und einer durchgehend interessanten Grundidee. Kein absolutes Highlight, aber definitiv lesenswert für alle, die gerne miträtseln.