Dunkle Falle
Game of Deception„Game of Deception“ von Zara Reed ist der zweite Band ihrer Dark Romance Reihe Dark Games.
Everly hat bis vor kurzem in einem behüteten goldenen Käfig gelebt, in dem sie ihr älterer Bruder Xavier gern ...
„Game of Deception“ von Zara Reed ist der zweite Band ihrer Dark Romance Reihe Dark Games.
Everly hat bis vor kurzem in einem behüteten goldenen Käfig gelebt, in dem sie ihr älterer Bruder Xavier gern weiterhin halten würde. Doch nach dem Krebstod ihrer geliebten Mutter, den grausamen Enthüllungen um ihren Vater und dessen Tod im Gefängnis ist Everlys heile Welt zerbrochen und sie fühlt sich völlig verloren. Der Besuch eines berüchtigten Underground-Clubs in L.A. gehört aber vielleicht nicht zu ihren besten Ideen. Denn so gerät Everly unfreiwillig in den Fokus der beiden gefährlichen Brüder Rome und Asher, mit denen sie mehr verbindet, als sie überhaupt ahnt. Viel zu spät wird ihr bewusst, auf was sie sich eingelassen hat, aber nun muss sie das Spiel bis zum bitteren Ende durchziehen.
Der erste Teil um Xavier und Jayna hat mich echt begeistert, denn er steckt voller packender Twists und Jayna ist eine echte Bad Ass Heldin, wie ich sie mag. Genau das fehlte mir aber in dieser Fortsetzung, in der es kaum Überraschungen gab und die Heldin alles andere als tough und clever ist.
Der Schreibstil von Zara Reed liest sich wie immer leicht und flüssig, so dass der Einstieg nicht schwerfällt. Die Story ist völlig anders als im Vorgänger, was ich grundsätzlich gut finde. Es ist hilfreich, wenn man den ersten Teil gelesen hat, aber kein zwingendes Muss. Ich hatte so aber schon ein ungefähres Bild von den Charakteren, welches sich im Laufe der Handlung entweder bestätigt oder revidiert hat.
Everly mochte ich bisher eigentlich sehr gern, auch wenn sie als zerbrechlich und unschuldig dargestellt wurde. Jetzt konnte ich jedoch ihre unbedachten und völlig sinnfreien Aktionen nicht wirklich nachvollziehen, denn am Ende des Tages sorgt sie dafür, dass es für so ziemlich alle anderen Personen schlimmer wird als vorher. Ihr bisher abgeschottetes Leben kann eine Erklärung sein, aber selbst dann kann doch niemand derart naiv sein. Everly sucht ihren eigenen Weg und das ist ja auch in Ordnung, aber ich bin halt mit ihr überhaupt nicht warm geworden.
Trotzdem wird es durchaus wieder spannend und wir dürfen mitfiebern, ob es Alice aus dem düsteren Kaninchenloch schafft, in das sie mehr oder weniger freiwillig hineingefallen ist.
Mein Fazit:
Kommt nicht ganz an den ersten Teil heran, aber trotzdem gut!