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Veröffentlicht am 24.09.2020

Weihnachtswunsch

Körbchen unterm Mistelzweig
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„Körbchen unterm Mistelzweig“ ist der fünfte Teil der Weihnachtshund-Reihe von Petra Schier.
Seit über einem Jahr ist Viola schon heimlich in den Bruder ihrer neuen Schwägerin verliebt. Aber die schüchterne ...

„Körbchen unterm Mistelzweig“ ist der fünfte Teil der Weihnachtshund-Reihe von Petra Schier.
Seit über einem Jahr ist Viola schon heimlich in den Bruder ihrer neuen Schwägerin verliebt. Aber die schüchterne Physiotherapeutin hält ihre Gefühle unter Verschluss, denn erstens spielt der attraktive Frauenheld Lukas weit außerhalb ihrer Liga und zweitens sind sie praktisch verwandt. Als die beiden zufällig am Straßenrand ein ausgesetztes Schnauzermädchen finden, beschließen sie, sich beide abwechselnd um die kleine Hündin zu kümmern. Und offenbar sorgt die süße Miss Daisy dafür, dass Viola und Lukas viel Zeit miteinander verbringen und sich unerwartet annähern.

Dies ist mein erstes Buch der Reihe, aber da die Teile in sich abgeschlossen sind, kann man sie problemlos unabhängig voneinander lesen. Auch die übrigen Figuren und Familienmitglieder überblickt man ohne Vorkenntnisse relativ schnell.
Viola hat sich in Gedanken einen bestimmten Mann unter dem Weihnachtsbaum gewünscht und wie es aussieht, strengt sich der Weihnachtsmann sehr an, diesen Wunsch zu erfüllen. Sie ist absolut sympathisch, aber im Privatleben furchtbar schüchtern. Im Laufe der Geschichte lockt sie Lukas immer mehr aus ihrem Schneckenhaus hervor, auch wenn er selbst nicht weiß, wohin diese Sache führen soll.
Lukas hat nach einer schweren Enttäuschung Beziehungen abgeschworen. Und daher flirtet er zwar mit Viola, schottet seine Gefühle aber ab. Wie die beiden in dieser schwierigen Konstellation zu einem Happy End finden können, wird in der Wohlfühlstory unterhaltsam erzählt. Die Beziehung entwickelt sich langsam und lässt beiden genau die richtige Zeit, die sie brauchen.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Immer wieder gibt es Einblicke in die Gedankenwelt der süßen Hündin, was ich total witzig finde. Genauso amüsant ist es, wie im Hintergrund der Weihnachtsmann samt Elfen die Fäden zieht und Schicksal spielt.

Mein Fazit:
Hier kommt Weihnachtsstimmung auf und nicht nur Hundefreunde werden ihre Freude an diesem Buch haben. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung und sehr gute 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2020

Gelungener Historienkrimi

Die Tinktur des Todes
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„Die Tinktur des Todes“ vom Autorenduo Ambrose Parry bildet den Auftakt zur Reihe Die Morde von Edinburgh.
Die Geschichte spielt im Jahr 1847. Mehrere junge Frauen werden in Edinburgh auf die gleiche Art ...

„Die Tinktur des Todes“ vom Autorenduo Ambrose Parry bildet den Auftakt zur Reihe Die Morde von Edinburgh.
Die Geschichte spielt im Jahr 1847. Mehrere junge Frauen werden in Edinburgh auf die gleiche Art und Weise brutal ermordet. Eine davon war eine Freundin von Will Raven, einem ambitionierten Medizinstudenten, der auf eigene Faust nach dem Mörder jagt. Eine unerwartete Mitstreiterin findet er in dem Hausmädchen Sarah, die ebenfalls die Morde aufklären will. Das ungleiche Paar muss für die Ermittlungen zusammenarbeiten, was sich aufgrund der gegenseitigen Vorurteile alles andere als einfach gestaltet. Aber für das gemeinsame Ziel und entgegen ihrer Erwartungen funktionieren sie als Zweiergespann überraschend gut.

Der Klappentext verspricht bereits, dass dies nicht der letzte Fall für das gegensätzliche Ermittlerduo sein wird. Das freut mich sehr, denn mir hat der historische Kriminalroman sehr gut gefallen.
Das Autorenpaar fängt die düstere Atmosphäre der schottischen Hauptstadt zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts perfekt ein. Will stammt genau wie Sarah nicht von der hellen und wohlhabenden Seite der Gesellschaft. Beide balancieren auf dem schmalen Grat dazwischen und ein einziger Fehler könnte sie wieder in die Abgründe stürzen. Sie haben mehr gemeinsam, als sie zu Beginn vermuten würden und im Laufe der Handlung wird ihre Beziehung immer enger und vertrauter. Die Charaktere erscheinen menschlich, denn sie sind nicht perfekt und haben einige Fehler. Dafür sind sie außerordentlich interessant und ich mag die beiden.
Die historischen Fakten und die medizinischen Details sind sehr gut recherchiert und machen diesen Krimi besonders. Stellenweise wird es durch die Erläuterungen aber etwas trocken, was die Spannungskurve manchmal absinken lässt. Das Ende ist überraschend und lässt viel Luft für weitere Teile. Der Krimi ist zwar abgeschlossen, aber es werden nicht alle Fragen beantwortet, so dass ich mich schon auf die Fortsetzung freue.

Mein Fazit:
Der historische Kriminalroman bietet interessante Einblicke in die Geschichte der Medizin und erzählt gleichzeitig eine spannende Mörderjagd. Ich würde die Figuren gern im nächsten Buch wiedersehen und gebe sehr gute 4,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2020

Waldfee trifft Grinch

Ein bisschen Liebe, bitte! (Verliebt in Eden Bay 5) (Chick-Lit;Liebesroman)
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„Ein bisschen Liebe, bitte!“ ist die fünfte Reise, die Saskia Louis ins romantische Eden Bay unternimmt.
Ava Chestnut ist der liebste und selbstloseste Mensch auf der Welt. Das würden alle Einwohner von ...

„Ein bisschen Liebe, bitte!“ ist die fünfte Reise, die Saskia Louis ins romantische Eden Bay unternimmt.
Ava Chestnut ist der liebste und selbstloseste Mensch auf der Welt. Das würden alle Einwohner von Eden Bay sofort bestätigen. Die gutherzige Ärztin sieht in allen Menschen nur das Beste und glaubt an die wahre Liebe. Umso entsetzter ist sie, als Wyatt, der neue Hubschrauberpilot, auf ihre Freundlichkeit mit mürrischer Ablehnung reagiert. Der alleinerziehende Vater hat keine Zeit, sich irgendwelchen romantischen und idealistischen Träumereien hinzugeben, denn das Leben ist nun mal kein Ponyhof. Aber auch wenn die beiden bei jedem Zusammentreffen heftig aneinandergeraten, schleichen sie sich gleichzeitig in die geheimen Gedanken des anderen.

Wenn es nach mir gehen würde, könnte es für jeden der über 5000 Einwohner von Eden Bay eine eigene Geschichte geben. Es macht jedes Mal unglaublichen Spaß, in die beschauliche Küstenstadt zurückzukehren.
Ava spielt gern für ihre Freunde die Liebesbotin, aber selbst wartet sie noch auf ihren Traumprinzen. In diesem Teil lernt man erstmals die nachdenkliche und verletzliche Seite der liebenswerten Ärztin kennen. Da hatte ich bei einigen Szenen echt einen Kloß im Hals.
Wyatt ist neu in Eden Bay und von Avas Freundlichkeit komplett überfordert. Er funktioniert seit vierzehn Jahren für seine Tochter und viel mehr erwartet er nicht vom Leben. Daher reagiert er fast schon aggressiv auf die idealistischen Ansichten von Ava, obwohl er sich gleichzeitig zu ihr hingezogen fühlt.
Der humorvolle Schreibstil von Saskia Louis macht auch diesen Band zu einem großen Lesevergnügen. Allein die Weisheiten und Sprüche von Avas Granny sind Gold wert. Nicht nur die witzigen Schlagabtausche zwischen den beiden Protagonisten lesen sich grandios, sondern auch die skurrilen Nebenfiguren sind wieder einmal ein Highlight. Die Gang aus dem Altersheim ist einfach unschlagbar. Ich hoffe, der Ideenvorrat der Autorin ist noch lange nicht erschöpft und es gibt bald eine neue Fortsetzung.

Mein Fazit:
Der Mix aus Humor, Romantik, witzigen und berührenden Szenen ist fantastisch gelungen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und die volle Sternchenzahl!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2020

Abenteuer mit Biss

Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen!
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„Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!“ ist ein niedliches Vampir-Abenteuer von Christin-Marie Below und Anne Barns.
Die neunjährige Mirella hat Probleme mit ihrem neuen Zahn, der gerade durchbricht. ...

„Mirella Manusch – Hilfe, mein Kater kann sprechen!“ ist ein niedliches Vampir-Abenteuer von Christin-Marie Below und Anne Barns.
Die neunjährige Mirella hat Probleme mit ihrem neuen Zahn, der gerade durchbricht. Und als sich herausstellt, dass es sich auch noch um einen Vampirzahn handelt, steht auf einmal alles Kopf. Mirella ist ein kleiner Vampir, der sich nachts in eine Fledermaus verwandeln und die Sprache der Tiere sprechen kann. Daran muss sie sich erstmal gewöhnen, denn das ist schon eine riesige Veränderung. Hilfe bekommt sie dabei von ihrem tierischen Beschützer, dem Kater Langbein, und ihrer Tante, die im Gegensatz zu ihren Eltern ebenfalls ein Vampir ist.

Das niedliche Cover zieht die Blicke magisch an und auch im Buch gibt es jede Menge zauberhafte Illustrationen, die den großen und kleinen Lesern bestimmt gefallen werden.
Mirella ist eine liebenswerte Hauptfigur, bei der es den Kindern sicher leichtfallen wird, sich mit ihr zu identifizieren. Auch wenn das Verwandeln in eine Fledermaus in der Realität wohl schwierig werden wird. Zum Glück haben die beiden Autorinnen die sonst meist blutigen Eigenarten der Vampire in ihrem Buch weggelassen, so dass alles kindgerecht und für die Zielgruppe ab 8 Jahren geeignet ist.
Der leicht verständliche Schreibstil liest sich sehr gut und ist für kleine Leser ideal. Die Geschichte ist nicht zu gruselig und trotzdem spannend. Es wird also nicht langweilig mit Mirella und ihren Ausflügen zu den Tieren im Zoo. Der Auftaktband lässt am Ende ein paar Fragen offen, so dass die Neugier auf die Fortsetzung geweckt wird. Ich sehe hier noch sehr viel Potential für weitere zauberhafte Geschichten.
Mein Liebling im Buch ist ganz klar Langbein/Lancelot, der absolut cool und souverän mit seiner neuen Rolle als Beschützer umgeht.

Mein Fazit:
Das unblutige Vampirabenteuer ist ein Spaß für Groß und Klein und bekommt von mir sehr gern eine Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2020

Zwei Schicksale

Zu dir gehört mein Herz
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„Zu dir gehört mein Herz“ von Juli Summer erzählt die Geschichte zweier Frauen, deren Schicksale miteinander verbunden sind.
Die sechsundzwanzigjährige Sara hat gerade Bastian kennengelernt und ist sich ...

„Zu dir gehört mein Herz“ von Juli Summer erzählt die Geschichte zweier Frauen, deren Schicksale miteinander verbunden sind.
Die sechsundzwanzigjährige Sara hat gerade Bastian kennengelernt und ist sich nicht sicher, ob sie ihren Gefühlen für ihn nachgehen soll oder doch lieber nicht. Sie hat eine schwierige Zeit hinter sich und weiß nicht, ob eine Beziehung mit ihm eine Zukunft hätte.
Die Jurastudentin Emma ist die Tochter eines angesehenen Anwalts und hat sich allen seinen Wünschen zu fügen. Als sie den Musiker Sascha kennenlernt, rebelliert sie zum ersten Mal gegen ihren despotischen Vater und kämpft um ihr Glück.

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen. In der Gegenwart geht es um Sara und im Jahr 1992 um Emma. Die Kapitel wechseln zwischen den beiden Ebenen und innerhalb der Ebenen zwischen den Perspektiven von Sara und Bastian und Emma und Sascha. Das klingt jetzt aber verwirrender, als es tatsächlich ist.
Inwieweit Sara und Emma verbunden sind, wird überraschenderweise schon relativ früh im Buch aufgedeckt. Die eigentlichen Konflikte ergeben sich dann aus den Konsequenzen dieser Verbindung, die vor allem für Sara schwer sind.
Der Schreibstil von Juli Summer liest sich gut. Die interessante Grundidee ist durchaus spannend umgesetzt, gerade weil der Konflikt von Anfang an offen angesprochen wird und nicht nach dem üblichen Schema als Knaller kurz vor dem Ende kommt.
Sara und Emma sind charakterlich total unterschiedlich und doch haben sie viele Gemeinsamkeiten. Wie beide ihr Schicksal meistern und welche Entscheidungen sie auf ihrem Weg treffen, war für mich persönlich nicht immer nachvollziehbar, aber trotzdem berührend. Die emotionale Story zeigt die Entwicklung der beiden Frauen, die einige hohe Hürden zu überwinden haben.

Mein Fazit:
Mir hat die ungewöhnliche Lovestory gefallen, auch wenn für mich der letzte Funke nicht ganz übergesprungen ist. Trotzdem gibt es von mir gern eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere