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Veröffentlicht am 08.11.2020

Wonderlands

Wonderlands
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Herausgegeben von Laura Miller (Originaltitel: „Literary Wonderlands. A Journey through the greatest fictional worlds ever created“ // Übersetzung: Hanne Henninger, Susanne Kolbert und Madeleine Kaiser)

In ...

Herausgegeben von Laura Miller (Originaltitel: „Literary Wonderlands. A Journey through the greatest fictional worlds ever created“ // Übersetzung: Hanne Henninger, Susanne Kolbert und Madeleine Kaiser)

In „Wonderlands“ nehmen 100 Essays den Leser mit in eine magische Reise durch 3000 Jahre. Das Buch gliedert sich in die Abschnitte „Alte Mythen & Legenden“ // „Wissenschaft & Romantik“ // „Das goldene Zeitalter der Fantasy“ // „Neue Weltordnung“ und „Das Computerzeitalter“.

Der Aufbau der Essays, die aufgrund unterschiedlicher Autoren auch unterschiedliche Schreibstile haben, ist immer der gleiche. Neben Abbildungen oder Fotos des Autors gibt es Grafiken, Fotos und kurze Erläuterungen als „Zugabe“ zum eigentlichen Essay.

Dieses Buch ist ein kleines Wunderland, welches den Leser unter anderem in die Genres SciFi und Fantasy mitnimmt. Die Essays sind kurz gehalten, und man muss das Buch auch nicht in der (zeitlichen) Reihenfolge der einzelnen Abschnitte lesen. „Wonderlands“ ist ein Buch, welches man immer wieder aus dem Bücherregal nehmen kann, ohne dass es seinen Reiz verliert.

Das gesamte Erscheinungsbild ist sehr gut, bereits der Blick auf das Cover reich aus, um der Einladung in die Wunderwelten zu folgen. Für Fans der betreffenden Genres ist dieses Buch perfekt geeignet. Durch seine schöne Aufmachung und Gestaltung ist es auch ein sehr schönes Geschenk. Für mich ist es eines meiner Lese-Highlights des Jahres.

Ich danke Sabrina Detje von Literaturtest für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Das Buch hat 320 Seiten mit etwa 300 Farbabbildungen (ISBN: 978-3-8062-4027-6) und ist über die bekannten Online-Plattformen und den örtlichen Buchhandel zu beziehen.

Veröffentlicht am 08.11.2020

Das verlassene Haus

Das verlassene Haus
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Rawlingwood ist ein altes, renovierungsbedürftiges Anwesen. Hunters Eltern wollen gemeinsam mit ihm dort ein neues Leben beginnen. Schnell merken sie, dass etwas mit dem Haus nicht stimmt. Gibt es etwa ...

Rawlingwood ist ein altes, renovierungsbedürftiges Anwesen. Hunters Eltern wollen gemeinsam mit ihm dort ein neues Leben beginnen. Schnell merken sie, dass etwas mit dem Haus nicht stimmt. Gibt es etwa Geister, oder wehrt das Haus sich selbst gegen die Eindringlinge? Hunter beginnt über Rawlingwood und seine Vergangenheit zu recherchieren.

In Rückschauen lernt der Leser das Schicksal der Vorbesitzer kennen, und schnell wird klar, dieses Haus hat niemandem Glück gebracht. Während des Lesens ergreift den Leser eine leichte Gänsehaut, und man kann komplett in die Geschichte eintauchen. Stück für Stück lüftet sich das Geheimnis um das Haus und seine Bewohner.

Der Wechsel zwischen den einzelnen Jahren und Bewohnern ist immer klar erkennbar, und man ist sofort wieder im jeweiligen Erzählstrang drin. Grundrisse zeigen die Lage der einzelnen Räume zu den verschiedenen Zeiten, damit der Leser in diesem weiträumigen Haus nicht die Orientierung verliert.

Ein guter Schreibstil sorgt für einen angenehmen Lesefluss. Die Spannung steigt langsam aber stetig an. Einige Wendungen führen in interessante Richtungen. „Das verlassene Haus“ hat für ein schönes Kopfkino gesorgt.

Veröffentlicht am 01.11.2020

Die Suche nach Gott

DIE SUCHE NACH GOTT (Roman)
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Lucy ist vom Schicksal hart getroffen. Von Zweifeln geplagt begibt sie sich auf die Suche nach Gott, nachdem sie ein Zitat von Werner Heisenberg für sich entdeckt hat. Sie trifft sich mit bekannten Naturwissenschaftlern ...

Lucy ist vom Schicksal hart getroffen. Von Zweifeln geplagt begibt sie sich auf die Suche nach Gott, nachdem sie ein Zitat von Werner Heisenberg für sich entdeckt hat. Sie trifft sich mit bekannten Naturwissenschaftlern und Quantenphysikern, um „Gott“ zu finden. Wobei der Begriff „Gott“ falsch ist, denn es geht hier nicht um Glaubensfindung.

In diesem Roman begleitet der Leser Lucy und entdeckt mit ihr gemeinsam interessante Denkweisen, Experimente und aufgestellte Thesen. In einfacher Sprache werden komplizierte und komplexe Themen behandelt und Gedanken weitergesponnen. Die von Lucy gestellten Fragen dürfte sich der ein oder andere Leser auch bereits gestellt haben. Die eine richtige Antwort auf alle diese Fragen scheint es jedoch nicht zu geben. Diesem quantenphilosophischen Abenteuer zu folgen und dabei den eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen hat Spaß gemacht.

Leider war mir die Figur Lucy von Beginn an unsympathisch, und ich bin ihr während der ganzen Geschichte emotional nicht nahe gekommen. Während ich der Geschichte und damit auch Lucys Begegnungen gefolgt bin, kam ich zu dem Ergebnis, dass der Autor Liebe und Sex untrennbar miteinander verbindet. Lucy landet immer wieder mit ihren Gesprächspartnern im Bett, oft wird dort im Anschluss an den erfolgten Matratzensport weiter philosophiert. Zwar werden Lucys Bettabenteuer nur angedeutet, aber es nervte mit der Zeit, immer wieder zu lesen, dass der Sex einen Menschen im Leben weiterbringt. Liebe hat viele weitere Facetten, die mir eindeutig zu kurz kamen. Da versprach der Buchuntertitel mehr, als die Geschichte gehalten hat.

Am Ende eines jeden Levels, so heißen die Kapitel, steht eine weitere Erkenntnis, zu der Lucy gekommen ist. Diese kann einen Menschen weiterbringen und helfen, sich selbst zu verstehen. Es ist zum Schluss die gute Erklärweise der Quantenphilosophie und der Epilog, die dafür sorgen, dass „Die Suche nach Gott – Ein quantenphilosophisches Abenteuer über den Sinn des Lebens, der Liebe und des Leids“ in meine Kategorie „gutes Buch“ fällt. Wenn man nur Lucys Erkenntnisse und die Quantenphysik betrachtet, ist es dies auch. Der auf dem Buchrücken genannte „kleine Schuss Erotik“ war eindeutig zu nervig und hat die Lesefreude am Buch getrübt.

Ich danke Nathalie Weber von Literaturtest für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Der Roman von Luca Rohleder hat 320 Seiten (ISBN: 978-3-98221-205-0) und ist über die bekannten Online-Plattformen und den örtlichen Buchhandel zu beziehen.

Veröffentlicht am 01.11.2020

Ostfriesennacht

Ostfriesennacht
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In Ostfriesland werden mehrere Frauen ermordet. Die scheinbar einzige Gemeinsamkeit der Opfer ist ihr fehlendes Tattoo. Hebt der Mörder dieses als Trophäe auf oder hat er ganz andere Dinge damit gemacht? ...

In Ostfriesland werden mehrere Frauen ermordet. Die scheinbar einzige Gemeinsamkeit der Opfer ist ihr fehlendes Tattoo. Hebt der Mörder dieses als Trophäe auf oder hat er ganz andere Dinge damit gemacht? Zum dreizehnten Mal machen Ann Kathrin Klaasen und ihr Team Jagd auf einen Mörder.

Fans der Reihe sind die einzelnen Charaktere bereits bestens bekannt, doch auch Quereinsteiger lernen die einzelnen Persönlichkeiten der Figuren gut kennen. Diese sind gut ausgearbeitet, und trotz aller privaten Probleme kommt der Fall nicht zu kurz.

Leider bleibt der Spannungsbogen etwas schlaff gespannt. Ob von Autor Klaus-Peter Wolf beabsichtigt oder nicht, als Leser weiß man früh, wer der Mörder ist. Auch mit diesem Wissen ist es interessant, die gut geschriebene Geschichte zu verfolgen.

Emotional hat mich leider keine Figur erreicht, und trotz eines angenehmen Schreibstils habe ich nicht in die Geschichte gefunden. Die „Ostfriesennacht“ hat mich nicht gepackt. Da es Teil einer Reihe ist, darf ein Buch auch mal Schwächen haben und nicht an die Vorgänger anschließen. Insgesamt ist es ein gutes Buch, wenn auch nicht das beste der Reihe.

Veröffentlicht am 01.11.2020

Im Kopf des Mörders – TIEFE NARBE

Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe
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Oberkommissar Max Bischoff tritt seinen Dienst bei der Düsseldorfer Mordkommission an. Im Gegensatz zu seinem älteren Partner ist er offen für moderne Ermittlungsmethoden. Der erste Fall beginnt mit einem ...

Oberkommissar Max Bischoff tritt seinen Dienst bei der Düsseldorfer Mordkommission an. Im Gegensatz zu seinem älteren Partner ist er offen für moderne Ermittlungsmethoden. Der erste Fall beginnt mit einem Mann, welcher verwirrt und voller Blut das Präsidium betritt. Dieser hat Gedächtnislücken, und das Blut, welches sich auf seiner Kleidung befindet, stammt von einer seit zwei Jahren vermissten Frau. Als eine Leiche am Rhein gefunden wird, bekommt der Fall eine ganz neue Richtung.

Wer spannende Thriller mag, ist bei Arno Strobel in guten Händen. Der Auftakt der Reihe um Max Bischoff ist gelungen. Auch die Mischung zwischen dem Dienstgeschehen und Bischoffs Privatleben ist gut, der Schwerpunkt liegt auf den Ermittlungen. Diese haben es in sich, sind kompliziert, und je mehr Klarheit in den Fall kommt, desto mehr neue Fragen kommen auf.

Wie es der Titel bereits aussagt, bekommt der Leser auch die kranken Gedanken des Täters mit. Jedoch liefern diese kaum einen Anhaltspunkt, wer der Täter ist. So bekommt der Leser keinen Wissensvorsprung und tappt wie die Ermittler lange Zeit im Dunkeln.

Der Auftakt zur Reihe um Max Bischoff ist durchaus gelungen. Der Fall ist abgeschlossen. Es gibt noch genug Entwicklungspotential für die Charaktere im nächsten Fall. Ich empfehle diesen Thriller gerne weiter.