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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2019

Die Sünde der Engel

Die Sünde der Engel
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Die Zwillinge Maximilian und Mario sind das größte Glück ihrer Mutter. Vor Jahren verzichtete sie auch auf ein gemeinsames Leben mit ihrem Liebhaber und entschied sich für die Familie. Doch dann erschüttert ...

Die Zwillinge Maximilian und Mario sind das größte Glück ihrer Mutter. Vor Jahren verzichtete sie auch auf ein gemeinsames Leben mit ihrem Liebhaber und entschied sich für die Familie. Doch dann erschüttert eine schlimme Tat die Familie, und nichts ist mehr so, wie es einst war. Den Schatten der Vergangenheit kann Janet nicht entkommen.

Auf der Rückseite des Buches steht „raffinierter Psychothriller“. Das kann ich allerdings nicht bestätigen. Der Roman ist aus dem Jahr 1996 und bereits verfilmt worden. Ich kann mich zwar nicht daran erinnern, ob ich diesen Film bereits gesehen habe, aber mir kam die Auflösung bereits sehr früh in den Sinn, und ich lag damit richtig.

Es fehlte mir an Spannung, obwohl das Buch gut geschrieben und die Geschichte interessant ist. Es gab kaum Wendungen, die beim Lesen überrascht hätten. Der Roman zeigt gut, bis wohin die Mutterliebe gehen kann und wie fassungslos andere Menschen davor stehen. Emotional hat das Buch mich daher auch größtenteils erreicht. Es regt zum Nachdenken an. Insgesamt betrachtet ist „Die Sünde der Engel“ ein gutes Buch.

Veröffentlicht am 27.07.2019

Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel

Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel
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Die drei Schwestern Juliane, Ricarda und Trixie hatten aufgrund eines großen Streites seit fünf Jahren keinen Kontakt mehr. In Julianes Leben ist einiges passiert, und sie hat viel nachgedacht. Sie möchte ...

Die drei Schwestern Juliane, Ricarda und Trixie hatten aufgrund eines großen Streites seit fünf Jahren keinen Kontakt mehr. In Julianes Leben ist einiges passiert, und sie hat viel nachgedacht. Sie möchte daher mit ihren Schwestern eine Flusskreuzfahrt machen. Tatsächlich schafft Juliane es, dass Ricarda und Trixie zum Schiff kommen und mitfahren.

Doch ihre Konflikte sind nicht so einfach aus der Welt zu schaffen, und so bleibt es nicht aus, dass sich die Schwestern auch auf dem Schiff streiten, was den anderen Reisenden nicht verborgen bleibt. Hinzu kommt noch, dass sich der Kapitän sehr merkwürdig verhält. Zu allen (Un-)Zeiten fordert er die Passagiere zu einer Rettungsübung auf. Ist das nur eine Macke, oder steckt mehr dahinter?

Autorin Dorothea Böhme hat ein humorvolles Buch geschrieben. Trotz der vielen Konflikte der Schwestern untereinander und mit den Passagieren ist es eine leichte Geschichte mit gut ausgearbeiteten Figuren. Jede hat mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Dies gilt auch für die Nebenfiguren.

Eine lockere Geschichte, welche sich gut liest, wartet hier auf ihren Leser. Tiefgang darf dieser jedoch nicht erwarten, es bleibt vieles an der Oberfläche. Das Buch ist ideal als Lesestoff für den Urlaub.

Veröffentlicht am 27.07.2019

Das Loch

Das Loch
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Pamela wurde von einem ehemaligen Mitschüler in die kalifornische Wüste verschleppt, nachdem dieser ihren Mann getötet hat. Ein Busfahrer mit seltsamen Fahrgästen an Bord rettet ihr Leben und nimmt sie ...

Pamela wurde von einem ehemaligen Mitschüler in die kalifornische Wüste verschleppt, nachdem dieser ihren Mann getötet hat. Ein Busfahrer mit seltsamen Fahrgästen an Bord rettet ihr Leben und nimmt sie mit in das abgelegene Kaff Pits. Zur gleichen Zeit wird sich das Leben von Student Norman komplett ändern. Unfreiwillig nimmt er innerhalb kurzer Zeit zwei Anhalter mit und wird von ihnen in einen Rausch aus Blut und Sex gezogen. Ihre Reise führt sie auch irgendwann nach Pits. Die Einwohner dort haben Reisende zum Fressen gern.

Aufgrund des Klappentextes freute ich mich zu Beginn des Buches auf eine gute Horrorgeschichte über eine Stadt, die nicht jeden Besucher weiterziehen lässt. Aber ich wurde auf ganzer Linie enttäuscht. Dabei fing die Geschichte gut an. Die Entführung und Rettung von Pamela war heftig, aber realistisch. Wie Norman an seine Mitfahrer kam, war schon sehr konstruiert und unglaubwürdig.

Norman macht innerhalb von sehr kurzer Zeit eine Wandlung von einem schüchternen Studenten zu einem mordenden sexbesessenen Typen durch, der seinen beiden perversen Mitfahrern bald in nichts mehr nachstehen wird. Wem das Kama Sutra zu langweilig ist, dem bietet dieses Buch genug weitere Anregungen. Sex-and-Crime ist hier Programm, irgendwann ist man nur noch genervt und denkt „nicht schon wieder…“. Was ich jedoch erst nach dem Lesen erfahren habe, ist, dass der Autor für solche Szenen bekannt ist. Seinen Fans dürfte das Buch daher um Längen besser gefallen als mir.

Mit großen und überraschenden Wendungen darf der Leser nicht rechnen. Der Aufenthalt Pamelas in Pits wird auch immer kurioser und lächerlicher. Dafür erhält der Leser aber von beiden Strängen gute ausführliche Beschreibungen ihrer Tätigkeiten und der Geschehnisse.

Der gut gemachte Ekelfaktor und der flüssige Schreibstil können leider nicht viel retten. Wer jedoch „Hardcore“ lesen will, bekommt dies mit diesem Buch auch geliefert. Da ist ein Gehirn, welches vom Scheibenwischer über die Windschutzscheibe verteilt wird, ein kleiner, fast schon harmloser Teil der Geschichte. Dieses Buch ist definitiv Geschmackssache. Wer hier einen Horror in Form einer menschenfressenden Stadt erwartet, wird eindeutig enttäuscht werden, denn die Stadt ist nur ein Nebenschauplatz.

Veröffentlicht am 13.07.2019

Der verbotene Liebesbrief

Der verbotene Liebesbrief
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Auf der Gedenkfeier des verstorbenen Schauspielers Sir James Harrison trifft die junge Journalistin Joanna Haslam auf eine alte Dame. Von dieser erhält sie kurze Zeit später einen Umschlag mit diversen ...

Auf der Gedenkfeier des verstorbenen Schauspielers Sir James Harrison trifft die junge Journalistin Joanna Haslam auf eine alte Dame. Von dieser erhält sie kurze Zeit später einen Umschlag mit diversen Dokumenten. Darunter ein mysteriöser Liebesbrief, dessen alleinige Existenz bereits Leben kosten wird. Doch das kann Joanna nicht ahnen, als sie beginnt, die Hintergründe des Briefes zu recherchieren.

Was zu Beginn wie eine typische „verbotene Liebesgeschichte“ klingt, entwickelt sich im Laufe des Romans zu einer spannenden Wahrheit, die einige mit ihrem Leben bezahlen müssen. Wer aufgrund des Titels hier eine romantische Herz-Schmerz-Erzählung erwartet, ist bei diesem Buch nicht ganz richtig. Zwar kommt auch die Liebe nicht zu kurz, aber die Crime-Elemente überwiegen deutlich.

Zur Steigerung der Spannung tragen viele Wendungen und Wendungen von Wendungen bei. Eine verschlungene Geschichte, bei der auch der Leser erst am Ende die ganze tragische Tragweite der Geschehnisse erfassen wird. Es fällt schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen.

Der Roman ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die allesamt mit Begriffen aus dem königlichen Spiel Schach überschrieben sind. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, was das Spiel Schach mit den Geschehnissen gemeinsam hat. Jede Partei versucht ihren Gegner schachmatt zu setzen, um nur einen Hinweis zu geben. Die genannten Spielzüge bereiten den Leser auf das vor, was geschehen wird.

„Der verbotene Liebesbrief“ ist ein genialer Roman, der trotz seiner vielen Seiten viel zu schnell beendet ist.

Veröffentlicht am 13.07.2019

KILLERFRAUEN – Deutschlands bekanntester Serienmordexperte klärt auf

Killerfrauen
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Autor Stephan Harbort zeigt mit diesem Buch, dass Serienmörder durchaus auch Frauen sein können. Er beschreibt unterschiedliche Fälle von Serienmörderinnen und wie diese aufgeklärt werden konnten. Dazu ...

Autor Stephan Harbort zeigt mit diesem Buch, dass Serienmörder durchaus auch Frauen sein können. Er beschreibt unterschiedliche Fälle von Serienmörderinnen und wie diese aufgeklärt werden konnten. Dazu kommen Analysen der jeweiligen Täterin und warum sie zur Mörderin geworden sein könnte. Was sind das für Frauen, welche Motive stecken in deren Vergangenheit?

Die Geschichten der jeweiligen Serienmörderin sind gut aufgebaut, und die im Anschluss folgenden Hintergründe sind interessant. Fachbegriffe werden verständlich erläutert. Im Vor- und Nachwort des Autors gibt es weitere Informationen zum Thema „weibliche Serienmörder“. Sieben ganz unterschiedliche Fälle nehmen den Leser mit in reale seelische Abgründe.

Am Ende gibt es noch eine „Kriminologie der Serienmörderin“. Die dort aufgeführten Zahlen sind interessant und regen zum Nachdenken an. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.