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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2023

Wenn Schweigen tötet

Wenn Schweigen tötet
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Nina und Maggie leben gemeinsam in einem Haus. Doch während Nina ein gewöhnliches Leben führt, muss Maggie an einer Kette im Dachgeschoss leben. Denn Maggie hat Nina schreckliches angetan. Doch in der ...

Nina und Maggie leben gemeinsam in einem Haus. Doch während Nina ein gewöhnliches Leben führt, muss Maggie an einer Kette im Dachgeschoss leben. Denn Maggie hat Nina schreckliches angetan. Doch in der Vergangenheit geschah noch viel Schlimmeres. Aber, egal wie sehr Maggie leidet, sie schweigt und erträgt ihr Leben.

„Wenn Schweigen tötet“ ist ein spannender Thriller mit Gänsehautfaktor. Die Geschichte wird abwechselnd von Nina und Maggie erzählt, abwechselnt in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Ständig habe ich mich gefragt, wer die Psychopathin von beiden ist. Autor John Marrs gelingt es, diese Schwankung fast durch das ganze Buch zu halten. Erst gegen Ende kommt Schicht für Schicht die grausame Wahrheit zum Vorschein.

Emotional hallt die Geschichte auch nach Beendigung dieses Buches nach. In diesem Thriller steht das Verhältnis von Nina und Maggie im Mittelpunkt, die grausamen Geschehnisse werden nur kurz erwähnt, damit der Leser weiterhin im Spannungsverhältnis der beiden Frauen bleiben kann. Denn dieses macht den Thrill in diesem Buch aus.

Veröffentlicht am 22.12.2023

Drei aus dem Ruder

Drei aus dem Ruder
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Drei Frauen lernen sich in einer psychosomatischen Klinik kennen. Sie sind sehr unterschiedliche Charaktere, und trotzdem freunden sie sich miteinander an. Gemeinsam gehen sie ihre Lebenskrisen an und ...

Drei Frauen lernen sich in einer psychosomatischen Klinik kennen. Sie sind sehr unterschiedliche Charaktere, und trotzdem freunden sie sich miteinander an. Gemeinsam gehen sie ihre Lebenskrisen an und müssen wieder lernen, sich selbst zu spüren.

Mit Humor und Feingefühl hat Annette Lies eine wunderbare Geschichte geschaffen. Zusammen mit den drei Frauen kann auch der Leser seinem eigenen Leben einen neuen Blickwinkel geben. Die Charaktere sind gelungen ausgearbeitet, und ich habe jede einzelne Figur mit all ihren Macken gemocht.

Die kurzen Episoden der eigentlichen Therapie-Stunden stehen den längeren Abschnitten der Freizeit-Abenteuer der drei Frauen in nichts nach. Beides hat seine Reize. Die Geschichte liest sich flüssig und hat keine Längen.

Nach sechs Wochen Therapie endet der Roman, dabei wäre es sehr interessant gewesen, zu erfahren, wie es mit den Frauen weitergegangen ist. Hat jetzt jede zu sich selbst gefunden oder nicht? Das offene Ende überlässt es dem Leser, sich eine eigene Fortsetzung zu schaffen.

Veröffentlicht am 22.12.2023

Der Pferdeflüsterer

Der Pferdeflüsterer
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Grace und ihr Pferd Pilgrim erleiden einen schweren Unfall. Beide kommen nicht darüber hinweg, doch anstatt das stark traumatisierte Pferd einzuschläfern, wird es zu Tom Booker gebracht. Kann der Pferdeflüsterer ...

Grace und ihr Pferd Pilgrim erleiden einen schweren Unfall. Beide kommen nicht darüber hinweg, doch anstatt das stark traumatisierte Pferd einzuschläfern, wird es zu Tom Booker gebracht. Kann der Pferdeflüsterer Pilgrim und damit der gesamten Familie helfen?

Es ist eine dramatische Geschichte, welche mich gleich in ihren Bann gezogen hat. Nicholas Evans hat es geschafft, mich emotional mit Grace, Pilgrim und Annie, Graces Mutter, zu verbinden. Alle drei wird die Zeit auf der Booker-Ranch verändern.

Mit viel Feingefühl schildert der Autor die Ereignisse, und die Wendungen lassen die Geschichte nie langweilig werden. Vor dem geistigen Auge konnte ich die Ranch, die Figuren und die Tiere sehen. Es war ein wundervolles Kopfkino und schöne Lesezeit.

Veröffentlicht am 22.12.2023

Grün, grün, Totenblühen

Grün, Grün, Totenblühen
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„Lost Places“, verlassene Orte, gibt es auch im kleinen Saarland genug. Davon erfährt Hauptkommissarin Franziska Merten durch grausame Morde. Die Opfer werden an diesen „Lost Places“ in Szene gesetzt. ...

„Lost Places“, verlassene Orte, gibt es auch im kleinen Saarland genug. Davon erfährt Hauptkommissarin Franziska Merten durch grausame Morde. Die Opfer werden an diesen „Lost Places“ in Szene gesetzt. Normalerweise müsste die hochschwangere Ermittlerin in den Mutterschutz gehen, doch sie ermittelt inoffiziell mit. Dies bringt sie und das ungeborene Kind in Lebensgefahr.

So mancher „Lost Place“ ist für sich schon gruselig und unheimlich genug. Wenn man dort auf Leichen trifft, ist das nicht immer leicht zu verkraften. Während auf der einen Zeitlinie das Grauen seinen Lauf nimmt, erfährt der Leser auf der anderen das tragische Schicksal zweier Schwestern und ihrer alkoholkranken Mutter. Beide Handlungsebenen sind spannend und fügen sich zu einem dramatischen Finale zusammen.

Als Leser ist man an allen Charakteren nah dran, und ich konnte meinen Reader mal wieder kaum aus der Hand legen. Auch in diesem Thriller tauchen wieder mir bekannte Orte auf, so dass mir die Geschehnisse bildlicher vor Augen waren. Es ist das dritte Buch mit Hauptkommissarin Merten. Der Fall ist abgeschlossen, aber aufgrund der Rahmenhandlung empfehle ich das Lesen in der Reihenfolge der Bücher.

Veröffentlicht am 22.12.2023

Das Mädchen aus Ostpreußen

Das Mädchen aus Ostpreußen
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Netti und ihre Familie mussten Ostpreußen verlassen und kamen 1945 nach Lüneburg. Sie haben alles verloren und sind dankbar, dass sie auf einem Bauernhof untergekommen sind. Erwünscht sind sie dort jedoch ...

Netti und ihre Familie mussten Ostpreußen verlassen und kamen 1945 nach Lüneburg. Sie haben alles verloren und sind dankbar, dass sie auf einem Bauernhof untergekommen sind. Erwünscht sind sie dort jedoch nicht. Netti findet Arbeit als Haushälterin bei einem britischen Besatzungsoffizier. Jahrzehnte später glaubt ihre Enkeltochter, einem Familiengeheimnis auf der Spur zu sein.

Autorin Karin Lindberg erzählt eine Geschichte über die harte Zeit nach dem Krieg. Trotz all dem Schrecken bleibt Netti optimistisch und lässt sich nicht unterkriegen. Auf der zweiten Zeitebene ist das Leben von Nettis Enkeltochter etwas kompliziert. Doch die Zeit bei ihren Großeltern hilft nicht nur ihr, wieder ins Gleichgewicht zu finden.

„Das Mädchen aus Ostpreußen“ hat alles, was eine sehr gute Geschichte braucht. Drama, Liebe, Tragik und Spannung machen diesen Roman zu einem Lesevergnügen. Ich fühlte mich durch Zeit und Raum versetzt, so als wäre ich selbst dabei gewesen. Einfach schön.