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Veröffentlicht am 15.06.2017

Zeichen der Rache

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Die renovierungsbedürftige Villa Blue Peacock Manor ist das Haus, in dem Sarah McAdams ihre Kindheit verbracht hat. Zusammen mit ihren zwei Töchtern begibt sie sich nach ihrer Scheidung dorthin zurück. ...

Die renovierungsbedürftige Villa Blue Peacock Manor ist das Haus, in dem Sarah McAdams ihre Kindheit verbracht hat. Zusammen mit ihren zwei Töchtern begibt sie sich nach ihrer Scheidung dorthin zurück. Sie möchte die Villa renovieren und anschließend verkaufen. Das Haus sorgt jedoch auch dafür, dass längst vergessene Erinnerungen bei Sarah hochkommen. Denn wie früher sie selbst, sieht nun ihre Tochter Gracie einen Geist. Damit nicht genug, verschwinden bereits kurz nach dem Einzug einige junge Mädchen aus der Gegend spurlos. Genau wie vor vielen Jahren Theresa, Sarahs Halbschwester.

Der Roman vereinigt mehrere Genres zu einer Geschichte. Den Leser erwartet ein Familiengeheimnis, bzw. -schicksal, gemischt mit Thriller-Elementen plus einer Prise Geistergeschichte. Lange laufen die roten Fäden Familiengeheimnis und das Rätsel um das Verschwinden der Mädchen nebeneinander her. Fast könnte jede der Geschichten ein eigener Roman werden. Erst als Saras Tochter Jade entführt wird, finden beide Handlungsstränge zueinander.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und der Zugang zu ihnen einfach. Das Rätsel um das Verschwinden von Theresa in der Vergangenheit und der Mädchen in der Gegenwart bleibt lange offen und bietet so viel Raum für eigene Vermutungen. Ebenso Sarahs merkwürdige Erinnerungsfetzen. Was passierte in ihrer Kindheit auf Blue Peacock Manor? Was hat das mit dem Geist zu tun, der angeblich im Haus spukt?

Es ist eine Geschichte ohne viel Blutvergießen oder grausamen Szenen. Lange ziehen sich beide Handlungsstränge hin, an wenigen Stellen schon fast zu lange. Doch dann kommt die Geschichte in Fahrt, ein Zahnrad greift in das andere und – tja, schon ist die Geschichte vorbei. Durch sein Genre-Mix kann das Buch vielen Lesern gefallen. Denn trotz einiger etwas langatmiger Stellen ist es ein gutes Buch.

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Veröffentlicht am 04.06.2017

STROMBERG – Die goldenen Jobregeln

Arbeit macht Arbeit, darum heißt sie ja so ...
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Ralf Husmann lässt in diesem Buch seine Figur „Stromberg“ über die Regeln des Büro-Lebens sprechen. Wer Stromberg aus Film und Fernsehen kennt, ahnt wahrscheinlich, was da auf ihn zukommen wird. Es ist ...

Ralf Husmann lässt in diesem Buch seine Figur „Stromberg“ über die Regeln des Büro-Lebens sprechen. Wer Stromberg aus Film und Fernsehen kennt, ahnt wahrscheinlich, was da auf ihn zukommen wird. Es ist nämlich Strombergs berühmt berüchtigte Wortwahl, die den Reiz dieses Buches ausmachen.

Auf den ersten Blick sieht es nach Platzverschwendung aus. Es wird auch schnell eintönig, denn meistens steht auf der linken Buchseite eine Behauptung in großen Buchstaben, und auf der rechten gibt Stromberg seinen Senf – äh Ratschlag – dazu. Ab und zu aufgelockert mit Meinungen von seinen Mitarbeitern.

Gleichzeitig jedoch unterstreicht genau diese Setzweise aus scheinbarer Platzverschwendung den Charakter von Stromberg. Fast nichts sagen, aber soviel Raum einnehmen wie möglich. Natürlich ist es kein echter Ratgeber, doch insbesondere für Stromberg-Fans ein nettes Gimmick fürs Bücherregal.

Fotos von Stromberg sind immer wieder in das Buch eingestreut, so vergisst man auch ja nicht, wie er aussieht, und hat ihn ständig vor Augen beim Erteilen seiner „Ratschläge“. Während des Lesens hat man die Stimme von Christoph Maria Herbst im Kopf. Es ist fast so, als ob Stromberg selbst vor einem steht. Das Buch ist dank des extrem großzügigen Satzes innerhalb kürzester Zeit ausgelesen und somit optimal, um kleinere Zeitspannen zu überbrücken.

Die Figur Stromberg kommt bei dem Leser so an, wie er ist. Auch im Buch bleibt er sich selbst treu, wem aber auch sonst?

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Veröffentlicht am 04.06.2017

Glückssterne

Glückssterne
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Josefine Sonnenthal ist Anwältin und hat von dem Verlauf ihres Lebens genaue Vorstellungen. Als erstes die Karriere, dann die Heirat mit Justus und später, irgendwann einmal, auch Kinder. Doch ihrem Glück ...

Josefine Sonnenthal ist Anwältin und hat von dem Verlauf ihres Lebens genaue Vorstellungen. Als erstes die Karriere, dann die Heirat mit Justus und später, irgendwann einmal, auch Kinder. Doch ihrem Glück mit Justus steht ausgerechnet ein Ring im Weg. Ein altes Erbstück, und Josefine soll diesen am Tag ihrer Heirat tragen, damit ihre Ehe glücklich wird. Ein alter Aberglaube ihrer Familie, doch Josefine möchte ihre Großmutter, der sehr viel an dieser Tradition liegt, nicht enttäuschen.

Dann verschwindet plötzlich ihre Cousine Charlie mit einem Straßenmusiker nach Schottland – mit dem Ring, und ohne Ring keine Heirat. So bleibt Jo keine andere Wahl und sie muss ihrer Cousine folgen und den Ring zurückholen. Die schottischen Highlands haben neben Regen noch weitere Unannehmlichkeiten für Jo. Doch egal was passiert, fast jedes Mal hat sie ihren Retter in der Not, Konditor Aidan. Plötzlich steht ihre komplette Lebensplanung Kopf.

Mit viel Humor und schottischer Gelassenheit ist dieser Roman von Claudia Winter einfach hinreißend. Sofort schließt der Leser Jo und ihre beiden Großtanten Li und Bri, welche Jo auf ihrer Suche nach dem Ring begleiten, ins Herz. Ebenso wie im Laufe der Geschichte auch Aidan. Jos langsame Entdeckung der Schönheit Schottlands und ihre Veränderung begleitet der Leser mit.

Claudia Winters Schreibstil ist flüssig und locker. Natürlich hat auch dieser Liebesroman alle Zutaten, die der Leser von diesem Genre erwartet. Die Autorin erzählt mit diesen Zutaten eine traumhafte Geschichte mit Wendungen, die nicht immer so leicht vorhersehbar sind.

Als besonderer Leckerbissen warten am Ende des Buches die Rezepte zu den im Buch vorkommenden Leckerbissen. Natürlich mit den „Glückssternen“, die dürfen auf keinen Fall fehlen.

„Glückssterne“ ist eine leichte Lektüre, welche es schafft, ein romantisches Kopfkino laufen zu lassen. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und, wie alle guten Bücher, war es leider viel zu schnell vorbei.

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Veröffentlicht am 04.06.2017

Das Brombeerzimmer

Das Brombeerzimmer
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Marmelade kochen ist eine der großen Leidenschaften von Nora. Mit ausgefallenen Marmeladen überrascht sie ihren Ehemann Julian immer wieder. Doch ein Schicksalsschlag beendet diese harmonische und liebevolle ...

Marmelade kochen ist eine der großen Leidenschaften von Nora. Mit ausgefallenen Marmeladen überrascht sie ihren Ehemann Julian immer wieder. Doch ein Schicksalsschlag beendet diese harmonische und liebevolle Ehe. Julian stirbt, und für Nora bricht ihre Welt zusammen.

Ein Jahr nach seinem Tod findet sie einen Brief von Julians Großtante Klara, von der Nora nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Auch Klara kocht gerne Marmelade und hat schon die eine oder andere Köstlichkeit kreiert. Julian wollte Nora mit einem Rezept für Brombeermarmelade nach Art von Klara überraschen. Kostproben dieser Marmelade hatte Klara ihm auch zukommen lassen. Nora öffnet diese und ist vom Geschmack überwältigt.

Sie möchte Klara kennenlernen und fährt in das kleine Dorf in die Vorpommersche Boddenlandschaft. Dort freundet sich Nora nicht nur mit Klara, sondern auch mit der jungen Mandy an. Die Erlebnisse mit den Menschen im Dorf helfen Nora, die Trauer um Julian zu verarbeiten.

Anne Töpfer hat mit „Das Brombeerzimmer“ eine gefühlvolle Geschichte geschrieben. Noras schwerer Verlust kommt emotional beim Leser an. Auch ihre Freundschaften zu ihrer besten Freundin Katharina und Mandy werden gut beschrieben. Nora findet Stück für Stück – Marmelade für Marmelade – wieder zurück ins Leben und kann eines Tages auch wieder für eine neue Liebe offen sein.

Die Geschichte des Familiengeheimnisses um Klara steht nicht im Mittelpunkt dieses Romans. Wird aber am Ende des Buches kurz und bündig enthüllt, so dass kaum eine Frage offen bleibt. Es ist Nora und ihre Trauerbewältigung, sowie ihre neuen Bekanntschaften, um die sich die Geschichte dreht. Das macht die Geschichte aber nicht weniger spannend. Auch der gute flüssige Schreibstil trägt zum Genuss dieses Buches bei. Natürlich wird viel Marmelade gekocht und Likör aufgesetzt. Die Rezepte sind zwischen den Kapiteln eingestreut. Ausprobieren lohnt.

Für dieses Buch gibt es definitiv eine Leseempfehlung. Allerdings mit „Taschentuch-Alarm“ bei sensiblen Lesern. Noras Zwiesprache mit ihrem verstorbenen Ehemann und ihre Erinnerungen an ihn gehen zu Herzen.

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Veröffentlicht am 04.06.2017

Rauhnacht – Kluftingers fünfter Fall

Rauhnacht
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Kommissar Kluftinger und Doktor Langhammer sind gemeinsam mit ihren Ehefrauen unterwegs in ein Allgäuer Berghotel. Sie wurden zu einem Winterwochenende inklusive eines Live-Kriminalspiels eingeladen. Es ...

Kommissar Kluftinger und Doktor Langhammer sind gemeinsam mit ihren Ehefrauen unterwegs in ein Allgäuer Berghotel. Sie wurden zu einem Winterwochenende inklusive eines Live-Kriminalspiels eingeladen. Es scheint eine gemütliche Zeit zu werden.

Doch kaum hat das Kriminalspiel begonnen, gibt es einen echten Toten. Das Hotelzimmer, in dem dieser gefunden wurde, ist verschlossen. Ein wichtiges, aber nicht das einzige große Rätsel in diesem Fall. Aufgrund eines Schneesturms ist das Berghotel jedoch von der Außenwelt abgeschnitten. So müssen Kluftinger und Langhammer sich alleine um die Klärung des Falles kümmern. Nur eines ist sicher: Der Mörder ist unter ihnen.

Es ist die Frage nach Mörder und Motiv, die den Leser am Buch hält. Es liest sich gut und flüssig. Zusammen mit dem Duo Kluftinger/Langhammer wird der Leser der Lösung des Falles Stück für Stück näher kommen.

Das Buch ist geeignet für Leser, welche einen ruhigen, ohne großes Blutvergießen stattfindenden, Krimi mögen. In einem gemütlichen Tempo ermitteln Kommissar und Arzt. Der Spannungsbogen ist bei der Geschichte jedoch nicht immer straff gespannt, dies ist jedoch nicht besonders störend. Auch nach einer längeren Lesepause findet der Leser wieder schnell in die Geschehnisse und kann in die Geschichte eintauchen.

Da dies bereits der fünfte Fall ist, sollte mit den ersten vier Fällen vorher begonnen werden. Der Fall im Alpenhotel ist zwar für sich abgeschlossen, aber die zwischenmenschlichen Spannungen von Kluftinger und Langhammer dürften sich über alle Romane nach und nach entwickeln und Hintergrundwissen kann hier nicht schaden.

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