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Veröffentlicht am 15.09.2016

Gibt es überhaupt eine Realität?

Splitter
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Einfach einen „Reset“-Knopf drücken und der Kopf wäre wieder frei. Keine Erinnerungen mehr an traumatische Ereignisse und die angenehmen Erinnerungen werden wieder „eingesetzt“. Traumhaft, oder etwa nicht? ...

Einfach einen „Reset“-Knopf drücken und der Kopf wäre wieder frei. Keine Erinnerungen mehr an traumatische Ereignisse und die angenehmen Erinnerungen werden wieder „eingesetzt“. Traumhaft, oder etwa nicht? Für Marc Lucas wird dieses Experiment zum Alptraum.

Durch einen Unfall verliert er seine schwangere Frau. Er selbst behält einen Splitter im Kopf, weswegen er in ärztlicher Behandlung ist. Im Wartezimmer stößt Marc auf eine Anzeige der psychiatrischen Privatklinik Bleibtreu. Für einen Feldversuch werden Teilnehmer gesucht, die ihr traumatisches Erlebnis vergessen wollen.In seinem großen Kummer bewirbt sich Marc dort.

Allerdings war er zu der Zeit betrunken, und nüchtern sah die Sache schon anders aus. Trotzdem lässt er sich auf die Voruntersuchungen ein. Danach ist nichts mehr, wie vorher. Dort, wo die Klinik eigentlich stehen sollte, klafft eine Baustellenlücke. Aber er wird schon von Emma erwartet, die behauptet, auch an dem Feldversuch teilgenommen zu haben. Dieser wäre nicht mit rechten Dingen zugegangen, und daher würden Marc und sie in großer Gefahr schweben.

Immer mehr Ereignisse passieren, die Marc nicht zuordnen kann, und schließlich stellt sich die Frage, was ist Realität. Ist er überhaupt real, oder ist alles um ihn herum nur Einbildung?

„Splitter“ von Sebastian Fitzek befasst sich genau mit diesem Thema, was ist real, was scheint real und was ist nur Einbildung? Durch das gesamte Buch hindurch begleitet der Leser Marc auf der Suche nach Antworten. Was ist mit ihm und seinen Erinnerungen passiert? Erst am Schluss, wie kann es auch anders sein, findet alles seinen Platz und nicht nur der Leser versteht, was warum geschehen ist. Der Kreis hat sich geschlossen – was auf den ersten Seiten mit seinem Besuch bei Professor Niclas Haberland begann, endet auch dort. Wirklich?

Fitzek hat am Ende seines Buches noch den Hinweis auf eine Internetseite, auf der man herausfinden kann, ob man vielleicht selbst schon an einem solchen Experiment teilgenommen hat. Nur habe ich leider vergessen, wie sie heißt…

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Thriller, der diese Bezeichnung auch verdient

Noah
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Ein Mann erwacht und weiß nicht, wer er ist. Im rechten Handballen sind die Buchstaben NOAH eintätowiert. Und so wird er auch unter den Obdachlosen genannt, unter denen er lebt.

Auf der Suche nach sich ...

Ein Mann erwacht und weiß nicht, wer er ist. Im rechten Handballen sind die Buchstaben NOAH eintätowiert. Und so wird er auch unter den Obdachlosen genannt, unter denen er lebt.

Auf der Suche nach sich selbst macht Noah immer mehr Entdeckungen, die eher mehr Verwirrung als Ordnung bringen. Warum will ihn jemand töten, und welche Organisationen stecken mit drin? Schließlich findet Noah heraus, dass er etwas mit der Zukunft der Menschheit zu tun hat. Das Thema in diesem Buch ist die wachsende Anzahl an Menschen auf unserer Erde und wie wir alle mit den Ressourcen umgehen.

Sebastian Fitzek verflechtet die Thematik des Zustandes unserer Erde und was ihr angetan wird mit einer fesselnden Geschichte. Dabei lässt er dem Leser genug Raum, auch über das eigene Verhalten nachzudenken – ohne belehrend zu wirken.

Der Name NOAH ist passend gewählt, denn auch der biblische Noah musste auswählen, wer mit auf die Arche durfte. Wer den Roman gelesen hat, wird dies bestätigen können. Wer Thriller mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gott braucht Hilfe?

Und Gott sprach: Wir müssen reden!
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Wer hier einen esoterischen Roman erwartet, wird enttäuscht sein. Denn es ist Zirkus-Clown Abel Baumann, der behauptet, Gott zu sein, und Hilfe bei dem Psychotherapeuten Jakob Jacobi sucht. Doch Jacobi ...

Wer hier einen esoterischen Roman erwartet, wird enttäuscht sein. Denn es ist Zirkus-Clown Abel Baumann, der behauptet, Gott zu sein, und Hilfe bei dem Psychotherapeuten Jakob Jacobi sucht. Doch Jacobi hat selbst genug um die Ohren und erst mal keinen Nerv für Abel.

Doch nach und nach ist er bereit, sich auf die Geschichte von Abel einzulassen. Es sind auch die kuriosen Nebenfiguren, die den Leser zum Schmunzeln bringen, wie z.B. der von Medikamenten abhängige Arzt Dr. Kessels. Diese Figur ist gleichzeitig ein Hinweis darauf, was unsere Ärzte in der heutigen Zeit mitmachen müssen.

Nach und nach entwickelt sich zwischen Jakob und Abel eine Freundschaft, und Jakob beginnt zu überlegen. Gibt es Gott wirklich? Und wenn ja, warum soll es ausgerechnet Abel sein?

Das Buch ist kurzweilig, witzig und regt auch zum Nachdenken über die eigene Einstellung zu Gott an. Hans Rath hat eine – im wahrsten Sinne des Wortes – wunderbare Geschichte geschrieben, die ich jedem weiterempfehlen kann.

Veröffentlicht am 15.09.2016

So spannend kann Schlafwandeln sein

Der Nachtwandler
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Bereits in seiner Jugend hatte Leon Schlafprobleme. Er war ein Schlafwandler und dachte, er sei geheilt. Doch nun geschehen merkwürdige Dinge. Seine Freundin verschwindet unter merkwürdigen Umständen, ...

Bereits in seiner Jugend hatte Leon Schlafprobleme. Er war ein Schlafwandler und dachte, er sei geheilt. Doch nun geschehen merkwürdige Dinge. Seine Freundin verschwindet unter merkwürdigen Umständen, und Leon scheint, während er schläft, gewalttätig zu werden.

Um herauszufinden, was passiert, während Leon schläft, kauft er sich eine bewegungsaktive Kamera. Als er sich den Film ansieht, sieht er sich durch eine geheime Tür in seinem Schlafzimmer hinabsteigen. Leon sieht nach, und es gibt diese Tür wirklich hinter dem Schrank. Nach dieser Entdeckung ist nichts mehr wie zuvor.

Bin ich wach oder schlafe ich? Für die meisten Leute ist dies einfach zu beantworten. Für einen Nachtwandler wie Leon jedoch nicht. Das Phänomen des Schlafwandelns hat dieser Roman als Thema. Was tun Nachtwandler, während sie schlafen? Können sie tatsächlich zu Gewalttätern mutieren? Als am Ende des Buches die ganze Geschichte klar wird, bleibt eine Gänsehaut zurück.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Bei Nora Roberts sind die Hexen los

Spuren der Hoffnung
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Die Amerikanerin Iona verlässt ihr Heimatland und beginnt in Irland ein neues Leben. Sie zieht zu ihrer Cousine und ihrem Cousin. Sie lernt Boyle kennen und verliebt sich in ihn. Doch finstere Mächte bedrohen ...

Die Amerikanerin Iona verlässt ihr Heimatland und beginnt in Irland ein neues Leben. Sie zieht zu ihrer Cousine und ihrem Cousin. Sie lernt Boyle kennen und verliebt sich in ihn. Doch finstere Mächte bedrohen die Familie und ihre Freunde. Gemeinsam stellen sie sich dem Kampf gegen das Böse.

Bei Nora Roberts sind die Hexen los. Wer nach dem Lesen des Klappentextes eine geheimnisvolle Familiengeschichte oder einen Krimi erwartet, könnte enttäuscht werden. Denn selbst, dass die Hauptfiguren Hexen sind, ist in der Ortschaft in der sie leben, kein Geheimnis. Im Gegenteil, die Bewohner kommen nur allzu gerne vorbei, um das eine oder andere Mittelchen zu bekommen.

Es geht in dieser Geschichte auch um die Liebe, aber die Magie steht doch sehr im Vordergrund. Die Charaktere sind gut beschrieben und keineswegs flach oder oberflächlich. Da es der Auftakt zu einer Trilogie ist, wird sich zeigen, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Eine Prise mehr Spannung dürfte da gerne hinzugefügt werden.