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Veröffentlicht am 25.01.2019

Wenn die Frage nach Opfer und Täter langsam zu verschwimmen scheint…

Allein deine Schuld
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Sie war für Emma verantwortlich. Emma versuchte sie mehrmals dringend zu erreichen, doch sie ging erst einmal ihren anderen Aufgaben nach. Nun ist Emma tot. Sie hätte sie davor bewahren können, wenn sie ...

Sie war für Emma verantwortlich. Emma versuchte sie mehrmals dringend zu erreichen, doch sie ging erst einmal ihren anderen Aufgaben nach. Nun ist Emma tot. Sie hätte sie davor bewahren können, wenn sie sie erhört hätte. Und als wäre dies als Sozialarbeiterin nicht schon schlimm genug, sieht sie sich nun erneut mit alten Geschichten und Emotionen konfrontiert, die sie lieber meidet und gerät mit ihrer Tochter in einen Streit, nichtsahnend, dass dies vielleicht ihre letzte Unterhaltung sein könnte…

Vor allem das Ende der Leseprobe weckte mein Interesse, der Schreibstil traf bei mir einen Nerv, sodass ich unbedingt weiter lesen wollte.

Leider fand ich den Anfang dann fast ein bisschen enttäuschend.
Suzanne hat sich doch sehr stark selbst bemitleidet. In gewisser Weise konnte ich das ja verstehen, aber irgendwie dämpfte es die Spannung der Geschichte. Auch ihre Tochter war mir anfangs nicht wirklich sympathisch.
Als dann Detective Sergeant Anthony Clarke ein Teil der Handlung wurde, gewisse Kapitel sogar aus seiner Perspektive erzählt werden, erfüllte die Geschichte in vollem Maße meine Erwartungen.
Jeder Charakter überzeugt auf seine Weise, ließ einen manchmal mitfühlen und manchmal erschrocken zusammenzucken. Aber um dies genauer zu erfahren, müsst ihr schon selbst zum E-Book greifen. ;)

Nach dem eben eher langatmigen Anfang gefiel mir die Handlung richtig gut, man wurde immer wieder in Richtungen gedrängt, die sich teilweise als Sackgasse entpuppten, neue Wege taten sich auf, was wieder die Frage aufwarf, wer hier Opfer und wer Täter ist.

Einer der herausragendsten Teile der Geschichte war definitiv der Schreibstil der Autorin.
Man hatte manchmal das Gefühl direkt neben der erzählenden Figur zu stehen, blickte zunehmend in die Abgründe der Charaktere und wurde emotional wirklich gefordert.
Vielleicht auch durch ihre eigenen Berufserfahrungen als Sozialarbeiterin warf sie Gedanken und Informationen einen, die mich irgendwie beschäftigten und zum Nachdenken anregen. Man merkte einfach, dass sie wirklich in der Materie „drin“ war und dies nun authentisch vermittelte.
Demnach war es für mich nicht nur ein überragender Thriller, sondern irgendwie auch eine Art Denkanstoß, möglicherweise schon Sachbuch, da eben auch viele psychologische Aspekte eine Rolle spielten.

Das Ende des Buches gefällt mir ebenfalls sehr, sodass ich daran nichts bemängeln möchte, auch wenn es zumindest in der Leserunde nicht unbedingt das ist, was sich jeder wünscht.

Ich für meinen Teil empfehle euch das Buch, auch wenn ich es durch den eben doch leicht zähen Start „nur“ mit 4 / 5 Sternen bewerte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 15.01.2019

Charaktere, die mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben und den Leser emotional beanspruchen. Ich konnte dieses Buch förmlich nicht mehr loslassen!

Loslassen
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Lotte versucht Brandon im Club zu verdeutlichen, dass er aufhören soll sie zu berühren, doch er macht einfach weiter.
In der Not hilft ihr auf etwas unkonventionelle Weise ihr Nachbar und sie hört ihn ...

Lotte versucht Brandon im Club zu verdeutlichen, dass er aufhören soll sie zu berühren, doch er macht einfach weiter.
In der Not hilft ihr auf etwas unkonventionelle Weise ihr Nachbar und sie hört ihn das erste Mal sprechen. Auch wenn sie bereits eine Weile nebeneinander wohnen, meidet er jedmöglichen Kontakt, erweckt nie auch nur den Eindruck, je lächeln zu wollen…

Bereits zu Beginn des Buches wird dem Leser verdeutlicht, dass er hier keine leichte Kost vor sich hat.
Zuerst wurde mir dabei etwas bange, habe ich doch bei Dark Romance auch meine Grenzen.
Hier jedoch wollte ich immer unbedingt weiterlesen, wurde definitiv in den Bann gezogen und hatte dieses nicht einmal dreihundert Seiten umfassende Werk dann meiner Ansicht nach zu schnell auch wieder beendet.
Das Ende gefällt mir so, wie es richtig gut, gleichzeitig viel es mir schwer, Abschied von den Charakteren zu nehmen.


Die Charaktere tragen diese Geschichte hervorragend. Während Lotte immer wieder neue Hoffnung zu schöpfen, voller Euphorie zu stecken scheint, einfach ein sonniges Gemüt besitzt, ist Hendrik das komplette Gegenteil.
Er ist eigentlich schon depressiv, sehr wortkarg, aggressiv und hegt eine starke Todessehnsucht.
So gegensätzlich die beiden erscheinen, so perfekt harmonieren die beiden zusammen.
Lotte lässt sich von seinen Warnungen nicht so leicht unterkriegen und bringt dabei eine Seite ihres Nachbarn zum Klingeln, die er nicht vorgesehen hat.
Sie durchbricht seine Pläne, bringt in seine jahrelange Dunkelheit auf einmal einen Sonnenschein, den er eigentlich nie wollte und auch nicht vorher gesehen hat.

Das wird auch am Cover deutlich. Während er vor allem im Bereich des Gesichts kalt, fast schon tot wirkt, scheint sie regelrecht zu strahlen und auch durch den Titel in seine Nähe zu bringen.
Meist kommt außerdem Lotte zu Wort, sodass man meist über ihre Einschätzungen mehr und mehr über der wirklichen Person hinter ihrem Nachbarn erfährt, da er nu sehr selten, dafür aber immer an den richtigen Stellen, selbst zu Wort kommt.


Die relativ unbekannte Autorin hat durch ihren phänomenalen Schreibstil bewiesen, dass sie mit heiklen Themen umzugehen weiß, ohne sie zu schönen, aber gleichzeitig doch in eine erwachende Liebesgeschichte einzubauen.
Vor allem er macht in dieser Geschichte einen regelrechten Kampf durch, aber auch Lotte birgt noch manches aus ihrer Vergangenheit.
Auch die Nebencharaktere vermag sie realistisch darzustellen und lässt auch sie ihre eigenen Geschichten erleben.


Für mich glich die Geschichte ein bisschen einem Seelentrip, fast schon einer Therapiemaßnahme für den Leser, auf die ich in schweren Zeiten gerne einmal zurückkomme. Lesern mit schwachen Nerven, rate ich zum wiederholten Male davon ab, da hier eben doch einiges passiert, dass man erst einmal verkraften muss.

Es hat mir gefallen, die beiden über dieses Buch hinweg zu begleiten, was teilweise mit einer emotionalen Achterbahnfahrt verbunden war, einen aber doch auch nachdenklich zurück lässt, sodass ich absolut verdient 5 / 5 Sternen vergebe.

Veröffentlicht am 08.01.2019

Erschreckend und doch so real…

Last Haven – Die Liga der Mutigen
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Nach dem Putschversuch, bei welchem sie die Bomben abgeworfen hat, versucht Aida mit der Schuld für den Tod mehrerer, teils geliebter Personen klarzukommen.
Während sie versucht die erreichten Ziele zu ...

Nach dem Putschversuch, bei welchem sie die Bomben abgeworfen hat, versucht Aida mit der Schuld für den Tod mehrerer, teils geliebter Personen klarzukommen.
Während sie versucht die erreichten Ziele zu erblicken, ohne alles und auch sich selbst in Frage zu stellen, erwachen neue Unruhen gegen die ausgewechselte Regierung. Nicht jeder ist mit den geplanten Neuerungen einverstanden, sodass sich Aida bald schon einer neuen Aufgabe widmen darf. Die Nahrungsknappheit ist weiterhin nicht überwunden, was den Überlebenskampf bei einigen Gruppen weiter anstachelt …
Aida begegnet uns zu Beginn sehr mitgenommen, erinnert sich immer wieder an die von ihr verursachten Todesfälle, man hat fast schon den Eindruck, dass sie ihren Lebenswillen verloren hat, doch Aida ist bereits in Band eins öfter einmal taff aufgetreten, weshalb sie mithilfe anderer bald wieder anfängt, diesen Fakten nicht alles unterzuordnen.
Ihre Beziehung zu Romulus ist wie auch schon in Band eins schwierig. Man merkt, was sie einander bedeuten, aber gleichzeitig schließen sie den anderen oftmals aus.
Was mir immer wieder positiv auffällt und ich so auch seltener lese ist der Fakt, dass Aida sich selbst hinterfragt und wenn ihr jemand seinen Unmut zu gewissen Einstellungen ihrerseits kundtut, nimmt sie sich dies erst einmal zu Herzen und ignoriert es nicht einfach nur. Man merkt dadurch wie sie sich entwickelt und kann sich deshalb vielleicht auch ein bisschen besser in sie hineinversetzen. An solchen Stellen musste ich an Jean Paul und seine Aussage, dass man die Meinung seines Gegners zu verteidigen versuchen solle, um zur Wahrheit gelangen zu können. Natürlich sind es nicht unbedingt ihre Gegner, die sie kritisieren, doch im übertragenen Sinne hält sie sich manchmal an diesen Grundsatz.
Generell ist hier niemand wirklich perfekt, was die Authentizität der Geschichte fördert. Niemand wird schnell, wenn überhaupt, auf das zum Beispiel sportliche Niveau von seit klein auf täglich trainierenden Personen in zwei, drei Monaten kommen und auch bei den Charakteren dieses Buches ist dies nicht der Fall.
Viele sind sich ihrer Fähigkeiten bewusst und können diese auch entsprechend einsetzen.
Des Weiteren gibt es hier keinen typischen „Helden“ der Geschichte, da jeder auch einmal einen Fehler macht, es eigentlich selten nur eine Person ist, die große Veränderungen veranlassen.
Auch die Handlung sagt mir sehr zu. Die Spannung bleibt durchweg erhalten, es gibt immer wieder neue Ereignisse, die die weitere Handlung verändern, man kann sich nicht immer sicher sein, was wirklich folgen wird und wenn man der Meinung ist, dies zu wissen, kommt es dann doch anders.
Das wäre ohne den fantastischen Schreibstil von Lisbeth Jarosch nicht möglich. Vor allen Dingen bei Aida und Romulus war ich gelegentlich der Meinung, dass ihre Beziehung nun kippt, doch dann wurde auf einmal wieder alles anders, aber so, dass man nicht mehr nachvollziehen konnte, warum man vorher anders dachte.
Die Empathie für Aidas Gefühle war bei mir also durchweg vorhanden, auch die Trauer fand ich am Anfang nicht übertrieben.
Zwischendurch gibt es auch immer ein paar Szenen, die das ganze Geschehen etwas entspannen uns so auch für Abwechslung sorgen. Wenn ich da beispielsweise an Aidas Überraschungsbesuch in Romulus Büro denke… ;)
Ich habe dieses Buch schweren Herzens beendet, vor allem da es eigentlich ein schönes Ende nimmt, ich mich aber noch nicht von den verbliebenen Personen verabschieden möchte. <3
Zudem habe ich noch einige Fragen, die unbedingt noch geklärt werden müssen!
Ganz nebenbei wird diese Reihe mit den drei „Jugenddystopien“ „Die Bestimmung“ „Die Tribute von Panem“ und „Maze Runner“ verglichen, welche ja bekanntlich Trilogien sind. Demzufolge müsste ja noch ein Band fehlen. ;)
Mir bleibt eigentlich nichts weiter übrig als 5 / 5 Sternen zu vergeben. Ich wüsste nicht, was ich kritisieren soll, da es eben ein paar wirklich schöne Lesestunden waren und ich trotz der mehrere Monate langen Pause schon mit den ersten paar Zeilen wieder in der Handlung war, was so auch nicht jeder Autor, in diesem Falle Autorin, schafft. <3

Veröffentlicht am 30.12.2018

Kurz, keck, und dabei immer absolut klar.<3 // Wenn Magie, Spannung, und Humor funken sprühen...

Verborgene Magie
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Hinter diesem doch sehr ansprechend gestaltetem Cover verbirgt sich eine Kurzgeschichten-Sammlung zur „Stadt der Finsternis“-Reihe vom Autorenduo Ilona Andrews.

Wer nun vermutet, vorerst die Hauptreihe ...

Hinter diesem doch sehr ansprechend gestaltetem Cover verbirgt sich eine Kurzgeschichten-Sammlung zur „Stadt der Finsternis“-Reihe vom Autorenduo Ilona Andrews.

Wer nun vermutet, vorerst die Hauptreihe lesen zu müssen, kann ich vertrösten. Auch ich habe dieses Buch ohne irgendwelche Vorkenntnisse, aber doch schon mit einem gewissen Interesse für die eigentliche Reihe gelesen.

Natürlich kann es nicht schaden, vorher ein gewisses Hintergrundwissen zu besitzen, aber auch ohne dieses bin ich einfach nur restlos begeistert. 3

Da eine kurze Inhaltsangabe zu einer Kurzgeschichten-Sammlung mir gerade zu viel verrät, verbinde ich es mit meiner Meinung zu vereinzelten Charakteren.

Mit Julie begegnet uns in „Magische Prüfungen“ eine unglaublich taffe Persönlichkeit, witzig und dabei auch noch so clever. Ihre Mitmenschen hat sie doch meist relativ schnell durchschaut. Ich bin gespannt, inwieweit sie und Yu in der Hauptreihe in Erscheinung treten… :)
Auch Kate war mit ihrer eigenen Kurzgeschichte („Ein fragwürdiger Klient“) für mich ein richtiges Highlight. Bereits in der ersten Geschichte fand ich ihre Kommentare interessant und war von der zweiten Geschichte unglaublich begeistert. Ich würde sagen, dass mit Saiman noch nicht das letzte Wort gewechselt wurde…;)
Auch Siroun und Adam („Vergeltungsklausel“) fand ich wirklich gut gestaltet, ich freue mich schon darauf, mehr von beiden zu lesen. Bei ihnen kann noch so einiges in der Hauptreihe passieren…
Alena und Duncan sind in „Vom Schwein und von den Rosen“ einfach nur herzallerliebst. 3 Ihre erste Begegnung werden sie bestimmt so schnell nicht mehr vergessen. ;)
Und zu guter Letzt haben mich auch Nassar und Grace mit „Grace und die kleinen Zaubereien“ in ihren Bann gezogen.
Obwohl ich die Reihe eben noch nicht gelesen habe, hatte ich keine Schwierigkeiten, da vieles erklärt wird.
Ich kann nur wiederholen, dass ich diese Reihe auf jeden Fall noch lesen muss.

Der Schreibstil ist einfach grandios, man ist sofort in der Geschichte drin, das Autorenduo schafft es, mit so wenigen Worten immer wieder komplexe Charaktere darzustellen und zudem auch noch immer, eine gute Prise Humor in die Geschichten hineinzuweben.

So bleibt es spannend und abwechslungsreich zu gleich. Manchmal habe ich die Geschichte mit einem kleinen Schmunzeln und in freudiger Erwartung auf weitere Szenen mit diesen Figuren in der Hauptreihe beendet. :)

Dadurch, dass es eben immer recht kurz Geschichten sind, ist selbstverständlich auch die Handlung nicht so umfangreich, aber jedoch trotzdem sehr gut konstruiert, sodass ich auch hier keine Abstriche machen möchte.

Alles in allem kann ich nur 5 / 5 Sternen verteilen und mich beim LYX-Verlag dafür bedanken, dass sie auch diese Geschichten übersetzt, veröffentlicht und mit einem äußerst schönen Cover versehen haben.

Es ist eigentlich schon fast schade, dass man sich dieses Cover und auch generell die Reihe nicht mehr ins Regal stellen kann. :( ;)

Dafür gibt es nun aber definitiv einen weiteren Interessenten und baldigen Käufer der Reihe. Vielleicht kann euch ja auch diese Sammlung für die Reihe begeistern, wenn ihr es nicht bereits seid. ;)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 10.12.2018

Klare Leseempfehlung! // Manchmal kommt alles doch anders als gedacht…

Wenn die Nacht stirbt und dein Herz aufhört zu schlagen
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Reads einzige „richtige“ Freundschaft besteht daraus, sich in der Schule gegenseitig zu unterstützen und ihre Freundin reden zu lassen, damit diese nicht das Gefühl hat, Selbstgespräche zu führen.
So unscheinbar ...

Reads einzige „richtige“ Freundschaft besteht daraus, sich in der Schule gegenseitig zu unterstützen und ihre Freundin reden zu lassen, damit diese nicht das Gefühl hat, Selbstgespräche zu führen.
So unscheinbar sie in der Schule scheint, so wird sie von ihrer inzwischen streng katholischen Mutter daheim auch gerne einmal drangsaliert.
Doch schlimmer geht bekanntlich immer und so kommt es, dass eine „Chooserin“ ihrer Schule erneut einen Besuch abstattet und sie als Hexe kennzeichnet. Nun heißt es für Read, das Internat für Hexen zu besuchen und zudem häufen sich bei ihr nun Albträume.
Ist sie wirklich eine Hexe, erklärt das vielleicht sogar ihre merkwürdigen, unfassbar realen Träume?
Und was hat es eigentlich mit den zunehmenden Angriffen auf die Schüler des Internats auf sich?
„ ,Wenn wir nicht brennen‘, fing sie an und drehte sich zu mir um, ,wie wird dann die dunkle Nacht erleuchtet?‘ “ (S. 26 )
Spätestens mit diesem Gedanken hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen. <3
Abwechselnd wird von Eindrücken während der Zeit der Hexenverbrennungen und Reads Geschichte im Jahre 2018 berichtet.
Read gefällt mir dabei sehr, ihr Humor ist in meinen Augen sehr ansprechend. Auch Hunter ist ein toller Charakter. Generell bin ich mit den vorliegenden Figuren zufrieden und würde bereits zum jetzigen Zeitpunkt gerne weiterlesen.
Wirklich positiv überrascht hat mich diese Spannung zwischen Hunter und Read, die von Anfang an absolut greifbar war. Unerwarteterweise war in diesem Buch sogar ein Hauch Erotik vorhanden, die Gefühle zwischen Hunter und Read wirkten dadurch gleich viel realer.
Neben diesem Aspekt ist dies zusätzlich kein leichter Fantasy-Roman, die Zustände einzelner Figuren und Kampfszenen werden durchaus bildlich beschrieben und lassen dadurch auch die Spannung nicht zu kurz kommen.
Interessant fand ich hier, dass die einzelnen Kapitel in Briefform verfasst wurden, was für mich immer ein interessanter Ansatz ist, manchmal hat man erst wieder mit Ende des Briefes bemerkt, dass dies ein Brief ist und hat durch Hinweise auf noch geschehene Ereignisse, den Leser teilweise regelrecht an die Seiten gefesselt.
Die Handlung ist ebenfalls nicht zu verachten. Trotz der geringen Seitenzahl, kommen immer wieder neue Handlungsstränge zum Tragen, auch wenn einer natürlich dominiert, sodass am Ende des Buches einige Fragen beim Leser zurückbleiben, die nur in einer Fortsetzung geklärt werden können. Leider war es mir zwischenzeitlich aber etwas zu kurz zusammengefasst. Dies ist meines Erachtens zwar gut gelöst, aber hier hätte ich mir doch noch ein paar zusätzliche Szenen gewünscht, was natürlich für den Schreibstil spricht, der, wie ich betonen möchte, nur so zum Lesen anregt, wenn man sich einmal auf die Geschichte eingelassen hat.
Das Ende gefällt mir unfassbar gut und lässt mich eben erwartungsvoll auf den Folgeband oder vielleicht sogar die Folgebände ;) zurück.
Ich hoffe also auf eine etwas ausführlichere Fortsetzung und möchte dir diesen mit wirklich guten 4,5 bis 5 / 5 Sternen Auftakt ans Herz legen.