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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2023

Tolle Zeichnungen und tiefgehende, ergreifende Geschichte

Sheets
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Majorie Glatt hat ihre Mutter verloren und seitdem fühlt sie sich wie ein Gespenst. Keiner scheint sie richtig wahrzunehmen und alles um sie herum scheint trist, grau und traurig zu sein. Zudem leitet ...

Majorie Glatt hat ihre Mutter verloren und seitdem fühlt sie sich wie ein Gespenst. Keiner scheint sie richtig wahrzunehmen und alles um sie herum scheint trist, grau und traurig zu sein. Zudem leitet sie seit dem Tod ihrer Mutter die Wäscherei der Familie und muss sich hier mit unversöhnlichen und anstrengenden Kunden auseinander setzen. Die Katastrophe ist zudem perfekt, als der fiese Mr Saubertuck auftaucht und die Familie Glatt aus ihrer Wäscherei vertreiben will. Als Majorie in der Wäscherei dann eines Nachts Wendell, einem richtigen Gespenst begegnet, kann sie es kaum fassen. Doch Wendell und Majorie freunden sich an und endlich kehrt ein wenig Farbe in das Leben der Beiden zurück.

Von Sheets habe ich schon einiges gehört und war daher sehr gespannt auf diese Geschichte. Schon zu Beginn des Buches habe ich gemerkt, dass mir diese Geschichte unter die Haut gehen wird. Und das hat sich auch im Verlauf des Buches nicht geändert. Ich konnte sehr mit Majorie aber auch mit Wendell mitfühlen und habe ihre Entwicklung gespannt verfolgt. Die Geschichte wird gelungen mit den Zeichnungen unterstützt. Hier konnte mich besonders die Farbwahl des Illustrators überzeugen.

Insgesamt war diese Geschichte für mich sehr tiefgehend und hat nachdrücklich Eindruck bei mir hinterlassen. Nach dem Ende des Buches hat mich die Geschichte noch nicht vollständig losgelassen. Von mir gibt es für dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 12.02.2023

Anstrengende Protagonistin und ein nicht ganz überzeugender Kriminalfall

Der Tag, an dem Lotto-Werner verhaftet wurde
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Finja versteht die Welt nicht mehr, und das nervt sie extrem. Sie ist einfach nur sauer. Ihr Papa hat keine Zeit mehr für sie, Emil hängt nur noch mit Juma zusammen und alle im Viertel scheinen den Verstand ...

Finja versteht die Welt nicht mehr, und das nervt sie extrem. Sie ist einfach nur sauer. Ihr Papa hat keine Zeit mehr für sie, Emil hängt nur noch mit Juma zusammen und alle im Viertel scheinen den Verstand verloren zu haben. Und überall geht es um die Liebe, Verliebtsein und Herzschmerz. Dann wird auch noch Lotto-Werner verhaftet und keiner kann Finja so genau sagen warum. Deshalb macht sich die Hobbydetektivin an die Ermittlungen um Lotto-Werners Ruf zu retten. Eigentlich hilft ihr bei solchen Fällen ja Emily, aber Finja ist sich nicht sicher ob sie Juma und ihre blauen Augen dabeihaben möchte.

Kriminalgeschichten, auch für jüngere Leser finde ich eigentlich immer ganz spannend. Dieser Aspekt hat mich auf die Geschichte auch neugierig gemacht. Was die Liebe mit der Verhaftung von Lotto-Werner zu tun hat war mir ebenfalls rätselhaft. Anhand des Klappentextes habe ich mir auf jeden Fall eine spannende Ermittlung mit einigen Hindernissen erwartet.

Die Geschichte an sich hat mir dann leider nicht den gewünschten Ermittlungsspaß gebracht. Ja, Finja ermittelt und bekommt dabei auch Hilfe, aber so richtig im Vordergrund stand die Detektivgeschichte in meinen Augen nicht. Genauso viel Raum wie der Fall hat definitiv Finjas Gefühlsleben, ihre Freundschaft zu Emil, ihre Probleme mit Juma und ihre Selbstzweifel bekommen. Dieser Teil der Geschichte ist auf jeden Fall nah am Erwachsenwerden angelehnt und auch ganz gut geschrieben, allerdings war es für mich mehr anstrengend als interessant diese Abschnitte zu lesen. Und anhand des Klappentextes hatte ich diese Ausführungen auch nicht unbedingt erwartet.

Der Fall an sich braucht zudem sehr lange, bis er so richtig in Fahrt kommt und die Ermittlungen zumindest ansatzweise interessant sind. Zum Ende hin überschlagen sich dann die Ereignisse und die Auflösung des Falls kam sehr unerwartet. Dieses Unerwartet leitet sich auch daraus ab, dass der entscheidene Hinweis wenige Seiten vor der Auflösung auftaucht und so das Miträtseln ausblieb. Es war mehr so ein Huch - ein Hinweise und damit auch der Täter. Alle vorherigen Ermittlungen waren dadurch komplett überflüssig. Das fand ich sehr unbefriedigend.

Gut gefallen haben mir aber die Zeichungen, welche die Geschichte ganz gut unterstützen.


Insgesamt hatte ich eine Geschichte mit anderen Schwerpunkten und anderem Verlauf erwartet. Der Inhalt der Geschichte konnte mich zudem nur bedingt überzeugen. Für Fans dieses Genres aber aufgrund des flüssigen Schreibstils und des guten Handlungsaufbaus aber bestimmt ein Vergnügen.

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Veröffentlicht am 31.01.2023

Konnte mich leider nicht so richtig überzeugen

Das Schloss der Smartphone-Waisen
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Kalli, Leo, Tara, Bodhi und Bhavani leben zusammen im Waisenheim. Doch das Waisenheim ist kein Heim für gewöhnliche Kinder, es ist ein Heim ausschließlich für Smartphone-Waisen. Als ihr Waisenheim abgerissen ...

Kalli, Leo, Tara, Bodhi und Bhavani leben zusammen im Waisenheim. Doch das Waisenheim ist kein Heim für gewöhnliche Kinder, es ist ein Heim ausschließlich für Smartphone-Waisen. Als ihr Waisenheim abgerissen werden soll, scheint schnell eine Alternative gefunden zu sein, denn die alte Hermine würde die Kinder gerne in ihrem Schloss aufnehmen. Aber so einfach wie gedacht ist es dann doch nicht, denn Hermines Sohn Henri, der gleichzeitig auch noch ein fieser Immobilienmakler ist, hat bereits andere Pläne mit dem Schloss. Um doch noch ins Schloss ziehen zu können entführen die Smartphone-Waisen kurzerhand Henris Neffen Artschie. Doch auch das läuft nicht ganz nach Plan und so finden sich die Kinder mitten zwischen gestohlenen Gemälden und echten Verbrechern wieder.

Das Cover dieser Geschichte finde ich unheimlich ansprechend und richtig niedlich. Der Klappentext konnte mich zwar nicht ganz überzeugen, aber immerhin neugierig machen. Als ich dann mit dem Hörbuch begonnen habe ist mir schnell klargeworden, dass diese Geschichte nicht unbedingt zu mir passt. Ich bin von Beginn an nicht wirklich mit den Figuren warm geworden und auch die Vertonung hat mir nur bedingt zugesagt. Dazu kommt ein Humor, der für viele Hörer und Leser wahrscheinlich passt, mich aber leider nicht abholen konnte. Die Idee hinter der Geschichte finde ich aber ganz nett. Es gibt einen Spannungsbogen, der an die Zielgruppe angepasst ist und der dafür sorgt, dass mir beim Lauschen nicht langweilig geworden ist.

Insgesamt hat mich diese Geschichte aber leider nicht überzeugt, was vorallem an dem nicht zu mir passenden Humor lag. Einen Versuch ist die Geschichte aber auf jeden Fall wert.

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Veröffentlicht am 28.01.2023

Hat mir wieder richtig gut gefallen

Ein Fall für Katzendetektiv Ra - Die Suche nach Pharaos Sohn
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Für Pharaos Kater, den Katzendetektiv Ra und seine Freunde geht es auf eine große Reise. Sie sollen Pharaos Kinder, den Kronprinzen Dedi und seine kleine Schwester Kija auf dem Weg über den Nil begleiten. ...

Für Pharaos Kater, den Katzendetektiv Ra und seine Freunde geht es auf eine große Reise. Sie sollen Pharaos Kinder, den Kronprinzen Dedi und seine kleine Schwester Kija auf dem Weg über den Nil begleiten. Doch auf dem Nil wimmelt es von Krokodilen, die an diesem Tag nicht besonders gut auf die Menschen zu sprechen zu sein scheinen. Als sie am Ziel ihrer Reise angekommen sind werden sie in einem furchterregenden Palast untergebracht. Die dortige Herrscherin Satiah verhält sich zudem äußerst verdächtig und auf einmal verschwindet dann auch noch Dedi. Ob Satiah hinter dem Verschwinden des Kronprinzen steckt? Oder sind vielleicht die Krokodile, die vor dem Palast lauern daran Schuld?

Ich habe Ra schon auf seine ersten zwei Abenteuer sehr gerne begleitet und auch dieses Mal hat mir die Ermittlung mit dem Katzendetektiv sehr viel Freude bereitet.

Ra ist einfach ein toller Protagonist. Er ist irgendwie etwas ganz Besonders mit seiner Art die Welt zu sehen und auch die Dinge anzugehen. Zusammen mit seinen Freunden, die genau wie Ra so schön individuell sind, ergibt sich ein tolles Team, das immer für einen Schmunzler gut ist.

Der Kriminalfall hat mir auch dieses Mal wieder sehr gut gefallen und ich konnte sogar richtig mitraten. Die Auflösung am Ende war unterhaltsam und unerwartet. Das Abenteuer, das Ra erlebt ist zudem sehr unterhaltsam.

Insgesamt konnte mich auch dieses Abenteuer wieder richtig gut unterhalten und ich freue mich auf weitere Ermittlungen mit dem Katzendetektiv.

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Veröffentlicht am 28.01.2023

Absolutes Highlight

Knochendiebin (Die zwölf Kasten von Sabor 1)
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Stur kennt als Magierin der Krähen-Kaste nur ein Gesetz: Sorge für die Deinen! Dieses Gesetz ist unfassbar wichtig, denn die Krähen werden von den anderen Kasten verachtet und teils sogar gejagt. Doch ...

Stur kennt als Magierin der Krähen-Kaste nur ein Gesetz: Sorge für die Deinen! Dieses Gesetz ist unfassbar wichtig, denn die Krähen werden von den anderen Kasten verachtet und teils sogar gejagt. Doch die Kasten haben eine Aufgabe und so können die anderen Kasten nicht auf sie verzichten. Denn die Krähen sorgen für die Sterbenden und kümmern sich um die Toten. Dies ist ein wichtiger Dienst, denn sie verhindern die Ausbreitung von gefährlichen Krankheiten. Doch als Sturs Familie unerwartet zum Königspalast gerufen wird, gerät Stur mitten in eine Intrige, denn Prinz Jasimir bittet sie um Hilfe die Königin zu stürzen.

Der Klappentext klingt nicht nur nach einer tollen Welt, man bekommt beim Lesen auch eine tolle Welt. Und genau diese Welt macht die Geschichte in meine Augen zu etwas ganz Besonderem.

Sabor als Königreich lernen wir aufgrund von Sturs Wanderschaft ziemlich gut kennen. Aber nicht nur die Landschaft und die Städte von Sabor werden umfassend beschrieben, auch die Strukturen, die es in Sabors Gesellschaft gibt, lernt man als Leser umfassend kennen. Dies alles wird umfassend beschrieben, ohne dass es für mich als Leser langweilig wurde.

Die Charaktere in dieser Geschichte sind genau wie Sabor für mich ebenfalls ein Highlight gewesen. Die Krähen sind auf jeden Fall meine Lieblingskaste und ich habe das Geplänkel zwischen ihnen sehr genossen. Stur ist eine tolle Protagonistin, die klug aber auch meinungsstark ist. Mir hat sie sehr gut gefallen. Der Prinz und sein Habicht mochte ich auch, beide waren sehr unterhaltsam und gut ausgearbeitet. Auch die Beziehung der drei Hauptcharaktere zueinander haben mir gefallen. Aber auch die Beziehungen der Hauptcharaktere zu den Nebencharakteren sind gut ausgearbeitet und nachvollziehbar dargestellt.

Die Handlung an sich hat mir auch gefallen, auch wenn es durch das viele Reisen keinen so steilen Spannungsbogen gab. Aber es gab immer wieder spannende und mitreißende Abschnitte, die mich gut bei Laune gehalten haben. Die ruhigeren Abschnitte waren für mich übrigens auch nicht zäh, sondern einfach nur etwas ruhiger.

Insgesamt hat mir die Geschichte richtig gut gefallen und ich freue mich auf den finalen zweiten Band!

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