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Veröffentlicht am 06.10.2021

Gerda und ich sind nicht so richtig warm geworden

Über die Grenze
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1942, Norwegen ist von den Nationalsozialisten besetzt und auch hier nimmt die Feindlichkeit gegen die Juden zu. Zwei jüdische Kinder sind auf der Flucht und warten auf ihren Begleiter über die Grenze ...

1942, Norwegen ist von den Nationalsozialisten besetzt und auch hier nimmt die Feindlichkeit gegen die Juden zu. Zwei jüdische Kinder sind auf der Flucht und warten auf ihren Begleiter über die Grenze nach Schweden. Doch dann geht alles schief und die beiden Flüchtlinge sind auf die 10 jährige Gerda und ihren wenig älteren Bruder Otto angewiesen. Auf ihrem gemeinsamen Weg lernen sich die vier unterschiedlichen Weggefährten besser kennen und erleben ein Abenteuer auf Leben und Tod.


Die Thematik Nationalsozialismus ist eine der schwersten Thematiken die in meinen Augen in der Kinder- und Jugendliteratur verarbeitet werden können. Und es dennoch ein sehr wichtiges Thema, das betroffen und nachdenklich macht, egal um welche Geschichte es sich dabei handelt.


Auf diese Geschichte bin ich durch Zufall gestoßen und war schon durch den Titel sehr neugierig auf die Handlung.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht ganz so leicht, da ich Gerda von Beginn an nicht wirklich mochte. Sie ist zwar jung, aber besonders zu Beginn in meine Augen für ihr Alter doch etwas zu naiv. Leider bin ich auch bis zum Ende der Geschichte nicht so richtig mit ihr warm geworden, auch wenn sich ihr Verhalten und auch ihre Denkweise durchaus weiterentwickeln.


Die Handlung an sich war spannend, mitreißend und hat mich durchaus berührt. Viele Eigenschaften wie Mut und Loyalität werden hier stark herausgestellt. Auch merkt man wie sehr die Charaktere sich trotz ihres jungen Alters in der kurzen Zeitspanne, in der wir sie begleiten weiterentwickeln. Diese Entwicklung hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Besonders die Entwicklung ihres Bruders war nachvollziehbar und gefiel mir gut. Auch die Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren verändern sich.


Insgesamt empfinde ich die Geschichte für das empfohlene Alter als Angemessen. Es werden nicht zu viele Details gegeben und das Thema Nationalsozialismus altersgerecht dargestellt. Auch ist es interessant aus der Sichtweise von Kindern zu lesen, die nicht in dem System der Nationalsozialsisten eingebunden sind. Für mich als erwachsene Leserin war die Geschichte allerdings etwas zu sehr an die empfohlene Altersgruppe angepasst. Insgesamt gebe ich gut 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.09.2021

Nicht ganz die Geschichte, die ich mir erwartet habe

Survivors - Die Flucht beginnt
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Zacky lebt in einem Riff tief im Meer zusammen mit anderen Meeresbewohnern. Als er eines Morgens erwacht hat sich die Welt um ihn herum aber vollkommen verändert und diese Veränderung beeinflusst nicht ...

Zacky lebt in einem Riff tief im Meer zusammen mit anderen Meeresbewohnern. Als er eines Morgens erwacht hat sich die Welt um ihn herum aber vollkommen verändert und diese Veränderung beeinflusst nicht nur Zackys Situation. Auch die anderen Bewohner des Riffs haben auf einmal unter Hunger und der Hitze zu leiden. Und so werden aus Freunden vorübergehend Feinde. Denn jeder möchte überleben. Aber am Ende müssen sich die Riffbewohner einig werden, was zählt mehr - das eigene Leben oder die Rettung des Riffs.


Ich muss sagen, ich bin ein riesiger Fan vom Meer. Aus diesem Grund hat mich das Cover und auch der Klappentext direkt angesprochen.


Der Einstieg in das Buch war dann eher schwierig. Ich konnte ich zu Beginn die Figuren und die Situation nicht einordnen und weiß auch am Ende nicht genau wodurch die Veränderung ausgelöst wurde. Ich habe einige Vermutungen, aber genau sagen kann ich es nicht. Das fand ich bis zum Ende des Buches sehr schade und stört mich auch nach dem Beenden sehr.

Die Figuren an sich waren gut gestaltet. Ich habe ein bisschen gebraucht um mit den meisten warm zu werden, aber nach einiger Zeit habe ich das dann ganz gut geschafft. Aber so richtig ans Herz gewachsen ist mir niemand. Das ist etwas schade gewesen, da ich die Idee von den Riffbewohnern wirklich gut finde.

Das Riff selbst finde ich toll. Es ist anschaulich und gut nachvollziehbar geschrieben und die Atmosphäre die hier geschaffen wird fand ich sehr nachvollziehbar.


Insgesamt hatte ich mir von der Geschichte mehr erhofft. Man spürt sehr deutlich, dass es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handelt und es wird sehr viel einführende Handlung beschrieben. Ich hoffe, dass im zweiten Teil der Reihe etwas mehr Spannung aufkommt und die Geschichte etwas mehr Fahrt aufnimmt. Trotz kleinerer Schwachpunkte freue ich mich darauf die Geschichte weiter zu lesen.

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Veröffentlicht am 29.09.2021

Fantasievolle und abenteuerliche Geschichte mit tollen Illustrationen

Anouk, die nachts auf Reisen geht (Anouk 1)
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Anouk findet es doof, dass sie abends schlafen gehen soll obwohl Mama und Papa noch wach bleiben dürfen. Als Anouk von einem Tag auf den anderen dann aber gerne ins Bett geht staunen die Eltern nicht schlecht. ...

Anouk findet es doof, dass sie abends schlafen gehen soll obwohl Mama und Papa noch wach bleiben dürfen. Als Anouk von einem Tag auf den anderen dann aber gerne ins Bett geht staunen die Eltern nicht schlecht. Was sie nicht wissen: Anouk begibt sich nun jede Nacht auf eine Traumreise zu fernen Orten und in andere Zeiten und erlebt dort viele aufregende Abenteuer. Sie reist zu den Indianern und zu einem Schlittenhunderennen, sie besucht den Zirkus, die Piraten und steht auf einer großen Bühne. Von ihren Abenteuern erzählt sie am nächsten Morgen ihren Eltern, doch die glauben ihr nicht. Doch Anouk hat "Beweise" für ihre Abenteuer!


Als Kind fand ich es auch immer doof abends ins Bett gehen zu müssen. Umso gespannter war ich, wie die Autoren diese Geschichte gestaltet haben und ob sie für Kinder, die nicht schlafen gehen wollen vielleicht eine gute Geschenkidee wäre.

Schon auf den ersten Seiten ist mir der liebevolle Illustrationsstil aufgefallen. Und auch der Schreibtil der Autoren konnte mich direkt in die Geschichte hinein ziehen. Die Handlung ist logisch und kindgerecht aufgebaut. Aber auch beim Vorlesen ist die Geschichte eine Freude. Die Abenteuer von Anouk sind schön dargestellt und logisch aufgebaut.


In meinen Augen ist den Autoren hier ein tolles Kinderbuch gelungen, dass ich auf jeden Fall allen Eltern empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 17.09.2021

Leider wurde mir die Gesamtheit der Informationen aufgrund mangelnden Wissens bzgl. Tolkiens frühen Werken nicht ganz klar

Die Erfindung von Mittelerde
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Mittelerde ist schon seit meiner Jugend eine Welt, die mich sehr fasziniert. Ich habe schon mehrfach die Filme geschaut und auch der Ableger über die Reise der des Hobbits Bilbo Beutlin habe ich schon ...

Mittelerde ist schon seit meiner Jugend eine Welt, die mich sehr fasziniert. Ich habe schon mehrfach die Filme geschaut und auch der Ableger über die Reise der des Hobbits Bilbo Beutlin habe ich schon mehrfach geschaut. Ich mag die Landschaft, die vielen Details und den sehr ausgeprägten Weltaufbau sehr gerne. Auch die unterschiedlichen Sprachen, die für mich immer so fantastisch und fremdartig wirken, gefallen mir sehr. Besonders spannend finde ich auch die verschiedenen Völker und die sonderbaren Wesen, die sich in den verschiedenen Bereichen von Mittelerde finden lassen.

Schon zu Beginn des Buches wurde mir schnell klar, dass es in diesem Buch unendlich viele Informationen rund um Tolkiens Leben, seine Beziehungen und seine Erlebnisse gibt. Schnell wurde mir bewusst, dass Tolkien sein Leben und seine Erlebnisse in der Welt von Mittelerde und allgemein in seinen Erzählungen verarbeitet hat. Der Autor versteht es sehr gut dem Leser die kleinsten Details in der Geschichte sachlich darzulegen und diese in einen Kontext zu Tolkiens Leben zu bringen. Besonders spannend fand ich hier den isländischen Einfluss auf das Design der Hobbit-Behausungen. Ebenfalls gut gefallen hat mir die Ausarbeitung über den Einfluss aus allen vier Himmelsrichtungen. Der Autor bezog sich hierbei nicht nur auf einen Bereich, sondern auf so ziemlich alles erdenkliche, was die Welt von Mittelerde auch nur irgendwie betrifft. Es geht um Landschaften, Sprache, Menschen und Beziehungen, um Glauben, Verhalten und Götter.

Und auch wenn es viele sehr interessante Fakten gab, die mich absolut in ihren Bann ziehen konnten, habe ich mich mit dem Buch doch etwas schwer getan. Um alles Wissen aus diesem Buch zu verstehen und in sich aufzunehmen ist in meinen Augen eine umfassende Kenntnis von Tolkiens Werken unverzichtbar. Mir fehlte dieser Überblick und diese Kenntniss leider vollkommen. Hilfreich wäre es gewesen, wenn es eine Art Verzeichnis am Ende gäbe, die den Inhalt der verschiedenen Werke kurz erklärt bzw. wiedergibt. Oder aber eine kurze Einführung in die Werke, die Grundpfeiler und die wichtigsten Personen. Da es so etwas nicht gab war ich oft verloren, konnte nicht einordnen um welche Geschichte es geht und wie das jetzt mit den genannten Verbindungen zusammenhängt.

Desweiteren lassen mich die vielen Abbildungen etwas zwiegespalten zurück. Generell liebe ich Abbildungen in Büchern, besonders in Sachbüchern. Hier fehlte mir an vielen Stellen aber eine richtige Einbindungen der Abbildungen in das Geschriebene, z.B. in Form von Verweisen auf eine bestimmte Abbildung. Natürlich machten die Darstellungen an den jeweiligen Stellen durchaus Sinn, aber mir hat ein Verweis dennoch oft gefehlt.

Als letzten Punkt möchte ich noch anmerken, dass mir eine Karte von Mittelerde sehr gefehlt hat. Also ein allumfassende Karte oder mehrere Karten, die Teile von Mittelerde abbilden. Mir viel es besonders bei Örtlichkeiten teilweise sehr schwer mir diese räumlich und örtlich vorzustellen.


Insgesamt ist dieses Buch ein Hingucker und es macht auf jeden Fall Spaß das Buch durchzublättern, einzelne Abschnitte zu lesen und sich von der Welt inspirieren und faszinieren zu lassen. Der Autor stellt die Informationen sehr gut heraus und der Schreibstil ist gut verständlich. Leider fehlte mir aufgrund des mangelhaften Vorwissens teilweise der Kontext oder auch das Verständnis für Tolkiens Welt. Für absolute Fans der Welt ist dieses Werk bestimmte eine tolle Ergänzung zu ihrer Sammlung und auch für Wissbegierige finden sich hier viele tolle Informationen. Mich konnte es schlussendlich aber nicht ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 17.09.2021

Auch der zweite Fall der Reihe konnte mich überzeugen und gut unterhalten

Der Fall der linkshändigen Lady
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Enola ist es gelungen ihren beiden Brüdern, Mycroft und Sherlock Holmes zu entkommen und in London unterzutauchen. Doch natürlich wohnt und arbeitet auch Sherlock in London und so muss Enola sehr viel ...

Enola ist es gelungen ihren beiden Brüdern, Mycroft und Sherlock Holmes zu entkommen und in London unterzutauchen. Doch natürlich wohnt und arbeitet auch Sherlock in London und so muss Enola sehr viel Einfallsreichtum beweisen um nicht von ihrem großen Bruder entdeckt zu werden. Und da Enola nicht nur zu Hause sitzen möchte gründet sie unter falschem Namen ein Ermittlungsbüro. Als dann ihr erster Kunde Dr John Watson, ein guter Freund ihres Bruders, ist, stolpert Enola nicht nur in den Mittelpunkt in die Suche nach ihr Selbst, sondern auch in ihren nächsten Fall - den Fall der verschwundenen linkshändigen Lady.

Nachdem mich Band eins wirklich überzeugen konnte und mir Enola wirklich sympathisch geworden ist, konnte ich ihr nächstes Abenteuer kaum erwarten. Wie auch schon das erste Hörbuch, hat mir auch hier die Vertonung wieder sehr gut gefallen. Ich finde, dass die Sprecherin sehr gut zu der Figur der Enola passt und die verschiedenen Situationen stimmlich gut darstellen kann.

Die Handlung und die sich ergebenen Rätsel haben mir auch wieder sehr gut gefallen. Alles ist etwas verworren, aber nicht so sehr, dass ich den Überblick verloren hätte. Die Geschichte und der Erzählstil lassen wieder viel Raum für Spekulationen und eigene Vermutungen.

Während der Geschichte tauchen einige bekannte Charaktere auf, weshalb ich empfehlen würde zuerst den Vorgänger zu hören. So werden wahrscheinlich einige Andeutungen besser verständlich sein. Die neuen Charaktere haben mir ebenfalls gut gefallen. Sie waren individuell und gut voneinander unterscheidbar. Sie passten alle sehr gut in die Geschichte.

Insgesamt war auch dieses Hörbuch wieder ein Genuss. Ich habe Enola wirklich ins Herz geschlossen und freue mich auf weitere Abenteuer mit ihr. Wie auch schon Band eins der Reihe kann ich auch dieses Hörbuch wieder empfehlen.

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