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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2021

Eine Geschichte, die wichtig ist und zum Nachdenken anregt.

Dunkelnacht
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Penzberg ist ein kleiner Ort in Bayern. Wenige Tage vor dem Ende des zweiten Weltkriegs, die Front nur wenige Kilometer von der Ortsgrenze entfernt bereiten sich die Menschen auf die Zeit nach dem Krieg ...

Penzberg ist ein kleiner Ort in Bayern. Wenige Tage vor dem Ende des zweiten Weltkriegs, die Front nur wenige Kilometer von der Ortsgrenze entfernt bereiten sich die Menschen auf die Zeit nach dem Krieg vor. Jeder auf seine eigene Art.

Mehr möchte ich hier zum Inhalt nicht verraten, denn die Kraft dieses Buches ist die Ungewissheit sowie das Unbehagen, das man beim Lesen verspürt. Anfangs musste ich mich an den Erzählstil gewöhnen. Auch die Figuren waren anfangs für mich schwer greifbar. Diese hat sich aber sehr schnell geändert. Während des Lesens habe ich alles um mich vergessen. Ich habe mit den Figuren gelitten, gezweifelt und mich auch gefreut. Die Atmosphäre in diesem kleine Ort, die sich in diesem kurzen Handlungszeitraum stark verändert ist bei mir sehr gut angekommen. Auch wenn ich mich mit dem Grundthema dieses Buches schon oft befasst habe konnte es mich ergreifen und die Ereignisse haben mich sowohl geschockt als auch nachdenklich gemacht.

Für mich ein ergreifendes, sehr interessantes Buch. Es bietet sowohl Spannung als auch die Möglichkeit etwas zu lernen. Vor allem macht diese Geschichte aber nachdenklich und lässt mich die damalige sowie die heutige Zeit kritisch hinterfragen. Trotz des stolzen Preises absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 14.03.2021

Leider eher informativ als spannend. Das Finale war ein kleiner Lichtblick.

Das Lapislazuliherz
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Brüssel im 15 Jahrhundert - die 13-jährige Louise zieht mit ihrer Mutter nach dem Tod ihres Vaters zu den Beginen, die damals der Hexerei beschuldigt wurden. Von ihrem Vater, einem Farben- und Ölhändler, ...

Brüssel im 15 Jahrhundert - die 13-jährige Louise zieht mit ihrer Mutter nach dem Tod ihres Vaters zu den Beginen, die damals der Hexerei beschuldigt wurden. Von ihrem Vater, einem Farben- und Ölhändler, hat Louise viel über das Mischen und Herstellen von Farben gelernt. Daher ist ihr größter Wunsch Malerin zu werden. Als sie dann dem berühmten Maler Rogier van de Weyden begegnet ist sie ihrem Traum so nah wie nie. Aber leider dürfen Mädchen in dieser Zeit nicht malen!

Wow! Was für ein schönes Cover. Dieses Buch war definitiv ein Coverkauf, auch wenn ich den Klappentext interessant fand. Der Einstieg in die Geschichte war sehr interessant. Ich konnte mich gut fallen lassen und mich gut in die Geschichte eingefunden. Louises Zeit bei den Beginen und ihre Interaktion mit diesen ist gut beschrieben und nachvollziehbar. Das erste Auftreten von Rogier van der Weyden war dann eher unscheinbar, hat mir aber dennoch gut gefallen. Dann beginnt auch erst die eigentliche Handlung. Louises Weg war ab hier teilweise nicht unbedingt nachvollziehbar und oft sehr langgezogen. Die sehr ausführlichen Erklärungen zu Farben und Ölen wiederholten sich und haben mich beim Lesen doch immer wieder ins Stocken gebracht. Die Differenzen mit den Gesellen des Malers und auch die Begegnung und die Interaktion mit Raphael de Mercatel waren interessant, aber auch hier hat die Autorin über lange Strecken das Potential in meinen Augen nicht voll ausgenutzt. Louise an sich wurde mir mit ihrer Art und ihren Handlungen im Verlauf der Geschichte auch immer unsympathischer. Das letzte Drittel der Geschichte konnte mich dann doch noch mitreißen. Es kommt die langersehnte Spannung auf und endlich passiert etwas außerhalb des künstlerischen Bereichs. Leider war dieser Abschnitt dann zu wenig ausgearbeitet. Meine persönliche Ansicht ist, dass man den ersten Teil deutlich hätte kürzen sollen und dafür das Finale besser ausbauen sollen.

Insgesamt war das Buch über lange Strecken eher informativ als spannend. Die Autorin verliert sich ein bisschen in den Erklärungen bzgl. Farben und deren Herstellung. Hier wiederholt sich auch einiges. Louises Geschichte ist durchaus interessant und hat viel Potential. Am Ende hat mich trotz eines überraschend guten Finales das Buch nicht ganz überzeugt.

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Veröffentlicht am 14.03.2021

Für mich fehlt hier die Nachvollziehbarkeit.

Das verwunschene Schloss
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Linda ist nicht begeistert. Ihr Vater hat ein altes Schloss ersteigert und dort will die Familie nun ein Hotel eröffnen. Als sie am Schloss ankommen stehen überall gruselige Wasserspeier, der Zustand des ...

Linda ist nicht begeistert. Ihr Vater hat ein altes Schloss ersteigert und dort will die Familie nun ein Hotel eröffnen. Als sie am Schloss ankommen stehen überall gruselige Wasserspeier, der Zustand des Schlosses ist deutlich schlechter als erwartet und die ganze Atmosphäre ist sehr angespannt. Als dann immer wieder seltsame Dinge geschehen und auf einmal ein Wasserspeier mit Linda spricht ist es schon zu spät - Linda befindet sich mitten im Abenteuer.

Anfangs konnte ich mich gut in die Geschichte einfinden. Mir haben Lindas Eltern sehr gut gefallen und das Ankommen am Schloss war schön beschrieben. Insgesamt war mir die Familie sehr sympathisch. Leider kam dann sehr schnell die Ernüchterung. Die Grundidee blieb zwar über die gesamte Zeit interessant, allerdings war die Umsetzung sehr dürftig. Mir fehlte es an Zusammenhängen, Erklärungen und einer gewissen Logik. Leider wirkten auch die Charaktere nicht sehr gut ausgearbeitet. Besonders enttäuscht war ich dann von dem Ende. Hier hätte die Autorin einfach viel mehr aus der Idee heraus holen können. Am Ende habe ich nicht verstanden, wie sich die Situation dann aufgelöst hat.

Insgesamt wirkt die Handlung auf mich eher wie ein Skript und nicht fertig ausgearbeitet. Auch die Charaktere sind vom Ansatz gut, aber auch hier fehlt es mir an Tiefe und Greifbarkeit.

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Veröffentlicht am 14.03.2021

Anfangs etwas langatmig, am Ende aber doch überzeugend.

Ein Fall für Wells & Wong 1: Mord ist nichts für junge Damen
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(1934) Daisy Wells und Hazel Wong gehen zusammen auf das Deepdean-Mädcheninternat. Sie sind beste Freundinnen und haben zusammen eine Detektei gegründet - Wells & Wong. Bis auf kleinere Fälle, wie eine ...

(1934) Daisy Wells und Hazel Wong gehen zusammen auf das Deepdean-Mädcheninternat. Sie sind beste Freundinnen und haben zusammen eine Detektei gegründet - Wells & Wong. Bis auf kleinere Fälle, wie eine verschwundene Krawatte haben die Beiden allerdings noch keinen Fall gelöst. Doch dann findet Hazel die Leiche der Lehrerin Miss Bell. Aber diese Leiche verschwindet und Hazel ist die einzige Zeugin. Und während alle im Internat von einem seltsamen Verschwinden ausgehen ermitteln Wells & Wong in ihrem ersten richtigen Fall.

Dieses Buch war ein absoluter Spontankauf. Das Cover finde ich persönlich wenig ansprechend, umso interessanter klang dann aber der Klappentext. Zudem finde ich das Setting eines Mädcheninternats um 1930 sehr spannend. Und dieses interessante Setting konnte mich dann auch während des Lesens faszinieren. Die Umgangsformen und die vermittelten Werte wurden gut dargestellt und haben mich doch zum Nachdenken gebracht. Der Mordfall an sich war gut gewählt, die Ermittlungen dazu waren allerdings etwas in die Länge gezogen. Die richtigen Hinweise und Spuren werden erst in der zweiten Hälfte des Buches entdeckt, davor gibt es sehr viel Rückblenden in die Vergangenheit von Hazel und die Autorin verliert sich teils etwas in nebensächlichen Details. Dies war für mich dann auch ein Grund in der Mitte des Buches darüber nachzudenken das Buch abzubrechen. Schlussendlich bin ich aber froh über diese Längen hinweg gelesen zu haben. Das Finale und die Auflösung des Falls hat mir dann wieder richtig gut gefallen und meine Meinung vom Buch nochmal deutlich aufgewertet.
Die Figuren in der Geschichte waren leider etwas anstrengend. Besonders mit Daisy bin ich nicht ganz warm geworden. Ihre Ansichten und auch ihr Umgang mit Hazel fand ich doch etwas grenzwertig, allerdings auch in Teilen passend zu der Zeit, in der die Geschichte spielt. Neben den beiden Detektivinnen konnte ich mir die Lehrer am besten Vorstellen. Diese waren charakterstark gezeichnet und konnten mich unterhalten. Die Mitschülerinnen von Hazel & Daisy waren dagegen sehr blass und mit wenig Tiefe.

Insgesamt lebt die Geschichte besonders in der ersten Hälfte von einem interessanten Setting und dem Kennenlernen der Gegebenheiten. Die eigentlich Ermittlung braucht sehr lange um in Gang zu kommen. Den Mordfall an sich fand ich durchaus interessant und das Finale konnte mich dann am Ende doch überzeugen.

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Veröffentlicht am 09.03.2021

Amüsante Charaktere, interessante Welt und spannende Handlung - hat mir gut gefallen.

Celestial City - Akademie der Engel
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Nichts ist wie es war seit die Engel auf die Erde gefallen sind. Nun herrschen Dämonen und Engel über die Erde und die Menschen müssen sich ihren Regel fügen. So auch Brielle bzw. Brie, deren Mutter ihre ...

Nichts ist wie es war seit die Engel auf die Erde gefallen sind. Nun herrschen Dämonen und Engel über die Erde und die Menschen müssen sich ihren Regel fügen. So auch Brielle bzw. Brie, deren Mutter ihre Seele an einen Dämon verkauft hat. Dadurch ist ihr Schicksal besiegelt ehe ihr Leben so richtig begonnen hat. Doch als ihr bei ihrer Erweckungszeremonie schwarze Flügel wachsen überschlagen sich die Ereignisse. Bries vorherbestimmtes Leben ist auf einmal gar nicht so vorhersehbar.

Mein erster Gedanke: Wow, was für ein schönes Cover - aber Engel sind eigentlich nicht so meins!

Und so habe ich dieses Buch aufgrund seines Covers und nicht aufgrund seines Inhalts gekauft, denn ich muss sagen, dass Engel eigentlich nicht so mein Fall sind. Doch dann habe ich das Buch einfach mal anlesen wollen und zack waren mehrere Stunden um und das Buch war beendet. Überraschender Weise hat mich dieses Buch von sich überzeugen können.
Schon der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Die beschriebene Welt ist spannend, gut vorstellbar und logisch aufgebaut. Brielle zeigt sich schnell taff und unterhaltsam. Diese Einstellung behält sie sich auch nach den überraschenden Ereignissen, die ihr Leben über den Haufen werfen, bei. Leider wird auch schnell klar, dass Brie sehr stark von ihren Hormonen beeinflusst wird. Daran musste ich mich etwas gewöhnen und ich habe auch mehrfach nicht mehr aufhören können mit den Augen zu rollen, dennoch mochte ich Brie wirklich gerne. Denn diese überzogene Art in ihrem ganzen Auftreten macht einfach sympathisch. Auch die Freunde von Brie haben mir gut gefallen. Zudem waren die Figuren gut gezeichnet und hatten interessante Charakteristika.
Die Handlung an sich wirkt sehr flüssig und ich bin durch die Geschichte nur so geflogen. Ich hatte nicht das Bedürfnis zu unterbrechen oder eine Pause zu brauchen.

Insgesamt hat mich das Buch positiv überrascht. Die Welt und die Figuren sind überraschend, amüsant und gut dargestellt. Brie an sich ist etwas überzogen dargestellt und dadurch sowohl sympathisch als auch manchmal etwas anstrengend. Von mir gibt es für dieses Buch starke 4 Sterne.

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