Ainia verliert an Sympathie
Ainias RacheAinia wurde aus Themiskyra verbannt und verlässt die Amazonenstadt. Nach dem Verlust Kassians am Boden zerstört, wird sie vom geheimnisvollen Undercover-Agenten Duke bei sich aufgenommen. Bei ihm findet ...
Ainia wurde aus Themiskyra verbannt und verlässt die Amazonenstadt. Nach dem Verlust Kassians am Boden zerstört, wird sie vom geheimnisvollen Undercover-Agenten Duke bei sich aufgenommen. Bei ihm findet sie Trost und Geborgenheit, während sich in der Welt bereits die Vorboten der drohenden Apokalypse bemerkbar machen, denn mit der weltweiten Erschöpfung der Erdölressourcen beginnt das Gefüge der modernen Gesellschaft zu bröckeln. Als sich die Lage zusehends zuspitzt, beschließen die beiden, in Ainias alte Heimat zurückzukehren. Aber ist Duke wirklich der, der er vorgibt zu sein?
"Ainias Rache" ist der zweite Teil einer Reihe, man sollte Teil eins gelesen haben um alle Zusammenhänge verstehen zu können. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei der Autorin für das Leseexemplar bedanken. Dies beeinflusst meine Meinung allerdings nicht.
Bei "Ainias Geheimnis" hsbe ich eine ganze Weile gebraucht um mich gut in die Geschichte einzufinden. Das war hier kein Problem, die Geschichte knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Doch gleich zu Beginn kommt eine herbe Enttäuschung durch die Ainia viele Sympathiepunkte verloren hat. Ihren schnellen Wandel kann ich einfach nicht nachvollziehen und er war für mich auch nicht schlüssig. Genauso wenig passte die lange Zeit die sich Ainia bei Duke verkriecht absolut nicht zu dem Bild was ich mir von der Amazone gemacht habe. Später findet sie woeder mehr zu sich selbst und bekämpft sogar ihre Kleptomanie. Was ihr aber nach der anfänglichen Tat auch nicht allzu schwer fällt, immerhin hat sie nun genug Geld.
Während der Geschichte gibt sie ein Versprechen und ich fand es toll wie sie für dessen einlösen gekämpft hat. Da konnte sie wieder Pluspunkte sammeln.
Als störend empfand ich auch dass gefühlt 80% der Männer auf die sie trifft auf sie abfährt und ein Date mit ihr möchte. Das war dann doch zu viel, auch wenn ich den Eindruck hatte dass es eher zur Unterhaltung diente.
Der Schluss ist wieder offen, jedoch nicht mit so einem spannenden Cliffhanger ausgestattet wie der letzte. Für mich hat die Reihe auch leider ihren Reiz verloren, zumal nun ein neuer Männername auftaucht.
Der Schreibstil reißt für mich viel raus. Dani Aquitaine schafft es mich mit spritzigen Dialogen und Wortspitzen gut zu unterhalten und beschert mir gleichzeitig Kopfkino, vor allem im Bezug auf den Verfall. Die Seiten verfliegen schnell.
Das Cover passt sehr gut zum ersten Teil an den es stark abgelehnt ist. Die Farbe im Hintergund ist dieses Mal rot, was dem ganzen einen dramatischeren Touch gibt.
Ich finde es schade dass vieles was im ersten Teil als wichtig erachtet würde nun so in Vergessenheit geriet. Vielleicht ist das von der Autorin so gewollt, mir hat aber zu viel gefehlt. Kassian wirf zu schnell abgehandelt die Amazonenstadt Themyskira ist so gut wie gar kein Thema mehr und auch um den Bösewicht Ryu ist es ruhig geworden. Vielleicht wird dahingehend im nächsten Teil wieder mehr kommen?
Leider hat mich dieser Teil nicht überzeugen können. Ainia verliert zu viel an Sympathie und das mir die Protagonistin sympathisch ist, ist für mich eine wichtige Voraussetzung. Die Geschichte ist gut und spannend gehalten, die Weltuntergangsstimmung kommt sehr gut rüber und ist authentisch, trotzdem denke ich dass ich die Reihe nicht mehr weiter verfolgen werde.