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Veröffentlicht am 17.11.2025

Die Hexe und der Trickster

The Witch's Heart - Das Verhängnis
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Basics:
Das Buch ist ein historischer Roman mit Retelling der nordischen Saga um die Hexe Angrboda und ihren Lebensweg. Die ursprüngliche Saga wird hierbei fast orginialgetreu erzählt mit wenigen Änderungen ...

Basics:
Das Buch ist ein historischer Roman mit Retelling der nordischen Saga um die Hexe Angrboda und ihren Lebensweg. Die ursprüngliche Saga wird hierbei fast orginialgetreu erzählt mit wenigen Änderungen zum Ende hin.
Fazit: ⭐️⭐️⭐️
Mir hat das Buch leider nicht gefallen, da mir weder die Geschichte, noch der Schreibstil sonderlich viel abgewinnen konnten. Aus meiner Sicht ist der Roman eher für Historienfans geeignet, die die Geschichte um Angrboda in Romanform erleben möchten. Da die Geschichte kaum abgeändert wurde, hat mir auch der angekündigte feministische Touch gefehlt.
Bewertung:
Story - 3/5
Charaktere - 3/5
Schreibstil - 3/5
Action - 3/5
Romance - 2/5
Ausführlich:
Die Geschichte erzählt von Angrboda, einer Hexe, die von Odin gefoltert und bestraft wurde, da sie ihm die Magie des Saids nicht geben wollte. Sie kann fliehen und lebt abgeschottet in einer Höhle, wo sie durch den Handel von Kräutern und Tränken überlebt, die sie der Riesin Skadi verkauft und es entsteht eine Freundschaft.
Sie begegnet außerdem Loki und zwischen den beiden entsteht eine romantische Liebesbeziehung, aus der 3 Kinder entstehen. (Mehr ist spoilerfrei nicht zu erzählen.) Im großen und ganzen geht es dann weiterhin um die Beziehung zu Loki, eine Prophezeiung und Angrbodas Weg zur Selbstfindung.
Die Geschichte ist sehr düster und brutal, wie es nordische Sagen so an sich haben, und stellenweise auch sehr verwirrend. Die Autorin hält sich hier stark an das Original, jedoch hätte ich mir hier einige Änderungen gewünscht, dass es sozusagen eine eigene Neuinterpretation wird. Dadurch wäre es für mich etwas stimmiger gewesen.
Die Handlung tröpfelt leider zumeist vor sich hin, gepaart mit einem sehr nüchternen Schreibstil, was in mir häufig ein Gefühl der Langeweile hervorgerufen hat und sich sehr zäh anfühlte. Mittig wird das Erzähltempo plötzlich drastisch angezogen, anschließend wird es wieder sehr langatmig. Action gibt es wenig und die vorhandenen dramatischeren Szenen werden leider auch nur sehr kurz abgehandelt.
Die Charaktere haben mir teilweise gefallen, v.a. die Freundschaft zwischen Angrboda und Skadi war herzerwärmend und stimmig. Alle anderen Beziehungen und Charaktere wirkten auf mich allerdings eher flach und teilweise ebenfalls unlogisch ausgearbeitet, sodass ich deren Handlungen kaum nachvollziehen konnte. Auch Angrbodas Verhaltensweisen und Gedanken gegen Ende hin waren für mich nicht verständlich.
Insgesamt hat mich das Buch also enttäuscht, da ich hier viel Potenzial gesehen habe, das nicht ausgeschöpft wurde. Wer sich sehr für die Mythologie dahinter interessiert, wird hierbei sicher seine Freude haben. Wer einen spannenden historischen oder Fantasy Roman erwartet, der wird mit “The Witch’s Heart” nicht auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Charmed meets Urban Romantasy

Hexenbrut & Jägerblut
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Basics:

Das Buch ist ein Episodenroman im Genre Urban Fantasy/Romantasy. Wir begleiten die Hexe Samina und den Dämonenjäger Kuro auf ihrem gemeinsamen Weg gegen das Böse. Das Buch enthält 9 Kurzgeschichten, ...

Basics:

Das Buch ist ein Episodenroman im Genre Urban Fantasy/Romantasy. Wir begleiten die Hexe Samina und den Dämonenjäger Kuro auf ihrem gemeinsamen Weg gegen das Böse. Das Buch enthält 9 Kurzgeschichten, die allerdings inhaltlich zusammenhängen, und jeweils an einem Feiertag des Hexenkalenders spielen. Der Leser erlebt so mehrere Episoden, so als würde man eine Fernsehserie anschauen wie z.B. Charmed oder Grimm.

Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich war positiv überrascht von dem Format des Episodenromans, da ich so etwas vorher noch nie zuvor gelesen hatte. Das Buch umfasst auch nur knapp 180 Seiten, weshalb es ein sehr kurzweiliges Leseerlebnis ist. Das Konzept der kurzen Episoden hat mir gut gefallen. Hierbei lernen wir sogar noch etwas über Mythologien und das Hexenjahr, da die Feiertage vor jeder Episode erklärt werden und viele Sagengestalten und Dämonen aus verschiedenen Legenden einen Gastauftritt haben. Das ganze hat mich wirklich an die Serie Charmed oder Grimm erinnert und war etwas ganz besonderes.

Der Roman hat allerdings ein paar “Kinderkrankheiten”:

Der Schreibstil ist mir persönlich zu flott gewesen. Da das Buch nur so wenig Seiten hat und es eben eher Kurzgeschichten sind, war die Handlung immer sehr schnell vorbei. Die Charaktere sind sehr liebenswert, die Dialoge haben mir auch sehr gefallen und die Romantik ließ mich selbst ein Kribbeln im Bauch spüren, das war wirklich süß.

Durch den hastigen Schreibstil waren diese schönen Momente leider allzu schnell vorbei und ich hätte mir tatsächlich gewünscht, dass das Buch doppelt so groß ist.

Zwischendurch waren einige Formulierungen etwas holprig, teilweise kitschig, aber das hielt sich sehr in Grenzen, weshalb ich trotzdem gerne 4 Sterne vergebe. Ebenso empfand ich einige Handlungen von Nebencharakteren als unlogisch. Zudem gab es noch einige Rechtschreibfehler etc. (Ich wage hier keine Spekulationen über das Lektorat zu äußern.)

Empfehlung? Jein. Wie oben beschrieben ist der Roman etwas ganz Spezielles. Wenn man sich darauf einlassen kann und gerne einen flotten Schreibstil genießt oder Kurzgeschichten mag, dem wird Hexenbrut und Jägerblut sehr viel Freude bereiten! Für den nächsten Roman würde ich mir wünschen, mit noch mehr Text und Ausformulierungen tiefer eintauchen zu dürfen, denn die Story und die Charaktere haben sehr viel Potential!

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Solide High-Fantasy mit Schwächen

CROWN AND EMPIRE
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Basics:

Klassische High-Fantasy mit Magiern und einem Königreich voller Intrigen. Wir folgen drei Handlungssträngen und mehreren Charakteren mit unterschiedlichen Motivationen und Standpunkten.

Fazit: ...

Basics:

Klassische High-Fantasy mit Magiern und einem Königreich voller Intrigen. Wir folgen drei Handlungssträngen und mehreren Charakteren mit unterschiedlichen Motivationen und Standpunkten.

Fazit: ⭐️⭐️⭐️

Ich habe ein E-Book als Rezensionsexemplar erhalten.

Das Buch war ok, nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut in meinen Augen. Es ist auf jeden Fall speziell und für die richtige Zielgruppe lesenswert.

Ich persönlich bin v.a. mit dem Schreibstil leider nicht warm geworden. Die Geschichte ist sehr klassisch aufgebaut, die Handlung an sich fand ich gut. Allerdings gab es hier auch keine Neuerungen oder Besonderheiten, keine sehr überraschenden Twists. Ich empfehle: Lies die Leseprobe, um zu entscheiden, ob dich das Buch vom ersten Moment an packt. Wenn ja, dann ist es eine Empfehlung. Wenn nein: gleich weglegen.

Bewertung:

Die Story war ok, aber nichts besonderes. Leider empfand ich einige Handlungsstränge als forciert herbeigeführt und dadurch etwas unlogisch. (Plötzliche “Meinungsänderung” eines Charakters, damit die Geschichte in die richtige Richtung gelenkt wird.)

Die Charaktere waren (v.a. durch den Schreibstil) für mich nicht nahbar und haben auch ab und zu unlogisch/unpassend gehandelt. Das Worldbuilding ist ok, allerdings wie oben genannt eine klassische Fantasywelt ohne Neuerungen.

Es gibt wirklich viele Actionszenen, allerdings waren die für meinen Geschmack zu kurz und Stichpunktartig formuliert, dass es für mich kaum Spannung gab.

Für Romantasy-Leser: Es gibt keinen Spice und keine Romance! Finger weg! (Ich wusste natürlich vorher schon, dass es sich um eine High-Fantasy handelt!) ;D



Der Schreibstil (der mir nicht gefallen hat, aber vielleicht ist das ja genau dein Ding!):

Die Autorin beschreibt sehr geradlinig und prägnant in kurzen Sätzen den Handlungsablauf. Es ist in der 3. Person geschrieben mit einem allwissenden Erzähler. Charakterisierungen etc. werden sehr direkt beschrieben (z.B. “Der Mann war sehr gutmütig.”) Mimik, Gestik und Umgebungsbeschreibungen, sowie Stilmittel werden nur sehr sporadisch verwendet. Im Gegenzug werden häufig Gegebenheiten in der Welt sehr ausführlich beschrieben, obwohl die Ausführungen für mich nicht notwendig für das Verständnis gewesen wären.

Ich persönlich bevorzuge längere Sätze, viele Metaphern und Vergleiche und indirekte Beschreibungen der Handlung, deshalb war das Buch nichts für mich.

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