Profilbild von PMelittaM

PMelittaM

Lesejury Star
offline

PMelittaM ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit PMelittaM über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2026

Die Message ist angekommen

Das Jahr des Dugong – Eine Geschichte für unsere Zeit
0

Der Vermögensverwalter Toby Markham wacht nach einem Unfall an einem Ort auf, den er nicht zuordnen kann, zudem besucht ihn eine Anwältin, da man ihm den Prozess machen wolle.

John Ironmonger konnte ...

Der Vermögensverwalter Toby Markham wacht nach einem Unfall an einem Ort auf, den er nicht zuordnen kann, zudem besucht ihn eine Anwältin, da man ihm den Prozess machen wolle.

John Ironmonger konnte mich schon mehr als einmal überzeugen, und ist so auf meiner Liste der Autoren gelandet, deren Werke ich unbedingt alle lesen möchte. Nach dem Wal und dem Eisbär lockte mich nun das Dugong, auch Gabelschwanzseekuh oder Seeschwein genannt, das man auch auf dem Cover bewundern kann, und zu dem sich ein bisschen Recherche lohnt.

Allerdings tritt das Dugong im Roman nicht selbst auf, sondern die Geschehnisse finden im Jahr des Dugong statt, wie auch der Titel schon sagt. Nein, das hat nichts mit einem chinesischen oder anderen Horoskop zu tun, man muss schon den Roman lesen, um den Titel zu verstehen.

John Ironmonger schafft es gut, die unklare Stimmung, die zu Beginn herrscht, fühlbar zu machen, es hat schon etwas fast gruseliges. Später wird deutlich, worum es geht, aber auch das gibt zunächst ein ungutes Gefühl.

Wie man es vom Autor nicht anders erwartet, hat auch dieser Roman mit den sich verändernden Umweltbedingungen zu tun. Man kann nur hoffen, dass es doch noch zu einem rechtzeitigen Umdenken kommt.

Toby Markham ist kein sympathischer Protagonist, in Rückblenden erlebt man ihn in verschiedenen Situationen, die ihn in ein eher schlechtes Licht rücken. Erst im späteren Verlauf bekommt man ein besseres Bild von ihm. Andere Charaktere lernt man nur am Rande kennen, manche hinterlassen aber durchaus Eindruck.

Der Roman ist kurz, eher eine Novelle, aber knackig, seine Message kommt an, er sollte gelesen werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 13.02.2026

Sehr empfehlenswerte Kurzgeschichte aus dem Expanse-Universum

Der Schlächter der Anderson-Station
0

Die Kurzgeschichte aus dem Expanse-Universum erzählt die Geschichte des Colonel Frederick Lucius Johnson, der als Schlächter der Anderson-Station bekannt wurde. Doch wie war es wirklich und wie wurde er ...

Die Kurzgeschichte aus dem Expanse-Universum erzählt die Geschichte des Colonel Frederick Lucius Johnson, der als Schlächter der Anderson-Station bekannt wurde. Doch wie war es wirklich und wie wurde er zu dem Fred Johnson, den die Crew der Rozinante bereits im ersten Band trifft?

Die Kurzgeschichte soll zwischen Band 1 und Band 2 gelesen werden, und so habe ich es auch gemacht. Es macht Sinn, wenn man Fred Johnson bereits kennt, und sich wahrscheinlich gefragt hat, wie er zu diesem nicht gerade netten Zusatznamen kam. Hier wird Fred Johnson nun ein gutes Stück greifbarer, und ich bin gespannt darauf, ihn in der Reihe wiederzutreffen.

Diese erste Kurzgeschichte zur Reihe macht diese ein wenig runder, und sollte, wie bereits erwähnt nach dem ersten Band gelesen werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 11.02.2026

Mit dem zweiten Band hat mich die Reihe endgültig gepackt

BRZRKR 2
0

Im zweiten Band der Comicreihe wird der Protagonist ein bisschen zugänglicher, man erlebt ihn im fast privaten Rahmen, während eines Einsatzes und in Rückblenden in seine Vergangenheit, eine Vergangenheit, ...

Im zweiten Band der Comicreihe wird der Protagonist ein bisschen zugänglicher, man erlebt ihn im fast privaten Rahmen, während eines Einsatzes und in Rückblenden in seine Vergangenheit, eine Vergangenheit, die Jahrtausende umfasst.

Zudem erhält man auch einen näheren Blick auf diejenigen, die mit seinen Fähigkeiten experimentieren. Diese Experimente geschehen zwar mit seiner Zustimmung, da er sich erhofft, mehr über sich zu erfahren, vor allem über seine Unsterblichkeit, lassen aber Zweifel entstehen.

Die rote Farbe, die in Band 1 noch dominierte, wird hier ein wenig zurückgenommen, trotzdem bleibt es natürlich relativ blutig, das gehört einfach zu diesem Protagonisten dazu. Die Zeichnungen sind erneut gelungen und sehr atmosphärisch. Im Anhang findet sich wieder eine Covergalerie inklusive zusätzlichem Artwork.

In Band 2 zieht für mich die Spannung deutlich an, der Cliffhanger am Ende macht dies nicht besser.

Spätestens jetzt hat mich die Geschichte komplett gepackt und ich muss einfach weiterlesen. Gerne empfehle ich die Reihe an erwachsene Leser:innen, für die es ein auch blutig sein darf, man sollte aber unbedingt die Bände der Reihe nach lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 10.02.2026

Ein Prequel zur Hexersaga

Kreuzweg der Raben
0

Der achtzehnjährige Hexer Geralt hat seine Ausbildung in Kaer Morhen abgeschlossen und ist das erste Mal unterwegs, um Aufträge zu erfüllen und Monster zu bekämpfen. Doch gleich zu Beginn meint er es zu ...

Der achtzehnjährige Hexer Geralt hat seine Ausbildung in Kaer Morhen abgeschlossen und ist das erste Mal unterwegs, um Aufträge zu erfüllen und Monster zu bekämpfen. Doch gleich zu Beginn meint er es zu gut, und wird verhaftet. Ein älterer Hexer, Preston Holt, rettet ihn vor der Hinrichtung und unterbreitet ihm ein Angebot.

Ich bin ein großer Fan der Romane und Kurzgeschichten um Geralt von Riva, vor allem auch wegen des unnachahmlichen Schreibstils seines Schöpfers, Andrzej Sapkowski. Natürlich kenne ich auch die Verfilmungen und Games.

Erstaunlicherweise hatte ich trotzdem zunächst etwas Probleme, in den Roman zu kommen, das legte sich aber zum Glück schnell wieder. Genau sagen, woran es lag, kann ich nicht, vielleicht hatte ich einfach Probleme mit dem jungen und noch eher unerfahrenen Geralt. Andererseits schien auch der Autor einen Moment zu benötigen, um seinen gewohnten Schreibstil wieder zu finden.

Die Erzählung besteht aus verschiedenen Erlebnissen, die locker miteinander verbunden sind, am Ende wird aber klar, dass es durchaus einen Erzählbogen gibt. Da Geralt noch so jung ist, fehlen viele der bekannten und beliebten Charaktere, die man aus den anderen Werken kennt, kein Rittersporn, keine Yennefer, an Ciri ist sowieso nicht zu denken. Aber ganz ohne ein bekanntes Gesicht geht es auch nicht, so tritt die Priesterin Nenneke auf. Aber auch die Charaktere, die man hier kennen lernt, sind interessant, mir gefiel vor allem die patente Zauberin Vrai Natteravn die eine wichtige Rolle spielt.

Mich hat das Prequel zur Hexersaga sehr gut unterhalten, wer Geralt von Riva mag, kann bedenkenlos zugreifen, für jene, die ihn noch nicht kennen, könnte es ein guter Einstieg sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2026

Es bleibt spannend

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
0

Irida und ihre Freund:innen wissen nun, was sie ist, und nicht nur das, sie wissen, dass und von wem die Anderswelt bedroht wird, und versuchen alles, um zu verhindern, dass diese Erfolg haben.

Die Fronten ...

Irida und ihre Freund:innen wissen nun, was sie ist, und nicht nur das, sie wissen, dass und von wem die Anderswelt bedroht wird, und versuchen alles, um zu verhindern, dass diese Erfolg haben.

Die Fronten sind nun klar, es geht jetzt darum, Schlimmes zu verhüten und Klarheiten zu schaffen. Es stellt sich zudem auch weiterhin heraus, dass Sagen und Legenden manchmal realer sind, als gedacht. So müssen sich die Furchtlosen erneut Wesen stellen, die ziemlich gefährlich sind, erhalten aber auch Unterstützung, mit der sie nicht gerechnet haben. Die Geschichte bleibt spannend.

Dieses Mal bleibt man nicht in Hohenburg und Umgebung, es steht ein interessante Reise an, die viele neue Informationen, aber auch weitere Gefahren mit sich bringt, und eine Auflösung, die ich hier noch gar nicht erwartet habe. Zudem muss sich Irida, und nicht nur sie, mehr mit ihrer wahren Natur auseinandersetzen.

Im zweiten Band der Reihe werden einige Fäden zusammengebracht, einige Fragen geklärt, aber auch neue gestellt. Ich war überrascht, dass sich hier schon so viel aufgelöst wird, aber tatsächlich gibt es noch genug Material, um einen weiteren Band zu füllen. Ich bin gespannt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover