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Veröffentlicht am 10.11.2025

Spannend, actionreich, blutig

Blutgold
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Die investigative Journalistin Thyra König ist während der Recherchen für ihre aktuelle Story gerade erst sehr knapp einer lebensgefährlichen Situation entgangen, als ihr die nächste Story angeboten wird. ...

Die investigative Journalistin Thyra König ist während der Recherchen für ihre aktuelle Story gerade erst sehr knapp einer lebensgefährlichen Situation entgangen, als ihr die nächste Story angeboten wird. Natürlich kann sie nicht umhin, zuzuschlagen.

Thyra König ist die Tochter des Anwalts Jan de Fries, Protagonist einer bereits längeren Reihe des Autors. Thyra erhält mit diesem ersten Band ihre eigene Reihe, mittlerweile gibt es schon weitere Bände. Bereits zu Beginn geht es ziemlich schmutzig, blutig und actionreich zu, Thyra ermittelt undercover in einer Fleischfabrik und kommt nur knapp mit dem Leben davon. Ihre daraus resultierende Story schlägt direkt ein wie eine Bombe. Statt sich erst einmal eine Auszeit zu nehmen, geht sie direkt das nächste Thema an, jedoch sucht sie nun, aus Schaden klug geworden, nach einem Begleiter, der ein Auge auf sie hält.

Folkert Mackensen kennt man ebenfalls bereits aus der Jan de Fries-Reihe, wo er nicht immer einen sympathischen Eindruck machte. Vor einiger Zeit hatte er eine Beziehung mit Thyra, die ihn nun gerne als Begleiter anheuern würde.

Parallel zu Thyras Recherchen lernen die Leser:innen bereits sehr früh, denjenigen kennen, auf den Thyras angepeilte Story abzielt, und zwar mit allem Dreck, den er am Stecken hat. Und der ist schon ziemlich heftig, hier gibt es ein paar Szenen, die ich lieber nicht gelesen hätte.

Neben diesen drei Charakteren gibt es noch eine Reihe weiterer, und einige davon mischen heftig mit, ohne dass die anderen zunächst von ihnen wissen. Als Leser:in weiß man im Grunde am meisten, was aber nichts an der Spannung ändert, die durchgehend sehr hoch ist. So hofft man, dass die richtigen das Ganze überstehen, und die anderen am besten nicht. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, was zur Spannung beiträgt.

Der erste Band der Reihe um die investigative Journalistin Thyra König ist spannend, actionreich und recht blutig. Ich bin auf die weiteren Bände schon sehr gespannt.

Veröffentlicht am 09.11.2025

Lesenswertes Prequel zur Reihe

Earthventure
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Odiklu hat eine Menge Ideen für vielversprechende Geschäftsmodelle, aber so richtig zündet keine davon, und so muss er sich schließlich als Lieferant verdingen, ohne genau auf die Bedingungen zu achten. ...

Odiklu hat eine Menge Ideen für vielversprechende Geschäftsmodelle, aber so richtig zündet keine davon, und so muss er sich schließlich als Lieferant verdingen, ohne genau auf die Bedingungen zu achten. Klar, dass dabei manches schief geht, und am Ende landet Odiklu in einem Planetensystem, von dem er noch nie zuvor gehört hat. Einer der Planeten lockt mit wunderbaren Süßigkeiten, von Eiscreme kann er bald nicht mehr genug bekommen. Schnell wird eine neue Idee geboren, nämlich, diesen Planeten, die Erde, touristisch zu erschließen.

Der kurze Roman, er hat weniger als 100 Seiten, ist ein Prequel zur Earthventure-Reihe, hier erfährt man, wie es dazu kam, dass Odiklu sein Touristikbüro eröffnete. Ich habe erst kürzlich „Earthventure in Las Vegas“ gelesen, den ersten Band der Reihe, der mich sehr amüsieren konnte, und auch hier musste ich öfter schmunzeln oder sogar laut lachen. Beatrice Sonntag hat schon sehr skurrile Ideen. Auch Odiklu ist herrlich skurril, und gleichzeitig muss man ihn einfach mögen. Die Erde und ihre Bewohner:innen mit seinen Augen zu sehen, ist zusätzlich sehr amüsant.

Das Prequel zur Earthventure-Reihe ist herrlich skurril, voller Humor und macht Lust darauf, die Reihe zu lesen. Den ersten Band davon kann ich ebenfalls empfehlen, und freue mich schon auf weitere Bände.

Veröffentlicht am 08.11.2025

Abschlussband der ersten, und bisher einzigen Staffel

Die letzten Hexen von Berlin - Das verlorene Portal
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Mercurius ist wieder frei und setzt nun alles daran, das Wasserschemen zu finden, um es möglichst diesen Mal wirklich zu befreien. Ferat und Inès sind ihm dabei große Hilfen, nur die Hexen wollen zunächst ...

Mercurius ist wieder frei und setzt nun alles daran, das Wasserschemen zu finden, um es möglichst diesen Mal wirklich zu befreien. Ferat und Inès sind ihm dabei große Hilfen, nur die Hexen wollen zunächst nicht so recht. Dafür erfährt Mercurius weitere Einzelheiten aus seiner Vergangenheit, und nicht alle sind schön.

Der Roman wird als Abschlussband der ersten Staffel verkauft, und so sollte man sich vielleicht nicht wundern, dass am Ende noch viele Fragen offen bleiben, allerdings hatte ich schon ein deutlicheres Ende erwartet, zumal es bis heute, November 2025, der Roman erschien im April 2023, keine zweite Staffel gibt. So war ich am Ende doch etwas frustriert.

Dennoch habe ich auch diesen vierten Teil gerne gelesen und wurde gut unterhalten. Vor allem der Showdown ist sehr spannend, ich war mir gar nicht so sicher, ob alle überleben würden. Es gibt einige böse Überraschungen, sehr mutige Aktionen und viel Blut.

Der vierte Band der Reihe ist das Finale der ersten Staffel, so dass ein gewisser Abschluss vorhanden ist, aber doch einige Fragen offen bleiben. Jedoch gibt es bis heute leider keine weitere Staffel, ich habe auch keine Ankündigung gesehen, das frustriert mich doch etwas. Gar nicht so einfach, dass nun zu bewerten, da ich aber die Story an sich gut finde, bleibe ich bei 4 Sternen, und hoffe, dass vielleicht doch noch eine zweite Staffel erscheint, dann vielleicht direkt in einem Band.

Veröffentlicht am 06.11.2025

Bringt wieder alles mit, was die Reihe ausmacht

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Joyces Tochter Joanna heiratet, und das gibt nicht nur Joyce die Gelegenheit, wieder einmal in ihr Tagebuch zu schreiben, sondern auch Elizabeth zu ermitteln, Denn der Trauzeuge des Bräutigams kommt zu ...

Joyces Tochter Joanna heiratet, und das gibt nicht nur Joyce die Gelegenheit, wieder einmal in ihr Tagebuch zu schreiben, sondern auch Elizabeth zu ermitteln, Denn der Trauzeuge des Bräutigams kommt zu ihr und bittet sie, ihr zu helfen, da ein Mordversuch auf ihn verübt wurde. Ein Jahr ist seit Stephens Tod vergangen, und Elizabeths Trauer ist immer noch gewaltig, doch die Verlockung, einmal wieder zu ermitteln gewinnt, und so können auch wir Leser:innen endlich wieder einen Band der Reihe lesen.

Ich habe die Vier vom Donnerstagsmordclub vermisst, genauso wie Donna und Bogdan, und mich sehr gefreut, dass es endlich einen neuen Band gibt. Und was soll ich sagen, ganz schnell war ich wieder mittendrin, habe mich köstlich amüsiert, aber auch sehr gespannt gelesen. Der neue Fall ist nicht ohne, und es gibt einige Gelegenheiten, neue Charaktere kennenzulernen. So hat Connie Johnson, die inzwischen aus dem Gefängnis entlassen wurde, sich aber immer noch regelmäßig mit Ibrahim trifft, eine Protegée, natürlich lernen wir auch Paul, Joannas Bräutigam, näher kennen, zudem gibt es eine Reihe Verdächtiger. Und Ron Ritchie hat eigene Probleme, die es zusätzlich zu lösen gilt.

Es ist viel los, es gibt viel zum Schmunzeln, viele Überraschungen und einige spannende Szenen. Am Ende ist natürlich alles gut aufgelöst. In der Danksagung verspricht uns der Autor übrigens nicht nur eine weitere Fortsetzung des Donnerstagsmordclubs, sondern auch seiner anderen Reihe – ich freue mich auf beide.

Auch der fünfte Band bringt wieder mit, was die Reihe ausmacht, liebenswerte Charaktere, Humor, Spannung und einen Fall, der nicht ohne ist. Ich liebe diese Reihe sehr, und auch dieser Band hat mich nicht enttäuscht. Wer Krimis und britischen Humor mag, sollte zugreifen, aber, falls noch nicht gelesen, am besten mit Band 1 anfangen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2025

Wunderbar!

Ich bin der beste Freund des Menschen
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Der Zeichner und Autor Christian Schnalke nimmt sich dem besten Freund des Menschen an, dem Buch. Ich fühle mich damit sehr angesprochen, für mich sind Bücher tatsächlich sehr gute Freunde, vielleicht ...

Der Zeichner und Autor Christian Schnalke nimmt sich dem besten Freund des Menschen an, dem Buch. Ich fühle mich damit sehr angesprochen, für mich sind Bücher tatsächlich sehr gute Freunde, vielleicht sogar meine erste große Liebe …

Mir hat gut gefallen, wie vielfältig die Ideen sind, die Christian Schnalke verarbeitet. Die in diesem Buch veröffentlichen Cartoons zeigen Bücher in allen möglichen Lebenslagen, einmal ängstigt sie die Massenbuchhaltung einer Bibliothek, dann wieder sehen wir sie in verschiedenen, allgemein bekannten Zusammenhängen, wir finden sogar das Buch des Nikolaus, anstelle des Haus des Nikolaus. Besonders schön finde ich das Nachwort, in dem sich Christian Schnalke direkt an die Bücher wendet.

Ich musste sehr oft schmunzeln, war auch hin und wieder überrascht. Schnalke verwendet auch Bezüge zu Gemälden, zu Filmen (stellt euch den Weißen Hai als Buch vor ...), zu Märchen (oder das Hexenhaus nicht aus Lebkuchen, sondern aus Büchern …). Die arme Lyrik muss betteln gehen, Bilderbücher wollen groß und dann Romane werden – all diese schönen Ideen sind liebevoll illustriert worden, mit und ohne Text. Bücher enthalten oft eine ganze Welt und bringt die Lesenden sogar zu den Sternen, auch das wird hier sehr schön ausgedrückt. Die Cartoons sind wunderbar phantasievoll, wie es Bücher eben auch sind.

Dieses Buch ist ein schönes Geschenk für Lesebegeisterte, man kann es sich natürlich auch selbst kaufen.