Ein wenig erinnert der Schreibstil mich persönlich an 'Der kleine Nick'. Die Geschichte ist wirklich niedlich geschrieben und eignet sich wunderbar zum Vorlesen als Gute-Nacht-Geschichte.
Kater Schnurr ...
Ein wenig erinnert der Schreibstil mich persönlich an 'Der kleine Nick'. Die Geschichte ist wirklich niedlich geschrieben und eignet sich wunderbar zum Vorlesen als Gute-Nacht-Geschichte.
Kater Schnurr lebt bei seinem, wie er ihn nennt, Zweibeiner, Menschen oder Seinigem. Die Geschichte, aus der Sicht von Schnurr als eine Art Tagebuch geschrieben, beschreibt die Abenteuer, die er täglich erlebt und manchmal nicht versteht. Zum Glück gibt es noch andere Katzen, die ihm die Welt erklären, und ihn begleiten, bis er die Katze Kiki eines Tages kennenlernt, die ihm so viel mehr über das Leben beibringt.
Die Geschichte kann man wunderbar zwischendurch lesen. Da sie nicht so lang ist, sind schnelle Leser in vermutlich drei Stunden mit dem Buch fertig.
Im Jahr 1975 lässt sich die Ethnologin Liza Dalby zu Feldforschungszwecken im Hanamachi (jap. "Blumenviertel") Pontocho in Kyoto, Japans kulturell bedeutendster Stadt, zur Geisha ausbilden.
Sie führte ...
Im Jahr 1975 lässt sich die Ethnologin Liza Dalby zu Feldforschungszwecken im Hanamachi (jap. "Blumenviertel") Pontocho in Kyoto, Japans kulturell bedeutendster Stadt, zur Geisha ausbilden.
Sie führte ein Jahr lang (1975-1976) das Leben einer Geisha und arbeitete unter dem Namen Ichigiku in den Teehäusern von Pontocho. Ihre Studien führten sie quer durch die Geisha-Kultur in ganz Japan. Sie erläutert die Unterschiede zwischen in Städten wie Tokio (Akasaka oder Shimbashi) und Kyoto (Gion, Miyagawa-cho, Pontocho oder Kamishichiken) arbeitenden Geishas, und denen, die auf dem Lande in Kur- oder Badeorten wie Atami arbeiten.
Zu den eigenen Erfahrungen, die Liza Dalby während ihrer Zeit in Japan gemacht hat, fließen in ihr Buch Gespräche mit Geishas, ehemaligen Geishas, Besitzerinnen von Ochayas (Teehäuser), Inhaberinnen von Okiyas (Geisha-Häuser) und Beamten in den Meldeämtern von Geisha-Gemeinschaften in verschiedenen Teilen Japans ein.
"Geisha" ist größtenteils sehr sachlich und objektiv geschrieben und beinhaltet viele interessante Details über die Kunst, Ansichten, Traditionen und Ausbildung der Geishas. Sie verweist auf Unterschiede zwischen wahren Geishas und Prostituierten, und erzählt die Geschichte um die Entstehung, Bedeutung und den manchmal steinigen Weg der Geishas durch die Jahrhunderte. Liza Dalby erklärt bereits im Vorwort, dass es ebenso auch ein sehr persönliches Buch nicht zuletzt durch ihre Begeisterung für die Geisha-Kultur geworden ist, und sie durch ihre Einbindung zum Karyukai (das "Reich der Blumen und Weiden", wie die Welt der Geishas im Japanischen genannt wird) nicht zur Gänze objektiv sein konnte und wollte.
Als Amerikanerin, die in Japan gelebt und gearbeitet hat, versteht Liza Dalby auch die Missverständnisse und Unterschiede zu beleuchten, die zwischen der westlichen und der japanischen Kultur im Hinblick auf die japanischen Traditionen und Anschauungen herrschen.
Vielleicht ist es gerade diese Mischung zwischen einem Erfahrungsbericht und einem Sachbuch, die Liza Dalby's "Geisha" so abwechslungsreich innerhalb des Buches macht, wenn dem Leser nach einem als trocken empfundenen sachlichen Kapitel wieder ein Erlebnis der Geisha Ichigiku geschildert wird.
"Geisha" sollte in keinem Regal fehlen, wenn man sich für das japanische Kulturgut, die Geisha, interessiert.
Ihre Eltern schenken ihnen Notizhefte, welche die Zwillingsgeschwister Nadja und Viktor als Tagebuch nutzen und abwechselnd hineinschreiben. Das Buch erzählt von ihrer Reise zurück zueinander, nachdem ...
Ihre Eltern schenken ihnen Notizhefte, welche die Zwillingsgeschwister Nadja und Viktor als Tagebuch nutzen und abwechselnd hineinschreiben. Das Buch erzählt von ihrer Reise zurück zueinander, nachdem sie bei der Evakuierung der in der Stadt lebenden Kinder nicht weit außerhalb Leningrads voneinander getrennt wurden, als der zweite Weltkrieg 1941 Russland erreicht. Aber noch ein dritter 'stiller' Protagonist tummelt sich auf den Seiten: Oberst Smirnow, denn das gesamte Buch ist wie ein Beweisstück der Polizei des kommunistischen Staates aufgemacht, das der Oberst mit Randnotizen und kapitelabschließenden Berichten immer wieder kommentiert, um zu entscheiden, ob die Geschwister sich diverser Verbrechen schuldig gemacht haben. Das gesamte Buch ist eine Kollage aus der eigentlichen Geschichte, Fotos, Kartenmateriel und Notizen, um den Leser mit weiteren Informationen zu versorgen wie beispielsweise die zurückgelegten Wege der Geschwister zueinander anhand von Landkarten.
Es ist schön, mit diesem Buch andere Perspektive des Geschehens des zweiten Weltkriegs vorliegen zu haben als die deutsche, wobei man in den eigentlichen Krieg selbst innerhalb der Geschichte nur wenig Einblick erhält, Kampfgeschehen selbst gibt es weniger, dafür werden die beiden Kinder auf ihren Wegen oft mit den Problemen der Bevölkerung, die sich um das reine Überleben drehen, wie Hunger oder Kälte konfrontiert. Dabei bleibt es den Kindern natürlich auch nicht erspart, diese Dinge am eigenen Leib zu erfahren, Verlust zu erleben, Hunger zu leiden und die Bedrohung der eisigen Kälte zu spüren. Beim Betrachten der beiliegenden Karten wird dem Leser auch klar wie groß das russische Territorium zu jenem Zeitpunkt war, das durchquert werden musste, denn wo man sein Lager für die Nacht aufschlug, Nahrung oder Herberge fand, das musste bedacht werden.
Schon das Cover ist ansprechend gestaltet, aber was sich einem beim Aufklappen des Buches eröffnet, kann nicht anders bezeichnet werden als ein visueller Leckerbissen. Ich kann dieses Buch jedem nahelegen, der sich für den zweiten Weltkrieg interessiert und das Geschehen jener Zeit aus anderer als deutscher Perspektive betrachten möchte.
Carmen, Tibby, Lena und Bridget; das sind vier Freundinnen, die sich so nahe stehen, dass sie schon Schwestern sein könnten. Bisher haben sie die Sommerferien immer zusammen verbracht, doch in diesem Jahr ...
Carmen, Tibby, Lena und Bridget; das sind vier Freundinnen, die sich so nahe stehen, dass sie schon Schwestern sein könnten. Bisher haben sie die Sommerferien immer zusammen verbracht, doch in diesem Jahr geht jede von ihnen erstmals eigene Wege. Carmen will ihren Vater besuchen, Bridget fährt in ein Fußballcamp nach Mexiko, Tibby bleibt zu Hause im öden Bethseda und arbeitet in einem Drogeriemarkt, und Lena fährt mit ihrer Schwester nach Griechenland zu ihren Großeltern. Damit sie in dieser Zeit trotzdem etwas verbindet, beschließen die vier Freundinnen, die 'magische' Jeans auf Reisen zu schicken, die aus unerklärlichen Gründen allen Mädchen trotz unterschiedlicher Figur passt. Jede von ihnen bekommt die Jeans für einen bestimmten Zeitraum und danach muss sie sie weiterschicken. Alle vier erleben die verschiedensten Sachen: Liebe, Trauer, Freundschaft. Dies ist ein Buch für Mädchen, junge Frauen, und auch für Frauen über den Zusammenhalt, das Erwachsenwerden und die Entdeckung der Unabhängigkeit. Man lacht, weint und fühlt mit ihnen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden.
Acht junge College-Absolventinnen, acht teilweise recht ähnliche Namen, die es mir durch die gesamte Geschichte hindurch schwer gemacht haben, die weiblichen Charaktere überhaupt einzuordnen. Der Anfang ...
Acht junge College-Absolventinnen, acht teilweise recht ähnliche Namen, die es mir durch die gesamte Geschichte hindurch schwer gemacht haben, die weiblichen Charaktere überhaupt einzuordnen. Der Anfang begann ziemlich langwierig mit der Hochzeit einer der jungen Frauen aus der Clique, Kay. Da gibt es außer Kay noch Polly, Lakey, Dottie, Libby - und schon an dieser Stelle musste ich noch einmal ins Buch schauen, um die Liste zu vervollständigen - Helena, Pokey und Priss. Einige dieser Frauen sind jedoch eher Nebencharaktere, da nicht über alle acht gleichviel berichtet wird. Es fiel mir bisweilen schwer, überhaupt zu entscheiden, wer zur besagten "Clique" gehört und wer wirklich Randfigur ist, da es außer diesen acht jungen Frauen selbstverständlich noch weitere weibliche Personen im Buch gibt, die ebenfalls dazu gehören könnten. Auch hätte ich von einem Charakter gerne mehr erfahren, während ich den Handlungsstrang des anderen eher langweilig fand. Das, denke ich, gehört wohl aber zur Thematik des Buches, schließlich werden nicht alle Frauen dasselbe abenteuerliche Leben nach dem College führen.
Innerhalb des Romans geht es um eine Menge brisante gesellschaftliche Themen im Amerika der '60er Jahre: vorehelicher Sex, Empfängnisverhütung, psychische Krankheiten, Homosexualität, und Suizid. Was uns heute kaum mehr ein müdes Lächeln abgewinnt, hat zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.
Verwirrend empfand ich beim Lesen bei Beginn eines Kapitels auszumachen, wie viel Zeit zwischen dem einen und dem anderen Handlungsstrang vergangen ist: Einmal wird über Kay berichtet, ein anderes Mal befindet man sich bei Priss einige Jahre später, dann wiederum liest man über die bevorstehende Heirat von Dottie, die in zwei Kapiteln vorher noch ein Verhältnis zu einem Mann begonnen hat. Solche Zeitsprünge zuzuordnen ist schwierig, da sie wenn überhaupt, nur in einem Nebensatz erwähnt werden. Ich denke, so richtig durchblicken werde ich das Buch erst nach einem erneuten Lesen von "Die Clique".