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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2025

Besticht durch unvorhersehbare Wendung

Lügen sind Rudeltiere
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Die PR-Beraterin Romy Sternek besucht häufig Beerdigungen und findet sich kurz darauf im darauf folgenden Leichenschmaus wieder. Dort wird sie Zeugin eines Übergriffs auf einen Mann. Als sie der Polizei ...

Die PR-Beraterin Romy Sternek besucht häufig Beerdigungen und findet sich kurz darauf im darauf folgenden Leichenschmaus wieder. Dort wird sie Zeugin eines Übergriffs auf einen Mann. Als sie der Polizei von ihren Beobachtungen berichtet, wird sie nicht ernst genommen. Deshalb entscheidet sie sich, selbst Nachforschungen anzustellen, ohne zu ahnen, was ihr noch alles bevorsteht.

Dieser Kriminalroman wird aus mehreren Ich-Perspektiven erzählt. Diese Art der Erzählung bringt Abwechslung in die Handlung und hat es mir ermöglicht, den Gedankengängen der einzelnen Personen zu folgen. Romy sticht hier hervor, die sich als Hobbydetektivin auf das Abenteuer begibt, den Täter eines Angriffs zu suchen.
Romy ist liebenswert und kommt immer mehr Geheimnissen und Lügen auf die Spur, wodurch sie sich auch zunehmend in Gefahr begibt. Ihre Vermieterin Margit, sorgt für humorvolle Momente, da sie sich wünscht, dass Romy endlich in einer festen Beziehung ist. Diese Dialoge sind abwechslungsreich und unterhaltsam.

Fazit: Das Buch besticht durch eine unvorhersehbare Wendung, denn bis zum Schluss war ich im Unklaren, wer hinter den Geschehnissen steckt und welche Motive im Spiel sind. Es ist unterhaltsam, humorvoll und am Ende steigert sich die Spannung.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Ein absolut spannender Kriminalroman

Das Forsthaus
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Die Journalistin Katharina und ihr Partner streben einen Neubeginn in dem malerischen Dorf Mariensicht an. Sie haben das Forsthaus erworben, doch dann erfährt Katharina, dass dort vor zehn Jahren ein Mordfall ...

Die Journalistin Katharina und ihr Partner streben einen Neubeginn in dem malerischen Dorf Mariensicht an. Sie haben das Forsthaus erworben, doch dann erfährt Katharina, dass dort vor zehn Jahren ein Mordfall stattgefunden hat, was ihre journalistische Neugier weckt. Die frühere Besitzerin Flora sitzt seitdem hinter Gittern. Während ihrer Recherchen kommt Katharina einem Serienmörder auf die Spur, der kleine Mädchen getötet hat. Sie fragt sich, ob Flora nicht zu Unrecht im Gefängnis ist.

Bisher kannte ich die Autorin durch ihre historischen Romane und war sehr gespannt auf ihren Abstecher in das Krimi-Genre. Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Das Buch ist ein Meisterwerk, das sich durch Spannung und eine besonders durchdachte Handlung besticht.
Es gibt gleich zwei fesselnde Handlungsstränge. Zum einen begleitet man die Journalistin Katharina, die sich mutig auf die Suche nach der Wahrheit macht. Dabei stößt sie auf eine Mauer aus Schweigen und Vertuschung, die die Nachforschungen zunehmend kompliziert gestalten. Unter anderem erleben wir die Geschichte von Flora, die seit 10 Jahren im Gefängnis ist, eine Erzählung, die mich tief berührt hat.
Der Kriminalroman geht unter die Haut und hat mich an meine Grenzen gebracht. Der Gänsehautfaktor war während des Lesens konstant hoch und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Erst zum Schluss erfolgt die Aufklärung.

Fazit: Das Buch überzeugt mit einem atmosphärisch dichten und emotional fesselnden Schreibstil, der die Spannung bis zur letzten Seite aufrechterhält. Die Handlung ist ausgezeichnet ausgearbeitet und beweist einmal mehr, dass die Autorin ihr Handwerk beherrscht. Ich habe mich von der packenden Geschichte mitreißen lassen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Ein solider Regionalkrimi

Hurlebaus und das rote Kleid
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Die Kommissarin Olga Oleg soll die vermisste Schwester Katharina von Herrn Krogmann finden. Ihr Bruder hat seit drei Monaten von ihr nichts mehr gehört, obwohl sie zuvor einen sehr engen Kontakt hatten. ...

Die Kommissarin Olga Oleg soll die vermisste Schwester Katharina von Herrn Krogmann finden. Ihr Bruder hat seit drei Monaten von ihr nichts mehr gehört, obwohl sie zuvor einen sehr engen Kontakt hatten. Sie bezieht ihren Kollegen Jens Hurlebaus in die Ermittlungen ein. Die erste Spur führt sie zu dem von Katharina betriebenen Lokal, dem Sonnenstüble. Kurz darauf entgeht Hurlebaus nur knapp einem Anschlag. Lange müssen sie im Ungewissen bleiben, bis ein rotes Kleid erste Anhaltspunkte liefert.

Hier werden geschickt zwei Handlungsstränge erzählt.
Während die engagierte Olga auf der Suche nach einer vermissten Frau ist, beschäftigt sich der Ermittler Hurlebaus mit einem Oldtimerfall. Dabei entgeht er nur knapp einem Anschlag, der möglicherweise mit der Mafia in Verbindung steht.
Ein besonderes Highlight ist die Integration des Themas Neurodiversität, das der Autor geschickt in die Handlung bringt.
Die Charakterdarstellung ist durchweg gelungen. Zudem sorgt eine Prise Privatleben für Abwechslung.

Fazit: Es ist ein solider Regionalkrimi, der sowohl Spannung als auch tiefere Themen zu bieten hat. Er sorgt für angenehme Lesestunden und überzeugt durch gut ausgearbeitete Charaktere.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 20.11.2025

War mir etwas zu heftig

Augenblicke des Bösen
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Kathrin Claussens Ehemann ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Sie findet einen USB-Stick mit brisanten Bildern und kontaktiert eine Detektei, in der eine frühere Kommissarin tätig ist. Die ...

Kathrin Claussens Ehemann ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Sie findet einen USB-Stick mit brisanten Bildern und kontaktiert eine Detektei, in der eine frühere Kommissarin tätig ist. Die Nachforschungen führen sie zu einer verschwundenen Frau.
Der Schriftsteller Eric Teubner erhält den Auftrag, ein Buch über den skandalträchtigen Regisseur Jonathan Simon zu verfassen. Dieser hat verstörende Videos erstellt und ist umstritten. Simons Enkelin, die Teubner engagiert hat, ist schwierig und manipulativ.

Nachdem „Am tiefsten Punkt der Schuld“ eines meiner Lese-Highlights war, war ich sehr neugierig auf das neue Buch von Bernd Richard Knospe.
Das Buch umfasst mehrere Handlungsstränge, die zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Eric, ein erfolgreicher Autor, sieht sich mit neuen, unangenehmen Herausforderungen konfrontiert. Während er sich zunehmend in das Privatleben des Skandalregisseurs Simon vertieft, tritt eine zweite Geschichte in die Handlung ein. Privatdetektive suchen nach einer verschwundenen Frau, und die Entdeckungen, die sie machen, werden beunruhigender. Im Laufe der Zeit wird die Stimmung immer düsterer.
Die Charaktere waren durchweg gut gestaltet, sie waren vielschichtig und detailliert ausgearbeitet. Dennoch konnte ich zu keinem von ihnen eine tiefere emotionale Bindung aufbauen.

Mein Fazit: Das Buch hatte auf mich eine verstörende Wirkung. Viele Szenen waren so heftig, dass ich sie nur überfliegen konnte. Es war mir einfach zu intensiv, um mich voll und ganz darauf einzulassen. Das ist jedoch meine ganz persönliche Meinung, und ich denke, dass es Leser gibt, die diese dunkle Atmosphäre zu schätzen wissen. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Ein berührendes und fesselndes Leseerlebnis

Elbnächte. Schatten über St. Pauli
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Die Bar von Luise floriert, doch der Ausbruch ihres Ex-Mannes aus dem Gefängnis wirft Schatten auf ihr Leben. Ella und Paul suchen nach einem verschwundenen Mädchen, und Paul hat den Verdacht, dass sein ...

Die Bar von Luise floriert, doch der Ausbruch ihres Ex-Mannes aus dem Gefängnis wirft Schatten auf ihr Leben. Ella und Paul suchen nach einem verschwundenen Mädchen, und Paul hat den Verdacht, dass sein Bruder hinter dem Vorfall steckt.

Hier ist ein gelungener Abschluss der Dilogie entstanden, der bei mir keinerlei Wünsche unerfüllt lässt. Kaum hatte ich mit dem Lesen begonnen, wurde ich von der packenden Erzählung und den eindrucksvollen Charakteren mitgerissen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Autorin versteht es hervorragend, die Lebensumstände von Frauen im Jahre 1913 darzustellen, einer Epoche, in der ihre Meinungen wenig Bedeutung hatten. Umso bewundernswerter sind die Darstellungen von Luise, die mutig ihre eigene Bar führt, sowie von Ella, die trotz ihrer schrecklichen Erlebnisse stets eine positive Einstellung sich bewahrt hat. Beide Frauen stehen vor schwierigen Herausforderungen, doch durch ihre Willensstärke und Entschlossenheit finden Luise und Ella schließlich ihren Platz im Leben, und das Licht am Horizont leuchtet vielversprechend für die beiden.

Fazit: Die Perspektivenwechsel sorgen für durchgehend spannende Lesemomente, während die Atmosphäre von St. Pauli das Setting lebendig werden lässt.
Der Schluss des Buches bietet eine gelungene Auflösung, die mich sehr zufriedengestellt hat. Es ist ein fesselndes und berührendes Leseerlebnis. Ich hätte gern mehr davon.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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