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Veröffentlicht am 03.04.2022

Hut ab, vor soviel Disziplin

Claudia Mey - Dick war gestern
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Sabine Richling erzählt hier den Werdegang von Claudia Mey, die schon in ihrer Kindheit etwas mollig war.
Claudia ist ein fröhliches und aufgewecktes Kind und aufgrund einer etwas stabileren Figur grenzt ...



Sabine Richling erzählt hier den Werdegang von Claudia Mey, die schon in ihrer Kindheit etwas mollig war.
Claudia ist ein fröhliches und aufgewecktes Kind und aufgrund einer etwas stabileren Figur grenzt sie aber niemand aus. Einen dummen Spruch schmettert sie gekontert ab. Scheinbar macht es ihr nichts aus, aber es ist nicht immer leicht für sie und sie versteckt sich hinter einer Fassade. Mit dem Alter wird die Gewichtszunahme größer und größer und die Probleme werden immer mehr. Als Claudia massive gesundheitliche Probleme bekommt und die Waage 138 Kilogramm anzeigt, macht es plötzlich Klick im Kopf und sie beschließt endlich was für ihren Körper und Gesundheit zu tun.
Wie es Claudia gelungen ist, könnt ihr in diesem Buch nachlesen. Allerdings ist es kein
Ratgeber, sondern es wird aus Claudias Leben berichtet. Es gibt auch keine Rezepte.

Ein ganz besonderes Buch ist dieses hier und ich kann mir vorstellen, dass manche Übergewichtige auch gerne abnehmen wollen. Vielleicht kann dieses Buch helfen. Allerdings muss es ein unbedingtes Wollen sein, sonst funktioniert das nicht. Auch Claudia hat unzählige Diäten versucht und jedes Mal setzte der Jojo Effekt ein.
Sie hat in 18 Monaten 71 Kilogramm verloren und damit ihr Gewicht fast halbiert. Viel Disziplin gehörte dazu, aber nachdem sich erste Erfolge einstellen, war sie motivierter denn je.
Heute hält sie ihr Gewicht bei 67 Kilogramm und sie kann mächtig stolz darauf sein.
Dieses Buch wird in der Ich-Form erzählt und wir begleiten Claudia von ihrer Kindheit bis heute.
Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin die Höhen, Tiefen und Rückschläge und lässt uns an Claudias Leben teilhaben.
Humorvoll und selbstironisch führt uns die Autorin durch die Zeilen. Claudia muss man einfach mögen. Immer fröhlich und ein Lächeln im Gesicht, so stelle ich sie mir vor.
Liebe Claudia, ich ziehe mein Hut vor dir, vor so viel Selbstdisziplin. Meine Hochachtung hast du.
Für mich ein sehr emotionsvolles Buch mit Humor gespickt und herrlich selbstironisch. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 01.04.2022

Das Tor in eine andere Welt

Das Tesla Portal
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Ein Goldbunker in Manhattan wurde fast leergeräumt. Der Spezialagent des FBI, Roger Thorn steht vor einem Rätsel. Es gibt nicht einen Hinweis, wie die Täter in den Goldbunker kamen und das Gold stehlen ...



Ein Goldbunker in Manhattan wurde fast leergeräumt. Der Spezialagent des FBI, Roger Thorn steht vor einem Rätsel. Es gibt nicht einen Hinweis, wie die Täter in den Goldbunker kamen und das Gold stehlen konnten. Keinerlei Spuren sind am Tatort zu finden. Mit Walt Kessler und Hank Berson nimmt Thorn die Ermittlungen auf und sie kommen einem Verbrechen auf die Spur, das in eine andere Welt führt. Walt und Hank haben auch noch besondere Begabungen.
Gleichzeitig mischt die Mafia mit und möchte das Gold für sich gewinnen.

Dies ist ein actionreicher Thriller, der in eine andere Welt führt. Die verschiedenartigen Schauplätze des Thrillers sind abwechslungsreich. Man sollte nicht abgelenkt sein, denn es spielen hier viele Charaktere mit, mit unterschiedlichsten Aufgaben, sodass man anfangs kaum den Überblick behält, aber mit der Zeit gibt sich das.
Die Geschichte ist von Anfang an spannend und actionreich, und sie spielt in mehreren Welten.

Fazit: Das Tor zur Parallelwelt wurde geöffnet und zwei unterschiedliche Kulturen treffen aufeinander. Hier wird auch gezeigt, was Macht und Gier aus den Menschen macht. So fand ich es als ein wichtiger Hinweis, wie der Mensch durch seine Aktivitäten das Gleichgewicht zerstört und wichtige Nahrungsketten unterbrochen werden. Ein Thriller mit Science Fiction und Mystery haben mir spannende Lesestunden bereitet.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 30.03.2022

Ein spannender Krimi mit herrlichen Dialogen

Prost, auf die Nachbarn
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Ein Verkehrsunfall beschäftigt derzeit das Kommissariat in Brunngries. Kurt Lehmann ist ums Leben gekommen und es sieht ganz danach aus, dass sich jemand an seinem Fahrzeug zu schaffen gemacht hat. Als ...



Ein Verkehrsunfall beschäftigt derzeit das Kommissariat in Brunngries. Kurt Lehmann ist ums Leben gekommen und es sieht ganz danach aus, dass sich jemand an seinem Fahrzeug zu schaffen gemacht hat. Als Anwalt hatte er viele Feinde und ein Sympathieträger war er auch nicht. Constantin Tischler und Felix Fink finden Drohbriefe in Lehmanns Wohnung und ermitteln in jede Richtung. Wer hatte so einen Hass auf den Anwalt, dass er ihm nach dem Leben getrachtet hat?

Dies ist bereits der vierte Ermittlungsfall für Tischler und Fink und hat auf keinen Fall von seiner Faszination verloren. Die Zusammenarbeit der Beiden funktioniert sehr gut, auch wenn der motivierte Polizeiobermeister Fink immer noch übers Ziel hinausschießt. Da bleibt nur die Ermahnung von Tischler, aber er ist dennoch stolz auf ihn, was er bereits für eine Entwicklung gemacht hat. Die Aufklärung gestaltet sich schwierig, aber sie wären nicht so ein erfolgreiches Ermittlungsteam, wenn sie nicht den Täter finden würden. Die TuF- Methode bewährt sich bestens.
Der Autor lässt uns an der Weiterentwicklung der Charaktere teilhaben.
Überhaupt sind mir alle ans Herz gewachsen und ich möchte keinen missen. Nicht mal die manchmal nervige Mutter von Fink. Hier trifft man auch alte Bekannte, wie den Kfz-Mechaniker, der es faustdick hinter den Ohren hat.
Auch diesmal bestechen die hervorragenden Dialoge zwischen Tischler und Fink. Ich musste oft herzhaft lachen. Am Ende überrascht der Autor mit unvorhergesehenem.

Fazit: Ein sehr spannender Krimi mit herrlichen Dialogen, bildhafter Sprache, schöner Kulisse und guter Charakterdarstellung, haben mir großen Lesegenuss bereitet. Langeweile kommt da nicht auf. Friedrich Kalpenstein hat sich auch im Genre Krimi behauptet.
Jetzt heißt es wieder warten, bis die Fortsetzung kommt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.03.2022

Ein spannender und fesselnder Krimi

Heidefalle
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Sebastian Schäfers Suche nach dem Kreuzer nimmt einfach kein Ende. Vor sechs Jahren wurde seine Frau und sein Kind getötet. Jede Spur verlief bisher im Sande. Jetzt hat er einen Plan ausgeheckt, wie er ...

Sebastian Schäfers Suche nach dem Kreuzer nimmt einfach kein Ende. Vor sechs Jahren wurde seine Frau und sein Kind getötet. Jede Spur verlief bisher im Sande. Jetzt hat er einen Plan ausgeheckt, wie er dem Kreuzer näher kommen könnte, sehr zum Leidwesen seiner Freundin und Kommissarin Inka Brandt.
Ein neuer Ansatz führt ihn von der Nordsee bis in die Heide. Dabei hinterlässt der Kreuzer tödliche Spuren. Unterstützung erhält er von der Kommissarin Sahra Sturm. Ob es ihnen wirklich gelingt den Täter zur Strecke zu bringen, müsst ihr unbedingt selbst lesen. Es lohnt sich.

Dies ist bereits der sechste Teil der Heide-Reihe von Angela L. Forster mit der Ermittlerin Inka Brandt. Sie steht diesmal nicht im Vordergrund, sondern es geht diesmal ausschließlich um die Suche nach dem Kreuzer. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Sechs Jahre jagt Sebastian einem Phantom hinterher und der Täter ist ihm immer einen Schritt voraus. Viele Tote kreuzen dabei Sebastians Suche. Wir begleiten diesmal auch den Täter und nehmen an seiner Gedankenwelt teil. Auch Rückblicke auf seine Kindheit gibt es. Dies hat die Autorin hervorragend inszeniert. Überhaupt fand ich, dass dieser Teil ausgesprochen gut gelungen ist. Von Anfang an herrscht Spannung. Durch die Perspektivenwechsel haben wir viele Einblicke in das Handeln der Polizei, aber auch des Täters.
Auch die bildgewaltige Sprache lässt uns die Tristesse des Novembers spüren und die verschiedenen Orte dem Leser nahegebracht. Am Ende geht es dann Schlag auf Schlag und lässt einen erstaunt zurück.

Fazit: Ein sehr spannender Krimi auf der Jagd nach einem Serientäter und einem überraschenden Ende haben mir großen Lesegenuss bereitet. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 27.03.2022

Die Mitzi zieht das Verbrechen an

Die MörderMitzi und der Sensenmann
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In Kufstein wird eine einbetonierte Leiche in einem Keller gefunden und die Polizistin Agnes Kirschnagel steht vor einem Rätsel. Es war ein junges Mädchen und wurde vor vielen Jahren ermordet und die ...



In Kufstein wird eine einbetonierte Leiche in einem Keller gefunden und die Polizistin Agnes Kirschnagel steht vor einem Rätsel. Es war ein junges Mädchen und wurde vor vielen Jahren ermordet und die Vermisstenanzeigen laufen ins Leere. Agnes stößt auf einen ähnlichen Fall und mittendrin steht natürlich Mitzi, die das Böse anzieht. Eine Spur führt in die Vergangenheit und plötzlich lauert die Gefahr. Wer steckt dahinter und ist es womöglich ein Serientäter?

Dies ist der vierte Teil mit der Mördermitzi und hat mich wie immer überrascht. Ich habe Mitzi von Anfang an in mein Herz geschlossen. Sie ist schräg, aber unheimlich lieb und etwas naiv. Ihre einzige Freundin Agnes liegt Mitzi sehr am Herzen. Sie stellt eine Liste mit möglichen Tätern zusammen, aber keiner glaubt an Mitzis Theorien. Dann macht sie sich selbst auf den Weg, um den Mörder zu finden.
Es gibt immer wieder Einblicke in die Vergangenheit von Mitzi, die einiges mitmachen musste und von Schuldgefühlen erdrückt wird. Die Charaktere sind wieder klasse dargestellt und der Krimi ist von Anfang bis Ende spannend. Eine Ahnung, wer dahintersteckt, hatte ich nicht. Die Autorin hat das geschickt in andere Richtungen gelenkt.

Fazit: ein spannender Krimi mit einer schrägen Mitzi, die mein Herz schon lange erobert hat. Ich hatte wieder sehr schöne Lesestunden und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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