Profilbild von PatriciaPP

PatriciaPP

Lesejury Star
offline

PatriciaPP ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit PatriciaPP über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2024

Wie bei dem Autor nicht anders zu erwarten: Köstlich!

Das Klugscheißerchen
0

Ein Buch von Marc-Uwe Kling ist eigentlich ein absoluter Garant für gute Laune. Und so ist auch diese Geschichte wieder ein Feuerwerk aus Wortwitzen, das Kinder wie auch (vorlesende) Erwachsene zum Lachen ...

Ein Buch von Marc-Uwe Kling ist eigentlich ein absoluter Garant für gute Laune. Und so ist auch diese Geschichte wieder ein Feuerwerk aus Wortwitzen, das Kinder wie auch (vorlesende) Erwachsene zum Lachen bringen wird!
Eigentlich finde ich das Talent des Autors fast zu schade, um es an Kinderbücher zu "verschwenden", andererseits kommen so qualitativ sehr hochwertige Kinderbücher heraus, die sich angenehm von der Masse auf dem Markt abheben.
Das Klugscheißerchen ist jedenfalls ein sehr sympathischer Zeitgenosse (dabei mag doch eigentlich niemand Klugscheißer? aber es ist halt so niedlich!) und für mich als erwachsene Leserin eine absolut gelungene Parodie der klugscheißenden Kinder. Auch wenn die das selber nicht so merken. Hier klingt die berüchtigte Sozialkritik zart durch, für die Marc-Uwe berühmt ist. Eine reife Leistung, sowas in einem Buch für 6jährige Kinder unterzubringen ;D
Auch die Bilder sind wirklich gelungen und passen 1a zur Geschichte.
Und das Hörbuch, gelesen vom Autor selber, ist natürlich auch wieder perfekt gelungen.

(Einziger, aber winziger Kritikpunkt: Für mich haben Teufel in Kinderbüchern nichts verloren. Der Wortwitz mit dem Namen der Familie hätte doch genauso gut mit T(h)eflon, T(h)anne oder T(h)ischbein funktioniert...)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2024

Wow, was für ein großer Roman!

Das Gemälde
0

Wenn ein Buch die Bezeichnung des großen amerikanischen Romans verdient, dann ist es für mich dieses!
Ich bin jetzt weder 100% Pferdemädchen, noch interessiere ich mich groß für amerikanische Geschichte, ...

Wenn ein Buch die Bezeichnung des großen amerikanischen Romans verdient, dann ist es für mich dieses!
Ich bin jetzt weder 100% Pferdemädchen, noch interessiere ich mich groß für amerikanische Geschichte, trotzdem konnte mich der Roman völlig von sich überzeugen.
Es gibt 3 Zeitebenen und das, sowie die Aufmachung, haben mich erstmal sehr an "Die Geschichte der Bienen" und die Folgebände erinnert. (Wahrscheinlich, weil der Verlag diese Zielgruppe erreichen möchte?)
Von diesen drei Ebenen fand ich die historischste um das Pferd Lexington und den Skalven Jarred am spannendsten. Die anderen werden jedoch gut verknüpft. Tatsächlich war es vielleicht deswegen, dass ich mit der historischen Ebene am meisten mitgefiebert habe, dass mich dann die Ebene in der Gegenwart am meisten mit ihrem Plottwist überrascht (und erschüttert/ schockiert) hat! Es unglaublich gemacht, wie es die Autorin schafft, die Probleme der Vergangenheit in die Gegenwart zu holen und sie aktuell zu machen. Ich muss gestehen, dass mir das Ende immer noch nachhängt und ich würde empfehlen, beim Lesen Taschentücher bereitzuhalten.
Es ist keine leichte Lektüre, sie behandelt soviele schwierige Themen (Skalvenhaltung, Bürgerkrieg, Tierquälerei, Alltagsrassismus, Armut und noch einiges mehr), aber sie lohnt sich auf jeden Fall. Das mit Abstand beste Buch, was ich diesen Monat gelesen habe!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2024

Unbekannte Sage - neu erzählt

Atalanta
0

Ein sehr schönes Retelling einer eher unbekannten Sage - zumindest in Teilen. Obwohl ich mich in griechischer Mythologie als ziemlich bewandert einschätzen würde, kann ich mich nicht erinnern, in Verbindung ...

Ein sehr schönes Retelling einer eher unbekannten Sage - zumindest in Teilen. Obwohl ich mich in griechischer Mythologie als ziemlich bewandert einschätzen würde, kann ich mich nicht erinnern, in Verbindung mit den Argonauten von ihr gehört zu haben. Dass sie eine "gefallene" Gefährtin von Artemis war und die Sache mit dem Wettlauf und den Äpfeln war so ziemlich das Einzige, was mir halbwegs bekannt vorkam.
Das hat es zum Großteil zu einer sehr spannenden Erzählung gemacht, dennoch gab es ein paar Längen und für meinen Geschmack eindeutig zuviele Wiederholungen. Zwar ist Atalanta eine sehr kluge und sympathische Frau, die ich gerne kennengelernt habe, aber dadurch, dass sie immer wieder- und wiederholen musste, wie toll sie ist, kam sie auch ziemlich versnobt rüber.
Auch sonst gibt es viele Namen, die man wiedererkennen kann (z.B. Jason und Medea, Herakles oder auch Peleus). Leider beschränkt sich auch bei ihnen die Erwähnung immer wieder auf bestimmte Eigenschaften, die unermüdlich wiederholt werden, als wäre das der einzige Teil ihrer Persönlichkeit. Das ist sicherlich für die Geschichte gewollt, um sie von Atalanta abzuheben, machte die Lektüre für mich aber etwas zäher, als ich es mir gewünscht hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2024

Ein echter Kuhlmann!

Die graue Stadt
0

Auch wenn es dieses Mal kein Mäuseabenteuer ist, ist dieses Buch eins, was sehr typisch für den Stil von Torben Kuhlmann ist. Die Illustrationen sind wie immer großartig. Ich liebe es, wie filigran sie ...

Auch wenn es dieses Mal kein Mäuseabenteuer ist, ist dieses Buch eins, was sehr typisch für den Stil von Torben Kuhlmann ist. Die Illustrationen sind wie immer großartig. Ich liebe es, wie filigran sie gestaltet sind - es ist fast wie bei Wimmelbildern, soviele Details kann man darauf erkennen. Und das funktioniert sogar, obwohl das Buch in Großteilen in Graustufen illustriert ist!
Die Geschichte hat ebenfalls - wie immer bei ihm - einen wissenschaftlichen Kern, in diesem Fall geht es um die verschiedenen Arten der Farbmischung. Dazu gibt es einen Anhang, der kindgerecht die Arten der Farbmischung erklärt.
Aber auch die Handlung der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Es gibt recht viel Text für ein Bilderbuch, was es eher zu einer Vorlesegeschichte für ältere Kinder (empfohlen wird es für 8+) macht.
Ich liebe ganz besonders die Botschaft, die dieses Buch vermittelt, über ein mutiges Mädchen, dass für sich und ihre Freunde einsteht und der Welt mit den Farben auch die Fröhlichkeit zurückbringt. Hier kann man ganz ohne erhobenen Zeigefinger lernen, dass es manchmal wichtig ist, sich nicht immer einfach nur anzupassen und dass man auch als Einzelne(r) die Welt verändern kann. Eine Botschaft, die sicher auch den vorlesenden Erwachsenen guttut.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2024

Mehr Sittenbild als Handlung

Das Vogelmädchen von London
0

Ein Buch, das sich nicht schlecht liest, aber elende schleppt. Nach über 250 Seiten war immer noch nicht mehr passiert, als nicht eh schon im Klappentext stand!
Als Sittengemälde des alten London ist das ...

Ein Buch, das sich nicht schlecht liest, aber elende schleppt. Nach über 250 Seiten war immer noch nicht mehr passiert, als nicht eh schon im Klappentext stand!
Als Sittengemälde des alten London ist das Buch nicht schlecht (wobei es es auch viele ausgedachte Teile gibt, wie z.B. Birdlands und das Volk, das dort mit den Vögeln lebt... ich würde jetzt nicht so weit gehen und es wie andere Rezensenten deswegen bei Fantasy einordnen, weil da gibt es andere Kaliber, die mich mit richtigen Fantasyanteilen abgeschreckt haben), aber ich hatte einen spannenden Roman erwartet und kein Sachbuch. Deswegen war es eher enttäuschend.
Ich muss gestehen, dass ich das Buch deswegen nach reichlich der Hälfte abgebrochen habe, einfach weil ich vermute, dass auch nicht viel mehr passieren wird.

Was ich ebenfalls als ziemlich unangemessen empfand, waren die Sexszenen. Die waren für mich sehr komisch zu lesen, da es ja angeblich um Kinder bzw. jüngere Teenager geht, wie immer wieder betont wurde. Auch fand ich sie a) nicht gut geschrieben und b) zuviele gemessen an der Menge des Textes, den ich gelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere