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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2025

Leider kein gelungener Auftakt

Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1)
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Richard Osman hat sich mit dem Donnerstagsmordclub für mich zu einem Must Read Autor gemausert, weswegen ich sehr gespannt auf den neuen Reihenauftakt "Wir finden Mörder" gewesen bin.
Leider war dieser ...

Richard Osman hat sich mit dem Donnerstagsmordclub für mich zu einem Must Read Autor gemausert, weswegen ich sehr gespannt auf den neuen Reihenauftakt "Wir finden Mörder" gewesen bin.
Leider war dieser dann eher eine Enttäuschung statt des erwarteten Knallers :(
Um ehrlich zu sein, könnte ich kaum nacherzählen, worum es in der Geschichte geht. Alles ist ziemlich wirr und es gibt eine große Anzahl an handelnden Personen, sodass ich die Übersicht verloren habe. Vielleicht lag es am Hörbuch und ich überlege tatsächlich, ob ich das Buch nicht einfach nochmal komplett selber lesen sollte. Nichts gegen das Hörbuch, die Sprecher waren sehr angenehm, aber die Vielzahl der Handlungsstränge und Personen waren einfach nur verwirrend. Da das in den meisten negativen Rezensionen der schlimmste Kritikpunkt ist, hoffe ich, dass da bei einer Fortsetzung drauf geachtet wird, alles etwas übersichtlicher zu gestalten. Ich würde sie zumindest antesten und vielleicht wird es bei einem zweiten Band besser, wenn man von den meisten Leuten zumindest schonmal in Band 1 gehört hat...

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Etwas ganz Besonderes

Die Lungenschwimmprobe
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Dieser historische Roman sticht nicht nur optisch aus der Masse heraus, sondern ist auch inhaltlich etwas ganz Besonderes!
Erzählt wird die Geschichte der Anna Voigt, die es wirklich gegeben hat und die ...

Dieser historische Roman sticht nicht nur optisch aus der Masse heraus, sondern ist auch inhaltlich etwas ganz Besonderes!
Erzählt wird die Geschichte der Anna Voigt, die es wirklich gegeben hat und die wohl sogar das Vorbild für das Gretchen in Goethes Faust gewesen sein soll.
Dabei wird aber nicht nur einfach chronologisch heruntererzählt, sondern wir verfolgen verschiedene Erzählansätze. So wechseln sich Beschreibungen ihrer Geschichte ab mit einem wütenden Monolog ihres Vaters, mit Erzählungen über das Leben der Scharfrichter in der damaligen Zeit und mit einem Bericht über ihren Anwalt Christian Thomasius (ebenfalls eine historische Persönlichkeit) und den Arzt Johannes Schreyer. Letzterer gab der Lungenschwimmprobe sogar ihren heutigen wissenschaftlichen Namen: Schreyer-Schwimmprobe.
Daraus ergibt sich ein Buch, an dem man dranbleiben muss, um das Gesamtbild zu erkennen. Ich würde es als sehr anspruchsvoll bezeichnen, nicht nur von der Seitenanzahl und dem Schreibstil her, sondern weil es dem Lesenden auch inhaltlich einiges abverlangt. Die Themen sind nichts für schwache Nerven, sondern können jedem die Nackenhaare aufstellen, selbst wenn er/sie sonst nur Thriller liest. Trotzdem ergötzt es sich nicht nur in den Gewaltorgien der damligen Zeit, sondern ordent sie eben auch in den geschichtlichen Kontext ein.
Ich persönlich habe diese Mischung aus Historie und Gesellschaftskritik jedenfalls sehr gespannt verfolgt und viele interessante Dinge gelernt.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Der erste Vampirroman

Carmilla
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"Carmilla" ist ein Klassiker, den man eben mal gelesen haben "muss". Und den man aufgrund seiner Kürze auch mal schnell gelesen hat. Es ist eher eine kurze Erzählung als ein richtiger Roman.
Für seine ...

"Carmilla" ist ein Klassiker, den man eben mal gelesen haben "muss". Und den man aufgrund seiner Kürze auch mal schnell gelesen hat. Es ist eher eine kurze Erzählung als ein richtiger Roman.
Für seine Zeit sicherlich ein Skandal und auch heute noch bemerkenswert, da die Vampirin eben eine Frau ist - also eine Frau als Täterin! Und den Theorien über Vampirgeschichten folgend eben auch eine Frau, die auf Frauen steht.
Aus heutiger Sicht passiert vordergründig nicht viel und alles, was hintergründig drinsteckt ist heute normal, insofern ... nichts skandalöses mehr. Davon könnte man enttäuscht sein, wenn man den Roman eben nicht in seine Zeit einordnet.
Wie viele Klassiker ist der Stil etwas schwerfällig, man findet sich aber gut rein.
Ich war auf das Buch neugierig geworden, weil Carmilla eine der Figuren in dem Buch "Monster auf der Couch" ist, allerding nimmt dieses eigentlich alles von ihrer Geschichte vorweg. Deswegen muss ich gestehen, dass ich schon etwas enttäuscht war, WIE kurz diese Geschichte wirklich ist und WIE sehr sie sich echt nur in Andeutungen abspielt.
Die Ausstattung der Neuauflage ist sehr schön und Bücher werden ja meistens eher zu günstig angeboten, insofern ist der Preis hier vermutlich einfach nur reell, allerdings ist er für das, was man bekommt, doch eher hoch.

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Gut zum Abschalten

Die Abende in der Buchhandlung Morisaki
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Wie schon der Vorgängerband "Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" ist dieses Buch eine ruhige Geschichte, die sich perfekt eignet, um abends nach einem langen Tag (in der Buchhandlung ;D) zur Ruhe zu ...

Wie schon der Vorgängerband "Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" ist dieses Buch eine ruhige Geschichte, die sich perfekt eignet, um abends nach einem langen Tag (in der Buchhandlung ;D) zur Ruhe zu kommen.
Leider empfand ich die Abende als nicht ganz so rund erzählt wie die Tage. Die Geschichte springt zwischen verschiedenen Themen hin und her. Vielleicht erinnere ich mich falsch, aber bei den Tagen hat sich die Erzählung mehr wie aus einem Guss angefühlt und es wurden nicht so viele verschiedene Themen angeschnitten.
So ist es zwar ein unterhaltsamer Roman, durch das episodenhafte fehlte mir allerdings die "Botschaft", die mir das Buch mitteilen wollte. Dadurch bleibt am Ende ein etwas unbefriedigter Leseeindruck zurück.
Trotzdem eine nette und unaufgeregte Geschichte, die ich mit 3 von 5 möglichen Sternen bewerten würde.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Thematisch leider schwierig

Die Mitford Schwestern
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Bisher habe ich zwei Bücher von Marie Benedict gelesen gehabt, von denen eins eine andere Übersetzung hatte. Hier gibt es wieder die ursprüngliche Übersetzerin, was mir persönlich wesentlich besser gefällt. ...

Bisher habe ich zwei Bücher von Marie Benedict gelesen gehabt, von denen eins eine andere Übersetzung hatte. Hier gibt es wieder die ursprüngliche Übersetzerin, was mir persönlich wesentlich besser gefällt. Der Stil ist einfach mitreißender.

Leider floppt das Buch bei mir allerdings thematisch.
Denn obwohl es 6 Mitfordschwestern gibt, die charakterlich sehr verschieden waren, kommen hier nur drei von ihnen zu Wort. Dabei geht es leider zu 2/3 um die beiden Schwestern, die mit dem Faschismus in England und auch mit Nazideutschland geliebäugelt haben. Bzw. sich regelrecht fanatisch dafür engagiert haben. Das führt dazu, dass man als Lesender immer zwei Kapitel Verherrlichung des Dritten Reiches über sich ergehen lassen muss, bevor es in der Handlung gefühlt endlich mal weitergeht. Eine Gewichtung, die für mich schon nach kurzer Zeit nicht tragbar war, weswegen ich das erste Mal ein Buch der Autorin abgebrochen habe.

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