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Veröffentlicht am 19.10.2024

Das menschliche Monster

Tage einer Hexe
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Schreibstil/Setting: Die Geschichte fängt gleich spannend an, das düstere Setting von Chernograd hat mich sofort gefesselt. Ich habe bis jetzt noch kein einziges Buch über die slawische Mythologie gelesen, ...

Schreibstil/Setting: Die Geschichte fängt gleich spannend an, das düstere Setting von Chernograd hat mich sofort gefesselt. Ich habe bis jetzt noch kein einziges Buch über die slawische Mythologie gelesen, habe aber von ein paar der Figuren schon gehört. Ich fand das Worldbuilding großartig, am Ende des Buchs gibt es einen Monsterleitfaden, der einem jedes Monster nochmal genaustens erklärt. Es gibt viele originelle Elemente, besonders die schaurige und lebendige Mauer zwischen Chernograd und Belograd fand ich sehr kreativ. Ich finde, der Klappentext passt nicht ganz zu der Geschichte, nichtsdestotrotz hat mir der Verlauf aber sehr gut gefallen, besonders die Murder Mystery Elemente sorgten für zusätzliche Spannung.

Charaktere: Kosara war mir sofort sympathisch, die freche Chernograder Hexe hat alle Hände voll zu tun, um die Stadtbewohner mit Zauber und Tränke während der schmutzigen Tage zu unterstützen. Für jedes Monster gibt es Regeln, um sich angemessen vor ihnen zu schützen. Vor einem Monster hat sie am meisten Angst, dem Zmey der es auf junge Frauen abgesehen hat, denn gegen ihn kann man kaum etwas unternehmen. Ihre Angst bringt sie dazu, ihren Hexenschatten aufzugeben und so beginnt ein Wettlauf der Zeit, denn eine Hexe ohne ihren Schatten erkrankt an der Schattenkrankheit.

Asen der Belograder Polizist begleitet Kosara auf der Suche nach ihrem Schatten. Durch seinen Charakter bekam die Geschichte einen Kriminalanteil, der zusätzlich noch zum Miträtseln einlädt. Außerdem sucht er nach dem berühmt-berüchtigten kriminellen Karaiwanow, der ihm schon zu oft durch die Finger geglitten ist.

Der Zmey ist ein sehr menschlicher Antagonist, seine Verhaltensweisen erinnerten mich stark an Männer in missbräuchlichen Beziehungen. Genau das machte ihn zu einem sehr realistischen und erschreckenden Bösewicht.

Fazit: Ein großartiges Fantasybuch über slawische Mythologie. Tolles Worldbuilding und interessante und humorvolle Charaktere. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht, denn es gibt noch einiges für Kosara und Asen zu erledigen.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Fliegen statt wühlen

Earhart
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Schreibstil/Gestaltung: Der Autor und Illustrator Torben Kuhlmann war mir bislang unbekannt. Umso glücklicher bin ich, dass es noch weitere Mäusegeschichten von ihm gibt. Der Schreibstil ist simpel und ...

Schreibstil/Gestaltung: Der Autor und Illustrator Torben Kuhlmann war mir bislang unbekannt. Umso glücklicher bin ich, dass es noch weitere Mäusegeschichten von ihm gibt. Der Schreibstil ist simpel und man kommt zügig durch die Geschichte, da die Kapitel sich meist auf 1-2 Seiten beschränken. Das persönliche Highlight für mich sind aber die Illustrationen. Ich hatte als Kind ein Mäusebuch mit einem ähnlichen Stil, weshalb ich sofort in Nostalgie schwelgte. Da die meisten Kinderbücher heute eher einen Comic-Stil haben, finde ich so hoch detaillierte Illustrationen einfach ganz besonders und hochwertig. 



Charakter: Wir begleiten eine kleine Wühlmaus, die vom Fliegen träumt. Nachdem sie eine Briefmarke mit einem Löwen entdeckt hat, möchte sie unbedingt mehr von der Welt erfahren. Doch die anderen Mäuse stellen sich ihr in den Weg, eine Wühlmaus hat schließlich zu graben und nicht zu fliegen. Doch mit einem cleveren Plan und der Hilfe des Mäusepiloten beginnt der Start eines mutigen Abenteuers. So wie Amelia beweist unsere kleine Wühlmaus große Entschlossenheit, sie stellt und rebelliert gegen die Erwartungen der anderen. Was mir sehr gefallen hat, war, dass es nach dem Mäuseabenteuer noch ein paar wissenswerte Seiten zu Amelia Earhart und anderen Flugerrungenschaften gab.

Fazit: Die schönsten Illustrationen, die ich in einem Kinderbuch gesehen habe. Eine Geschichte, die zeigt, wie Mut und Rebellion Veränderung und Fortschritt vor allem für Frauen bringen. Ich werde mir nun auch die anderen Bücher des Autors zulegen.5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.10.2024

Ausbaufähiges Worldbuilding

Burning Crown
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Schreibstil/Setting: Die Autorin startet direkt ohne große Vorgeschichte ins Geschehen, aber irgendwie fühlte ich mich dadurch ins kalte Wasser geworfen, es fehlte mir an Informationen und Worldbuilding, ...

Schreibstil/Setting: Die Autorin startet direkt ohne große Vorgeschichte ins Geschehen, aber irgendwie fühlte ich mich dadurch ins kalte Wasser geworfen, es fehlte mir an Informationen und Worldbuilding, sodass sich die Welt einfach sehr flach angefühlt hat. Es gab ein paar Plot Twists, jedoch hat mich jetzt keiner davon sonderlich überrascht, generell empfand ich die Geschichte in vielen Aspekten sehr vorhersehbar. Außerdem gab es einige Stellen, die sich häufig wiederholt haben. Ein Detail, welches mir aber sehr gut gefallen hat, war, dass die Namen der Kapitel zu der Playlist passen, ich höre mir sonst eher selten Buch-Playlist an, aber durch die Kapiteltitel wurde ich neugierig und die Lieder passen wirklich perfekt zur Geschichte. 

Charaktere: Cassim möchte Veränderung für sich und die anderen Drachen. Den nur Reiter dürfen die Magie der Drachen benutzen und über deren Einsatz bestimmen. Noch dazu kommt, dass die Reiter die Drachenwandler wie den letzten Dreck behandeln. Das alles treibt Cassim an, den König zu hintergehen und stürzen zu wollen. Cassim hat vieles erlebt, hinter seiner kühlen und zornigen Fassade versteckt sich eine gebrochene Seele. Und dann ist da Yessa, die all diese ungewollten Emotionen aus ihm heraus lockt. 

Yessa ist Reiterin und nicht nur das, erst kürzlich wurde sie zum Captain des Banners ernannt. Ihr Auftreten ist streng, doch der erste Schein trügt, denn Yessa und Cassim verbindet mehr, als er für möglich gehalten hätte. 

Yessa und Cassim Gefühle zueinander kamen sehr schnell, und es hat bei mir etwas gedauert, bis sich die Gefühle authentisch und echt angefüllt haben. Das einzige, was mich an den Protagonisten gestört hat, war das sehr häufige hin und her wechseln von vertrauen zu misstrauen. Zu Yessa konnte ich eine tiefere Verbindung herstellen, einfach weil man mehr Hintergrundgeschichte zu ihr bekommt, aber ich kann mir vorstellen, dass es im zweiten Band mehr zu Cassims Vergangenheit gibt. 

Fazit: Ich war sehr gehypt auf das Buch, weshalb das Worldbuilding und die Vorhersehbarkeit etwas ernüchternd waren. Nicht desto trotz konnten mich die Protagonisten unterhalten, ich bin gespannt, ob Teil zwei einige meiner offenen Fragen beantworten wird. Ich schwanke zwischen 3-3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.10.2024

Das brutale Spiel der Götter

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Schreibstil: Abigail Owen konnte mich mit ihrem humorvollen und packenden Schreibstil von den ersten Seiten an fesseln. Das Buch ist aus der Einzel Perspektive geschrieben, weshalb es mir besonders leicht ...

Schreibstil: Abigail Owen konnte mich mit ihrem humorvollen und packenden Schreibstil von den ersten Seiten an fesseln. Das Buch ist aus der Einzel Perspektive geschrieben, weshalb es mir besonders leicht fiel, Lyra' Gefühle zu verstehen. Die Geschichte ist gefüllt mit Plot Twists, bei denen mir teilweise der Mund offen stand, sodass es trotz der beachtlichen Länge des Buches wirklich nie einen Moment gab, der langweilig war.

Charaktere: Lyra hat ein freches Mundwerk und ich konnte sie aus diesem Grund einfach nur lieben. Sie bietet den Gottheiten die Stirn, lässt sich nicht unterdrücken und folgt ihrem Instinkt. Zudem habe ich noch nie eine so selbstlose Hauptprotagonistin in einem Fantasy-Roman erlebt. Trotz der Brutalität der Spiele färbt dies nicht auf ihren Charakter ab, sie versucht den anderen Spielern zu helfen und knüpft dabei Verbündete.

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich zu Hades eine Verbindung aufbauen konnte, das lag aber eher an seinem kühlen und undurchschaubaren Charakter, was aber zu dem König der Unterwelt perfekt gepasst hat. Ich war immer am Rätseln, welche Absichten Hades wirklich bezüglich Lyra und dem Crucible hat, was für eine ordentliche Spannung sorgte.

Auch die Nebenprotagonisten haben mir sehr gefallen, meine Favoriten sind aber ganz klar Cerberus und Aphrodite. Bei Aphrodites Sprüchen habe ich so lachen müssen.

Setting: Alle 100 Jahre wird ein neuer Gott/Gottheit für den Olymp erwählt. Damit sich die Götter nicht mehr gegenseitig bekriegen müssen, gibt es die Crucible Spiele, an denen erwählte Champions den Sieg für ihren Patron bringen sollen. Aber auch für die Champions gibt es einen Preis zu gewinnen. Doch dieses Jahr tritt zum ersten Mal Hades bei den Spielen an. Durch verschiedenste Heldentaten muss sich Lyra kämpfen.

Die Heldentaten waren jedes Mal ein Highlight, die Prüfungen sind originell und kreativ und es hat richtig Spaß gemacht, mitzurätseln, welche Taktik wohl am allerbesten funktioniert. Auch die Fähigkeiten, die jeder Champion von seinem Patron erlangt und sich durch den Gewinn der Heldentat dazuverdienen kann, machen die Herangehensweise einzigartig.

Fazit: Für mich durch und durch ein Highlight, Spannung, Humor, kreative und epische Prüfungen-Kämpfe, Plot Twists und ein fieser Cliffhanger. Jetzt heißt es für mich, geduldig auf Band zwei zu warten.

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Plötzlich Hund!

Pino – Ein Abenteuer auf vier Pfoten
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Schreibstil: Der Erzählstil ist perfekt für das angegebene Alter geeignet, humorvoll, spannend und chaotisch. Die bunten Illustrationen sind sehr süß und machen die Geschichte noch lebendiger. Die Kapitel ...


Schreibstil: Der Erzählstil ist perfekt für das angegebene Alter geeignet, humorvoll, spannend und chaotisch. Die bunten Illustrationen sind sehr süß und machen die Geschichte noch lebendiger. Die Kapitel haben eine gute Länge und es passiert immer etwas, sodass es nie langweilig wird. 

Charaktere: 

Pino und Janne sind auf sich alleine gestellt, denn Mama braucht Erholung. Pino freut sich sehr, Zeit mit seinem Bruder zu verbringen, doch zu seinem Bedauern ist Janne schon seit längerer Zeit nur mehr am "Schillen“ interessiert. Pino versucht alles, um seinen Bruder zum Spielen zu motivieren, aber Janne wird dadurch nur noch wütender. Und mit einem Türenknall ist alles anders, denn Pino ist plötzlich kein kleiner Junge mehr, sondern ein Hund. Das bringt ganz schön Chaos mit sich, denn Pinos Mama ist allergisch auf Hunde, weshalb er schnell versuchen muss wieder ein Mensch zu werden. 



Auf Pinos Suche nach einem Gegenzauber lernt er Fritzi die Katze und Bertolt den Theaterhund kennen, die ihm bei der Suche nach den Zutaten für den Zauber helfen. Pino muss dabei oft über seine Ängste hinauswachsen und er beweist Stärke und Mut, wenn es darum geht, für seine neuen Freunde da zu sein. Besonders gefallen hat mir, dass jeder Charakter aus der Geschichte lernen konnte. Besonders für Janne und Fritzi gibt es eine sehr schöne Entwicklung. Beim Lesen musste ich manchmal an Franz Kafkas: Die Verwandlung denken, da sich hier ebenfalls auf die psychologische Frage, wie sich eine solch drastische Veränderung auf sich selbst und das Umfeld auswirkt, befasst wird, aber eben auf eine positive und kindgerechte Art und Weise. Pinos Verwandlung verändert emotional viel zwischen den beiden Geschwistern, und Janne muss sich mit seinem bisherigen Verhalten auseinandersetzen.

Fazit: Ein sehr tolles Kinderbuch mit einer sehr positiven Charakterentwicklung und einer wunderschönen Illustrationsgestaltung. Absolut empfehlenswert!

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