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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2024

Schonungslos

Wie Blätter im Sturm
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Der zweite Weltkrieg aus der Sicht von sehr unterschiedlichen jungen Menschen die den Krieg und die Zeit in der sie lebten ganz unterschiedlich wahr nehmen. Da ist Viktor der in einem Eliteinternat der ...

Der zweite Weltkrieg aus der Sicht von sehr unterschiedlichen jungen Menschen die den Krieg und die Zeit in der sie lebten ganz unterschiedlich wahr nehmen. Da ist Viktor der in einem Eliteinternat der Nazies die Propaganda eingetrichtert bekommt, seine Jugendfreundin die sich immer mehr Fragen stellt. Eine junge Franzôsin die sich ausgerechnet zu einem Deutschen hingezogen fühlt und ein junger Mann der versucht Juden zu helfen.
Der Roman beginnt gleich mit einer Szene die deutlich zeigt, wie grausam die Nazies waren und was für abscheuliche Dinge sich abspielten. Schonungslos wird über diese Zeit und darüber was sie aus den Menschen gemacht hat berichtet.
Dieser Roman ist sicher nichts für schwache Nerven, aber wer lesen will was damals passiert ist der ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 07.11.2024

Einfach lesenswert

Die Tochter des Roten Hauses
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Ich weiß nicht genau was ich von diesem Roman erwartet habe, aber ich kann nur sagen das ich begeistert war von der Geschichte. Es geht um Anne die zu Beginnen des neunzehnten Jahrhunderts lebt. Ich finde ...

Ich weiß nicht genau was ich von diesem Roman erwartet habe, aber ich kann nur sagen das ich begeistert war von der Geschichte. Es geht um Anne die zu Beginnen des neunzehnten Jahrhunderts lebt. Ich finde es aber schwierig dem Roman ein bestimmtes Thema zuzuordnen. Es gibt eine Liebesgeschichte, die zwar immer wieder Thema ist aber nicht im Vordergrund. Es ist aber eine sehr schöne schnörkellose Liebesgeschichte , die einfach echt ist. Aber es geht auch um Freundschaft, um Rache und Verlust.
Anne trifft auf einige mehr oder weniger bekante hat historische Personen. So zum Beispiel auf Sophie von La Roche,eine Schriftstellerin und Großmutter von Clemens von Brentano. Oder auf einige Genossen des Schinderhannes. Was mir hier sehr gut gefallen hat ist das diese nicht romantiesiert werden, sondern als das dargestellt worden was sie wirklich waren. Düstere Gesellen die vor nichts zurück schreckten.

Diese Roman ist einfach nur lesenswert, spannend, erschreckend, dann wieder wieder gefühlvoll und an manchen Stellen nachdenklich.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Wie immer großartig

Das Haus der Bücher und Schatten
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Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan der Bücher von Kai Meyer und habe mich schon sehr auf seinen neuesten Roman gefreut.

Das Haus der Bücher und Schatten ist bereits der dritte Roman der im ...

Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan der Bücher von Kai Meyer und habe mich schon sehr auf seinen neuesten Roman gefreut.

Das Haus der Bücher und Schatten ist bereits der dritte Roman der im graphischen Viertel Leipzig spielt. Allerdings muss man die Vorgänger nicht gelesen haben, un diesen zu verstehen. Andererseits würde ich sehr empfehlen diese zu lesen, weil sie einfach lesenswert sind.

Aber nun zu diesem Roman. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen im Jahr 1933, wo der ehemalige Kommissar Cornelius den rätselhaften Tod eines Polizisten aufklären will, und so wieder in den Polizeidienst zurück kehren will. Der zweite Strang erzählt von einer Lektorin die im Jahr 1913 in einem abgelegenen Anwesen einen exzentrischen Schriftsteller besucht.

Spannend erzählt Kai Meyer scheinbar zwei Geschichten die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Während Cornelius Geschichte in der Erzählperspektive geschrieben ist, erzählt die Lektorin uns ihre Sicht der Ereignisse selbst. Ich finde das sehr gut gemacht. So hatte ich das Gefühl ihre Geschichte mit ihr zu erleben. In Cornelius Zeit spielen dagegen mehrere Personen eine wichtige Rolle und so ist das Erzählende vielschichtiger.

Wie immer bei Kai Meyer ist Spannung von der ersten bis zur letzten Seite dabei, dazu Charaktere die alle ihre Eigenheiten haben und so erzählt er einen großartigen Roman.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Machtkämpfe im Mittelalter

Helden
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Tausend Seiten. Wow eine Herausforderung. Aber es kommt doch immer darauf an wie diese tausend Seiten gefüllt werden. Frank Schätzing hat sie mit einem spannenden Mittelalterroman gefüllt.
Obwohl ich ...

Tausend Seiten. Wow eine Herausforderung. Aber es kommt doch immer darauf an wie diese tausend Seiten gefüllt werden. Frank Schätzing hat sie mit einem spannenden Mittelalterroman gefüllt.
Obwohl ich sehr viele Romane aus dieser Zeit lese, ist der Vorgänger von Helden an mir vorbeigegangen. Aber es war auch nicht nötig und ich konnte diesen Roman ab der ersten Seite genießen.
Mit Fuchs hat Schätzing einen tollen Charakter geschaffen der zusammen mit den anderen Charakteren eine gute Mischung aus den Menschen der Zeit abgibt.
Man merkt dem Roman die intensive Recherche an, manchmal ist es vielleicht etwas langatmig aber dafür mit viel Liebe zum Detail geschrieben.
Intrigen und Machtkämpfe, Europa im Mittelalter, große Politik, kurz alles was die Menschen bewegten und mittendrin der Fuchs.
Spannend, detailreich, Mittelalter. Ich war begeistert

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Eine schreibende Frau

Die Schreiberin
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Ich lese sehr gerne Romane über Frauen die ihrer Zeit weit voraus waren. Eine von ihnen war Clara Hätzerlin. Sie lebte im fünfzehnten Jahrhunder und war Schreiberin. Zu der Zeit war es schon erstaunlich ...

Ich lese sehr gerne Romane über Frauen die ihrer Zeit weit voraus waren. Eine von ihnen war Clara Hätzerlin. Sie lebte im fünfzehnten Jahrhunder und war Schreiberin. Zu der Zeit war es schon erstaunlich das eine Frau überhaupt schreiben konnte, das sie aber damit Geld verdiente war sensationell. Clara Hätzerlin hat wirklich gelebt. Allerdings ist dieses hier keinen Biographie sondern ein fiktiver Roman.

Er beginnt im Jahr 1470, Clara ist bereits vierzig Jahre alt, und denkt an ihr Leben zurück. Beginnend mit dem Tag an dem ihr Vater beschloss das sie schreiben lernen soll und erzählt dann von wichtigen Ereignisse in ihrem Leben. Dabei treffen wir auf einige bekannte historische Personen wie die Familie Fugger.
Neben Claras Werdegang als Schreiberin kommt auch ihr privates Leben nicht zu kurz. Die Verbundenheit mit ihrem Bruder, hinterhältige Verwandtschaft und die Liebe nehmen auch ihren Teil ein.

Ein spannender, atmosphärischer und authentischer Mittelalterroman rund um eine starke Frau die ihren Weg gehen. Sehr gut recherchiert und wunderbar geschrieben. Ich war begeistert.

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