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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2024

Norddeutsch

Die Gräfin
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Typisch norddeutsch und gleichzeitig ganz besonders. So würde ich diese Geschichte in kurzen Worten beschreiben.
Der Handlungsort ist die Hallig Südfall, hier lebt die achtzigjährige Gräfin Diana zusammen ...

Typisch norddeutsch und gleichzeitig ganz besonders. So würde ich diese Geschichte in kurzen Worten beschreiben.
Der Handlungsort ist die Hallig Südfall, hier lebt die achtzigjährige Gräfin Diana zusammen mit ihrer Haustochter Meta und dem Hausmeister Knut lebt., ihr beschauliches Leben gerät durcheinander als ein englischer Pilot im Watt abstürzt. Doch so beschaulich ist das Leben der Gräfin gar nicht...

Ich war vor allem begeistert das die Halligbewohner untereinander fast nur Platt gesprochen haben, das hat für mich das Buch sehr authentisch und ehrlich gemacht. Allerdings kann ich mir vorstellen das dieser Punkt für alle die kein Platz verstehen etwas schwierig werden könnte.

Ich war besonders von der Gräfin begeistert, diese hat wirklich gelebt und war als Halligbräfin bekannt. Eine starke Frau umgeben von norddeutschen Originalen. Die Geschichte spielt komplett im kleinen Kosmos der Hallig und war dadurch sehr besonders.

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Veröffentlicht am 15.08.2024

Ruhiger als Teil eins

Fräulein Liebe und der Traum vom Leben
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Ich habe den ersten Teil rund um Fräulein Liebe mit großer Begeisterung gelesen und habe mich sehr auf diesen zweiten Teil gefreut. Leider kommt er nicht ganz an den Vorgänger heren.

Es sind einige Jahre ...

Ich habe den ersten Teil rund um Fräulein Liebe mit großer Begeisterung gelesen und habe mich sehr auf diesen zweiten Teil gefreut. Leider kommt er nicht ganz an den Vorgänger heren.

Es sind einige Jahre vergangen seit Eva Liebe in Andernach angekommen ist und der Krieg beendet ist. Eva willendlich ihren Georg heiraten, doch dann kommt sein dunkles Geheimnis heraus , dann taucht auch noch ihr totgeglaubter Onkel wieder auf und bringt das Leben der Familie durcheinander...

Evas Geschichte geht also durchaus spannend weiter , natürlich ist es eine ganz anderen Zeit, der Krieg ist einige Jahre vorbei und dadurch ist der Roman etwas ruhiger als sein Vorgänger. Trotzdem finde ich die Zeit wieder gut eingefangen.. Das war vor allem bei Evas Onkel zu spüren der zehn Jahre nach Kriegsende erst nach Hause zurück kehrt . Gut gefallen hat mir auch Evas Cousine Inge, die ihren eigenen Weg gehen will und versucht sich durchzusetzen.

Ich glaube das mich das Buch nicht ganz so begeistert hat wie der Vorgänger liegt daran das es nicht ganz so spannend war. Einfach viel ruhiger, eben eine ganz andere Zeit. Aber eben auch der Zeit angepasst und Evas Geschichte bleibt emotional und interessant. Ein schöner Roman der mich gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Schöner Abschluss der Reihe

Vielleicht können wir glücklich sein
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Ich habe bereits die beiden Vorgänger dieses Romanes gelesen und wollte daher unbedingt wissen wie Klaras Geschichte weiter geht und was aus Tolla geworden ist.

Wieder begleiten wir Isabell bei ihrer ...

Ich habe bereits die beiden Vorgänger dieses Romanes gelesen und wollte daher unbedingt wissen wie Klaras Geschichte weiter geht und was aus Tolla geworden ist.

Wieder begleiten wir Isabell bei ihrer Suche in den Aufzeichnungen ihrer Großmutter, in diesem Buch geht es dabei auch um die Tagebücher ihres Großvaters und die Briefe die sich Klara und ihr Mann in geschrieben haben.

Für mich war dieser Teil etwas schwächer als die ersten Teile, das lag vor allem am Teil rund um Isabell. Mir waren die vielen ausführlichen Beschreibungen rund um deren Baby einfach zu viel. Natürlich war es interessant die großen Unterschiede in der Kindererziehung 1944 uns 2000: zu lesen und vielleicht wollte die Autorin auch genau das aufzeigen, aber manchmal war mir das einfach zu viel. Die Recherche dagegen und Isabells Umgang mit dem Tod der Großmutter fand ich sehr gelungen.

Großartig dagegen wieder der Teil in der Vergangenheit. Dieses Mal geht es in erster Linie um die Jahre 1944 und 1945. Die Situation einer Frau mit vier kleinen Kindern allein zu Hause war gelungen beschrieben. Wahnsinn was damals sechs jährigen schon zugetraut und zugemutet wurde. Auch Klaras Angst ihre Haltung offen zu zeigen und ihre Versuche sich nicht vor den Karren der Nazis spannen zu lassen haben mir gut gefallen. Dazu die ewige Frage was wurde aus Tolla. So spannend und vor allem emotional.

Kurz gesagt ein gelungener Abschluss mit ganz kleinen Schwächen

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Veröffentlicht am 14.08.2024

War es Mord

Keine Schonzeit für Mörder
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Alles beginnt ganz harmlos mit einer Theateraufführung in den Bergen. Doch dann geschieht ein Verbrechen und das wirft von Anfang an Fragen auf.
Und nicht nur der Tod der zwei Männer wühlt die Menschen ...

Alles beginnt ganz harmlos mit einer Theateraufführung in den Bergen. Doch dann geschieht ein Verbrechen und das wirft von Anfang an Fragen auf.
Und nicht nur der Tod der zwei Männer wühlt die Menschen auf, denn es ist das Jahr 1914 und der erste Weltkrieg bricht aus.

Wir sind mitten drin im Leben auf den Höfen. Erleben ein von harter Arbeit geprägtes Leben und eine Liebe die nicht sein darf. Vor allem die Geschwister Carl und Resi lassen und an ihrem Leben teilhaben. Carl der nicht dazu gemacht ist, Bauer zu sein und Resi die nach dem Tod der Mutter deren Platz eingenommen hat und genau weiß was sie will.

Dazu die Frage ob der Wilderer und der Gendarm wirklich so gestorben sind wie es der einzige Zeuge darstellt. Und natürlich der Mord in Sarajevo der die Welt aus den Fugen gerissen hat.

Spannend auf der einen Seite, auf der anderen Seite voll von Heimatgeschichte. Ja so würde ich es bezeichnen. Voll von tollen Charakteren die die Geschichte lebendig machen. Ein Roman der mich in eine vergangene Zeit hineingezogen hat und mich sehr gut unterhalten hat

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Ein ganz besonderes Atelier

Die Modeschöpferin von Manhattan
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Die Modeschöpferin von Manhattan erzählt von der Modeschöpferin Valentina Schlee die ein exklusives Modeatelier führt. Jede will zu ihren Kundinnen gehören, aber nicht jeder wird genommen. Aber nicht nur ...

Die Modeschöpferin von Manhattan erzählt von der Modeschöpferin Valentina Schlee die ein exklusives Modeatelier führt. Jede will zu ihren Kundinnen gehören, aber nicht jeder wird genommen. Aber nicht nur ihr Geschäft ist exklusiv, auch Valentina selbst ist Besonders. Über ihre Herkunft wird gerätselt und außer ihr weiß wohl niemand die Wahrheit....

Nebenher wird die Geschichte der jungen Verkäuferin Daisy erzählt. Aus gutem Hause komment steht sie im Konflikt ob sie den Vorstellungen ihrer Familie oder ihrem Herzen folgen soll...

Der Roman glänzt durch die wunderbare Art wie Joan Weng ihre Charaktere beschreibt. Sie versteht es uns in die Gefühlswelt aller hineinzuversetzen. Ob nun Daisys Zweifel an ihren Entscheidungen oder Valentinas Ängste. Ja selbst die Gedanken der Kundinnen zu Valentinas ungewöhnlichen Methoden.

Im Hintergrund war immer die bedrohliche Lage der Weltgeschichte zu spüren. Obwohl Europa weit entfernt ist doch die Angst vor dem was da in Deutschland geschiet spürbar.

Ein schöner Roman über Frauen, über Mode und das was sie bewirken kann

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