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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2021

Wunderschön

Das Mädchen im Nordwind
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Sofie reist nach Island, um dort für drei Monate ein Haus zu renovieren. Aber eigentlich will sie einfach nur weg von ihrem Leben in Hamburg. Weg von ihren privaten und beruflichen Problemen. Bei der Renovierung ...

Sofie reist nach Island, um dort für drei Monate ein Haus zu renovieren. Aber eigentlich will sie einfach nur weg von ihrem Leben in Hamburg. Weg von ihren privaten und beruflichen Problemen. Bei der Renovierung des Hauses, stößt sie auf einen alten Schreibtisch und darin daß Tagebuch einer Frau namens Luise. Diese hat vor langer Zeit ihr Kind auf Island zurück gelassen und seitdem wird in der Familie nicht mehr über die geredet. Auch Sofie trifft auf eine Mauer des Schweigens, trotzdem kann sie nicht von Louise Geschichte lassen und taucht tief in die Vergangenheit ab.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Da ist zum Einen Sofie im Jahr 2019 und dann ist da Luise deren Geschichte in den dreiziger Jahren in Lüneburg beginnt. Sie ist Jüdin und es wird für sie immer schwerer in Deutschland, da lernt sie Jonas einen jungen Isländer kennen...

Das Buch hat mir unheimlich gut gefallen. Beide Frauen haben mich von der ersten Seite in ihren Bann gezogen. Vor allem Luises Geschichte geht zu Herzen. Es war erschüttert zu lesen wie sich ihr Leben von der ganz normalen Schülerin zur unerwünschten Person entwickelt hat. Wie sich Nachbarn plötzlich abwenden und sie plötzlich nichts mehr darf. An Diesem Geschichte haben mir vor allen ihre Begegnungen mit den Isländern gefallen und ihre Sturheit die sie immer weiter in Luises Welt geführt hat.
Für mich eine gelungene Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 04.05.2021

Invita ermittelt

Die Legion des Raben
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Trier ist immer eine Reise wert. Und wenn man so wie ich zu weit weg wohnt, dann sollte man unbedingt mit Invita in diesem Roman dorthin reisen. Invita ist Sklavin beim römischen Stadthalter von Trier. ...

Trier ist immer eine Reise wert. Und wenn man so wie ich zu weit weg wohnt, dann sollte man unbedingt mit Invita in diesem Roman dorthin reisen. Invita ist Sklavin beim römischen Stadthalter von Trier. Invita hat allerdings ein Problem, sie hat ein unglaubliches Talent sich immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Als nach einem Fest bei ihrem Herren einer der Gäste ermordet wird, gerät dessen Sklave unter Mordverdacht. Doch Invita kann nicht glauben daß er es war und geht selbst auf die Suche nach der Wahrheit. Aber Invita wäre nicht Invita,wenn dabei alles glatt gehen würde..

In einer spannenden Geschichte machen wir Leser uns nun zusammen mit der mutigen jungen Frau auf die Suche nach dem wahren Mörder und den Hintergründen der Tat.

Maria W.Peter lässt das römische Trier vor dem inneren Auge wieder erstehen. Ich hatte das Gefühl durch die Straßen der Stadt zu wandern, die Thermen zu besuchen und unterwegs den Menschen von damals bei ihrem Alltag zuzusehen. Die Reise führt uns weiter in die Umgebung der Stadt und auf dieser Reise geschehen immer wieder unvorhersehbare und spannende Dinge.

Die Geschichte lebt aber auch von der Figur von Invita, die so herzerfrischend ist, das man sie einfach ins Herz schließen muss. Immer wieder habe ich über sie gestaunt, dann wieder geschmunzelt und im nächsten Moment mit ihr gezittert.

Ein grandioser Roman, in einer traumhaften Kulisse, zu einer spannenden Zeit.

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Veröffentlicht am 02.05.2021

Die Ungerechtigkeit der Armut

Die Frauen von Kopenhagen
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Der Roman spielt in Kopenhagen im Jahr 1885, es herrscht eine riesige Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich, die Protagonisten der Geschichte gehören zur Arbeiterschicht, also zu den Armen. In eindrucksvollen ...

Der Roman spielt in Kopenhagen im Jahr 1885, es herrscht eine riesige Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich, die Protagonisten der Geschichte gehören zur Arbeiterschicht, also zu den Armen. In eindrucksvollen Bildern schildert die Autorin das Leben der Menschen, ihre Hoffnungslosigkeit, ihre Verzweiflung und die Menschenunwürdigen Lebensbedingungen. Anhand der mutigen jungen Frauen Nellie und Anna, die sich nicht mit der gegebenen Situation abfinden wollen, erlebt man hautnah wie es damals war. Nellie stellt sich gegen ihren Arbeitgeber, nachdem ihre Freundin Marie einen schweren Unfall mit einem Webstuhl hatte. Anna kommt von Land in die Stadt, sie wollte keinen Mann heiraten den sie nicht liebt... Mich haben vor allem die Beschreibungen des Lebens und der Ungerechtigkeit der Zeit tief beeindruckt. Beim Lesen konnte ich die Feuchtigkeit der Wohnungen und die gedrückte Stimmung förmlich spüren. Eine Geschichte die zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 02.05.2021

Aus Liebe zu den Tieren

Die Tierärztin - Große Träume
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Schon als kleines Mädchen hat Nellie jedes Tier in der Nachbarschaft retten wollen. Für sie stand immer fest, das sie eines Tages Tierärztin werden würde. Doch Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts war das ...

Schon als kleines Mädchen hat Nellie jedes Tier in der Nachbarschaft retten wollen. Für sie stand immer fest, das sie eines Tages Tierärztin werden würde. Doch Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts war das für Frauen in Belgien noch unmöglich. Doch Nellie wäre nicht Nellie, wenn sie keine Ideen hätte.
Wir begleiten Nellie zusammen mit ihrem besten Freund Philipp durch dessen Studium und erleben wie sie mit viel Witz und schlauen Ideen ihren Traum zu leben versucht. Trotz allem ermöglicht ihr nur eine Heirat mit Philipp zumindest ansatzweise Tiere zu behandeln. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr und der erste Weltkrieg verändert ihr Leben...
In dem Roman geht es in erster Linie um Nellie, die alles tut um Tierärztin zu sein und sich dabei nicht darum kümmerst was andere davon halten. Aber der Roman ist so viel mehr. Es geht um eine Zeit in der sich viel verändert. In der Frauen zwar immer mehr Möglichkeiten bekommen, es aber in die Köpfe der Menschen nicht Hineinwill, das eine Frau mehr kann als Hausfrau zu sein. Die wunderbare Nellie führt uns durch ihre Zeit und ihre Geschichte, lässt uns oft schmunzeln und ab und an den Kopf schütteln und lernt nebenbei ganz besondere Menschen kennen.

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Veröffentlicht am 02.05.2021

Drei Frauen, drei Geschichten

Zwischen uns ein ganzes Leben
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Beatrice ist eigentlich da wo sie immer sein wollte. Sie arbeitet bei der Weltbank in Washington in der Presseabteilungen. Sie ist in einer Beziehung und kann sich ein gutes Leben leisten. Doch ist das ...

Beatrice ist eigentlich da wo sie immer sein wollte. Sie arbeitet bei der Weltbank in Washington in der Presseabteilungen. Sie ist in einer Beziehung und kann sich ein gutes Leben leisten. Doch ist das wirklich das was sie will? Bei der Arbeit läuft es schlecht und mit der Tochter ihres Freundes gibt es immer wieder Probleme. Als Beatrice Jacobina kennenlernt, ändert sich vieles. Die alte Dame hat vor zwanzig Jahren ihrem Vater versprachen das sie nach ihrer Halbschwester Judith sucht. Judiths Spur verliert sich 1943 in Paris, wo sie als Jüdin in die Gänge der Nazies geriet. Beatrice macht sich auf Spurensuche, doch das ist nicht einfach.

In einem zweiten Handlungsstrang werden Judiths Erlebnisse in Paris während der Besatzung durch die Deutschen beschrieben. Dies war für mich der interessanteste und auch emotinalste Teil des Buches. Man erlebt hautnah mit, wie sich das Leben einer ganz normalen jungen Suptudentin immer mehr zum Schlechten verändert, wie ihr immer mehr Verboten wird. Wie sie plötzlich in ihrer Stadt nicht mehr erwünscht ist.
Der Teil um Beatrice war vor allem während der Spurensuche spannend und auch Jacobina war Klasse. Allerdings hat mir der Teil rund um Beatrice Beziehung zu viel Platz eingenommen und ich hätte gerne etwas mehr von Jacobina erfahren.

Der Roman lässt sich sehr gut lesen und auch die Zeitsprünge sind so eingearbeitet, das sie den Lesefluss nicht gestört haben. Für Liebhaber von Familiengeschichten und Romanen die ans Herz gehen.

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