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Veröffentlicht am 21.08.2026

Eine Stadt kann nicht loslassen

Thornbird
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Nach 10 Jahren kehrt Ryan in ihre Heimatstadt zurück. In die Stadt, in der ihr Vater sechs Frauen und ihre eigene Mutter ermordet hat. Niemand darf erfahren, dass sie die Tochter des ‚Starling Slayers‘ ...

Nach 10 Jahren kehrt Ryan in ihre Heimatstadt zurück. In die Stadt, in der ihr Vater sechs Frauen und ihre eigene Mutter ermordet hat. Niemand darf erfahren, dass sie die Tochter des ‚Starling Slayers‘ ist. Einfach wird es aber nicht, ihr Geheimnis zu wahren. Noch immer versuchen die Leute herauszufinden, wo ihr Vater die Leichen versteckt hat. Und dann ist da noch Everett, in dessen Nähe sie vorsichtig sein muss, was sie sagt. 

Es ist recht schwierig über das Buch zu sprechen, ohne zu viel zu verraten, da vieles nicht so ist, wie es am Anfang scheint. Die Geschichte entwickelt sich wirklich sehr langsam. Der Großteil der Geschichte ist viel Highschool-/Teenager-Drama. Gabriel Thorn und die Morde sind zwar immer präsent, aber richtige Thriller-Momente gab es für mich kaum. Dafür hat mir die allgemeine Stimmung gefallen, die die Autorin im Buch geschaffen hat. Ryan ist passionierte Fotografin, dadurch werden immer mal wieder die Natur und Tiere beschrieben.

Kleine Wendungen gibt es bereits Zwischendurch, von denen man sich manche bereits denken konnte, aber der große Showdown und die Auflösung wurden in das letzte Viertel gequetscht. Und es fühlt sich wirklich gequetscht an, da auf wenigen Seiten alles enthüllt wird und mehrere Plottwists eingebaut wurden. Das war mir zu viel auf einmal und ich hätte mir gewünscht, dass das Ende nicht so gehetzt wirkt.

Ryan als Protagonistin mochte ich ganz gern. Auch wenn sie manchmal schon sehr in Selbstmitleid versinkt und sich an Sachen die Schuld gibt, für die sie nichts kann und für die sie nicht verantwortlich ist. Man kann es ihr etwas verzeihen, wenn man ihre Vergangenheit berücksichtigt. Das Verhalten einiger Nebencharaktere war ebenfalls etwas überdramatisiert, vor allem gegenüber Ryan, aber auch hier, die gesamte Stadt Starling hängt teilweise immer noch in der Vergangenheit fest und kann die Geschehnisse um die Morde nicht loslassen.

Die Liebesgeschichte ist gut und glaubwürdig aufgebaut. Es wird gezeigt, dass die beiden Gemeinsamkeiten und eine Verbindung zueinander haben und sich nicht einfach nur gegenseitig heiß finden. Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden sehr gerne.

Es sind einige Punkte, die ich nicht so gut fand, aber dennoch hat mich das Buch gut unterhalten, was für mich noch solide 3,5 Sterne ergibt. 

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Veröffentlicht am 29.07.2026

Keine Spannung, unsympathische Charaktere

Summer Heat
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Mia arbeitet den Sommer über als Yogalehrerin in einem Luxusresort in Portugal. Sie ist aber nicht für die Arbeit dort, sie hat eine andere Mission. Doch im Resort angekommen, läuft nichts nach Plan. Sie ...

Mia arbeitet den Sommer über als Yogalehrerin in einem Luxusresort in Portugal. Sie ist aber nicht für die Arbeit dort, sie hat eine andere Mission. Doch im Resort angekommen, läuft nichts nach Plan. Sie lässt sich zu leicht von dem attraktiven Yanis ablenken, die Kolleginnen scheinen etwas gegen sie zu haben und dann wird auch noch eine Leiche an den Strand angespült.

So wie das Buch beschrieben wird, hat es etwas an ‚The White Lotus‘ erinnert. Ein Luxusresort für die Reichen, in dem die unterschiedlichsten Charaktere aufeinandertreffen. Es gibt Geheimnisse, Intrigen und eine Leiche. Leider hat das Buch an sich überhaupt nichts mit der Serie gemein.

Die Autorin schafft es nicht die Atmosphäre von einem Luxusresort in Portugal oder allgemein das Gefühl von Portugal zu vermitteln. Das Buch hätte auch an jedem anderen beliebigen Ort spielen können. Anfangs passiert auch nicht wirklich etwas. Es wird zwar versucht, durch kleine Ungereimtheiten und den Zwistigkeiten zwischen den Charakteren, Spannung aufgebaut, das gelingt aber nicht.

In der ersten Hälfte geht es hauptsächlich um das toxische Hin und Her zwischen Mia und Yanis, was sehr schnell ermüdend ist. Was auch daran liegt, dass keiner der Beiden wirklich sympathisch ist und mit keinem mitfühlt. Auch die anderen Charaktere sind durchweg ziemlich unsympathisch.

Bei der Hälfte der Geschichte kommt kurz Spannung auf, die aber auch schnell wieder vergeht und das übliche Beziehungsdrama wird fortgesetzt. Die eigentliche Handlung – der große Twist – die sich die Autorin überlegt hat, wird in den letzten paar Kapiteln schnell aufgemacht und auf wenigen Seiten aufgeklärt. Dadurch wirkt der ganze Plot ziemlich abstrus, konstruiert und unglaubwürdig.

Das Thema, das die Autorin aufgreifen wollte, hätte mal langsamer aufbauen müssen, damit es auch überzeugend wirkt. So hat man sich auf einen kurzen Schockmoment am Ende verlassen, der nicht lange nachwirkt. Es macht den Anschein, als wollte die Autorin das Thema unbedingt aufgreifen, konnte es aber nicht gut in die Geschichte integrieren.

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Veröffentlicht am 11.07.2026

Sci-Fi-Abenteuer das Spaß macht

Red Star Rebels
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Ihnen bleiben nur 8 Stunden, um zu überleben und sie brauchen einander dafür. Dabei stehen sie auf unterschiedlichen Seiten. Cleo, die sich illegal auf dem Mars aufhält und Hunter, der reiche Erbe des ...

Ihnen bleiben nur 8 Stunden, um zu überleben und sie brauchen einander dafür. Dabei stehen sie auf unterschiedlichen Seiten. Cleo, die sich illegal auf dem Mars aufhält und Hunter, der reiche Erbe des Unternehmens, das als erstes den roten Planeten besiedelte. Sie müssen ihre Differenzen beiseite legen und herausfinden, warum Söldner die Mars-Station angreifen. Und sie aufhalten.

Dadurch, dass sich die Geschichte innerhalb von acht Stunden abspielt, muss man nicht lange darauf warten, bis es richtig losgeht. Cleo und Hunter treffen sehr bald aufeinander und auch die Söldner-Gruppe lässt nicht lange auf sich warten. Obwohl von Anfang an viel passiert und das Tempo hochgehalten wird, konnte mich die erste Hälfte noch nicht so ganz packen. Erst in der zweiten Hälfte wenn nach und nach aufgedeckt wird, warum die Söldner die Mars-Station einnehmen und was ihr Ziel ist, wird es richtig spannend.

Die Autorin baut einige Wendungen ein, von denen ein paar vorhersehbar sind, aber andere durchaus überraschend kommen. Auch das Ende kann man sich bereits vorher denken

Ich bin kein großer Sci-Fi-Fan, aber die Autorin hält sich mit technischen Beschreibungen soweit zurück, dass es nicht langweilig oder zu ermüdend wird.

Bei der Liebesgeschichte bin ich etwas zwiegespalten. Wenn man in so einer gefährlichen Situation wie Cleo und Hunter ist, kann man sich in dem Moment wirklich auf jemanden konzentrieren oder sich gar in acht Stunden verlieben? Da fand ich das Geschmachte der beiden teilweise unpassend. Auf der anderen Seite mag ich die Dynamik zwischen den beiden. Hunter ist kein Arschloch, er behandelt Cleo respektvoll, auf Augenhöhe und lässt Gefühle zu. Und habe ich schon erwähnt, dass er kein Arschloch ist? Cleo ist taff, lässt sich nichts gefallen und schon gar nicht unterkriegen. Als Charaktere haben mir beide gut gefallen.

Wenn sich die Autorin weniger auf die Liebesgeschichte und mehr auf die generelle Idee konzentriert hätte (Besiedlung auf dem Mars, Konflikte zwischen den Stationen), hätte was größeres daraus werden können. Aber für das, was es ist, ist es eine solide Geschichte, die Spaß macht.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Selbstoptimierung um jeden Preis

Gym
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Sie braucht unbedingt einen neuen Job. Mit Fitness hat sie zwar wenig am Hut, aber in einem Fitnessstudio arbeiten kann ja nicht so schwer sein. Dabei verstrickt sie sich von Anfang an in Lügen. Zumindest ...

Sie braucht unbedingt einen neuen Job. Mit Fitness hat sie zwar wenig am Hut, aber in einem Fitnessstudio arbeiten kann ja nicht so schwer sein. Dabei verstrickt sie sich von Anfang an in Lügen. Zumindest findet sie immer mehr Gefallen am Krafttraining. Vielleicht etwas zu sehr.

Die Autorin hat einen prägnanten, scharfen Schreibstil, bei dem öfters auch der Humor durchkommt. Die Geschichte fängt zunächst ziemlich normal an. Die Protagonistin scheint zwar Probleme zu haben und lügt, um an einen neuen Job zu kommen, aber sie wirkt dennoch normal..

Die Protagonistin findet sich langsam in ihrem neuen Job zurecht, findet Freunde und fasst Fuß in ihrem Leben. Langsam freundet sie sich auch mit dem Sport an. Doch langsam aber stetig wird daraus eine Obsession vom eigenen Körper. 

Es geht nur noch um Sätze, Wiederholungen, Kalorien und Proteine. Dabei bekommt ihr Lügenkonstrukt immer mehr Risse und ihre Vergangenheit klopft auch noch an der Tür. Die steigende Obsession der Protagonistin baut die Autorin gut auf, obwohl es am Ende etwas abstrus wird. Es spiegelt wieder, was jeden Tag auf Social Media passiert. Es geht nur noch um Zahlen und Selbstoptimierung. Alles andere ist egal.

Genau an diesem Punkt geht die Autorin aber nicht weiter darauf ein. Social Media wird zwar angesprochen, aber es wird keine Kritik aufgegriffen. Es wird eher das Bild geschaffen, dass die Obsession der Protagonistin ganz von ihr selbst ausgeht. Vor allem da sie in der Vergangenheit bereits psychische Probleme hatte und die Gesellschaft und der Druck dahinter kaum eine Rolle spielt. 

Die Chance mehr auf den sozialen Druck einzugehen, den vor allem junge Leute auf Social Media verspüren, wenn es um das Aussehen geht und welche Folgen das haben kann, wurde leider verpasst.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Mord in den eigenen Reihen

Lückenbüßer (Kluftinger-Krimis 13)
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Für Kluftinger ist es ein großer Tag. Als Interims-Polizeipräsident leitet er einen großen Einsatz. Doch alles läuft schief und am Ende ist ein Kollege tot. War es ein Unfall oder hat jemand den Einsatz ...

Für Kluftinger ist es ein großer Tag. Als Interims-Polizeipräsident leitet er einen großen Einsatz. Doch alles läuft schief und am Ende ist ein Kollege tot. War es ein Unfall oder hat jemand den Einsatz als Möglichkeit für einen Mord genutzt?
Auch privat geht es bei Kluftinger hoch her. Als Lückenbüßer hat er sich für den Gemeinderat aufstellen lassen und muss sich nun mit der Lokalpolitik auseinandersetzen.

Der neue Fall von Kluftinger ist besser als der letzte Teil der Reihe, dennoch kommt er nicht zu alter Stärke zurück. Der Klamauk, der vor allem in Kluftingers Privatleben stattfindet, überschattet den eigentlichen Fall, der durchaus spannend ist und Potential hat.

Auch dieses Mal lassen die Autoren immer wieder aktuelle (politische) Themen in den Krimi mit einfließen, was hier etwas besser als sonst passt, da die Politik ein Schwerpunkt in diesem Buch ist. Dennoch stellt sich die Frage, ob es immer notwendig ist, wirklich jedes Thema aufgreifen zu müssen.

Bei diesem Krimi ist es mir zum ersten Mal wirklich stark aufgefallen, dass Kluftinger durch viel Glück und durch viele Zufälle zu seinen Ermittlungsergebnissen kommt. Der Mordfall ist durchaus interessant, aber geht im Übrigen etwas unter. Die anderen Kollegen aus dem Kommissariat spielen ihre üblichen Nebenrollen. Es fehlt der neue Reiz bei dieser Reihe.

Es lässt sich wie immer gut lesen, aber wirklich etwas neues bekommt man nicht.

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