Leider etwas enttäuschend
Fake WifeyIch bin eigentlich ein großer Fan von Anya Omah und habe bisher ihre Bücher gerne gelesen – einige sogar geliebt. Umso enttäuschter war ich leider von Fake Wifey, das mich insgesamt nicht überzeugen konnte. ...
Ich bin eigentlich ein großer Fan von Anya Omah und habe bisher ihre Bücher gerne gelesen – einige sogar geliebt. Umso enttäuschter war ich leider von Fake Wifey, das mich insgesamt nicht überzeugen konnte.
Beginnen möchte ich mit den positiven Aspekten:
Besonders gut gefallen hat mir Maddie, die Tochter des männlichen Protagonisten. Die Idee den Weihnachtsmann zu verklagen, weil ihr Vater Adrian keine Frau zu Weihnachten bekommen hat, ist originell.
Auch Adrian mochte ich sehr. Er war aufmerksam, fürsorglich und hat sich immer wieder für Amerie eingesetzt. Seine Art war angenehm und authentisch, und ohne ihn hätte mir das Buch vermutlich noch weniger gefallen.
Leider überwiegen für mich dennoch die negativen Punkte. Was mich besonders gestört hat, waren die vielen formalen Fehler. Es gab Probleme mit Satzzeichen, Textpassagen, die an falscher Stelle auftauchten, die eigentlich erst einige Kapitel später hätten erscheinen sollen. Das hat meinen Lesefluss stark beeinträchtigt.
Ich weiß, dass Anya ihren Lesern mitgeteilt hat, dass es 2 Versionen gibt und leider die falsche Version in den Druck ging. Natürlich sehr ärgerlich auch für Anya und ich kenne ihre Bücher und habe bisher alle gemocht.
Zusätzlich wirkte die Handlung auf mich sehr konstruiert. Viele Szenen hatten für mich weniger eine natürliche Entwicklung, sondern schienen vor allem dazu zu dienen, die nächste Handlung oder Folgeszene möglich zu machen. Es fühlte sich stellenweise so an, als würden Ereignisse gezielt „passieren müssen“, damit die Geschichte in eine bestimmte Richtung läuft. Das konnte mich emotional leider nicht abholen.
Insgesamt hat mich Fake Wifey enttäuscht, gerade weil ich von der Autorin anderes gewohnt bin. Die Grundidee und einzelne Figuren hatten definitiv Potenzial, doch Umsetzung und Ausarbeitung konnten mich dieses Mal leider nicht überzeugen.