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Veröffentlicht am 23.03.2025

Theo und Lou

Larsson Legacy (Crumbling Hearts, Band 3)
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Theodor Skogen hat alles dafür getan seine Gefühle hinter hohen Mauern zu verstecken und seine Zeit und Mühe in das Familienunternehmen KOSGEN zu investieren. Bis er auf einem Maskenball einer wunderschönen ...

Theodor Skogen hat alles dafür getan seine Gefühle hinter hohen Mauern zu verstecken und seine Zeit und Mühe in das Familienunternehmen KOSGEN zu investieren. Bis er auf einem Maskenball einer wunderschönen und geheimnisvollen Frau begegnet, die ihn von der ersten Minute an fasziniert. Nach ihrer Begegnung verschwindet Lovisa jedoch wieder aus seinem Leben und das aus gutem Grund, denn sie ist die Erbin von KOSGENS größtem Konkurrenten und wie Theo im Sponsoring tätig. Als Theo erfährt wer hinter seiner geheimnisvollen Bekanntschaft steckt, entsteht ein erbitterter Konkurrenzkampf zwischen den beiden Rivalen. Doch die Spannungen zwischen ihnen werden immer intensiver und Hass und Liebe liegen bekanntermaßen sehr eng beieinander.

„Larsson Legacy“ ist der finale Band der Crumbling Hearts Reihe von Carolin Wahl und beschäftigt sich mit dem letzten Sprössling des Skogen-Clans. Theo ist bereits in den Vorbänden der Reihe als Nebencharakter aufgetaucht und hat absolut keinen guten Eindruck hinterlassen. Seine großspurige teilweise beleidigende Art, haben bei mir einen sehr schlechten ersten Eindruck hinterlassen. Umso interessanter war es für mich, wie die Autorin es geschafft hat sehr schnell Sympathien für Theo bei mir als Leser zu erzeugen. Theo hat in seiner Kindheit gelernt seine Gefühle in sich selbst zu verschließen und lieber anzugreifen, bevor er selbst verletzt wird. Umso schöner fand ich es, wie ebenbürtig Lovisa ihm gegenüber agiert hat und ihn ein ums andere Mal in seine Schranken weisen konnte. Die Beiden sind sich ziemlich ähnlich, was in diesem Fall hervorragend zusammengepasst hat. Besonders schön fand ich auch Theos Interaktionen mit seiner Schwester Elli und wie stolz er darauf war, wie durchsetzungsfähig sie geworden ist. Ich hätte nicht gedacht, dass sich Theo zu einem meiner Lieblingscharaktere in der Reihe entwickeln würde und ich bin sehr traurig, dass diese wundervolle Reihe nun zu Ende gegangen ist. Mit viel Glück sehen wir diese Charaktere vielleicht in einer anderen Geschichte der Autorin als kleine Nebenrollen wieder.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Eine Reise nach Ägypten

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Inez wünscht sich nichts mehr als ihre Eltern auf eine ihrer zahlreichen Ägyptenreisen zu begleiten und eine der Ausgrabungsstätten zu besuchen. Während sie auf einen Brief ihrer Eltern wartet, erhält ...

Inez wünscht sich nichts mehr als ihre Eltern auf eine ihrer zahlreichen Ägyptenreisen zu begleiten und eine der Ausgrabungsstätten zu besuchen. Während sie auf einen Brief ihrer Eltern wartet, erhält Inez jedoch eine Nachricht, die ihre Welt erschüttert. Ihre Eltern sind während einer Expedition in der Wüste gestorben. Die Ungereimtheiten um den Tod ihrer Eltern veranlassen Inez dazu sich allein nach Ägypten aufzumachen, um die Wahrheit aufzudecken. Dort trifft sie nicht nur auf ihren Onkel, der sie postwendend wieder nach Hause schicken will, sondern auch auf den unverschämten aber durchaus umwerfenden Assistenten ihres Onkels Whitford Hayes, der ihr Herz trotz all seiner Geheimnisse schneller schlagen lässt.

Zuerst möchte ich anmerken wie wunderschön gestaltet ich das Cover und den Farbschnitt in der Erstausgabe finde. Die vielen Details passen hervorragend zur ägyptischen Mythologie und damit zum Inhalt des Buches. Da ich sowohl ein begeisterter Fantasyleser, als auch Ägyptenfan bin, war dieses Buch zu lesen ein absolutes Muss für mich. Inez ist, besonders für die Zeit in der die Geschichte spielt, eine durchsetzungsfähige und clevere Frau, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe. Auch wenn einige glückliche Umstände dazu führen, dass sie ihrem Onkel auf seine Reise folgen kann, mochte ich wie mutig sie sich allen Widrigkeiten entgegenstellt. Auch Whits etwas rüde Art mochte ich sehr gerne, hinter der sich jedoch ein sehr einfühlsames und beschützendes Wesen verbirgt. Die ägyptische Geschichte wird eher oberflächlich behandelt und bezieht sich hauptsächlich auf Kleopatra. Für eine Fantasygeschichte empfand ich dies jedoch als völlig ausreichend. Die Idee, dass sich Magie in Gegenständen speichern lässt und bei längerem Gebrauch abnutzt, fand ich interessant, aber auch ein wenig unausgereift. Das Ende hat mich fast ein wenig fassungslos zurückgelassen, sodass ich sehr gespannt bin, wie es im zweiten Teil dieser Dilogie mit Inez und Whit weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Schwarzer Humor und skurrile Charaktere

Bunny McGarry und der Mann mit dem Allerweltsgesicht
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Paul arbeitet ehrenamtlich in einem Pflegeheim und leistet den alten Menschen dort Gesellschaft, die ihn nicht selten für einen ihrer lieben Angehörigen halten. Als er Bridget, einer der Pflegekräfte dort, ...

Paul arbeitet ehrenamtlich in einem Pflegeheim und leistet den alten Menschen dort Gesellschaft, die ihn nicht selten für einen ihrer lieben Angehörigen halten. Als er Bridget, einer der Pflegekräfte dort, einen Gefallen tun will, wird er jedoch von dem schwer kranken Herrn, den er aufmuntern wollte, mit einem Messer attackiert, kurz bevor der alte Herr seinen letzten Atemzug tut. Doch dies bleibt nicht der einzige Anschlag auf sein Leben. Kurz danach wird er erneut von zwielichtigen Gestalten verfolgt, die ihn ermorden wollen. Paul muss herausfinden, warum jemand so nach seinem Leben trachtet. Dabei bekommt er ungewollte Hilfe von Bridget, die zu viele Krimis gelesen hat und einem ehemaligen Polizisten, der es faustdick hinter den Ohren hat.

„Bunny McGarry und der Mann mit dem Allerweltsgesicht“ ist das erste Buch des Autors, welches ich gelesen habe. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und trifft mit seinem Sarkasmus genau meinen Humor. Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, sodass der Leser nicht nur Einblick in Paul, sondern auch die polizeilichen Ermittlungen bekommt. Die Charaktere sind schon alle ein wenig skurril und zwielichtig, vielleicht mit Ausnahme von Bridget, die der gesetzestreuste Charakter der Geschichte ist, aber eindeutig zu viele Krimis gelesen hat, um sich aus den Ermittlungen rauszuhalten. Mir Bunny als ehemaligen Polizisten vorzustellen ist mir sehr schwergefallen, da er für mich deutlich mehr Eigenschaften eines Gangsters aufweist. Die Handlung selbst ist spannend und wenig vorhersehbar, was ich an einem Krimi besonders schätze. Insgesamt konnte mich die Geschichte also gut unterhalten und ist auf jeden Fall eine Empfehlung für diejenigen, die etwas skurrile Charaktere zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Daphne und Simon

Bridgerton – Der Duke und ich
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Daphne Bridgerton ist auf der Suche nach einem passenden Ehemann, während Simon, der Duke of Hastings, versucht den aufdringlichen heiratswilligen Damen und ihren Müttern aus dem Weg zu gehen. Die Beiden ...

Daphne Bridgerton ist auf der Suche nach einem passenden Ehemann, während Simon, der Duke of Hastings, versucht den aufdringlichen heiratswilligen Damen und ihren Müttern aus dem Weg zu gehen. Die Beiden schließen einen Pakt um einander zu helfen. Indem Simon um Daphne wirbt, erscheint sie auch für die anderen Männer begehrenswerter. Aus vorgetäuschter Zuneigung, wird nach und nach jedoch etwas Echtes. Doch Simon hat geschworen niemals zu heiraten, nicht einmal wenn sein Herz ihm zu etwas anderem rät.

Zunächst einmal war ich sehr überrascht, wie sehr sich die Serie und die ursprüngliche Geschichte voneinander unterscheiden. Trotzdem ich ein großer Fan der Serie bin, hat mich auch das Buch sehr gut unterhalten und konnte vor allem mit vielen Emotionen und Humor punkten. Der Fokus der Geschichte liegt fast ausschließlich auf Simon und Daphne. Die anderen Bridgertons spielen nur eine sehr geringe Rolle, womit sich dieser Aspekt deutlich von der Serie unterscheidet. Vor allem Daphnes Charakter empfand ich im Buch als durchsetzungsfähiger und humorvoller, während sie in der Serie deutlich zurückhaltender agiert. Auch die drei Bridgerton Brüder hätte ich mir anhand der Schilderungen im Buch anders vorgestellt, als sie in der Serie zur Darstellung kommen. Trotz aller Unterschiede mag ich jedoch Serie und Buch gleichermaßen gerne, da sie mich Beide hervorragend unterhalten konnten.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Spielsucht

Der Spieler
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Alexéj ist als Hauslehrer beim General beschäftigt, während dessen Familie einen Ausflug nach Roulettenburg unternimmt. Während ihres Aufenthaltes hofft der beinahe mittellose General auf das Ableben seiner ...

Alexéj ist als Hauslehrer beim General beschäftigt, während dessen Familie einen Ausflug nach Roulettenburg unternimmt. Während ihres Aufenthaltes hofft der beinahe mittellose General auf das Ableben seiner Tante, um sie zu beerben. Doch alles kommt anders, als die Tante selbst in dem Kurort auftaucht und das Roulette für sich entdeckt.

„Der Spieler“ ist eines von Dostojewskis kürzeren Werken und beleuchtet die Hintergründe der Spielsucht auf vielfältige Weise. Zuerst einmal muss ich anmerken, dass meine Ausgabe der Geschichte aus dem Jazzybee Verlages leider voller Rechtschreibfehler war. Ich würde also auf jeden Fall eine andere Ausgabe des Buches empfehlen. Die Geschichte selbst konnte mich leider nicht wirklich unterhalten. Den Auftritt der Tante in Roulettenburg und das folgende Glücksspiel waren der einzig unterhaltsame Aspekt der Geschichte. Mich störten vor allem die Beziehungen zwischen den Hauptcharakteren, insbesondere ihren sehr voreiligen Gebrauch des Wortes Liebe. Letztlich verfolgte fast jeder Charakter seine eigenen hauptsächlich durch Gier motivierten Ziele. Die beinahe manische Zuneigung von Alexéj zu Polina konnte ich besonders wenig nachvollziehen, da sie sich durchgehend bösartig ihm gegenüber äußert und verhält. Auch die diversen Klischees, die den Russen, Franzosen, Deutschen etc. angedichtet wurden, fand ich unerträglich. Es mag vielleicht daran liegen, dass der Erscheinungstermin dieses Romans einige Jahrzehnte zurückliegt, doch ich konnte leider mit der Geschichte nicht allzu viel anfangen.

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