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Veröffentlicht am 13.06.2022

Monarchie in Amerika

American Crown – Beatrice & Theodore
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Amerikas Monarchie regiert bereits seit hunderten von Jahren, doch das erste Mal in der amerikanischen Geschichte wird eine Frau den Thron besteigen. Prinzessin Beatrice wird seid sie geboren wurde auf ...

Amerikas Monarchie regiert bereits seit hunderten von Jahren, doch das erste Mal in der amerikanischen Geschichte wird eine Frau den Thron besteigen. Prinzessin Beatrice wird seid sie geboren wurde auf diese Bürde vorbereitet und hat in ihrem Leben alles erdenkliche getan, um ihrer Stellung gerecht zu werden. Ihre Geschwister, die Zwillinge Samantha und Jefferson, hingegen scheinen nur für Chaos und Skandale zu sorgen. Um Beatrice für die Zukunft Unterstützung zu sichern, drängen ihre Eltern Beatrice zu einer Heirat. Aber wie soll die Prinzessin einen Ehemann unter den Kandidaten aussuchen, wenn ihr Herz doch bereits einem anderen gehört. Beatrice muss sich zwischen ihrem Land und ihrem Herzen entscheiden.

In dieser fiktiven Darstellung Amerikas hat sich die Demokratie nie als Regierungsform durchsetzen können, sondern wird durch die Monarchie, nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa, ersetzt. Eine originelle Idee, die die Grundlage der Geschichte bildet. Im Sinne der Gleichberechtigung hat Beatrice Großvater die ausschließlich männliche Erbfolge ausgesetzt, sodass Beatrice die erste weibliche Regentin wird, die Amerika je gesehen hat. Dementsprechend gibt es auch einige Kritiker an diesem System, was jedoch sehr in den Hintergrund der Geschichte rückt. Im Fokus stehen die emotionalen Verwicklungen der drei Königskinder. Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Perspektive der Prinzessinnen Beatrice und Samantha, sowie Nina (beste Freundin von Sam) und Daphne (Exfreundin von Prinz Jefferson). Die Geschichten gehen sehr schön ineinander über und beleuchten auch einige Hintergründe und Entscheidungen der Protagonisten. Schade finde ich jedoch, dass hier eine rein weibliche Sicht der Dinge präsentiert wird und die männliche Perspektive irgendwie keinen erzählerischen Wert zu haben scheint. Positiv hervorheben möchte ich aber wie natürlich hier mit gleichgeschlechtlicher Ehe umgegangen wird. Das fand ich wirklich großartig!

Die Geschichte selbst ist unterhaltsam, aber leider nicht wirklich originell, sodass ich sie fast langweilig nennen muss. Die Geschichte wirkt, wie eine royale Soap, in der jede Beziehung aus diversen Gründen zum Scheitern verurteilt wird, auch wenn die Gründe nicht immer nachvollziehbar sind. Vor allem Samanthas Beziehung zu Teddy habe ich nicht wirklich verstehen können. Mir wurde schnell klar, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird und war damit ziemlich vorhersehbar. Das Ende konnte mich dann emotional nochmal abholen, weshalb ich schon wissen möchte wie es weitergeht.

Grundsätzlich ist die Geschichte unterhaltsam und die Charaktere sympathisch. Die fehlende Originalität und Vorhersehbarkeit der Story sind aber leider ein Minuspunkt, weshalb ich der Geschichte nur 3 Sterne geben kann.

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Hades und Persephone Part I

A Touch of Darkness
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Persephone, Göttin des Frühlings und Tochter der Göttin Demeter, lebt versteckt unter den Sterblichen von New Athens und besucht die dortige Universität. Nachdem sich ihre Kräfte bisher noch nicht gezeigt ...

Persephone, Göttin des Frühlings und Tochter der Göttin Demeter, lebt versteckt unter den Sterblichen von New Athens und besucht die dortige Universität. Nachdem sich ihre Kräfte bisher noch nicht gezeigt haben, muss sie auf die Magie ihrer Mutter zurückgreifen, die ihr Leben fast vollständig diktiert. In einem Anflug von Rebellion begibt sich Persephone in Hades berüchtigten Club, in denen er um die Seelen der Menschen feilscht und verliert eine Wette gegen ihn. Um ihren Vertrag mit Hades zu erfüllen, muss Persephone Leben in der Unterwelt erschaffen, was ohne Magie unmöglich erscheint. Doch Persephone erkennt schnell, dass bei dieser Wette nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ihr Herz auf dem Spiel steht.

Ich liebe Geschichten, in denen die griechische Mythologie als Grundlage dient. Der Krieg der Götter auf Erden, der letztlich zum Aufbau neuer Städte geführt hat, fand ich sehr spannend. Auch, dass die Götter in diesen Städten eigene Unternehmen, Clubs und Restaurants verwalten ist sehr originell. So besitzt natürlich auch Hades, der Gott der Unterwelt seinen eigenen Club, in welchem er seine Geschäfte abwickelt. Wie zunächst anzunehmen war, wird der Gott der Unterwelt als unnahbar, dunkel und abgründig vorgestellt. Bei näherer Betrachtung treten jedoch immer mehr Seiten hervor, die ihn sehr sympathisch wirken lassen, auch wenn die Aura der Macht natürlich nie ganz verschwindet. Persephone hingegen wurden bisher alle Entscheidungen von dem Wunsch nach Freiheit diktiert und ihrer Liebe zu den Sterblichen, während ihre Mutter Demeter sie größtenteils unterdrückt. Die Beiden sind sehr unterschiedliche Charaktere, die jedoch erstaunlich gut harmonieren. Besonders hervorgehoben wird die Leidenschaft und Anziehung zwischen Hades und Persephone. Nachdem in der ersten Hälfte des Buches die Beziehung der beiden langsam Fahrt aufnimmt, betrachtet die zweite Hälfte des Buches hauptsächlich das Sexleben der Beiden und entbehrt für meine Begriffe jeglicher weiteren Handlung. Auch die Art und Weise wie diese Begegnungen erzählerisch dargestellt werden, fand ich fast ein wenig geschmacklos. Da ich mir ein Fantasybuch und keinen Erotikroman gekauft habe, hatte ich deutlich andere Vorstellungen von der Geschichte. Die Story wirkt zudem in sich ziemlich abgeschlossen, weshalb mir nicht klar ist, was in den nächsten beiden angekündigten Bänden passieren soll, wo die eigentliche Handlung im ersten Band bereits auf ein Minimum reduziert wurde.

Nach einem vielversprechenden Anfang verliert sich die Geschichte in der „Leidenschaft“ der Protagonisten. Ich habe mir deutlich mehr substanziellere Handlung versprochen, weshalb ich leider nur 3 Sterne für das Buch vergeben kann.

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Seherinnen und Ley-Linien

Wen der Rabe ruft
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Blues Mutter und ihre Freundinnen sind allesamt Hellseherinnen. Nur Blue scheint nichts von dem Talent ihrer Familie geerbt zu haben. Dafür kann Blue die Talente anderer Seher verstärken, weshalb ihre ...

Blues Mutter und ihre Freundinnen sind allesamt Hellseherinnen. Nur Blue scheint nichts von dem Talent ihrer Familie geerbt zu haben. Dafür kann Blue die Talente anderer Seher verstärken, weshalb ihre Mutter sie ab und zu bittet sie bei ihren Aufträgen zu unterstützen. Während eines Rituals, bei dem die Seelen derjenigen zu sehen sind, die im nächsten Jahr sterben werden, erscheint Blue ein Junge in ihrem Alter von der Aglionby Privatschule, einer elitären Akademie für die Söhne reicher Familien. Die sogenannten Raven Boys bedeuten nichts als Ärger, weshalb sich Blue normalerweise von Ihnen fernhält. Außerdem wurde ihr seid sie klein war prophezeit, dass sie den Tod ihrer wahren Liebe herbeiführen wird, weshalb Blue Jungs an sich sowieso meidet. Doch irgendetwas an der Erscheinung dieses Jungen auf dem Friedhof lässt sie nicht los. Also macht sie sich auf die Suche nach ihm und gerät in einen Strudel schicksalhafter Ereignisse und Magie.

Der Auftakt der vier Bände umfassenden Reihe hat mich ziemlich schnell in seinen Bann ziehen können. Blue und die Raven Boys sind allesamt sehr unterschiedliche und interessante Charaktere, die ich schnell ins Herz schließen konnte. Gerade die vier Jungs Gansey, Noah, Adam und Ronan sind so unterschiedlich, dass man sich fragt, wie diese Verbindung überhaupt zustande kommen konnte. Dabei scheint jeder Einzelne von Ihnen seine eigenen Geheimnisse mit sich herumzutragen, die nur langsam enthüllt werden und für einiges an Spekulationen meinerseits gesorgt haben. Ich mag die wechselnden Perspektiven, in denen die Geschichte erzählt wird, da hierbei viel vom Charakter der Protagonisten deutlich wird. Am wenigsten nachvollziehen konnte ich dabei Adams Handlungen und er war mir ehrlicherweise sogar ein wenig unsympathisch im Verlauf der Geschichte. Trotzdem bin ich gespannt, wie sich sein Charakter noch entwickeln wird, gerade bei den vielen Andeutungen und Visionen, die Ereignisse in den weiteren Bänden betreffen. Das Ende des Bandes kam mir fast ein wenig zu abrupt und war sogar ein wenig verwirrend. Für die weiteren Bände sehe ich noch einiges mehr an Potenzial, weshalb ich gespannt darauf bin weiterzulesen.

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Kämpfe an allen Fronten

Rule of Wolves
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Ravka und Fjerda befinden sich weiterhin kurz vor einem Krieg. Während Nina Zenik als Spionin im Herzen Fjerdas nach Informationen zu dem bevorstehenden Angriff und dem vermeintlichen Lantsov-Erben sucht, ...

Ravka und Fjerda befinden sich weiterhin kurz vor einem Krieg. Während Nina Zenik als Spionin im Herzen Fjerdas nach Informationen zu dem bevorstehenden Angriff und dem vermeintlichen Lantsov-Erben sucht, versuchen Nikolai und Zoya Verbündete in ihren Kampf zu finden. Gleichzeitig müssen sie sich mit einem Pesthauch auseinandersetzen, der willkürlich Land und Leben vernichtet. Hat das etwas mit der Auferstehung des Dunklen zu tun? Und kann Nikolai sein Land und sich selbst von der Dunkelheit befreien, die ihn zu Grunde richten möchte? An allen Fronten tobt ein Kampf, der das Schicksal der Grisha und ganz Ravkas entscheiden wird.

Nachdem der erste Band mich bereits begeistern konnte, war ich gespannt, wie es mit Nikolai, Zoya und Nina weitergehen wird. Bereits der Anfang des Buches knüpft nahtlos spannend an das Ende des ersten Bandes an. Ravkas Feinde nähern sich von allen Seiten, während Nikolai verzweifelt versucht seinem Land einen Vorteil zu verschaffen. Nina ist weiterhin im Herzen Fjerdas als Spionin tätig. An ihrer Seite nur die Tochter ihres größten Feindes, die ihre Geheimnisse jedoch selbst vor ihrem Vater verstecken muss. Und darüber hinaus tritt auch noch der Dunkle wieder ins Rampenlicht. Intrigen, Geheimnisse, irrwitzige Wendungen und ausgeklügelte Pläne schaffen eine einzigartige, wundervolle Geschichte, die mich mal wieder in ihren Bann ziehen konnte. Alle Charaktere sind so einmalig und ausgefallen, dass ich nur hoffen kann, nicht das letzte Mal von ihren Abenteuern gelesen zu haben. Ich liebe dieses Buch, diese Reihe und einfach das ganze Grishaverse. Wer noch nicht in diese Welt eingetaucht ist, hat bisher wirklich etwas verpasst.

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Sehnsucht und Skandal

SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1)
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Nach einer leidenschaftlichen Nacht mit einem Offizier, flieht Isabella vor den Gerüchten in ihrer Heimat in das Haus ihrer Tante in Bath, um einen Skandal zu vermeiden. Isabella muss schnell einen reichen ...

Nach einer leidenschaftlichen Nacht mit einem Offizier, flieht Isabella vor den Gerüchten in ihrer Heimat in das Haus ihrer Tante in Bath, um einen Skandal zu vermeiden. Isabella muss schnell einen reichen Ehemann finden, bevor die Gerüchte ihr in die Stadt folgen. Es findet sich schnell ein geeigneter Kandidat, für den Isabella jedoch nur wenig Gefühle aufbringen kann. Als Isabella die Bekanntschaft mit Alexander Wilkinson, einem reichen, aber bürgerlichen Tuchhändler macht, geraten ihre Gefühle völlig durcheinander. Als auch noch der Offizier aus ihrer Liebesnacht auftaucht und versucht sie zu erpressen, muss sich Isabella zwischen ihrem Herzen und ihrem Ruf entscheiden.

Ich habe das Buch tatsächlich zur Hand genommen, weil auch ich dem Bridgerton-Fieber ein wenig verfallen bin. Man wird relativ abrupt in die Geschichte hineingeworfen, als Isabella bereits in Bath angekommen ist. Bereits an ihrem ersten Tag begegnet sie Alexander Wilkinson und streitet sich sogleich mit ihm. Relativ schnell baut sich zwischen den Beiden bei verschiedensten Begegnungen eine Leidenschaft auf, die in der damaligen Gesellschaft als skandalös zu beschreiben wäre. Obwohl Isabella diesen Fehler bereits begangen hat und vor dessen Folgen nach Bath geflohen ist, begeht sie erneut denselben Fehler, was ihrem sonst so klugen und vernünftigem Handeln ziemlich widerspricht. Leider gefällt mir die weitere Entwicklung der Figuren überhaupt nicht. Die anfängliche Liebe zwischen Isabella und Alexander wird durch Alexanders unüberlegtes und eifersüchtiges Handeln massiv auf die Probe gestellt und ist eigentlich nur als unmöglich zu bezeichnen. Der beinahe schon nebensächliche Handlungsstrang über den Stoffschmuggel nimmt auch eine Wendung, die mir nicht ganz logisch erscheint. Ein Lichtblick waren die Nebenfiguren allen voran Betty, aber auch Rebecca und Tom fand ich klasse.

Nach einem sehr starken Anfang der Geschichte hat mich die Figurenentwicklung und Handlung immer weniger überzeugen können. Die Figuren wurden mir immer unsympathischer, was leider dem Lesevergnügen im Weg stand. Deshalb kann ich leider nur 3,5 Sterne verteilen.

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