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Veröffentlicht am 02.11.2025

Eine magische Pension

Miss Swans zauberhafte Pension für magische Gäste
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Sera Swan hätte die mächtigste Hexe ihrer Generation werden sollen, doch durch einen verbotenen Zauber hat sie beinahe ihre gesamte Magie verloren. Seitdem leitet Sera zusammen mit ihrer Großtante eine ...

Sera Swan hätte die mächtigste Hexe ihrer Generation werden sollen, doch durch einen verbotenen Zauber hat sie beinahe ihre gesamte Magie verloren. Seitdem leitet Sera zusammen mit ihrer Großtante eine magische Pension in Lancashire, die allen Hilfe anbietet, die sie dringend benötigen. Aber Sera hat nie aufgehört nach einem Weg zu suchen, ihre Magie zurückzuerhalten. Als ihr ein Zauberspruch in die Hände fällt, der diesen Wunsch möglich machen könnte, braucht sie die Hilfe des grummeligen Magiers Luke Larsen für die Übersetzung des Spruches. Luke möchte sich eigentlich nicht in die Probleme Anderer einmischen, hat er doch selbst genug davon. Doch ganz kann Luke sich dem Zauber der Pension und seiner Gastgeberin nicht widersetzen und zusammen lösen sich Probleme doch viel besser als allein.

Nachdem mir bereits Miss Moon unglaublich gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf das neuste Buch der Autorin, welches wieder den wundervollen Trope Found Family verspricht. Auch dieses Mal lebt die Geschichte von ihren zauberhaften, etwas skurrilen, aber dennoch furchtbar liebenswerten Charakteren. Nicht nur Sera und Luke als Protagonisten, sondern auch alle anderen Bewohner der Pension habe ich in mein Herz geschlossen. Sera hat sich durch die vielen Rückschläge in ihrem Leben ein ziemlich dickes Fell zulegen müssen, darunter findet sich jedoch ein sehr weiches Herz, welches sie jedem Menschen öffnet, der Hilfe benötigt. Diese wundervolle Geschichte zeigt deutlich, dass Familie nicht durch Blut verbunden sein muss. Seras Suche nach ihrer Magie wird bei den vielen herzerwärmenden Szenen beinahe nebensächlich und auch der humorvolle und charmante Schreibstil konnten mich absolut überzeugen.

Wer ein herzerwärmendes, zauberhaftes Buch mit großartigen Charakteren, einem humorvollen Schreibstil und Magie sucht, der wird diese Geschichte genauso lieben wie ich.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Ein Gespenst auf Abwegen

Das Gespenst von Canterville
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In den Mauern von Canterville lebt seit Jahrzehnten ein Geist, der den Anwohnern das Leben schwer macht. Als der Amerikaner Hiram B. Otis das Anwesen kauft, wird er vor dem Geist gewarnt. Doch die Familie ...

In den Mauern von Canterville lebt seit Jahrzehnten ein Geist, der den Anwohnern das Leben schwer macht. Als der Amerikaner Hiram B. Otis das Anwesen kauft, wird er vor dem Geist gewarnt. Doch die Familie lässt sich nicht von einem herkömmlichen Geist abschrecken und jedwede Versuche des Geistes sie zu erschrecken laufen ins Leere.

„Das Gespenst von Canterville“ ist ein Klassiker der Literatur aus dem 19 Jahrhundert. Die Geschichte kann auch heutzutage noch gut unterhalten und die Verzweiflung des Hausgeistes über den fehlenden Respekt der neuen Bewohner gegenüber seinen Fähigkeiten als Schreckgespenst, lässt einen fast Mitleid mit dem armen Geist empfinden, der dadurch seinen Lebenssinn verliert. In meiner Ausgabe aus dem Anaconda Verlag gab es noch weitere kleine Geschichten des Autors, die mich ebenfalls gut unterhalten konnten. Der religiöse Aspekt in den Geschichten hat mir persönlich nicht so zugesagt. Bedenkt man das Erscheinungsdatum des Buches, war es damals natürlich sehr zeitgemäß.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Spannende Fälle

Die Abenteuer des Sherlock Holmes
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Der erste Sammelband über den berühmten Detektiv Sherlock Holmes umfasst einige seiner bekanntesten Fälle insbesondere auch sein erstes Zusammentreffen mit der unvergleichlichen Irene Adler, sowie der ...

Der erste Sammelband über den berühmten Detektiv Sherlock Holmes umfasst einige seiner bekanntesten Fälle insbesondere auch sein erstes Zusammentreffen mit der unvergleichlichen Irene Adler, sowie der Fall des blauen Karfunkels. Aber auch einige weitere spannende Fälle sind in dieser Sammlung verewigt und beweisen erneut die einzigartigen deduktiven Fähigkeiten des Meisterdetektivs. Ich mochte diese Geschichtensammlung sogar noch lieber als die Einzelbände um den berühmten Detektiv und freue mich auf alle weiteren spannenden Fälle, die es noch zu lösen gibt.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Eher eine Fantasygeschichte für Erwachsene als ein Jugendbuch

Die Spur der Vertrauten
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Claire lebt in einer Welt, in der jeder Mensch einen Instinkt hat, nachdem er handeln muss und der sein Leben bestimmt. Claire ist kurz davor ihren Abschluss an der Schule der Vertrauten zu machen, als ...

Claire lebt in einer Welt, in der jeder Mensch einen Instinkt hat, nachdem er handeln muss und der sein Leben bestimmt. Claire ist kurz davor ihren Abschluss an der Schule der Vertrauten zu machen, als mehrere Schüler spurlos verschwinden. Außenseiter ohne Freunde, nach denen Niemand sucht. Goliath ist ein Schützer und ihm fehlt nur noch ein gerettetes Leben, um zum Tugendhaften aufzusteigen. Doch um dieses Leben zu retten, bleibt ihm nicht mehr viel Zeit. Claire und Goliath tun sich zusammen, um dem Verschwinden der Schüler auf den Grund zu gehen und kommen dabei etwas auf die Spur, dass ihr Leben für immer verändert.

Christelle Dabos ist mir bereits von ihrer Spiegelreisenden-Reihe bekannt gewesen, welche ich sehr mochte. Auch hier schafft es die Autorin eine interessante und komplexe Fantasywelt zu erschaffen, die ihren eigenen Regeln und Vorgaben folgt. Das „Wir“, welchem alle Menschen durch ihren Instinkt untergeordnet sind, übt auf Alles und Jeden Kontrolle aus. Die Gesellschaft ist beinahe sektenartig angelegt. Die Rettung eines Lebens wird belohnt. Je mehr gerettete Leben, desto höher der gesellschaftliche Status und die Privilegien, die man sich verdient. Auch die Namensgebung der verschiedenen Ränge (Engel, Erzengel, Cherub etc.) hat einen eher religiösen Charakter. Diese Welt ist so komplex aufgebaut, dass ich sie bis zum Ende nicht vollständig durchblicken konnte.

Die Geschichte ist in zwei große Abschnitte unterteilt. Der erste Teil beschäftig sich vor allem mit dem Verschwinden der Schüler. Im zweiten Abschnitt nimmt die Geschichte eine so große Wendung, dass ich hier fast von einem anderem Buch sprechen würde.

Grundsätzlich mochte ich Claire und Goliath als Charaktere sehr gerne. Sie sind sehr gegensätzlich gestaltet und harmonieren doch seltsamerweise gut miteinander. Leider sind sowohl die Charaktere als auch die Handlung relativ emotionslos beschrieben. Dies passt durchaus zu der Gesellschaft, in der die Beiden leben, ich konnte dadurch jedoch keine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Auch die Beziehung der Beiden zueinander bleibt fade und unnahbar.

Der erste Teil des Buches hatte einige spannende Wendungen zu bieten. Der zweite Teil der Geschichte hat sich für mich jedoch ziemlich gezogen. Das Ende war zwar spannend, aber mir persönlich zu brutal. Außerdem muss ich gestehen, dass ich das Ende nicht hundertprozentig verstanden habe und mir zu viele Fragen offenbleiben. Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen habe, weiß ich, dass es zumindest nicht nur mir so ergangen ist.

Das Buch wird ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen und in die Kategorie Jugendbuch eingeordnet. Ich denke, dass diese Klassifikation nicht passend ist. Bezogen auf die Komplexität der Geschichte würde ich es auf jeden Fall erst ab 16 Jahren einstufen, bedenkt man die Brutalität in der Handlung wäre ich für eine Klassifikation für Erwachsene im Bereich Fantasy/Dystopie.

Insgesamt konnte mich die Geschichte mit ihrem komplexen und einzigartigen Worldbuilding überzeugen, die emotionslose Erzählung und das unbefriedigende Ende sind für mich jedoch klare Minuspunkte der Geschichte.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Magie und Marmelade

Spellshop
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Kiela arbeitet als Bibliothekarin in der Hauptstadt, als eine Revolution und ein Feuer sie zur Flucht zwingen. Nur ihren Freund Caz, eine sprechende Pflanze, und ein paar Zauberbücher kann Kiela retten. ...

Kiela arbeitet als Bibliothekarin in der Hauptstadt, als eine Revolution und ein Feuer sie zur Flucht zwingen. Nur ihren Freund Caz, eine sprechende Pflanze, und ein paar Zauberbücher kann Kiela retten. Die Beiden fliehen auf die kleine Insel auf der Kiela ihre Kindheit verbracht hat und beziehen das alte Cottage ihrer verstorbenen Eltern. Doch seit die kaiserlichen Zauberer nicht mehr auf die entlegenen Inseln entsandt wurden, haben die Insel und ihre Einwohner schwere Zeiten hinter sich. Hier könnte doch eigentlich der ein oder andere Zauber weiterhelfen, wenn es nicht dieses ungerechte Verbot der Magie gäbe. Doch Kiela lässt es sich nicht nehmen den Geschöpfen der Insel mit ihrer Marmelade und einem Zauberspruch weiterzuhelfen, auch wenn sie damit ihre Freiheit riskiert.

Die Geschichte kann zurecht in das Genre Cosy Fantasy eingeordnet werden einerseits aufgrund des angenehm ruhigen, aber dennoch spannenden Erzähltempos, andererseits wegen der warmherzigen Charaktere. Kiela ist zunächst eine ruhige und zurückhaltende Protagonistin. Sie sucht eher die Nähe zu Büchern als zu Menschen, fügt sich jedoch erstaunlich schnell in die kleine Gemeinde der Insel ein. Trotzdem fand ich es entzückend, wie sie besonders am Anfang ihre Privatsphäre vor ihrem neugierigen und deutlich größeren Nachbarn Larran verteidigt. Beide wirken in ihrem Umgang miteinander fast ein wenig kindlich, dennoch sind sie sehr sympathische Figuren. Besonders haben mir natürlich unsere beiden sprechenden Pflanzen gefallen, die einfach zauberhaft waren und ein besonderes Highlight der Geschichte. Das Kiela in den wenigen Zauberbüchern, die sie retten konnte, genau die richtigen Sprüche findet, um jedem auf der Insel zu helfen, lief für mich tatsächlich etwas zu glatt. Hier hätten ein paar Stolpersteine der Erzählung gutgetan.

Trotzdem hat mir die Geschichte insbesondere aufgrund der Atmosphäre und der zauberhaften Charaktere wirklich sehr gefallen. Wer Cosy Fantasy sucht, wird mit dieser wunderschönen Geschichte auf jeden Fall fündig werden.

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